Anleitung zum OAZ austauschen

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starrookie

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Hi ATM-Freunde,
ich habe einen Skywatcher 150/750 Newton mit dem Original 1.25"-Zanh-Trieb-OAZ. Jetzt habe ich Dank MLudes Großprojekt einen 2"-Crayford-OAZ erstanden und würde den gerne an meinen Newton anbauen.

Mein Problem ist jetz zweierlei, wie folgt:
1. Der neue OAZ ist voll eingefahren 6mm kürzer als der alte
2. Der Hub des neuen OAZ ist rd. 20 mm kürzer als der des alten.

Ich hätte ja nun einfach die Möglichkeit, den neuen OAZ um 6mm näher an der Tubusfront einzubauen, um die 6mm fehlende Höhe auzugleichen - das würde mir auch mehr voll ausgeleuchtetes Feld fürs Foto bringen. Allerdings müsste ich dazu auch den FS-Halter - ein Zylinder mit aufgeklebtem FS - noch um ein paar mm kürzen, damit er nicht an die Spinne stößt und noch justierbar wäre.
Die andere einfache Möglichkeit wäre den neuen OAZ einfach mit Hilfe eines Rohres um 6-x mm zu verlängern und die Tubusgeometrie beizubehalten. Ohne die Verlängerung käme ich dann zusätzlich rd. 6mm näher an den Spiegel ran, was für Beobachtung mit Barlow ja evtl. ganz günstig wäre.

Um zu entscheiden, welchen Ansatz ich verfolge werde ich also als nächstes mal die Fokuslage meiner Okularsammlung bestimmen und prüfen, ob ich die zusätzlichen 6mm benötigen oder nutzen könnte oder ob es mir eher wichtiger ist mit den 20mm weniger Hub hinreichend weit weit weg zu kommen...

Gibt es neben der Fokuslage der Okualre noch andere Aspekte, die ich berücksichtigen sollte - naja und antürlich außer denen, dass der Abstand der Schrauben zum Tubusrand noch groß genug sein sollte, dass das Telrad noch dran passt etc...

CS
Holger
 
Hallo Holger,
ich sitze ab nächster Woche vor dem gleichen Projekt wie du jetzt: 150/750 1,25" auf 2" umrüsten.
Vielleicht können wir uns dann ja gegenseitig mit Informationen weiterhelfen.

Wenn du den FS weiter nach vorn legst, projiziert der HS nicht ein zu kleines Bild auf den FS, also weniger Licht in den OAZ?
Passt der neue Auszug (vom 22cm Tubus) denn so einfach auf unser 17er Tubus?

Allgemeine Info für mich: wie ist der Crayford im Vergleich zum Original-OAZ?

Beste Grüsse
Björn
 
Hallöchen Holger

Prinzipiell bin ich immer für eine möglichst knappe Fokuslage - nach hinten Verlängern geht immer.

Am Fangspiegel solltest du da aber nix dazu verändern müssen!!!

Noch etwas: Bedenke, ein Okularauszug ragt auch meist etwas nach innen. Kommt er wenn du fotografisch scharfstellst in den Strahlengang, dann bekommst du verstärkt Spikes.

Gruß
Andy
 
Hallo!

Ich habe letztes Jahr meinem C6-N(150/750-Newton von Celestron) einen 2" Baader Crayford verpaßt. Dabei entstanden einige Bilder wie der Umbau vonstatten ging.

