Bleistift
Mitglied
Bezugnehmend auf meine Anfrage vom 31.12.04 möchte ich hier einen kurzen Beobachtungsbericht abgeben:
Am 4.1. um 2 Uhr bemerkte ich aus dem Schlafzimmer einige Sterne und ging kurzerhand hinaus. Der Mond war noch nicht aufgegangen und somit eine gute Dunkelheit gegeben. Trotzdem konnte ich mich draußen ohne zu stolpern bewegen, da die Schneebedeckte Landschaft vom Sternenlicht genug beleuchtet war.
Als absoluter Anfänger suchte ich zum ersten Mal einige Sternbilder, die ich mir zuvor anhand einiger Bücher versucht hatte einzuprägen.
Großer Bär... eh klar! Orion ... wow, noch nie vorher gesehen!
Aber dann wurde es schwieriger. Kleiner Bär... hmm,, muss doch irgendwo um den Polaris kreisen! Aber ja, da war er, und nach einiger Zeit konnte ich alle wichtigen (mit griechischen Buchstaben bezeichneten) Sterne dazu erkennen. Aber halt, irgendwie schaut es aus, als ob beim südlichsten Stern (Gamma?) zwei nebeneinander leuchten. (Später konnte ich diese Beobachtung mir selber anhand eines Sternenbuches bestätigen (Gamma1/2).
Also weiter gesucht: Fuhrmann, nach längerem Suchen gefunden; Pleijaden identifiziert, können mit freiem Auge z.T. in einzelsterne aufgelöst werden. Andromeda (zwecks identifizierung von M31 und M33) ... ja wo denn nur...? Da oben gibt es so verfl.... viele Sterne. Nach einer Stunde überzeugte mich der ordentlich wehende Wind mit –2 Grad, dass es für heute genug war <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .
Am 6.1.05 um 19 Uhr war es wieder einigermaßen klar. In Horizontnähe war es diesig, und Lichtdome über den Nachbarorten waren deutlich zu erkennen. Leider zogen immer wieder Schleierwolken mit einiger Geschwindigkeit über den Himmel, sodass ein Beobachten immer nur mit Unterbrechung möglich war. Mit dem Kleinen Bären fing ich wieder an. Im „Kosmos Himmelsjahr 2005“ ist er im Einleitungsteil mit einigen Sternen abgebildet, so auch ein Stern mit m6.7 etwas im NO von Gamma1/2. Diesen Stern konnte ich mit meinem ungeübten indirekten Sehen noch schwach erkennen.
Also nun wieder Andromeda suchen. Wieder irritieren mich die verfl... vielen Sterne. Nach längerem Schauen und halber Genickstarre endlich entdeckt. Auch das Dreieck wurde nun erkannt. M31: deutlich sichtbar! Aber M33: immer wieder schaute ich hin und her und bemerkte, das dabei für mich diese Galaxie kurz sichtbar wurde. Die Augenbewegung scheint für mich als absolut ungeübten Beobachter ein kurzes indirektes Sehen zu ermöglichen, oder ist das nur Einbildung??
Fazit: Nach diesen Beobachtungen eines ungeübten und unerfahrenen Anfängers traue ich mich zu sagen, dass bei guten Sichtverhältnissen Bortle4 sicher, evtl. auch Bortle3 hier erreichbar ist (häufig der Fall). Da ich sicher bin, dass es noch klarer geht, vermute ich, dass manchmal auch Bortle2-Verhältnisse herrschen.
Zum Seeing: Da ich kein Fernrohr besitze, traue ich mich dazu nur folgendes zu sagen:
Im Vergleich zu meinen bisherigen Erfahrungen an anderen Wohnorten scheinen die Sterne hier überhaut nicht zu flimmern. Selbst mit einem einfachen Billigfernglas stehen die Sterne sehr ruhig da.
Kann man anhand dieser Anfängerbeobachtungen sagen, dass es hier ein guter Beobachtungsstandort ist und es sich lohnt, in Geräte zu investieren?
