Anordnung der Teflonstückchen bei den Höhenrädern

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas gis
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

gis

Neues Mitglied
Hallo.
Ich hab die SuFu schon ausgereitzt hab aber nix passendes zum Thema gefunden...
Ich weiß also nicht wie ich die Teflonstückchen an den Höhenrädern am besten anordne. Irgendwo hab ich mal was von 7 und 3 Uhr gelesen (ihr könnt euch das sicher vorstellen). Aber irgendwie will man sich ja nicht von der Symmetrie trennen.
Also wenn jemand was Sinnvolles (am besten mit theoret. Begründung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ) weiß, dann immer her damit!

Danke schonmal
 
Re: Da zieht nichts nach hinten!

Damit der bewegliche Teil des Dobon-Teleskops (also das Rohrs, die Gitterkonstruktion, der langgestreckte Quader oder wie immer das Teleskopgehäuse geformt ist) in jeder Lage stehen bleibt, wenn man ihn losläßt, muß sich die Achse der Höhenräder an der richtigen Stelle befinden: sie muß durch den Schwerpunkt des bewegligen Teils gehen. Also zieht nichts nach hinten, auch wenn der Hauptspiegel noch so schwer ist (dann liegt der Scherpunkt weit hinten, also auch die Achse der Höhenräder). Andernfalls würde, schwupps, das „Rohr“ immer gleich zum Zenit hin pendeln, wenn man es losläßt.

Es spricht daher alles für symmetrische Anordnung: das eine Teflonstück genauso viel vor wie das andere hinter der Achse.

Macht man den Abstand beider Teflonstücke zu eng, leidet die Stabilität. Macht man den Abstand zu weit, neigt die Sache zum Klemmen (das Höhenrad möchte dann die Teflons auseinander drücken und dazwischen nach unten durch rutschen - Keileffekt!).

Ideal ist ein solcher Abstand, daß die Verbindung „Teflon 1 - Höhenradachse - Teflon 2“ einen rechten Winkel bildet, weil dann das Kippmoment um jeden Teflon-Auflagepunkt zu einer genau senkrechten Druckbelastung am jeweils anderen Teflon-Auflagepunkt führt.

MfG Walter E. Schön

 
Hi und Hallo,

Im Buch The Dobsonian Telescope von Kriege/Berry wird empfohlen die Teflonpads jeweils 35° vor und hinter der senkrechten anzubringen (sprich 70° auseinander), also grob auf 4 und 8 Uhr.
If you place them more than 75° apart, the rocker sides are too wide and the telescope moves poorly. If you place them 60° apart, the telescope becomes tippy and moves to easily.
Ich denke es ist einfach Erfahrungssache und hängt von den verwendeten Materialien ab. Was für Teflon/EbonyStar Formica gilt kann für Teflon/Riffelblech wieder anders ausschauen. Die obigen Werte kann man sicher als Anhaltspunkte nehmen, wenn hakt hilft nur eine Experimentierphase <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Vielleicht hilft der Tip aber auch direkt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß
Andi
 
Hilft auf jeden Fall.
Ich hab ja noch die gute alte Teflon/Ebony Kombination zuhause rumliegen; und darauf baut das ja auf. Also werd ich mir die 70° zu Herzen nehmen...

Also mal Danke für eure Tipps!
 
Hallo,

es kommt auch darauf an, welchen Durchmesser die Höhenräder haben. Je größer, desto ungünstiger wird der Hebel. Bei kleinen Höhenrädern kann man das Teflon auch in einem größeren Winkel als 70grad anbringen, weil es sich sonst zu leicht bewegt (deswegen haben die Taiwan Dobsons auch Federn, um die Reibung zu erhöhen).

Gruß
Schicko
 
Hallo,

Kriege/Berry gehen da von Höhenrädern aus, deren Durchmesser ~1,8 x Objektivdurchmesser beträgt. Meiner Meinung nach macht das Sinn, ich habe mit kleinen Höhenrädern eher schlechte Erfahrungen gemacht. Mit kleinen Höhenrädern erreicht man nicht so 'schön' das richtige Verhältnis zwischen Gleit- & Haftreibung. Größere Durchmesser bringen zumeist ein sanftes Gleiten. Wenn man also eh selbst baut, kann man gleich auf die großen Durchmesser schielen...
Noch ein Nachtrag zu meinem letzten Posting:
Die 70° bei Kriege/Berry hängen (entgegen dem Vorschlag von Walter Schön) mit den 'halben' Höhenrädern zusammen. Halbe Höhenräder um Gewicht zu sparen, und weil's schick aussieht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Um den gesamten Bereich zwischen Horizont und Zenit 'fahren' zu können, werden die Höhenräder um 30° geneigt (siehe z.B. Stathi's Kyklopas) entsprechend müssen dann auch die Teflonpad's verschoben werden. Alle Dobson im Kriege/Berry Style die ich bisher gesehen habe, hatte eine butterweiche Bewegung in Höhe.

Viel Spass weiterhin
Andi
 
Re: Da zieht nichts nach hinten!

Halo!
Das ist zwar richtig, aber du musst den Hebel bei der Schwenkbewegung beachten. Wenn man runterschwenkt, drückst du einfach das Rohr runter und es kommt mit, weil es zimelich gleich aufliegt. Wenn du das Rohr hochdrückst, Stützt du dich bei der Rockerbox auf die hintere Hälfte. Wenn es da zuwenig gleitendes Zeugs gibt, kann es passieren, dass dein Dobson aus der Rockerbox hüpft! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
mfG Michael
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben