Hallo Miji,
als Dobson-8-Zöller meinst Du dann wohl den GSO 680 (8"-f/6, also auch 1,2m Brennweite des Hauptspiegels).
Daher stimmen obige Überlegungen zur Vergrößerung bei unterschiedlichen Okularbrennweiten ebenfalls für dieses Gerät. Unterschiedlich sind allerdings durch das schnellere Öffnungsverhältnis die Austrittspupillengrößen und da der GSO 680 einen Zweizoll-Okularauszug hat, sind 2"-Okus verwendbar. Bei f/6 und angenommener Beobachter-Maximal-Augen-Pupillen-Größe von etwa 7 mm ergibt sich etwa 40-42 mm als sinnvolle Grenze für die längste Oku-Brennweite (7x6), mithin ist das maximale Sehfeld/Minimalvergrößerung dann so um 30x. Dabei ist zu bedenken, daß dies nur bei wirklich dunklem Himmel sinnvoll nutzbar ist (hellgrauer Himmelshintergrund mit schlechtem Kontrastverhältnis zu flächigen Objekten) oder die Verwendung spezieller Filter (UHC...) aus Lichtverschmutzung heraus bedingt.
In
diesem Thread haben wir das alles schon mal durchgekaut. Auch zur Frage des Spiegelmaterials haben wir uns da auseinandergesetzt.
Ich selbst bin sehr zufriedener Besitzer des GSO 680 (BK-7). Demnächst werde ich einen Lüfter anbringen, um schneller hochvergrößernd beobachten zu können - dringlich notwendig war das bisher noch nicht, da ich auch gern gering vergrößernd andere Objekte beobachtet habe, bzw. auch mit Feldstecher, Lidl und dessen Einnordung etc. während der Auskühlphase genug zu tun hatte...
So weit ich informiert bin, ist auch bei dem GSO 680 bereits ein 9er (und 25er) Plössl-Okular dabei. Dann wäre bei gleichzeitigem Erwerb des Koffers auch das 9er eine Doppelbesetzung (, sofern man nicht mit dem Händler eine Modifikation vereinbart). Die Barlow in dem Koffer ist - glaube ich - die "normale" vom TS, ich habe und nutze diese gern. Sicherlich gibt es aufwendigere und entsprechend kostspieligere Designs, fraglich ist vielleicht, ob gerade "Anfänger" mit begrenztem Geldbeutel unbedingt eine solche Aufwendige bereits zu Beginn brauchen, oder ob andere Zubehörteile sinnvoller in der Anschaffung erscheinen. Diese Entscheidung muß schon jeder Sternfreund selbst treffen, ob man sehr qualitätsbewußt ("high-endig") kaufen möchte, oder erstmal mit dem (guten) Normalstandard zufrieden ist und sich vielleicht später mal steigern möchte. Meine persönliche Meinung ist, daß das genannte Barlow-Element sehr gut brauchbar ist.
Ich würde ferner bedenken, ob man das "Foto-Teil" benötigt. Farbfilter habe ich bisher noch nicht genutzt, daher kann ich kaum sagen, ob diese anfangs besonders wichtig sind; allgemein ist es wohl ein wenig so, daß diese am Planeten von Vorteil für Detailerkennung wichtig sind, dann aber eher in den sehr seltenen Nächten mit ausgezeichnetem Seeing wirklich was bringen können.
Nun noch kurz zu meiner okularseitigen Ausstattung zum GSO 680, soweit ich es hier für angebracht halte:
TS-Barlow (voll zufrieden, habe aber noch keine Vergleiche angestellt)
BW 30 UWA (2"-Oku, 80 Grad Feld, phantastisch)
SPl 25 (mit etwa 55 Grad Feld zwar kein WW, aber vom Einblick, Transmission, Abbildung wunderbar)
SPl 9 (siehe SPl 25, Einblick schwieriger, aber noch voll in Ordnung)
Speers-Waler Zoom 8-5 mm (80 Grad Feld konstant, phantastisch)
Super 3,6 (auch Barium, zwar recht kleines Feld, am Dobson nicht so das Vergnügen, aber von Preis-Leistung her m. E. einfach umwerfend, Transmission und Abbildung haben mich umgehauen, für extreme Hochvergrößerung, daher seeingbedingt nur selten nutzbar).
Schließlich ist noch m. E. zu bedenken, wenn man ein wenig selbstbastlerisch tätig werden möchte: was kosten Alukoffer im Baumarkt und ein wenig Schaumstoff (eine Schere befindet sich ja in fast jedem Haushalt), was kostet eine Packung Sandpapier und eine Dose roter Farbe im Baumarkt?
Ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben, wünsche weiterhin einen guten Einstieg,
klare dunkle Nächte mit ruhender Luft höchster Durchsicht bis zum Horizont,
Matthias.