Anfängerteleskop Vergleich

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Viking

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Hallo zusammen.

Ich habe Astronomie als Hobby entdeckt und mich mal etwas kundig gemacht.
Ich möchte bevorzugt "Tiefenraumforschung" betreiben und Interstellare Nebel oder Gase fotografieren.
Da mein Geldbeutel nicht so dick ist, habe ich momentan 2 Teleskope in meiner engeren Kaufwahl

Das erste ist das Vixen R135S und das Celestron Astro 200 EQ6 oder Celsetron Astro 150 NT H-EQ5.

Von Vixen habe ich bisher fast nur Gutes gehört. Was mich dabei stört ist der hohe Preisunterschied, vor allem deswegen, weil beim Celestron eine 150mm Öffnung und eine 1000mm Brennweite dabei ist, beim Vixen eine 135mm Öffnung und eine 720mm Brennweite.

Ist die Qualität beider Marken so unterschiedlich ?
Zu was würdet ihr mir raten ?
Wie ist die praktische Erfahrung zu Celestron in Bezug auf Qualität ?

Danke im vorraus für die Hilfe

Markus
 
Hallo Markus !
Schön, wieder einen neuen Astro-Jünger zu begrüßen.
Also, bei den Geräten, die in Deiner engeren Wahl sind kannst Du qualitätsmäßig nichts falsch machen. Beides sind renomierte Hersteller mit hervorragenden Produkten. Für "Tiefenraumforschung", die hier übrigens Deep Sky genannt wird, würde ich auf jeden Fall die größere Öffnung vorziehen. Der Preis für Teleskope richtet sich nicht nur nach der Tubusgröße (dafür geht nur ca. die Hälfte drauf - von Dobsons abgesehen) sondern vor allem auch auf die Montierung. Eine EQ-6 ist nun mal erheblich größer und damit teurer als z.B. die HEQ-5.
Gruß Roland
 
Hallo Markus!
Erst mal Willkommen! Zu deiner Frage. die größere Öffnung ist schon besser für Tiefenraumforschung. Vixen stellt halt nur zuverlässiger gute Qualität her. Mit Celestron machst du grundsätzlich aber auch nichts falsch!
Nichts für Ungut!
Michael
 
Hallo Markus!
Für Deine "Tiefenraumforschung" brauchst Du Öffnung, Öffnung und nochmals Öffnung! Das Problem ist eine ,zur Fotografie geeignete möglichst stabile Montierung. Mit einem geeigeneten Windschutz ist z.B. das Programm TS Newtons von www.teleskop-service.de eine preiswerte Variante. Dann soviel Öffnung wie der Geldbetel verträgt.
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
www.widato.de
 
>"Für Deine "Tiefenraumforschung" brauchst Du Öffnung, Öffnung und nochmals Öffnung!"

Dem schließe ich mich auf jeden Fall an.

Hallo erstmal!

Für die DeepSky-Beobachtung würde ich eine Öffnung (/Spiegeldurchmesser) von mindestens 200mm (8") empfehlen. Ich selbst habe mit einem kleinen 50mm-Refraktor auf Fotostativ angefangen, so richtig eingestiegen in die praktische Astronomie bin ich aber erst, als ich mir meinen 200/800mm GSO Newton zugelegt habe. Die DeepSky war mir bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt und blieb mir mit 60mm-Öffnung auch weitgehend verborgen. Zwar kann man mit solch einer kleinen Öffnung schon einige helle Objekte wie zum Beispiel Andromeda M31, Orionnebel M42 oder zahlreiche offenen Sternhaufen erkennen, für den Neuling ist der Anblick aber eher enttäuschend.
150mm sind schon eine gute Wahl, wenn es um DeepSky-Beobachtung geht. Allerdings ziehe ich 200mm generell vor, weil diese für mich sozusagen die "Schwelle zur wahren DeepSky" darstellt. Klar, mit 150mm sind schon Detailbeobachtungen an vielen Gas- und PL-Nebeln möglich, aber erst ab 8" lassen sich z.B. Kugelsternhaufen auflösen (die erscheinen in kleineren Optiken weitgehend nur als verwaschene Nebelflecke...). Licht- und Auflösungsvermögen sind bei 200mm schon deutlich größer - und davon kann man in Sachen DeepSky eigentlich nie genug haben! (Das zeigt sich spätestens, wenn man einmal die Möglichkeit hat, mit noch größeren Teleskopen zu beobachten)

Was die Fotografie angeht, so habe ich zunächst auch entsprechende Ansprüche an mein Teleskop gestellt. Schließlich möchte man sich für das investierte Geld so viele Möglichkeiten wie möglich offen halten. Aber es gibt halt kein Universalgerät und die Erfahrung zeigt, dass man als Neuling zunächst einmal verstärkt nur visuell beobachtet. Und dabei kommt es vor allem auf die Leistung des Teleskops an, sprich: die Öffnung.
Fotografieren ist eine Kunst für sich und erfordert darüber hinaus viel Erfahrung/Übung im Umgang mit der Teleskopoptik, Ausrichtung usw. (abgesehen von der Kosten...).

Daher rate ich:
- Investiere in eine möglichst große Öffnung (und gute Optik).
- Für visuelle Beobachtungen ist eine hochpräzise Montierung mit Nachführung nicht erforderlich, Hauptsache sie ist stabil und läßt sich leicht handhaben.

Das war´s von meiner Seite,

ich wünsche guten Erfolg beim Teleskopkauf und vor allem viel Spaß beim "Fernsehen"!

clear skies,
Peter M.
 
