Antikes (maritimes?) Fernrohr - wer erkennt es?

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Nyksund66

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Hallo,
ich habe heute eine ungewöhnliche Frage zu zwei Fernrohren, die ich über Umwegen aus einem Nachlass eines Freundes erhalten habe und leider keinerlei sonstige Informationen dazu, außer dass der Vorbesitzer wohl eigene Schiffe besessen hat.
Auf beiden Fernrohren sind erstaunlicher Weise keinerlei Schriftzüge, Punzen etc. vorhanden und dies obwohl alle beiden Fernrohre sehr sorgfältig gearbeitet sind, mit vielen geränderten Fassungen bis hin zu den kleinsten Linsenfassungen, alles ist immer nochmals gefasst.
Einzig auf einer der beiden Objektivlinsen ist auf dem Seitenrand ein Kürzel mit Bleistift aufgebracht, das ich aber nicht kenne und auch nur eine Positionsmarkierung sein könnte, die sich wiederum jedoch nicht über beide Linsen zieht sondern nur auf der Frontlinse ist. Die Linsen haben keinerlei Abstandsplättchen oder -ringe wie man es von den Teleskopen kennt, sondern liegen nur aufeinander auf.
Ich hänge mal ein paar Bilder an und vielleicht kennt es jemand zufällig.
Schon mal herzlichen Dank im Voraus.
Gerhard
 

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Hallo Gerhard, ich kenne das Teleskop nicht. Du sagst die Linsen sin nur aufeinandergelegt, aber nicht verbunden.
Prüfe mal bitte nach, ob die mit dem Pfeil versehene Markierung nicht zusammen passt. Oftmals sind seitliche Markierungen vorhanden für die Orientierung der Linsen zueinander. Wenn die Linie passt, dann bitte wieder so zusammenbauen. Die Optik arbeitet in der optimierten Ausrichtung besser in der Regel. Bitte nicht gegeneinander verdreht zusammenbauen.
Grüße Ulrich
 

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Guten Morgen Ulrich,

vielen Dank für deine Antwort und Du hast ein sehr scharfes Auge :) - den Strich auf der oberen Linse hatte ich in der Tat übersehen, Die Linsenmarkierungen passen zueinander und das Kürzel desjenigen, er die Linse eingesetzt hatte, zieht sich damit doch über beide Linsen. Er hatte sich beim Lösen wohl mit verdreht, denn die ineinander tief verschraubten Fassungsteile waren ziemlich schwergängig und verbacken.
Ich werde es entsprechend wieder zusammen setzen und vielleicht ergibt sich durch Zufall doch noch ein Hinweis auf die Herkunft, denn für einen einfachen Nachbau sind beide Fernrohre deutlich zu wertig gefertigt worden.

Beste Grüße und einen guten Start in den Tag
Gerhard
 
Hallo Gerhard,
das lange Teleskop erinnert mich an einen Bericht über ein Teleskop vom Wiener Optiker Otto Schleiffelder.
Es könnte daher ein Voigtländer Teleskop sein.
Ich habe selbst ein Otto Schleiffelder Teleskop um 1900 mit 104 cm Länge.
Gib einfach im Internet : Schleiffelder Fernrohr Achromat ein. Dann findest Du den Bericht!
Schöne Grüße,
Michael
 

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Guten Morgen Michael,
herzlichen Dank für Deine Nachricht mit den ganzen interessanten Hintergrundinformationen. War leider beruflich unterwegs und kann daher erst heute antworten. Werde mich gleich mal an den Bereich machen und freu mich schon darauf, etwas mehr zu erfahren. Diese alten Teleskope sind wirklich schwer zuzuordnen, sofern sie über keine Marke oder sonstigen Hinweise auf die Herkunft verfügen.
Nochmals besten Dank und jetzt erstmal ein schönes Wochenende
Herzliche Grüße
Gerhard
 
Hallo Gerhard,
schön daß ich helfen konnte. Deshalb werde ich in Zukunft auch nur noch antike Teleskope mit Gravur kaufen.
Da kann man dann schon eher den zeitlichen Rahmen einordnen. Ich hatte das Glück vor 2 Jahren einige antike Sachen
günstig aus dem Nachlass eines Antiquitäten Händlers aus Ostfriesland zu bekommen. Alles 19. Jahrhundert.
Bei dem Otto Schleifelder Fernrohr fehlte leider das Original Objektiv. Ich hab dann nach längerer Suche ein ähnliches mit 54 mm
Durchmesser bei Ebay entdeckt. Ein Bekannter hat mir dann noch einen passenden Messing-Gewindering gedreht.
Schönes Wochenende,
Michael
 

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Hallo Michael,
da hast Du absolut recht und nicht, dass dies die Freude über die anderen antiken Teleskope trüben würde, aber man möchte halt ein bisschen über die Geschichte und Herkunft erfahren und meist ist es aus einem Nachlass und die Geschichte ist meist damit mit verloren gegangen. Den Teleskopen sieht man die Wertigkeit natürlich an und der Unterschied zu Nachbauten aus den 1960-80igern, die damals mal sehr populär waren, ist spätestens bei der optischen Qualität spürbar. Als Referenz dienen mir da meist Gläser von Zeiss und Nihon Seiko und da reichen die beiden zumindest fast heran.
Schönes Wochenende und spätestens die nächsten Tage dann auch wieder klare Nächte.
Beste Grüße
Gerhard
 
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