Jetzt gerade in diesen Augenblick bin ich ebenfalls mit der Modifizierung beschäftig, da von den C6-N bis auf Tubus und HS nichts mehr Original ist bekommt er nun ein neues Kleidchen, ich warte jetzt nur bis die Farbe angetrocknet ist. Da ich nicht weiss, ob ich noch dieses Wochenende dazu komme einen Umbaubericht zu schreiben, folgendes vorweg:

Der Skywatcher ist baugleich des C6-N, um mit einer 350D in den Fokus zu kommen ohne die Position des Fangspiegels zu verändern, liegt der Fokuspunkt bis Unterkante des T2-Adapters bei 87mm über Tubus. Der Original-OAZ ist einfahren(T2-Gewindeansatz) 72mm hoch übern Tubus(bitte nachmessen und bestädigen). Der Neue OAZ ist 6mm niedriger, also 66mm. Da der Hub des Neuen OAZ 20mm kürzer ist und der Original bis Unterkante T2-Gewinde ausgefahren 128mm beträgt, kommt der MPCC(der in den T2 geschraubt wird, ich gehe davon aus das du einen benutzen möchtest) bei voll ausgefahrenen Auszug bei 108mm zum liegen bzw. klemmen.
Um mit der 350D in den Fokus zu kommen brauchst du nur 87mm bis Unterkante T2-Ring, der Hub des Neues OAZ ist also vollkommen ausreichend.

Da die meisten 2"OAZ für TubusDM von 200mm oder mehr ausgelegt sind und der Skywatcher bzw. Celestron nur 180mm hat, passt also der Steg nicht völlig an den Tubus. Um diesen Abstand auszugleichen legt man einfach drei Unterlegscheiben zwischen OAZ und Tubus, damit sollte es dann passen. Habe ich auch so gemacht, es entsteht zwar ein kleiner Spalt zwischen Tubus und OAZ, aber beim Fotografieren sollte es dunkel sein und ich habe bis heute nicht festgestellt, dass irgendwelches Streulicht durch diesen Spalt einfluss auf eines meiner Bilder hatte.

Da bei Crayfords das Auszugsrohr selten länger ist als der Auszug an sich hoch, braucht man sich keine Gedanken darüber zu machen, dass das Rohr in den Tubus ragt.

Noch eines: Der Fangspiegel des Skywatcher/Celestron hat 42mm kleine Achse, das führt zu einer unzureichenden Ausleutung des Bildfeldes(diversen Händleraussagen zum Trotz!). Das erzeugt eine gewaltige Vignettierung, der ich erst Herr wurde, als ich ihn gegen einen 63mm ersetzt habe. Ein neuer OAZ ist also nicht die Universallösung.

Bei Fragen fragen...

Grüsse,
Matthias
 
Hi Björn,

prima Idee uns auszutauschen. Ich wohne ja quasi auch 'Nähe Stuttgart' da können wir evtl. ja sogar mal gemeinsam basteln....

Zu Deiner Frage bzgl. FS verlegen: Wenn ich den FS weiter vom HS weg lege, kommt er in den engeren Teil des Lichtkegels - das bedeutet, das Licht ist schon stärker gebündelt und Du hast noch volle Ausleuchtung bei einem größeren Abstand von der Achse.

Der 2" Crayford Auszug ist verglichen mit dem Original Zahntrieb OAZ mindestens eine Klasse besser. Kein Shifting, der Fokus gut klemmbar und die Basis justierbar.

Heute ist mir zusätzlich noch aufgefallen, dass die Basis innerhalb der Tubusaußenseite noch einen Ring hat (der mit den 93mm Durchmesser) gegen den man justiert. Dieser Ring ragt ca 6mm über die Unterseite der Basis raus, würde also bei unserem nur 1mm starken Tubus rd. 5mm ins Tubusinnere ragen und evtl. weitere Spikes verursachen.

Für die Anpassung an unseren 170mm Tubus hatte ich zuerst gedacht, einfach zwei gebogene dünne Keile unter die Basis zu legen, aufgrund des zusätzlichen Rings überelege ich aber gerade eher, entweder dicke Keile zu nehmen oder gar eine neue Basis anfertigen zu lassen...

Heute werde ich mal bei Tageslicht die Fokuslage meiner Okulare und der DSLR (Fuji S5Pro) bestimmen und dann nochmal grübeln, messen und zeichnen...Ich habe - neben den beigelegten Super 10 und 25 - ein 24mm Panoptik, das Speers-Waler Zoom (5-8) und ein Hyperion 3.5mm. Welche Okulare benutzt Du? Hast Du Dich schon für ein 2" Okular entschieden?

