Anfänger sucht visuellen Einstieg bis 600€

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oXSiggiXo

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Hallo,
ich bin bei ner Fahrradtour vor einigen Wochen spät Abends auf einen Hobbyastronomen gestoßen. Ich fand das interessant und hab ihn angequatscht, durfte dann auch durch sein Teleskop schauen. So bin ich ihm 2 bis 3 Stunden auf die Nerven gegangen xD. Seitdem geht mir die Idee Teleskop nicht mehr aus dem Kopf. Dumm nur, ich kenn mich mit nix aus. Hab jetzt schon einiges gelesen, aber na ja.

Ich hab mir mal schon einige Gedanken gemacht:
-Ich wohne am Stadtrand noch innerhalt der Stadt, habe aber ein Auto
-Mein Budget möchte ich erstmal bei 600€ ansetzen. Ich weiss, ist wenig, aber ich hab kein Bock jetzt 5k€ auszugeben, um dann festzustellen, dass das Hobby doch nichts für mich ist.
-ich möchte rein visuell beobachten. Mit Fotografie nerv ich dann vielleicht in 3 Jahren oder so xD
-Ich werde das Teleskop schon überall mal testweise drauf halten. Am meisten interessiert mich aber unser Sonnensystem.
-Ich möchte kein Dobson, sondern am liebsten eine parallaktische Montierung. Einen Dobson konnte ich gestern Abend bei der Mondfinstern ausprobieren. Ich hatte mir ein bischen ausserhalb eine Stelle gesucht, da stand auch ein Typ mit mit einem Dobson rum. Ich hab einfach gefragt. Ich fand das Handling aber wirklich furchtbar.
-Goto und so brauch ich erstmal nicht. Sonst find ich auch in 5 Jahren noch keinen Stern ohne Computer, bin faul xD
-Mir wurde gesagt, ein Refrakor ist Wartungsarm und hat das beste Bild. Das hört sich für mich gut an.
-Ich nehme mal an, was ich bisher ausprobieren konnte, ist viel größer, als mein Einstieg wird. Fotos mit Teleskopdaten sind ja auch nicht wirklich hilfreich, ich denke Fotos werden durch längere Belichtungzeiten Licht sammeln können. Das kann mein Auge ja nicht. Also was werde ich denn sehen können?

Könnt ihr mir was empfehlen? Oder sind meine Vorstellungen grober Unfug? Ich hab doch keinen Plan xD

Gruß
Siggi
 
Hallo Siggi,

Ich bin auch nicht so der "Dobson-Typ", aber gute Refraktoren ohne nennenswerten Farbfehler sind leider weit ausserhalb Deines Budgets.

Sieh' Dir alleine mal die Preise ab 100mm Öffnung (mit der würde ich visuell am Refraktor einsteigen) der nackten Instrumente, noch ohne Montierung an:
https://www.teleskop-express.de/shop/index.php/cat/c222_ED-Refraktor-Teleskope.html

Mit Deinem Budget bleiben nur 6" oder 8" Dobson übrig.
Da will ich Dir aber keinen empfehlen, weil es hier eine Heerschar von Erfahrungsträgern gibt, die damit arbeiten.
 
Hallo Sggi,
wo ist denn Dein Interessenschwerpunkt?
Planeten oder DeepSky? Oder beides?
Dein Budget ermöglicht Dir visuell schon Einiges,
da sind Andere schon mit Geringerem erfolgreich gestartet.

In diesem Themenbereich kannst Du einige Startempfehlungen
für verschiedene Anfänger vor Dir, mit unterschiedlichen Budgets,
Beobachtungsbedingungen und Interessen nachlesen.

Damit kannst Du Deine Vorstellung von Deiner Erstausrüstung
schon ein bisschen formen.
Dann bekommst Du auch (vielleicht) passende Vorschläge.

CS

Dietmar
 
Hallo Siggi,
Willkommen im Forum!

Also:
600 Euro, nur visuell, Augenmerk auf unser Sonnensystem. Ansich kein Problem!

(Fast) jeder würde sofort sagen: Dobson!

