Anfängerfrage zu Stativ und Zubehör

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bAEddA

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Halli hallo!

Ich bin noch völlig neu im Forum. In letzter Zeit hat mich aber mein Kindsheits-"Hobby" Astronomie wieder eingeholt (vielleicht auch weil ich mittlerweile eigene Kinder habe!?). Insbesondere in der Thematik Astrofotografie will ich mal etwas vom Fleck kommen.

Aus meiner Kindheit besitze ich noch eine gute Russentonne.
Zu letztem Weihnachten kam eine EOS 550D dazu. Die passenden Adapter habe ich bereits und auch den "unendlich"-Fokus id Russentonne habe ich schnell gelöst.

Als vorletzte Nacht endlich mal der Himmel aufgerissen ist, habe ich zwischen den Wolken ein paar mal den Mond erwischt. Und war positiv überrascht von den Resultaten.

Gleichzeitig bin ich mit Russentonne + EOS 550D etwa da, wo ich in der Kindheit schon war. Ich kann maximal 1 sek belichten, da sonst die Erdrotation schon zu sehr alles verschwimmt.
Auch knipse ich aktuell noch mit 10 sek Selbstauslöser, weil ich keine Fernbedienung o.Ä. für die EOS habe.

Der nächste Schritt wird wohl ein ordentliches Stativ mit Nachführung sein. Doch welches?
Das Stativ sollte gut geeignet für die Russentonne sein, aber auch für später evtl. etwas größere Teleskope (welches auch immer). Da meine Kinder aktuell noch relativ klein sind, habe ich noch mal ca. 3-4 Jahre, bis bei denen das Hobby Astronomie (hoffentlich!) voll in Gang kommt. Bis dahin will ich aber jetzt schon mit der Russentonne halbwegs vernünftige Bildern machen. Gleichzeitig soll aber jede heutige Investition auch langlebig sein, bzw. Kompatibel mit zukünftigen Anschaffungen.
Neben dem Stativ brauche ich noch eine Lösung für die Fernauslösung. Gibt es irgendwelche Empfehlungen für die Fernauslösung an der EOS 550D?
Und: Brauche ich sonst noch etwas?
 
Hi,

mit der Russentonne habe ich vor rund 20 Jahren auch angefangen, ich habe sie auf eine motorisierte New Polaris mit Boxdörfer Steuerung gesetzt. Das war von der Tragekraft her ausreichend und ich konnte damit Sonne (mit bespiegeltem Glassonnenfilter zum Reinschrauben vorne auf die Russentonne) und Mond wunderbar Fotografieren. Bin so zu etlichen Sonnenfinsternissen gereist.

Visuell war damit Sonne, Mond, Planeten, offene und Kugelsternhaufen drinn, auch Hantelnebel, Ringnebel und Andromedagalaxie.

Heute gibt es die NP natürlich nur noch selten als Gebrauchtmontierung. Sie entspricht etwa einer EQ-3 (die mit Polsucherfernrohrbohrung).

Aber Deepskyfotografie mit der Russentonne ist damit nicht prickelnd. Denn die Russentonne hat f=10, da muß man richtig lange Belichten. Ohne zusätzliche Guidingcam wird das nix.

Du hast aus meiner Sicht 2 Möglichkeite:

Du nimmst viel Geld in die Hand und kaufst ne NEQ-5 mit Motoren und einer Steuerung mit Guidingeingang (ST-4), noch eine Guidingcamera und generierst mit dem Laptop und einem Freewareprogramm wie Guidemaster/PHD die Guidingimpulse, Setzt die Russentonne auf eine Parallelbefestigung, kaufst nen Sucherschuh und nem 9x50 Sucher sowie eine Adapterplatte, mit der Du die Guidingcam statt eines Okulars in den Sucher stecken kannst.

So hast die Möglichkeit, Langzeitbelichtungen durch die Russentonne zu machen.

Oder Du kaufst statt der Russentonne noch ein kurzbrennweitiges Linsenteleskop (z.B. nen ED 80/480). Mit dem mußt Du nicht ganz so lange Belichten. Aber auch da brauchst unbedingt die Guidingcam.