Grüße und CS
Holger

PS: Für die Umbauzeit hätte ich ausnahmsweise mal lieber cloudy skies (also trotzdem CS ;) ), sonst ärgere ich mich zu sehr, dass ich nicht beobachten kann...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Matthias,
Dein C6 scheint sich doch sehr von meinem SW zu unterscheiden:
- ich habe einen 47mm FS
- mein Tubus hat nur 170mm Durchmesser, ich habe also bei rd. 0.9° Vignettierung am Tubus.
Auch mein OAZ scheint etwas anders zu sein, das Rohr des Crayford ragt eingefahren 43mm in den Tubus und allein die Basis ragt 5mm in den Tubus hinein.
Daher neige ich gerade dazu, die Fokuslage so zu legen, dass ich bei voll ausgefahrenem OAZ mit der DSLR im Fokus bin, aber dafür will ich erst sehen wie das ganze dann mit meinen Okularen passt. Einen MPCC besitze ich (noch?) nicht - auf meinen wenigen bisherigen Fotos hat mich Koma zunächst auch nicht gestört, ausdrücklich danach gesucht habe ich aber auch nicht ..

An den Fotos, die Du während des Umbaus gemacht hast, wäre ich auch interessiert. So manchen Kniff kann man ja schließlich kaum beschreiben aber im Bild sofort erkennen.

Dir CS (aber diesmal Clear)
Holger
 
Zitat von Refek:
...Dabei entstanden einige Bilder wie der Umbau vonstatten ging...

kannst du uns die Bilder zur Verfügung stellen?

@Holger
ich habe gerade mal Simmozheim ins Navi eingegeben, sind etwa 50km.
Unsere Teleskope besitzen wohl recht grosse Ähnlichkeiten: Tubusdurchmesser knapp über 17cm, FS 48mm
Mit welchen Mitteln machst du eigentlich das Loch für den OAZ grösser? Reicht da der Dremel? Mein TAL-Tubus wird wohl aus Alu bestehen.
Ich bin wohl eher für die Variante "OAZ höherlegen", sonst bleiben unschöne Löcher im Tubus. Mit der 5mm Abschattung durch den OAZ wäre auch nicht so toll, schon da wir an Licht eh nix zu verschenken haben.
Gibt es die Basis evtl in verschiedenen Ausführungen für verschiedene Tubusdurchmesser? Man könnte aber auch eine passende aus Kunststoff dremeln oder passende Abstandshalter aus GFK machen.
Zu den Okularen: ich habe bisher TS SuperPlössel 32mm, 25mm, 15mm und 9mm. 15 und 9 will ich irgendwann mal gegen TS WA austauschen. Im unteren Brennweitenbereich nutze ich die TS Planetary mit 6mm, 4mm und 2,5mm. Ob ich das 2,5er behalte weis ich aber noch nicht, mal sehen ob und wie gut ich das hier im Vorstadthimmel einsetzen kann.
Bezüglich des 2" habe ich noch nichts genaues, wird sich aber preislich bei 100€ bewegen. Ich bin für Vorschläge offen.
Noch 2 Fragen:
Wie bestimmt man den die Fokallage von Okularen?
Wie groß ist denn eigentlich der optimale Fangspiegel für unsere Konfiguration? Ich meine es nach dem Motto "so klein wie möglich, so groß wie nötig"
Wenn der OAZ dann mal montiert ist, werde ich mich an die Adaption eines Motorfokusierers machen (DK-TJ). Wird bestimmt auch interessant.