Jetzt schreibst du aber, dass du diese Art der Montierung nicht magst und schon stehen wir vor einem großen Problem!

Denn alle anderen Montierungen (egal mit mit oder ohne GoTo) kosten deutlich mehr. Und zwar so viel mehr, dass du für deine 600 Euro nur die Montierung (ohne Teleskop!) bekommen wirst. Die billigen wackeln einfach so stark, dass das Bild bei jeder Berührung des Teleskops und bei jedem leichten Wind so zittert, dass man nichts mehr erkennt.

Oder du nimmst ein so kleines leichtes Teleskop, dass eine recht leichte Montierung mit Dreibeinstativ funktioniert, dann hast du aber kaum die Möglichkeit Planeten sinnvoll zu beobachten, da die Vergrößerung einfach nicht ausreicht.

Hintergrund:
Man kann mit einem Teleskop maximal so stark vergrößern, wie der doppelte Durchmesser in Millimetern beträgt.
Ein 8cm (=80mm) Teleskop kann also maximal 160fach vergrößern.
Da machen (meiner Meinung nach) Planeten noch keinen Spaß und für Deep Sky ist es auch zu lichtschwach. Und nur den Mond - wäre mir zu langweilig.

Nimmst du aber etwas mit zumindest 15cm Durchmesser, erreichst du brauchbare Vergrößerungen für Beobachtungen in unserem Sonnensystem. Nur damit bist du wieder bei einer Größe, die nur mit Dobson-Montierung in deinem Budget liegt.

Somit sehe ich 3 Möglichkeiten:
a, Trotzdem Dobson - da bekommt man einfach mit Abstand die meiste Leistung für sein Geld (gerade im Niedrigpreissektor).
b, Ein kleiner Refraktor auf Dreibein, mit dem du aber sehr wenig sehen wirst und (meiner Erfahrung nach) schnell frustriert sein wirst.
c, Weiter sparen um eine sinnvolle Nicht-Dobson Montierung (etwa ab EQ5) + Teleskop darauf kaufen zu können.

Wenn das für dich in Frage kommt, könntest du auch nach einem gebrauchten Teleskop suchen. Dann könnte sich dein Wunsch mit "unser Sonnensystem" + "kein Dobson" um 600 Euro realisieren lassen.

Grüße,
ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung,
Mario
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Siggi,

ich habe ein 4"" SCT das ist so eine Art Allrounder, kann von jedem etwas.
Das sieht in etwa so aus, meins ist halt in der Öffnung 2,5cm kleiner.

sct

Und Nachführung kann man auch noch ausbauen auf Motor.
Gruß Wolfgang.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Siggi,

hier wird gleich mit Farbfehlern, zu geringen Budged usw. dagegen argumentiert.


Lass dich jetzt davon nicht irritieren. Man muss nur nach dem Hersteller mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis schauen - und siehe da, es ist möglich!


Meine Empfehlung:


Newton 150/1200 mit Montierung

Refraktor 102/1000 mm mit Montierung

Und noch einen Hunderter drauf:

Refraktor 127/1200 mm mit Montierung

Wenns gefällt, nachrüstbar mit Motoren oder auch GoTo. Drei gute und sehr schöne Instrumente für den Einstieg, womit man alles beobachten kann - sowohl Sonnensystem als auch Deep-Sky.

Dieter
 
Hallo Siggi

Mein Tipp besuche doch eine in deiner Nähe liegende Stermnwarte, gehe da dann öfters hin spreche mir denen über deine Vorstellungen, wünsche, die helfen dir und beraten dich auch, wie hier im Forum.

Einige Sternwarten haben mehrere Beobachtungs Geräte zu Verfügung da erklären die alles von Teleskope.

Manfred
 
Zitat von Dieter2:
...

Lass dich jetzt davon nicht irritieren. Man muss nur nach dem Hersteller mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis schauen - und siehe da, es ist möglich!

...