2. Möglichkeit:
Du beschränkst Dich auf Weitwinkel- und Teleobjektive am Foto und setzt den ohne Teleskop auf die Montierung. Dann kannst auf die Guidingcam verzichten. Und mit vielen Belichtungen um 1-2 Minuten kannst dann per Bildbearbeitung auch schon einige Deepsky-Objekte ablichten.

Astrofotografe (wenn es Deepsky sein soll) ist leider recht teuer...

Ne andere Möglichkeit wäre, die EQ-3 + Motoren, Russentonne + 2x Barlow-Linse und statt der EOS eine Webcam. Damit gehen dann ohne Guiding Sonnenflecken, Mondkrater und Planeten. Aber Deepsky kannst ohne Guiding mit der Russentonne wirklich knicken.
 
Hi Sternenfee,

danke für die ausführliche Antwort!

Nachdem ich mich jetzt mal bzgl. Montierung etwas aufgeschlaut habe schwirren noch ein paar konkrete ?? bei mir im Kopf herum:
-Ist EQ-3 immer gleich EQ-3?
Auf eBay zB habe ich eine EQ3 Montierung inkl. Stativ von "Seben" für 80 EUR Neupreis entdeckt, sowie für 200 EUR von "Skywatcher".
Zudem scheint es etliche EQ-3-Varienten zu geben, wie EQ3-1, EQ3-2 usw.
Worauf ist also bei einer EQ3 Montierung zu achten?
-Ich habe u.A. auch eine EQ-2XL Version gefunden.
Worin genau besteht der Unterschied zwischen EQ-3 und EQ-2? Ausschließlich in der Größe/Masse/Stabilität? Falls ja: Ist ein EQ-2XL dann eine mögliche Alternative zum EQ-3?
-Woran erkenne ich die Version mit Polarsuchfernrohrbohrung?
-Wenn man Montierung und Stativ getrennt kauft: Worauf ist beim Stativ zu achten?

Was die ganzen Guiding-Geschichten angehen muss ich mich noch mal extra einlesen.
 
Hallo Baedda, ich hatte for kurz hier etwas gelesen:
infos eq3
weiter unten steht infos "Original NEQ-3 (weiss, für Teleskope bis 6 kg) und Nachbau "EQ-3" (dunkelgrau, für Teleskope bis 3 kg):"

und hier etwas wegen die verschiedene versionen:
eq1 bis eq6

vielleicht kann ei Profi bestätigen das die Infos richtig sind ;)

ich bin Anfänger, und habe mir ein NEQ5 gekauft. mit derzeit meine newton 150/750 bin ich sehr zufrieden. Ok, mann darf das Montierung nicht zu überladen, aber ich glaube bis max 9 kg schaft das Montierung recht gut.

LG
Antonio
 
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Hi,


Nein. Da gibt es viele verschiedene Bauarten, die leider so benamst werden.

Frage nach einem Bild, welches die Polsucherbohrung der Montierung zeigt. Kommt eines, ists die richtige Montierung, bleibt das Bild aus, Finger weg, billiger Nachbau der zu Fotografie nix taugt...

Für Fotografie mußt zwingend einnorden können. Und ohne Polsucherfernrohr geht das nicht genau genug.

im Anhang hab ich auf einem alten Bild das Loch für das Polsucherfernröhrle mit nem roten Pfeil gekennzeichnet. Das Loch geht komplett durch das Metall der Montierung und Du kannst auf der anderen Montierungsseite ins Loch reingucken...

Wenn man Montierung und Stativ getrennt kauft: Worauf ist beim Stativ zu achten?

Daß die Basisplatte von der Montierung auf die Platte vom Stativkopf draufpaßt, daß die Bohrung für die Befestigung groß genug für die Schraube ist und eventuell vorhandene Aussparungen/Erhebungen zueinander passen. Daß der Block für die Azimutaljustage an der richtigen Stelle sitzt, daß kein Plastik am Stativ verbaut ist, daß das Stativ das Gewicht der Montierung, des Fernrohrs und sämtliches Zubehör ohne Wackeln/Schwingungen hält.

Gutes Teleskop, gute Montierung und falsches Stativ ist kompletter MURX! Da darfst nicht sparen! Finger weg von Fotostativen. Die sind völlig unterdimensioniert.

Bei den Stativen steht üblicherweise dabei, welche Montierungen draufpassen. :)

 

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