Gruß Björn
 
Hi Björn,
Ich habe gerade mal meine Okulare ausgemessen: Am weitesten außen steht das 24mm Panoptik - im Fokus ist die Unterkante des Okulars 142.5 mm über dem Tubus - die Unterkante des T2 Gewindes liegt 108.5 mm über dem Tubus.
Am weitesten innen liege ich mit der DSLR. Da liegt die Unterkante des T2-Gewindes 81.5 mm über dem Tubus.
Mit dem alten OAZ habe ich dabei noch 6 mm Hub bis zum vollständig eingefahrenen OAZ.
Zwischen den beiden Extremen liegen also 27mm Hub.

Wenn ich den neuen OAZ direkt auf den Tubus baue, (so dass der Justagering in den Tubus reinragt) dann habe ich bei gleicher Fokuslage der DSLR mit dem neuen OAZ 12 mm Hub bis zum eingefahrenen OAZ. Dabei ragt das Auszugsrohr noch rd. 21 mm über den Justagering hinaus (insges. 30 mm) in den Tubus hinein.

Der Justagering ist übrigens nicht, wie ich geschrieben habe 6mm sondern 10 mm hoch.

Daher überlege ich gerade folgendes: Wenn ich die Basis des neuen OAZ auf einen 10mm hohen Sockel stelle, dann habe ich mit der DSLR noch 2mm freien Hub bis zum Anschlag. Dadurch, dass ich aber die Basis höher gelegt habe (näher am Anschlag), käme ich mit insgesamt 29mm Hub aus und könnte das Auszugsrohr um rund 9 mm kürzen und mit der DSLR würde es nur noch 21 mm insgeasmt in den Tubus ragen.
Wenn ich die andere Alternaitive wähle (OAZ nach vorne legen), wäre der einzige Unterschied der, dass die ganze OAZ-Kontruktion weietr nach innen käme.

Also werde ich wohl die Basis durch ein Zwischenstück adaptieren oder eine neue Basis bauen lassen...mal mit einem CNC-Spanungstechniker reden, wie aufwändig das wäre.

Zu Deinen Fragen - das Loch vergrößert man idealerweise mit einer Lochsäge an der Ständerbohrmaschine. Gerade das das Auszugsrohr einen Durchmesser von 80mm hat, sollte es so eine Lochsäge sogar geben. Mit dem Dremel dürfte es aber auch gehen.
Die Basis gibt es sicher für verschiedene Tubendurchmesser, die Frage ist nur "Wo und für wieviel Geld?"
Für die Bestimmung der Fokallage ist weniger die absolute Lage als der Unterschied zwischen den Okularen relevant, weil der den benötigten Hub bestimmt. Dazu setze ich das Okular ein und messe den Abstand zwischen OAZ und unterem Ende des T2-Rings.
In Bezug auf den FS ist 46mm der kleinste FS, der 100% Ausleuchtung auf der Achse liefert. Wenn der FS größer wird kriegst du mehr Feld als nur den Punkt auf der Achse voll ausgeleuchtet - ebenso, wenn Du den OAZ nach vorne legst. bei größerem FS geht das aber auf Kosten höherer Obstruktion, und das bedeutet weniger Kontrast (beim Newton vor allem bei mittelgroßen Details).

Hast Du das 2.5 mm Okular schon mal benutzt? 300 fach ist ja vermutlich grenzwertig bei 150mm Öffnung. Dann könnte ich mir glatt überlegen, meinem Hyperion noch einen Tuningring zu spendieren, um es auf 3 oder 2.5 mm zu tunen.
Bezüglich des 2" Okulars im Preisbereich unter und um 100€ habe ich folgende gefunden: Meade QX 30, APM SWA 32, Skywatcher Apex 28, Williams SWAN 33, oder TS WA 30 und 32. Das Apex ist angeblich F/5 übel. Auch habe ich noch keine Infos über die Feldblenden der Okulare...Aber die Diskussion gehört wohl eher ins Okulare-Forum.

CS
Holger
 
Hallo Holger!