Dieter

Hallo Dieter,

mir fällt auf, dass Du ihm Fraunhofer Refraktoren empfiehlst, ohne ihm zu erläutern, warum die von Dir verlinkten Pakete im Vgl. zu ED APO und APO so günstig sind. Wäre schön, wenn Du das noch nachholst.
 
Zitat von Knapp_Manfred:
Mein Tipp besuche doch eine in deiner Nähe liegende Stermnwart

In jedem Fall ein guter Tipp!
Hier ein Link zum Finden von Sternwarten in Deiner Nähe

Sternwarten in Deiner Nähe

Hallo Siggi,
Du siehst, auch mit knappem Budget braucht es für den Astronomieeinstieg
keine Wunder.

Allerdings kannst Du deutlich mehr aus deinem Budget herausholen,
wenn Du Dir etwas Gebrauchtes anschaffst.
Kennst Du Dich nicht aus, nimm jemanden zur Hilfe, der Ahnung hat,
oder stelle einfach Deine Favoriten hier zur Diskussion.

Alles kann eine Stufe besser, größer oder stabiler ausfallen,
oder es bleibt noch etwas übrig, um Zubehör zu bezahlen.

Denn Du wirst schnell feststellen , daß es sich hierbei um ein typisches
Nachkaufhobby handelt. Der Hunger nach Okularen, Suchern, Filtern,
Verbesserungen hier, Veränderungen da - wird nie richtig gestillt sein!
Aber auch da steckt eine Menge Spaß drin........

Doch jetzt musst Du erst einmal herausfinden, was zu Dir passt.
Bin gespannt.

CS

Dietmar
 
Hallo Dieter,

mir fällt auf, dass Du ihm Fraunhofer Refraktoren empfiehlst, ohne ihm zu erläutern, warum die von Dir verlinkten Pakete im Vgl. zu ED APO und APO so günstig sind. Wäre schön, wenn Du das noch nachholst.


Hallo Peter,

hast du sicherlich Recht, aber deswegen empfahl ich langbrennweitige Refraktoren wo sich das nicht so drastisch bemerkbar macht. Außerdem liegen wir hier bei einem Budget von 600.- € - was wird da erwartet..?


Hier eine gute Erklärung von Sven Wienstein

Dieter
 
Hallo!

Für 600€ bekommt man ein gebrauchtes Celestron NexStar 6 SE. Seit ich meines habe, ist es mein meistgenutztes Fernrohr, obwohl es nicht mein größtes oder bestes ist.
Es ist in jeder Hinsicht ein Kompromiß, aber ein sehr guter. Die Montierung funktioniert einwandfrei, ist in zwei Minuten ausgerichtet, und könnte auch ein 8 Zoll Schmidt-Cassegrain oder einen kurzen Refraktor tragen. Und wenn es parallaktisch sein soll muss man halt noch eine Polhöhenwiege kaufen (oder für 5 Euro Materialkosten basteln). Jedenfalls führt die NexStar Montierung besser nach als die EQ-5, die ich sonst noch habe. Und das Goto muss man ja nicht benutzen, wenn man lieber selber Sterne suchen will...

Viele Grüße
Maximilian

 
Hallo,
erstmal danke für die ganzen Antworten. Als ich heute Morgen schaute, hatte noch niemand geantwortet und ich dachte schon, ich hätte irgend nen Unfug geschrieben, auf den keiner Bock hat xD.

Zu der Frage Apo vs. Frauenhofer. Mir waren die extrem unterschiedlichen Preise beim stöbern in Shops schon aufgefallen. Hab das Nachgelesen und finde es auch nachvollziehbar. Ich bin mir im klaren, dass mein Budget für ein Apo nicht reichen kann. Auch sonst erwarte ich keine Wunder. Dieses Gerät soll auch vor allem erstmal dazu dienen, festzustellen, ob ich überhaupt dabei bleibe. Daher wollte ich erstmal nicht soviel Geld ausgeben.

Die Gebrauchtkauf-Option werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.

