"Anfängergeräte ...:-("

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hasebergen

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Hi All,

gerade auch jetzt (Weihnachten) kommt mir wieder ein Problem hoch, welches ich mit vermeintlichen "Anfängergeräten" habe: Da werden Refraktoren oder Newtons auf "Montierungen" angeboten, die diesen Namen eigentlich nicht verdienen. Und ich sehe da gerade bei Einsteigern das Risiko, das sie bei der Nutzung solcher Wackeleinheiten, auf denen ihre Optiken aufgehängt sind, das Sternegucken frustriert an die Wand hängen. Wäre doch schade drum. Daher sollte man gerade die Anfänger vor solchen Wackeleiern eher warnen, als ihnen solche Konstruktionen zu empfehlen.

Gruss Hannes
 
Hi Hannes,

prinzipell gebe ich dir recht. Ich sehe aber auch das
Problem, das ein zu teurer Einstieg evtl. bei jemanden, der
noch nicht weiss, ob das Hobby mit all seinen Nachteilen
überhaupt zusagt, eher in Geldvernichtung ausartet.
Wie viele Teleskope, auch bessere Modelle, fristen nicht
nach kurzer Zeit ein tristes Dasein in irgendwelchen
Kellern, weil der Aufwand für den Besitzer zu gross oder
das Interesse zu gering ist.
Dann schon lieber mal ein paar Euro zum Ausprobieren
versenken. Kaum ein Schüler mit ein paar Euro Taschengeld
wird seinen Papa dazu überreden können, mehrere hundert
Euro in ein "vernünftiges" Einstiegsgerät zu stecken.
 
Hi Astrojockel,

Sicher kann und wird der Einsteiger nicht viel Geld investieren in ein Hobby, welches er/sie sich erstmal "erschnüffeln" muss.
Aber es sollte doch von Händlerseite möglich sein, da entsprechende Angebote zu machen, die eben wirklich für Spass an der Beobachtung sorgen und nicht Frust durch Geschlackere und Gewabbel einer unterdimensionieren Montierung produzieren.
Der Lidl-Refraktor mit der dazugehörigen Monti ist da ein Zeichen in die richtigte Richtung. Es ginge also ...

Gruss Hannes
 
Ich hab zufällig vor ein paar Tage beim Shoppingkanal HSE24 eine Präsentation eines kleinen Refraktors gesehen. Das war echt lustig! (Das ideale Weihnachtsgeschenk! 525-fache Vergrösserung!!)

Es gibt ja jetzt ein paar ganz anständige Angebote, z.B. von TS. Als ich vor vielen Jahren mit einem kleinen Bresser Reflektor anfing habe ich nach kurzer Zeit (für ein paar Jahre) aufgegeben weil ich mit dem Ding einfach nichts fand. Man sollte es meiner Meinung nach dem Anfänger möglichst leicht machen und dem Fernrohr einen Leuchtpunktsucher spendieren.

-Rainer
 
Hallo

Ich hab vor 2 Jahren mit der Tchibo-Tonne angefangen.
Das war ab und zu etwas frustrierend, ich habe mit dem Feldstecher manchmal eher etwas gefunden als mit dem Tönnchen.
Die Montierung ist grausam, es kommt einem so vor, als hätte das Ding Wackelpudding in den Knien <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> und der Sucher machte seinem Namen alle Ehre.