Zitat von starrookie:
- ich habe einen 47mm FS
- mein Tubus hat nur 170mm Durchmesser, ich habe also bei rd. 0.9° Vignettierung am Tubus.
Auch mein OAZ scheint etwas anders zu sein, das Rohr des Crayford ragt eingefahren 43mm in den Tubus und allein die Basis ragt 5mm in den Tubus hinein.

Sorry, mir war nicht bekannt, dass man die Maße inzwischen geändert hat. Normalerweise sind diese 1¼"-OAZ ja "genormt".

Zitat von starrookie:
Daher neige ich gerade dazu, die Fokuslage so zu legen, dass ich bei voll ausgefahrenem OAZ mit der DSLR im Fokus bin, aber dafür will ich erst sehen wie das ganze dann mit meinen Okularen passt.

Ich würde zusehen, dass du die Fokuslage so nah an den Tubus bekommst wie es geht, je weiter du ihn ausfährst, desto instabiler wird die Geschichte und so größer wird die Gefahr das sich der Auszug selbstständig macht.

Zitat von starrookie:
Einen MPCC besitze ich (noch?) nicht - auf meinen wenigen bisherigen Fotos hat mich Koma zunächst auch nicht gestört, ausdrücklich danach gesucht habe ich aber auch nicht ..

Ich habe hier mal ein Bild hochgeladen, das M57 mit 150/750-Newton zeigt. Da Bild entstand noch am 1¼"OAZ ohne Komakorrektor.
http://freenet-homepage.de/refek/pics/m57koma.jpg

Es ist leider das einzige dieser Art, das bis heute überlebt hat. Ich musste viele Testbilder von der Festplatte werfen um wieder Speicher frei zu bekommen.
Das Bild darf frei als Beispiel für Koma an einem f/5-Newton verwendet werden!

Zitat von starrookie:
An den Fotos, die Du während des Umbaus gemacht hast, wäre ich auch interessiert. So manchen Kniff kann man ja schließlich kaum beschreiben aber im Bild sofort erkennen.

Ich schau mal zu, dass ich den Bericht noch dieses Wochenende "g'bakke" kriege.

Grüsse und bald wieder Clear Sky,
Matthias
 
Hi Matthias,

danke für Die Information. Eine Frage habe ich noch: Wieviel Höhe brint der MPCC zusätzlich ins Spiel? Oder wird er statt des 2"-Anschlusses in den OAZ gesteckt und stellt das T2 Gewinde an dessen Stelle zur Verfügung?

Ich frage, weil ich ja, wenn ich den zusätzlichen Sockel anbaue nur noch 2mm Hub bis zum eingefahrenen OAZ habe und wenn jetz tnoch ein 3mm MPCC dazu käme, dann käme ich nicht mehr in den Fokus.

CS
Holger
 
Hallo Holger,

wenn dein neuer OAZ über Klemmringarretierung verfügt, solltest du den Rind, der sich am MPCC befindet, nicht entfernen. Dieser ist knapp 3mm hoch und gibt den Abstand zum Klemmring im OAZ vor(fotografisch betrachtet). Entfernst du ihn hast du zwar NULL mm optischen Weg zum T2, aber der Klemmring lässt den MPCC verkanten, so das dieser weiter aus den OAZ ragt. Die Nut im MPCC passt also ohne diesen kleinen Ring nicht mehr richtig in die Klemmung.

Also 3mm Fokusweg intrafokal bis zum Anschlag ist etwas zu knapp berechnet. Falls deine Idee keine andere Lösung zu läßt, dann sieh dir mal die Haupspiegeljustierung etwas genauer an. Bei meinem C6-N lagen da drei kleine Gummiringe(3mm hoch) zwischen Fassung und Spiegelzelle. Ich habe diese gegen kleine 8mm lange Federn ausgetauscht und dabei auch gleich den Schrott, sorry, ich meine Schrauben gegen V2-Imbus und Rändelschrauben zum Gegenkontern gewechselt. Macht die ganze Geschichte der Justierung viel einfacher als da ständig mit einen Kreuzschraubendreher rumzuwerkeln.