Bei den Links von Dieter2 ist ein Newton dabei. Ich hab mal Newton nachgelesen. Klingt erstmal auch interessant, man bekommt wohl mehr Öffnung fürs Geld, aber auch da gibt es wohl Darstellungsfehler. Was muss ich mir denn unter Koma vorstellen? Dann hat man ja auch wieder Lichtverlust durch den Fangspiegel und die Streben dafür. Wieviel Öffnung muss ich denn dafür abziehen?

Wegen der Sternwarte hab ich gleich mal geschaut. Hier ist sogar eine in der Nähe. Allerdings haben die jetzt im Sommer geschlossen. :-/

Dann hab ich noch Fragen. Wie orientiere ich mich bei den Montierungen, bzw entscheide ich, ob es das richtige ist. Ich hab schon begriffen eq-1 ist das schwächste und wird dann besser eq-2, eq-3 usw.... aber dann gibt es noch eine Serie NEQ und auch eine HEQ. Wie stehen die zueinander? Besser EQ oder besser NEQ oder besser HEQ oder wie? Die von Dieter2 vorgeschlagenen Refraktoren haben EXOS-2/EQ5? Außerdem noch viele, die garnicht in dieses Schema passen. Ich finde das alles sehr verwirrend. Oje!

Gibt es eigentlich zur Dimensionierung irgendwelche Faustregeln. Etwas in der Art z.B. doppelte Tragfähigkeit für Visuell und dreifache für Fotografie?

Dann würde ich gern noch wissen. Kann ich eigentlich Herrsteller untereinander mischen? Wenn ich z.B. eine Skymaster Montierung kaufe, bin ich dann beschränkt auf auf Teleskope von Skymaster oder könnte ich z.B. auch eins von Bresser da drauf machen?

Danke erstmal
Gruß
Siggi
 
Hallo!

Zitat von oXSiggiXo:
Gibt es eigentlich zur Dimensionierung irgendwelche Faustregeln. Etwas in der Art z.B. doppelte Tragfähigkeit für Visuell und dreifache für Fotografie?

Die einfachste Regel lautet: Die größte und schwerste Montierung kaufen, die man noch bezahlen und tragen kann :) Ansonsten die Angaben der Hersteller skeptisch betrachten. Mit Deinen Faktoren liegst Du nicht ganz falsch.

Zur Mondfinsternis haben wir am Freitag so viele Besucher gehabt, daß es die meisten gar nicht in die Sternwarte geschafft haben, sondern lieber die kürzeren Schlangen an den im freien aufgestellten Fernrohren unserer Mitglieder gewählt haben... Darunter war mein C8, leider auf der EQ-5 Montierung. Einige Besucher haben gefragt, warum die Planeten im Fernrohr so zittern. „Ist das die Atmosphäre?“ „Nein, das ist der Chinaschrott von Montierung, obwohl die angeblich 10kg tragen soll, hier aber mit 5kg schon mächtig zittert...“ Ausserdem haben es bei manchen Blickrichtungen die Chinaschott-Schrittmoren mit ihren Chinaschrott-Kupplungen mal wieder nicht geschafft, das Fernrohr ordentlich nachzuführen, so dass ich nach jedem zweiten Besucher den Mond/Planeten wieder neu einstellen musste. Also wenn Skywatcher Montierung, dann entweder eine mit der Zahl 6 oder 8 im Namen oder mindestens einem „H“. Alles andere lehrt einen nur jede Nacht einen neuen Fluch...

Zitat von oXSiggiXo:
Dann würde ich gern noch wissen. Kann ich eigentlich Herrsteller untereinander mischen? Wenn ich z.B. eine Skymaster Montierung kaufe, bin ich dann beschränkt auf auf Teleskope von Skymaster oder könnte ich z.B. auch eins von Bresser da drauf machen?

Das lässt sich alles mischen. Passt nicht immer auf Anhieb und man muss vielleicht einen Adapter kaufen oder basteln, aber eigentlich ist es simple Mechanik.

Grüße
Maximilian
 
Hallo Siggi,

hier gibts immer erst spät Antworten. Alles Nachtschwärmer :)
Da du einen Dobson ausschließen möchtest werfe ich einfach mal eine weitere Alternative in den Raum.

