Antireflexfarbe

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beres

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Hallo zusammen

Ich möchte hier eine Alternative zu Tubusauskleidung vorstellen
Ich habe bei der Firma Berger eine 250ml Dose Antireflexfarbe gekauft .Habe damit meinen GSO 10" Tubus
in 2 Schichten ausgestrichen .Wichtig ist denk ich eine gute kleine Malerwalze, keine Schaumstoff Lackwalze wird sonst zu glatt.Die Farbe wird beim 2. mal
richtig rau und kräuselig,damit hat Streulicht keine Chance mehr ,es wird richtig dunkel im Tubus.Wichtig ist auch das der Tubus warm und möglichst mit Sonnenlicht trocknet. Ich hab bei schönem Wetter auf meinem Balkon gestrichen.
Auch ein Aspekt ist das nix fusselt ich bin sehr zufrieden
mit dem Ergebniss. Hab gestern am Mond und Jupiter gut testen können und konnte einen merklichen Kontrastgewinn feststellen und Reflexe sind einfach weg so solls sein.

Gruss Bernd
 
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Hallo Bernd,

hört sich interessant an. Ist die Firma Berger der Hersteller?

Ich habe recht gute Erfahrungen mit normalem mattschwarzem Lack der in vielen sehr dünnen Schichten gespritzt wird und dadurch eine raue Lichtschluckende Oberfläche ergibt. Die einzelnen Schichte dürfen nicht so dick sein daß sie richtg decken, es sind quasi viele Schichten "Sprühnebel" übereinander. Die Lackschichten dürfen nicht aushärten sondern müssen noch ein bischen kleben, dann wird die Oberfläche ziemlich widerstandsfähig. Wenn die Lackierung gelingt kein Unterschied zu Velours, ich glaube eher noch schwärzer, aber wie bei Deinem Vorschlag ohne die lästigen Fusel.
Der Nachteil ist wenn man ein bischen zu dick spritzt wird die Oberfläche glatt und die Reflexe sind wieder da...Dein Lack scheint da deutlich anwenderfreundlicher zu sein, eine Lackierpistole hat auch nicht jeder.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix

Kann nicht sagen ob die Firma Berger den Lack auch herstellt
oder nur vertreibt.Was wirklich besonders ist ist das die Oberfläche nach 2x walzen aussieht wie wenn Sand dazugemischt wäre schön gleichmässig der Effekt.

Gruss Bernd
 
Hallo Felix,
die von Berger vertriebene Farbe ist deutlich besser als jeder noch so matte schwarze Lack. Ich hatte beides ausprobiert. Wenn man schon mit der Farbe hantiert, sollte man aber auch die FS-Streben und den OAZ nicht vergessen. Nur als Hinweis.

Günther

 
Hallo Bernd,


scheint echt ein brauchbarer Lack zu sein, werde ich testen...

Hallo Günther,

im Prinzip hast Du Recht, normaler mattschwrzaer Lack der "konventinell" satt aufgetragen wird taugt nicht viel da er im Gegenlicht immer noch mehr oder weniger glänzt und bestenfalls grau erscheint. Beim "zu dünnen" Auftragen (wirklich nur DÜNN aufnebeln) durch Spritzen ergibt sich eine strukturierte Oberfläche die eine Beschaffenheit wie lackierter Sand oder so ähnlich hat, das heißt es gibt keine glatte Oberfläche. Es muß aber so geizig genebelt werden als wären es die letzten Lackreste die es überhaupt gibt. Im Gegenlicht (Mond) mit Velours verglichen mindestens gleich schwarz, wenn das Zeug von Berger noch besser ist - werd ichs zugeben... :/ und nix anderes mehr verwenden...

Viele Grüße Felix
 
Hallo Werner,

danke für den Link! Gibt es irgendwo auch einen Vergleich mit Velours, das fände ich interessant da ich nicht weiß wie schwarz der Schultafellack ist.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix

Velours ist schon eine besondere Sache, kaum zu übertreffen,
in der Anwendung jedoch anspruchsvoll, er verlangt einiges
Geschick wenn man dünne Röhren auskleiden möchte.
Farbe ist hier einfach und komplikationslos.
Farbe ist immer schwarz solange es nicht zu hell wird, wobei
schwarz relativ ist, jedoch am Sternenhimmel ist es dunkel,
bei Mond und Planeten ist jedoch mit Reflexionen zu rechnen,
hier sind die Stärken von Velours und der Berger Farbe
Schultafelfarbe Gerd Neumann
http://www.gerdneumann.net/v2/deutsch/schultafelfarbe.html
ist ähnlich schwarz wie die Farbe von Berger, jedoch ist das
Reflexionsverhalten der Farbe v. B. wesentlich besser,
es ist das beste was ich jetzt kenne außer Velours,es
sind wirklich keine Reflexe im Gegenlicht erkennbar.
Ich hatte die Berger Farbe zufällig auf der ATT kennen
gelernt.

All dies ist nur mein Eindruck, ohne Absicht auf Werbung !
oder Vollkommenheit.

Da ich seit langer Zeit Teleskopselbstbau betreibe bin ich immer
froh über Verbesserungen dieser Art und benutze alle drei.

Gruß Werner
 
Hallo Werner,

ich werde die Farbe von Berger auf jeden Fall tesetn, je schwärzer desto besser...

Ich denke daß wichtigste ist die Oberfläche, matt reicht nicht, es muß rau oder sonstwie "samtartig" strukturiert sein damit sich das Gegenlicht "in" der Oberfläche verläuft. Wenn die Farbe von Berger eine solche Oberfläche mit einem Anstrich ermöglicht, prima.
Beim Spritzen (wirklich nur aufnebeln, nicht deckend lackieren! ) sind nach jeder Schicht ca. 5 Minuten Wartezeit nötig damit der Sprühnebel soweit antrocknet daß er von der nächsten Schicht nicht angelöst wird und verläuft, dann gibt es direkt weniger lichtschluckende Stellen. Wenn man 25 bis 30 mal Sprühnebel übereinander legt ist die Lackschicht fast 1mm dick und erinnert von der Beschaffenheit an z.B. einen gesinterten Filter, die Oberfläche besteht aus winzigen getrockneten Lacktröpfchen die unzählige Hohlräume beeinhalten in denen sich das Licht verirrt. Beim direkten Vergleich mit Velours in meinem 80mm Refraktor (103 mm Innendurchmesser vom Tubus) ist kein Unterschied zugunsten von Velours zu erkennen, deshalb habe ich von der Fummelei mit Velours abgesehen und "genebelt", bei 125 cm Tubuslänge klar einfacher... :/
Leider auch recht zeitauwändig und mit reichlich Sprühnebel überall verbunden, eine Methode nur für eine Werkstatt mit reichlich Platz, Wohnzimmer und Garten (der Nachbarn und Blümchen wegen) fällt aus... :confused:
ich werde nochmal ein paar Testflächen vorbereiten und dann nochmal Velours, die Farbe von Berger und die 20-Schicht-Nebelmethode vergleichen.

Bei gleichem Ergebnis bezüglich Berger gegen Sprühnebel spricht die leichtere Anwendbarkeit für die Berger-Farbe...werde berichten!


Viele Grüße Felix
 
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