CS,
Matthias

Ups!
Der MPCC verfügt bereits über das T2-Gewinde und der MPCC selbst dient als Steckhülse.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Holger,
die Idee mit der Basis in CNC finde ich auch gut. Was schätzt du welcher Preis dafür nötig sein wird?
Da ich in meiner Mietwohnung leider keinen Bastelkeller habe (träum...), wird zur Lochbearbeitung wohl wirklich der Dremel ausgepackt werden müssen. Ist bestimmt nicht wenig was da weg muß!?
Wegen der FS war nur eine allgemeine Frage, ich habe mir den Skywatcher FS mit reserviert (47mm), da meiner recht schlecht justierbar ist und auch schon Kratzer hat.
Das 2,5mm Oku ist noch nicht bei mir, wird anfang nächste Woche kommen. Da bin ich selbst auch gespannt, welches Bild sich da ergeben wird.
Gruß
Björn
 
Hi Matthias,
ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe: der MPCC (ich habe noch keinen) würde 3mm Hub 'schlucken'? Ich sollte also intrafokal mehr als 3mm Hub übrig lassen?
Deine Idee mit den 8mm Federn ist klasse, ich habe bisher nur etwas weichere und dickere Sanitärdichtungen zwischen HS-Halter und Justierbasis, sowie Rändelschrauben zur Justage. Ich frage mich, warum das die Hersteller nicht gleich so machen - teurer als diese Minigummiringe + Konterschrauben Konstruktion kann das eigentlich auch nicht sein.

CS
 
Hallo Holger,

du hast mich richtig verstanden! Der MPCC ist quasi die 2"-Steckhülse mit einem T2-Gewinde, auf dem du den T2-Adapter deiner Kamera schrauben kannst.
Lade dir mal dieses PDF über den MPCC von der Baader-Webseite runter und sieht dir das Teil etwas genauer an. Du erkennst am MPCC eine Nut, in die der Klemmring des OAZ fasst. Damit das so ist, brauchst du diesen "Stopper-Kragen" oder "Stop-Ring"(oder wie auch immer). Ohne diesen Ring kann es passieren, dass der Klemmring nicht richtig in der Nut gefasst wird und der MPCC verkanntet an der Kante zur Nut oder wird heraus gedrückt. Dieses Problem habe ich bei meinem Baader Crayford. Dieser Ring ist 3mm hoch, zwischen OAZ und T2-Ring entsteht also genau dieser Weg.

Ich kann dir nur den Tip geben, mehr als nur 3mm oder 5mm intrafokalen Fokusweg zu berechnen. 8-10mm wären da schon angebrachter. Sollte das dazu führen, dass du mit einem deiner Okulare hinterher nicht mehr in den Fokus kommen solltest, dann investiere für dieses Okular lieber eine Verlängerungshülse als das du dich dann ständig ärgerst, nicht richtig mit deiner Kamera fokussieren zu können. Solch eine Verlängerungshülse kostet nicht viel, und wenn du eine Barlow besitzt an der du das Barlowelement heraus schrauben kannst, dann hat sich auch dieses "Problem" der Verlängerungshülse schon erledigt.

Grüsse,
Matthias
 
Hi Matthias,
Danke für den Link auf das PDF...Ich hatte es schon mal gesehen, aber das wichtige Detail nicht wahrgenommen.
Ich habe mit jetzt den neuen OAZ nochmal genau angeschaut - das sieht so aus, als ob ich mit dem MPCC gar nicht in den Fokus kommen kann, denn der Auszug hat am Ende des Auszugsrohrs noch ein Adapterstück, in das erst der eigentliche OAZ gesteckt wird. Mit dem 1.25" Okularhalter an dem ein T2 Ring ist komme ich mit der DSLR in den Fokus, beim 2" Okularhalter sitzt das Okular (und damit wohl auch der MPCC) 35mm höher. Daher müsste ich den Fokus generell weiter nach außen legen, es sei denn ich adaptiere mir den MPCC an mein Adapterstück...
Grüße
Holger
 