Ich nutze einen kleinen 90mm MAK auf einem 50€ Fotostativ. Damit schau ich so nebenbei in den Mond und auch den GRF beim Jupiter konnte ich damit schon sehen. Da du etwas mehr Budget hast, geht das ja mit AZ Montierung und mehr Öffnung deutlich besser!

Zu den MAKs mit 127mm gab es hier auch schon, vor nicht all zu langer Zeit, einige Diskussionen.

Gruß
Dennis
 
Hallo Siggi,

Zitat von oXSiggiXo:
Wegen der Sternwarte hab ich gleich mal geschaut. Hier ist sogar eine in der Nähe. Allerdings haben die jetzt im Sommer geschlossen. :-/

Sternwarten haben häufig nur einen bestimmten Tag geöffnet, weshalb vielleicht Kontakte zu anderen Hobbyastronomen in Deiner Gegend mehr bringen.

Vielleicht hilft Dir diese Seite beim Thema Montierungen weiter:
visuelle Kombinationen

Gruß
Ronald
 
Hi!
Zitat von oXSiggiXo:
-Mein Budget möchte ich erstmal bei 600€ ansetzen. Ich weiss, ist wenig, aber ich hab kein Bock jetzt 5k€ auszugeben, um dann festzustellen, dass das Hobby doch nichts für mich ist.
-ich möchte rein visuell beobachten. Mit Fotografie nerv ich dann vielleicht in 3 Jahren oder so xD
-Ich werde das Teleskop schon überall mal testweise drauf halten. Am meisten interessiert mich aber unser Sonnensystem.
-Ich möchte kein Dobson, sondern am liebsten eine parallaktische Montierung. Einen Dobson konnte ich gestern Abend bei der Mondfinstern ausprobieren. Ich hatte mir ein bischen ausserhalb eine Stelle gesucht, da stand auch ein Typ mit mit einem Dobson rum. Ich hab einfach gefragt. Ich fand das Handling aber wirklich furchtbar.
-Goto und so brauch ich erstmal nicht. Sonst find ich auch in 5 Jahren noch keinen Stern ohne Computer, bin faul xD
-Mir wurde gesagt, ein Refrakor ist Wartungsarm und hat das beste Bild. Das hört sich für mich gut an.
Mal sehen
Nur visuell - kein Autoguideranschluss und auch lichtschwach möglich
Hauptsächlich Sonnensystem - lichtschwach möglich
Parallaktische Montierung - nicht zu littig auswählen (ab EQ5)
Kein GoTo - für die meisten Planeten auch nicht nötig
Wartungsarm und bestes Bild - Apo oder langbrennweitiger ED
600 € plus Parallaktik + etwas Öffnung - kein Apo oder Ed

Der schon vorgeschlagene 150/1200-Newton auf EQ5 ist ein gutes Teleskop und läßt sich für 600 € realisieren (nach Setpreis fragen hilft, falls die Kombination nicht angeboten wird). Für bestes Bild nimmt man einen mit kleinem Fangspiegel, z.B. den von Skywatcher. Bei 25 % Obstruktion stört dieselbe nicht mehr sonderlich. Recht wartungsarm ist das Ding auch, den eine Justage ist mit einem Laser schnell, gut und vollständig gemacht. Leichte Fehler würde das Instrument wegen seiner Auslegung aber verzeihen.

Im Verein durfte mein Exemplar in den letzten Wochen mehrfach zeigen, was es kann: Erst lieferte es auf dem Vereinsfest vor wenigen Wochen einige schöne Anblicke vom Jupiter, dann während und direkt nach der Mondfinsternis einen schönen Saturn. Justageaufwand mit Laser: unter 5 Minuten.

Viele Grüße

fquadrat
 
Hallo Siggi,

ich habe schon einige verschiedene Teleskope auf meiner getunten EQ5 gehabt, C8; 100/1100 mm FH ; und 150/900mm Skywatcher Newton und kann Dir sagen, keins war darauf so stabil gelagert wie ein 200/1200 Skywatcher Dobson auf der Rockerbox!