Hallo Marcus,

lies mal in diesem und im Teleskope Board die Beiträge von Sven Wienstein zum Thema Photographie,da werden viel Wichtige Fragen geklärt.
Ich habe selber keine Ahnung vom Bildermachen,aber aufgrund der Erfahrungen anderer hier würde ich sehr großen Wert auf eine "stabile" Montierung mit hoher Präzision legen und lieber mit einer etwas kürzeren Brennweite anfangen.
Diese ermöglicht auch größere Felder abzulichten und es gibt ja genug ausgedehnte Nebel...

Theoretisierende Grüße <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ,

Karsten
 
Danke erstmal für die Antworten !

Ein Celestron Astro 200/1000mm wird wohl das meine sein. Jedoch bin ich mir noch nicht ganz klar ob ich mir gleich ein EQ 6 kaufen soll oder das etwas günstigere EQ 5.

Was für Okkulare sollte ich mir für den Beginn zulegen ?

Desweiteren habe ich noch eine Mini-DV Kamera und frage mich, ob sie für Astrofotografien brauchbar ist ?
Gibt es eine Software, die aus dem DV stream die Bilder einzeln übereinanderlagert, so daß man einen bessere und heller Auflösung bekommt (möglichst für de Mac) ?

Danke im vorraus

Markus


 
Hallo Markus!

>"Ein Celestron Astro 200/1000mm wird wohl das meine sein."

Ich denke, mit dieser Wahl kannst du nichts falsch machen.


>"Jedoch bin ich mir noch nicht ganz klar ob ich mir gleich ein EQ 6 kaufen soll oder das etwas günstigere EQ 5."

Wenn es dein Budget erlaubt, würde ich gleich die massivere EQ-6 nehmen. Diese Monti trägt Röhren bis zu 18 Kilo Eigengewicht, ist gut ausbaubar für die Astrofotografie (2-Achsen-Steuerung ist von Anfang an mit drin...). Den 200/1000mm Tubus dürfte die EQ-6 problemlos und nahezu erschütterungsfrei tragen.


>"Was für Okkulare sollte ich mir für den Beginn zulegen?"

Normalerweise reicht für den Anfang eine Auswahl von 3 Okularen vollkommen aus. Ich würde folgende Wahl treffen:

Das 1. Okular mit möglichst niedriger Vergrößerung für eine bessere Übersicht und die Beobachtung von Sternfeldern oder ausgedehnten Objekten (z.B. Nordamerika-Nebel...). Hierfür eignet sich eine Vergrößerung von etwa 30x.

Das 2. Okular mit einer "Standard-Vergrößerung" von etwa 80x, gut geeignet für Mond- und Sonnenbeobachtung (formatfüllende Abbildung) oder einfach so zum Beobachten.

Das 3. Okular für Detailbeobachtungen (z.B. an Planeten oder diversen DeepSky-Objekten...), die eíne hohe Vergrößerung erfordern. Bei einer Öffnung von 200mm liegt die maximal sinnvolle Vergrößerung bei 400x (Faustregel: max. sinnvolle Vergrößerung eines Teleskops entspricht immer dem zweifachen Wert des Objektivdurchmessers). 400-fach ist allerdings nur sinnvoll, wenn auch das Seeing gut mitmacht. Bei der Planetenbeobachtung ist man aber auch schon mit 200x gut bedient.

Falls dir die Angaben zur "Brennweite" an den Okularen nichts sagen:
Die Vergrößerung eines Okulars berechnet sich wie folgt.
Vergrößerung = Teleskopbrennweite / Okularbrennweite
Um mit einem Teleskop mit 1000mm Brennweite eine 100-fache Vergrößerung zu erreichen, müsstest du also ein Okular mit einer Brennweite von 10mm einsetzen.

Was aber noch viel wichtiger ist als die Anzahl der Okulare, ist die Qualität! Lieber ein Okular weniger, dafür ein hochwertiges mit guter Qualität. Wenn ein billiges Okular den Durchblick trübt, kann dein Spiegel noch so gut und teuer sein. Es gibt nichts schlimmeres für dein Teleskop als billige Oku´s oder Barlow-Linsen mit schrecklicher Abbildungsqualität...


>"Desweiteren habe ich noch eine Mini-DV Kamera und frage mich, ob sie für Astrofotografien brauchbar ist?"

Damit würde ich mich an die Kollegen hier im Astrofotografie-Board wenden.

Viele Grüße,

Peter M.
 
Hi Markus,

habe seit ca 4 Wochen den 200/1000 er auf EQ6 und bin sehr zufrieden. Bin allerdings auch Anfänger und glaube nicht, dass mir alle Ungereimtheiten sofort auffallen würden. Ich habe mir am Wochenende eine Kameraschiene gebaut und damit auch mal meine DV-Cam getestet und muß sagen die mit Giotto aufaddierten Bilder aus der DV-Cam waren sogar besser als mit der OLY E-10. Fairerweise muß ich aber dazusagen, dass ich durchs geschlossene Dachfenster, bei Vollmond mit nicht korrekt eingenordetem Teleskop aufgenommen habe. Es stellt sich also noch die Frage wie der Vergleich unter optimalen Bedingungen ausfällt. Prinzipiell fand ich das Arbeiten mit der DV-Cam sogar angenehmer und das obwohl ich eigentlich nicht so der Video-Freak bin. Wenn der Himmel heute Abend klar ist, werde ich den ganzen Krempel mal rausschleppen und einnorden und dann mal sehen was dabei herauskommt.
hth
Jörg
 
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