Aber durch reichlich Lektüre und die vielen guten Tipps hier im Forum hab ich viel gelernt und auch so einiges gefunden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Und der Anblick von Saturn und Jupiter machten das ganze Gewackel wieder wett.
Mit den richtigen Tipps von euch Profis ist auch so ein Billig-Teil nicht wertlos, nur sollte ein Hinweis auf dieses Forum jedem dieser Teleskope beiliegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Ich habe jedenfalls erst richtig Blut geleckt und jetzt einen schönen Dobson, dafür hat die Tchibo-Tonne ihre Bestimmung als Sonnenteleskop gefunden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Tschüssie
 
Ja, das ist genau was ich meine! Wenn man nicht soviel Durchhaltevermögen wie du hat, dann wirft man schnell das Handtuch. Eigentlich sollte ein Einsteigergerät das Auffinden von gut sichtbaren Zielen leicht machen. Das gibt dann ein Erfolgserlebnis und Lust auf mehr. Viele von den Dingern stehen nach dem ersten vergeblichen Versuch in der Abstellkammer. So geschehen bei meinem jungen Cousin. Das Fernrohr war sogar ein ganz anständiger Celestron Refraktor mit ausreichender Montierung. Celestron hat das Problem offenbar begriffen, denn die liefern bei neueren Modellen einen Leuchtpunktsucher mit. Damit klappts dann auch mit den Planeten.

-Rainer
 
Hi Hannes,
das Problem sehe ich nicht nur jetzt, sondern leider permanent.
Deshalb habe ich vor einiger Zeit auch eine Tabelle in die HP eingebaut, die sich genau mit der Kombination Monti/Teleskop auseinander setzt. Hier
Ich hoffe so, zumindest ein wenig Hilfestellung leisten zu können.
CS
 
Moin Ute,

du sprichst mir quasi aus der Seele <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Ich habe auch seinerzeit mit dem Tchibo-Torpedo (ich habe meinen "Snoopy" heute noch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />) angefangen, allerdings wußte ich vorher in etwa worauf ich mich einlasse, nicht zuletzt durch dieses Forum und durch Winnies Tchibo-FAQ.
Nach einiger Zeit war mir klar, daß ich bei dem Hobby bleibe, und da durfte es auch etwas mehr Geld für die Ausrüstung sein.
Furchtbar sind nur die marketingeprägten Versprechungen in den Teleskopbeschreibungen zur Leistung der kleinen Röhren. Etwas mehr Ehlichkeit könnte deutlich frustmindernd wirken und das Gesamtvertrauen stärken.
Heute in der Sternwartenarbeit sage ich den Leuten, was von einem kleinen Teleskop zu erwarten ist - und daß es sich hier nicht nur um Widrigkeiten, sondern auch um Chancen handelt. Mit geringer Lichtsammlung geht man nicht sofort im Sternenmeer verloren, und so manches Messier-Objekt läßt sich dennoch aufspüren. abei lernt man "so nebenbei" das Starhopping und die Orientierung am Himmel. Und meine ersten Jupiter- und Saturnsichtungen werde ich wohl nie vergessen - miese Auflösung, aber was für ein Live-Erlebnis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Bleibt nur weiterhin die Hoffnung auf vernüftige Suchereinrichtungen. Tchibo hat ja mittlerweile einen Leuchtpunktsucher am Gerät, nur soll die Ausführung auch nicht gerade optimal sein...
 
Hallo Michael

Ich habe bei meinem "Tönnchen" den Sucher auseinander gebaut, alle "Linsen" rausgepult und die nackige Röhre als Peiler mißbraucht. Der Tip war in dem Sonderheft "Mein Teleskop" von S&W. Ging nicht mal schlecht, ansonsten einfach über den Tubus peilen, klappt auch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Mein erstes Objekt mit dem Tönnchen war der Saturn, das war einfach genial <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> und hat Appetit auf mehr gemacht.
Und jetzt mit meinem Dobs in der Milchstraße einfach nur mal so spazieren zu spechteln ist einfach unbeschreiblich, jedenfalls wenns vorher nur 76 mm waren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Wenn dann noch das Wetter mitspielt, wie gestern morgen: sicherlich 5,5 Grenzgröße (M44 war sogar mit bloßem Auge zu sehen, dabei bin ich ein Maulwurf) dann weiß ich wieder, warum es sich lohnt, auf diese wunderbaren Nächte zu warten
Tschüssie
 
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