Bei meinen Beobachtungs - Abende mit Jugendlichen aus der Schule, kam Jeder besser mit dem Dobson zurecht, was Aufstellen; Ausrichten und Objektsuche angeht!

Immer wieder wurde gelobt, das man hier keine Klemmen lösen muss und das Nachführen schon nach kurzer Zeit so automatisch funktioniert, dass man garnicht mehr daran denkt!

Bei der EQ5 hingegen, man dauernd die wegen des zittern losgelassenen biegsamen Wellen sucht, dabei an Teleskop oder Dreibeinstativ anstößt und manchmal so das Objekt verliert!

Beim Langen FH oft zu kurze Arme hat oder beim Newton umständlich unter oder übergreifen müsste um gut an die Bedienungselemente rann zukommen!

Oder ein anderes mal mit der 2 Achsen Nachführung, sich immer mit Korrekturrichtung vertut oder einfach zuschnell anfährt und so das Objekt aus dem Gesichtsfeld ist. Das als äußerst nervig empfunden wurde!

Den Dobson man halt ohne loszulassen mit dem Leuchtpunkt-Finder, wieder ohne jedesmal 2 Klemmungen auf und wieder festzudrehen, zentriert bekommt!

Ich bin mit Parallaktischen Montierungen großgeworden beginnent mit EQ1 + 2 bis hin zu Astronom II und EQ5 + G11 und war zuerst auch nie begeistert vom Dobson!
Erst ein Frankreichurlaub 1986, hat mich aber eines Besseren belehrt, als ein Franzose mir seinen 230 /1285mm Eigenbau - Dobson vorführte.

Der nach dem Hinstellen sofort mit dem beobachten begann, während ich noch 25min. einrichtete, sagte Er mir auf Nachfrage, Temperaturanpassung brauch ich nicht, der stand den ganzen Nachmittag hinter dem Wohnmobil im Schatten!

Zuhause habe ich dann als erstes meinen alten 114/900 Quelle auf eine selbstbau - Rockerbox montiert!
Und nun konnte Dieser sicher das Erste mal wieder zeigen was damit geht, und viel ruhiger wie auf meiner Vixen New Polaris ( Mutter der EQ3-2 )!

Erst eine EQ6 würde einen 150/1200mm Dobson visuell in etwa vergleichbar tragen, ob das aber ein vergnügen ist, bezweifle ich stark!


Mit einem selbst hergestelltem Tragegurt ist das Teleskop dann als Rucksack, mit der Rockerbox in der Hand, sogar leichter aufs Feld zutragen als eine EQ6 mit allem Geraffel!


Gruß Günter
 
Siggi,

Du hast bislang schon viele gute Tipps bekommen! :)

Bei 800 Euro ginge es auch so (600 sind etwas knapp):
- gebrauchte Vixen GP mit Holzstativ (schwingt weniger als Alu)
- gebrauchter Refraktor (ev. Vixen 90/1000 oder ähnlich)
- 2 gute Okulare, 1 Barlow 2x

Das wäre so das Günstigste, das mir jetzt einfällt für Planetenbeobachtung.
Gebraucht deshalb, weil Du dafür ein Equipment der ehemals 1.400 Euro-Klasse bekommst, und das brauchst Du wegen Stabilität und Brennweite. Ich kenn die Kombi selbst auch, und das funktioniert. ;)

Die mechanische Verarbeitung der gebrauchten japanischen Montierung ist generell besser als die EQ3 oder 5 aus China. Die Vixen GP ist nämlich das "Original", das kopiert wurde und jetzt EQ-5 heißt.

lg
Niki
 
Hallo Siggi,


was bei "primär Sonnensystem" auch in Frage kommt wäre ein 5" oder 6" Maksutov: diese Geräte sind recht kompakt was die Montierung entlastet und wenn Gebrauchtkauf in Frage kommt ist mindestens der 5" realistisch - mit Glück und vielleicht 100,- euro Budgeterhöhung auch ein 6". Das langsame Öffnungsverhältnis sorgt dafür daß günstige Okulare scharf abbilden so daß sich der höhere Preis für das Teleskop im Vergleich zum Newton dort etwas aufgefangen wird. Allerdings kann man wegen der recht langen Brennweite keine wirklich niedrigen Vergrößerungen erreichen was an Mond und Planeten nicht stört. Im Gegenteil man erspart sich evtl. die Barlowlinse.