Hallo Holger,
jetzt redes du etwas in Rätseln!
Welches Adapterstück soll das sein? Ich kann mir jetzt wirklich nicht vorstellen, was du meinst. Kannst du mal ein paar Bilder machen und diese online stellen? Zum Beispiel bei ImageShack oder solchen Fileservern, ist kostenlos.
rätselnd,
Matthias
 
Hi,
hier habe ich mal ein Bild des neuen OAZ gemacht:
Link zur Grafik: http://www.smolinski.name/Astronomie/Images/P3050015_1.JPG
Links der OAZ mit dem Auszugsrohr (etwas größer als 2").
Daran geschraubt wird ein Adapterstück (größer als 2") mit zwei Klemmschrauben. In dieses Adapterstück kann man 2 verschiedene Okularhalter stecken (rechts). Entweder den 2" Halter (unten) oder einen T2-Ring, in den ich einen 1.25" Halter schrauben kann (oben)

CS
Holger
 
Hallo Holger,

solch einen Auszug habe ich Mal "gekürzt" indem ich den Schraubadapterring weggelassen und die 2" Adaption (mit dem Konus) fest eingeklebt habe.
Dazu dann eine 2" auf 1 1/4" Einsteckreduzierung wie von "normalen" OAZs bekannt.
Das Ganze war kürzer, stabiler und bedienungsfreundlicher.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Günther,
Du meinst, wenn ich den 2" Oku-Halter kürze, komme ich mit MPCC im 2" Oku-Halter auch in den Fokus? Das kling gut. Dann könnte ich auch den 1.25" Halter in den T2-Ring vom MPCC schrauben und alles wäre gut - sofern es kein Problem ist, den MPCC immer zu verwenden ;) Die einzige Frage wäre: komme ich mit meinem 2" Oku (WO-SWAN33) dann auch noch in den Fokus?
Weiß jemand, wie dessen Fokuslage z.B: im Vergleich zum Panoptik 24 ist?

Grüße
Holger
 
Hallo Holger,

was ich vorgeschlagen habe bringt Dir (je nach Adapter) etwa 2-3 Zentimeter intrafokalen Weg und Du hast dann einen 2" OAZ fest installiert.
Wie Du da mit welchen Anschlüssen rankommst ist eine andere Sache, Foto ist nicht mein Ding.
Wenn danach extrafokaler Weg für langbrennweitige Übersichtsokulare fehlt ist das das kleinere Übel, denn OAZ-Verlängerungshülsen gibt es in vielen Größen und Längen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Holger,

für diesen OAZ gab es bei TS einen Adapter, der 60 mm außen 48 mm innen und Kameraseitig T2 außen hat und der den MPCC hinten mit einem Baader Zwischenring 48mm außen auf T2 innen aufnehme kann Dadurch wird Er im 60 mm Rohr des OAZ versenkt und kann die Kamera oder mit Klemmring T" innen auf 2" dann Okulare auf nehnemen. der Ring ist gesamt 13,5 mm dick davon gehen 6,6 mm für das 60 mm und 4,8 mm für das T2 Gewinde ab.
Nachfragen bei TS ob der noch verfügbar ist.
Übrigens lässt sich dieser OAZ sehr gut mit 3 - 4 mm Conrad Kugellagern in der Führung optimieren so das Er mit Teureren gut mithalten kann, selbst gesehen bei einem Sternfreund in
Südfrankreich.

Gruß Günter
 
Hallo Günter,

bedenke bei all den Adaptern das der korrekte Lichtweg des MPCC zur Filmebene eingehalten werden muss. Das Auflagemaß eines T2-Kameraadapters ist genormt, egal an welcher Kamera dieser eingesetzt werden soll. Der MPCC wird bis zum Anschlag in den T2 geschraubt, in diesen Fall gibt die Bauhöhe des T2 den korrekten Abstand zur Bildebene vor. Sollte das mit den von dir beschriebenen Adaptern nich der Fall sein, dann ist das Ding nutzloser Glasmüll.