Danke noch mal für Eure Tips <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Hans
Am 4.1. um 2 Uhr bemerkte ich aus dem Schlafzimmer einige Sterne und ging kurzerhand hinaus. Der Mond war noch nicht aufgegangen und somit eine gute Dunkelheit gegeben. Trotzdem konnte ich mich draußen ohne zu stolpern bewegen, da die Schneebedeckte Landschaft vom Sternenlicht genug beleuchtet war.
Als absoluter Anfänger suchte ich zum ersten Mal einige Sternbilder, die ich mir zuvor anhand einiger Bücher versucht hatte einzuprägen.
Großer Bär... eh klar! Orion ... wow, noch nie vorher gesehen!
Aber dann wurde es schwieriger. Kleiner Bär... hmm,, muss doch irgendwo um den Polaris kreisen! Aber ja, da war er, und nach einiger Zeit konnte ich alle wichtigen (mit griechischen Buchstaben bezeichneten) Sterne dazu erkennen. Aber halt, irgendwie schaut es aus, als ob beim südlichsten Stern (Gamma?) zwei nebeneinander leuchten. (Später konnte ich diese Beobachtung mir selber anhand eines Sternenbuches bestätigen (Gamma1/2).
Also weiter gesucht: Fuhrmann, nach längerem Suchen gefunden; Pleijaden identifiziert, können mit freiem Auge z.T. in einzelsterne aufgelöst werden. Andromeda (zwecks identifizierung von M31 und M33) ... ja wo denn nur...? Da oben gibt es so verfl.... viele Sterne. Nach einer Stunde überzeugte mich der ordentlich wehende Wind mit –2 Grad, dass es für heute genug war <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> .
Am 6.1.05 um 19 Uhr war es wieder einigermaßen klar. In Horizontnähe war es diesig, und Lichtdome über den Nachbarorten waren deutlich zu erkennen. Leider zogen immer wieder Schleierwolken mit einiger Geschwindigkeit über den Himmel, sodass ein Beobachten immer nur mit Unterbrechung möglich war. Mit dem Kleinen Bären fing ich wieder an. Im „Kosmos Himmelsjahr 2005“ ist er im Einleitungsteil mit einigen Sternen abgebildet, so auch ein Stern mit m6.7 etwas im NO von Gamma1/2. Diesen Stern konnte ich mit meinem ungeübten indirekten Sehen noch schwach erkennen.
Also nun wieder Andromeda suchen. Wieder irritieren mich die verfl... vielen Sterne. Nach längerem Schauen und halber Genickstarre endlich entdeckt. Auch das Dreieck wurde nun erkannt. M31: deutlich sichtbar! Aber M33: immer wieder schaute ich hin und her und bemerkte, das dabei für mich diese Galaxie kurz sichtbar wurde. Die Augenbewegung scheint für mich als absolut ungeübten Beobachter ein kurzes indirektes Sehen zu ermöglichen, oder ist das nur Einbildung??
Fazit: Nach diesen Beobachtungen eines ungeübten und unerfahrenen Anfängers traue ich mich zu sagen, dass bei guten Sichtverhältnissen Bortle4 sicher, evtl. auch Bortle3 hier erreichbar ist (häufig der Fall). Da ich sicher bin, dass es noch klarer geht, vermute ich, dass manchmal auch Bortle2-Verhältnisse herrschen.
Zum Seeing: Da ich kein Fernrohr besitze, traue ich mich dazu nur folgendes zu sagen:
Im Vergleich zu meinen bisherigen Erfahrungen an anderen Wohnorten scheinen die Sterne hier überhaut nicht zu flimmern. Selbst mit einem einfachen Billigfernglas stehen die Sterne sehr ruhig da.
Kann man anhand dieser Anfängerbeobachtungen sagen, dass es hier ein guter Beobachtungsstandort ist und es sich lohnt, in Geräte zu investieren?
Danke noch mal für Eure Tips <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Hans