Viele Grüße Felix
 
Hallo Maximilian,

Deine Ausführung kann ich zu 100 % unterschreiben!

Mein früheres NexStar 6SE hatte ich u. a. auf diversen Flugreisen dabei (eine davon sogar bis nach Argentinien).

Tubus im Händgepäck, Monti und Stativ im Reisekoffer. Dazu ein Binoansatz, ein paar Okularpärchen und schon war das Beobachtungserlebnis garantiert! :)

Superschnell aufgebaut, ausgerichtet und die 6" Öffnung können wirklich was (da haben einige Mitbeobachter auch auf Teneriffa in 2000 m Höhe wirklich gestaunt).

Ist ja vielleicht eine gute Option für einen Anfänger.... :super:

Clear skies,

Jörg
 
Hi

ich werfe mal eine EQ5 (ohne Motor) und dazu ein 6" Newton dazu, mit 2" OAZ wegen der Verwendungsmöglichkeiten. Solche Newton gibts mit 750 und 900 mm Brennweite. Das sind gute Allrounder, die auch schon einiges zeigen.
Damit bist Du parallaktisch noch im Budget und kannst das Thema ausprobieren. Bei Nichtgefallen verkloppst es wieder und hast vllt 200,- Lehrgeld gezahlt.
Das wäre mein Einstiegsidee für Dich

CS
 
Hallo,
ich war grad ein paar Tage mit der Arbeit ziemlich eingespannt. Aber ich nerve ja mein ganzes Umfeld mit dem Thema und jetzt hat sich was ergeben. Ein Freund hat sich vor einiger Zeit einfach ein Teleskop gekauft und schnell das Interesse verloren. Er würde mir das für 1000€ überlassen.

Es liegt über meinem Budget, aber trotzdem würde ich es nehmen, auch weil er das Geld gerade gut gebrauchen kann - Freundschaft und so.... Aber denoch möchte ich vorher wissen ob die Kombination für meine Bedürfnisse was taugt. 1000€ für Schrott wäre ich dann doch nicht bereit.

Das Teleskop
-Maksutov
-Skywatcher 180/2700
-Öffnungsverhältniss f15
-2" Anschluss für Okulare + Adapter für 1,25" Okulare
-Skywatcher EQ6 Montierung mit GoTo
-3 Bein Stativ aus Stahl
-zwei Okulare 9mm und 20mm, welche dabei waren
-so gut wie neu, wurde vielleicht 10 bis 20 mal mit im Garten beobachtet, liegt jetzt in der Originalverpackung. Gebrauchssspuren konnte ich keine finden. Alter etwas über einem Jahr.

Gruß
Siggi

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da der Tubus dieses Teleskops alleine schon über 1000 Euro kostet, ohne die EQ6, finde ich es ein gutes Angebot und wenn du das Geld hast, solltest du es nehmen.

Ist sicher ein schönes Teleskop mit dem du viel Freude haben wirst!

Grüße, Mario

PS. Denk dran, dass du, wenn nur die beiden Okulare dabei sind die original dabei waren, du auf jeden Fall noch 1-2 gute Okulare brauchen wirst um gute Beobachtungen machen zu können.
Ein Mond- und ein UHC oder OIII Filter für Nebel wäre auch noch sehr sinnvoll.

 
Falls du widererwarten doch nicht auf das Angebot eingehst, möge dein Kollege sich bitte bei mir melden! :)

Zugreifen!
Das ist nicht nur fast geschenkt sondern auch ein absolut schönes Teleskop (Montierung ist auch top). Ich durfte am kleineren Bruder (150er Mak) mit Baader Zoom Okular beobachten. Das hat einfach Spaß gemacht.

Gruß
Dennis
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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