Anfängerteleskope um 300 €

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real

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Hallo,
ich möchte mir ein Teleskop zulegen, allerdings nicht unbedingt das billigste Tchibo-Teil. Mein Limit liegt so bei 300-350 €. Ich habe mir schon 3 Teleskope ausgeguckt, es sind alles Newton Reflektoren mit ca. 114 / 900 mm Optik:
- Das Cosmostar 114 von Vixen
- Firstscope 114 (Short) von Celestron
- das aktuelle Galaxia von Bresser

Welches würdet ihr mir empfehlen? Wichtig ist mir die Qualität, die Montierung sollte stabil sein und die Erweiterbarkeit.
MfG
real
 
Wenn dir an Qualität und Ausbaufähigkeit wirklich viel liegt, wie du schreibst, würde ich dazu raten, dir das Vixen GP E R114M anszusehen.

Das kostet mit 799€ zwar gleich mehr als doppelt so viel wie dein Budget hergibt, dafür erhältst du eine sehr gute (massive, genaue, mit Polsucher und Motoren und sogar Computersteuerung nachrüstbare) Montierung, die in der Einsteiger-Grundversion mit Stativ alleine schon 699€ kostet.

Den Newton-Optiken von Vixen wird durchweg hohe optische Qualität bescheinigt, welche deutlich besser als Bresser und Co. sind. Auch von der mechanischen Seite her (Verarbeitung, Stabilität) gibts bei Vixen nichts zu bemängeln, wie ich vor einigen Tagen selbst feststellen konnte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo real,

ich denke um die Erweiterbarkeit brauchst du dich nicht gross zu kümmern. Die angesprochenen Produkte sind alle OK, aber wenn dir die Sache Spass macht dann wirst du bald mehr wollen.

Ich persönlich bin auch ein grosser Newton-Reflektor-Freund, aber nicht unter 150mm Durchmesser. Da würde ich einen Refraktor bevorzugen.

Ich benutze das Celestron FirstScope 90/900. Das ist beachtlich gut! Auch wenn ich es "nur" als Leitrohr verwende.
 
Hallo,

also, die Geräte die du da aufgezählt hast sind im Grunde alle brauchbar - ABER aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass du anschließend noch eine Menge Zubehör brauchen wirst, wobei du ohne weiteres aus deinem Preisrahmen hinaus rutschst. Das Celestron Firstscope 114 short habe ich auch - könnte es aber nicht ruhigen Gewissens einem Anfänger weiter empfehlen. Ich habe fast ein Jahr gebraucht, bis ich es auch nur halbwegs ordentlich benutzen konnte. Vor allem die Okulare waren ziemlicher Müll und die Justage ist nicht gerade trivial ( na gut - dafür kann ich normale Newtons jetzt mal eben im vorbeigehen justieren ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Nunja, der langen Rede kurzer Sinn:

Kauf dir ein Tal 1 ! Das ist zwar auf den ersten Blick teurer etwas teurer als die anderen ( am oberen Ende deines Limits ), dafür hat es eine äußerst stabile Montierung, eine sehr gute Optik und ist fast schon klischeehaft russisch Stabil. Das Zubehör ist auf jeden Fall erst einmal ausreichend. Soweit ich weiß ein gutes 25 mm Plössl, ein 15 mm Kellner und eine gute Barlow ( besonders im Vergleich zu den üblichen Plastikteilen, die bei Celestron und Bresser mitgeliefert werden - Vixen verzichtet ganz darauf ). Damit kann man auch Planeten schon ganz gut beobachten - trotzdem könnte evtl. ein kurzbrennweitiges Okular zusätzlich nicht schaden. Bei anderen Teleskopen bekommt man entweder eher schrottige Okulare dazu ( bei dem Celestron ist es so ) oder nur ein oder zwei gute, die aber nicht ausreichen für eine ausgewogene Verteilung der Vergrößerungen - was darin endet, dass man sich für 40 Euro das Stück noch einige Okulare dazu kauft ( spreche aus bitterer Erfahrung: Celestron Firstscope 114 short - 443 DM später noch Okulare für insgesamt etwa 400 DM dazu gekauft ... und ich hatte mich gefreut, dass ich ein billiges Teleskop gekauft hatte und nicht 600 DM für das Tal ausgeben hatte, sonder nur 443 DM für das Celestron - hinterher ist man immer klüger ).

Nachteile hat das Tal leider auch: es ist ziemlich schwer und die Erweiterbarkeit ist zumindest eingeschränkt, da man die unmotorisierte Montierung nicht mit einem Motor nachrüsten kann. Aber den braucht man im Grunde nur zum Photographieren - ohne Motor muss man sich dabei auf Teleobjektive bis etwa 200 mm beschränken - was aber auch schon nicht schlecht ist !
 
Erstmal vielen Dank an alle für die hilfreichen Tips, mein Limit muss ich wohl noch nach oben korrigieren (grml **sparen**). Das Tal 1 gefällt mir wirklich gut, ich wusste gar nicht, dass es Teleskope mit Säulenstativen auch in dieser Preisklasse gibt.