Wollte ich nur erwähnt haben...

CS,
Matthias
 
Hallo Matithias,


der beschriebenen Adapter ist extra für den Zweck, bei TS für diesen OAZ angeboten worden und der Übergangsring hier ist die Verbindung dazu.

BA 2458110 Übergangsring von T-2 auf 2" Filtergewinde (M48x0,75mm) 2,5mm optische Dicke T-2 innen M48x0,75 außen 16,- €
nur bei den 60 mm OAZ - Rohren war es ja damals überhaubt möglich den MPCC an den GSO Newton zu verwenden! Eben mit diesem Adappter
Für die jetzt verbauten OAZ hat Baader den MPCC mit einem abnehmbaren Auflagering hergestellt um auch dort die Fokuslage bis zur Kamera oder Okular immer sicher zu stellen
http://www.baader-planetarium.de/download/mpcc.pdf

Gruß Günter
 
Hi Björn,
ich habe jetzt einen anderen Weg eingeschlagen - ich habe aus 6mm Pappelsperrholz einen Rahmen gesägt, den ich unter den OAZ montiere. Damit steht dieser dicke Ring nicht mehr in den Tubus hinein. Wenn Du willst schicke ich Dir eine Zeichnung...
Grüße
Holger
 
Hallo Holger,
Holz ist natürlich auch eine gute Idee und deiner Zeichnung wäre ich nicht abgetan!
Ich muss bei mir noch klären, ob ich mit dem 2"OAZ überhaupt was anfangen kann. Der ist doch eine ganze Ecke länger als der originale TAL und da musste ich die Webcam schon bis zum Gehäuse reinschieben. Wäre schade, wenn ich die nicht mehr nutzen könnte.
Hat eigentlich eine DSLR dann in etwa den gleichen Fokus wie die Webcam?
Gruß Björn
 
Hallo Holger,
ich konnte gerade endlich das 2,5mm Planetary "ausführen". Geht nicht! Mars ist nur ein Matschklumpen und recht dunkel, die Mondsichel ist dann zwar hell genug, aber ich konnte es nicht wirklich scharf stellen. Also wird das Maximum wohl bei etwas über 3mm liegen.
Mit der OAZ-Adaption bin ich leider noch nicht wirklich weiter
 
Hi Björn,
gib mal nicht so früh auf... Du konntest 300-fach nicht scharfstellen soweit so gut. Interessant is nun, warum nicht?
Hatte Dein OAZ nicht genug intrafokale Hubreserve, um in den Fokus zu kommen? Ist Dein Newton derart dejustiert, dass Du schon auf der Okularachse heftigst Koma hast? Oder ist einfach das Seeing/der Himmel bei Dir nahe Stuttgart derzeit so schlecht wie bei mir nahe Stuttgart, so dass sich kaum lohnt, mit dem bloßen Auge an den wolkenverschleierten Himmel zu guecken?

CS
Holger
 
Hi alle,
so, es ist vollbracht, heute habe ich meinen Tubus am OAZ aufgebohrt, und den 2"-Auszug angebracht. Falls jemand Interese an der dabei entstandenen Fotos zur Vorgehensweise hat, stelle ich die gerne hier ein.
CS
Holger
 
Hallöchen,

ich plane evtl auch den Umbau beim C6N auf Crayford 2" 1:10... gibt es dort nun schon eine (bebilderte ;) ) Bauanleitung? ;)
 
Warum stellt ihr eure OAZ beim C6N denn auf den 2"-Crayford um?
Ist das Original zu ungenau bei der Scharfstellung oder reizen euch ausschließlich die bei 2" größer möglichen Gesichtsfelder?

Grüße,
Stefan
 
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