MfG
real
 
wenn Du für den Preis wirklich was Gutes willst, schau Dir mal bei Wolfi Ransburg (www.teleskop-service.de)
den 114/900er auf der skyview an - das ist mal keine "Spielzeugmontierung", sondern auf die kannst Du auch
später mal deutlich mehr draufmachen.
Die genannten Angebote sind zwar OK, aber die Montierungen sind alle "nachbesserungsnotwendig"
 
Mojn real,- <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

für einen Newton gilt generell, dass er etwas Zeit zur Temperaturanpassung braucht, wenn Du ihn zum Beobachten rausstellst. Ferner ist die Montage der beiden Spiegel nicht so fix wie zB die Montage der Objektivlinsen bei einem Refraktor. Daher muss man von Zeit zu Zeit nachjustieren, was kein Hexenwerk ist, man aber eben wissen muss. Da Du nur Newton-Systeme im Rennen hast, die alle in derselben Kategorie liegen, hast Du das sicher im Blick. Bei allen Teleskopen sit grundsätzlich ein dunkler Himmel zu bevorzugen, so dass eine gewisse Transportierbarkeit gegeben sein sollte, was bei Deinen drei Modellen aber auch gegeben ist. Zum Mitnehmen in den Urlaub eigent sich keines der drei Geräte.

Bei dem Preislimit und nachdem Du nicht gesagt hast, was Du beobachten möchtest, will ich zusätzlich mal (obligatorisch) den 8-zölligen Dobson ins Rennen schicken, der zur Zeit ins Weihnachtsangebot drängelt. Mit dem siehst Du auf jeden Fall viel mehr als mit den von Dir angesprochenen Geräten. Nachdem diese aufgrund ihrer Montierung zum Fotografieren ohnehin nur eingeschränkt geeignet sein dürften wäre das klare "Nein" in Form einer Rockerbox auch mehr ehrlich als Nachteil.

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/aktionsbilder/fernrohre/Newton/GSO680.jpg

Die obige Abbildung zeigt einen solchen Dobson (400€).

Der Vorteil wäre, doch eine ganze Menge mehr sehen zu können, als mit 4,5". "Leichte" Objekte sind dann am Anfang auch für Dich leicht, und das berühmte "teleskopische Sehen" stellt sich ohnehin von selbst ein, nur eben anhand eines breiteren Objektspektrums. Verzicht auf eine kompliziert aufgebaute, aber wackelige Montierung, die durch eine extrem einfach aufgebaute, aber taugliche Rockerbox ersetzt wird. Dadurch rasches Aufbauen, dann eine Kippe durchziehen, den parallaktisch montierten Kollegen beim Aufbauen zuschauen (oder mal kurz rein und abendessen) und los gehts.

Der Nachteil wäre, dass Du (ausser zB WebCam-Aufnahmen von Planeten und Mond) ein klares Nein zum Fotografieren sagst. Wenn Du Dich später doch dazu entschliessen möchtest, kannst Du immer noch eine ordenliche Montierung (EQ6, GP-DX oder so) azukaufen und den Tubus draufsetzen. Die "Fehlinvestition" war dann höchstens, Rockerbox statt Rohrschlellen zu nehmen (ungefähr die gleiche Preisklasse), wenn Du nicht beides installierst, so dass Du das mit dem ad-hoc-Spechteln nicht aufgeben musst. Eingeschränkt gilt dieser Nachteil auch, wenn Du zeichnen möchtest. Wenn ich Sonnenflecken zeichne, verwende ich ein 150€ 4,5" Gebraucht-Newton, wil das Seeing nix besseres zulässt, als dieses Gerät zeigt und die Handnachführung bei so einer 1-stündigen Session doch leichter ist, wenn man nur in einer Achse leiern muss, als in zwei. Der achtzöllige Dobson und der vierzöllige Refraktor bleiben dann drin, obwohl sie beide eine Grössenordnung "mehr" Leistungsfähigkeit haben.

Konkret zu Deinen Fragen:

Die von Dir ausgeguckten Geräte sind alle auf Montierungen gesetzt, bei denen das Wort "stabil" (gefragt wäre eher "steif") nur sehr eingeschränkt zur Beschreibung herangezogen werden kann.

"Erweiterbarkeit" heisst zunächst mal ganz platt, dass Du (mindestens) einen 1,25" Okularauszug kaufst.

Wie man an den Diskussionen im Forum erkennen kann (musst halt mal ein bischen wühlen), ist Qualität heutzutage so eine Sache. Auf der einen Seite liefern heute auch die Chinesen ganz hervorragende Spiegel (wie der Wolfgang Rohr ja des öfteren nachweist). Und der mechanische Aufbau ist auch nicht sooo schlecht, dass man jetzt sofort verzweifeln muss. Auf der anderen Seite gibt es eine ganze Reihe von Leuten, die die berühmten 10% mehr mit den fünffachen Preis oder so zu bezahlen bereit sind. Pi mal Daumen würde ich sagen, dass (nach ausselektierten Gurken, die aber auch bei nobleren Marken wie Vixen vorkommen können, wie ich erleben durfte) die Qualitätsunterschiede bei Newtons weitaus geringer sein dürften, als die durchschnittliche Fehljustierung, wenn man mal einen Stubendurchgang auf dem Acker machen würde.

Zum Schluss trotzdem noch einmal der Hinweis: Schliesse Dich mal einem Grüppchen Spechtler an (z.B. mit Hilfe des Forums "Treffpunkte"). Dann siehst Du ganz schnell die Vor- und Nachteile der verschiedenen Baarten und Gerätetypen. Und: Die meisten sind total nett und es macht überhaupt nix, wenn Du ohne Teleskop kommst. Du wirst fast überall mitbeobachten dürfen (wenn nicht gerade einer fotografiert).

Grüße vom
 
Hi Frank,

das mit den Okularen kommt doch sowieso <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Aber ich geb Dir natürlich vollkommen recht: Gemeinheit, wenn ein solcher Mist mitgeleifert wird, dass man gleich die Lust verliert. Hast Du einen Idee, was von den Okus bei Wolfis Weihnachts-8"er zu halten ist? Das wäre doch was für den real,-

Grüße vom
 
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