APM 150mm f/5,5 45° Grossfernglas

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portaball

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Heute war ich bei APM und habe mir ein neues Spielzeug abgeholt, eines dieser monströsen 150mm Grossferngläser, das mir Markus freundlicherweise zum Testen zur Verfügung stellt.

Wie oft bin ich um diese Dinger schon auf der Website herumgeschlichen, man ist beeindruckt von den Daten - nicht nur von der Öffnung sondern auch von den 22 Kilo Gewicht und frägt sich, ist dieser Chinakracher das viele Geld denn auch wert.

Man kann sich die Finger wundgoogeln und findet dennoch kaum Informationen, deutschsprachige schon gar nicht, in Amiland sieht es ein klein wenig besser aus.
Aber auch dort dreht es sich primär um die Probleme, welche die 90° Variante wohl definitiv haben, angefangen bei heftigen Vignettierungen.

Es hilft also alles nichts, wenn man sich ein Urteil bilden will muss man durchsehen, und das bei einer guten Nacht mit guten Okularen, was auch bei Treffen schwer zu realisieren ist.

Natürlich werde ich den direkten Vergleich mit meinem 125mm Borg ED Bino machen, denn meine Intention is zu sehen wie gut dieses Acho-triplet tatsächlich ist und wie es sich im vergleich zum ED schlägt.
Was ist am Himmel wichtiger, 1" mehr Öffnung oder eine bessere Farbkorrektur?

Da die Brennweiten der beiden Optiken fast identisch sind, werden auch die Ergebnisse sehr gut vergleichbar sein.
So, nun aber erst mal 2 Bilder des Monstrums:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/apm01.jpg

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/apm02.jpg

Der erste Eindruck ist verheerend, das Ding ist wirklich höllenschwer und alleine nicht mit einem guten Gefühl auf die Gabel zu bringen - wie soll das erst bei Nacht sein?
Die Gabel selbst und das Stativ sind unterirdisch, da wackelt schon alles vom blossen hinsehen - aber das hat Markus ja auch schon immer erwähnt, wenn es um dieses Instrument ging.
Die ausziehbaren Tauschutzkappen sowie die Fokussierer sind auch nicht wirklich vertrauenserweckend, aber eigentlich interessiert mich primär die optische Qualität der Objektive, alles andere kann man richten.

Natürlich musste ich gleich einen ersten Blick bei Tageslicht riskieren und visierte einen Telegrafenmasten an, der mir immer als Testobjekt dient.
Ich erwartete einen quietschbunten Farbfernseher aber nichts dergleichen.
Naja, war ja auch nur 25x Vergrösserung.
Also mal die Okulare durchgetauscht, aber auch bei 10mm und 80x wurde ich von purpurnen Farbsäumen verschont.
Dieser erste Test lässt hoffen, aber wirklich interessant wird es dann bei Nacht und im direkten Vergleich zum Doppelborg.

Grüsse Jochen
 
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Hallo Jochen,

ich warte gespannt auf Deinen Test bei Nacht.
Sehr interessant wäre es noch das Fujinon 25x150 daneben zu stellen (ein ganz phantastisches Instrument).

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

mit einem Fujinon kann ich leider nicht dienen.
Allerdings liest man immer wieder, dass es als Achromat doch schon deutlich Farbe zeigen soll und die geradesichtige Version die Beste ist.

Aber wer bitte mag sich freiwillig über 20 Kilo geradesichtig antun?
Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Option der Nutzung anderer Vergrösserungen.
Für mich wäre es jedenfalls keine ernsthafte Option, ich merke jetzt schon nach den ersten Minuten den Unterschied zwischen 45° und 90°

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

Ich kann mich den anderen nur anschließen, freue mich schon sehr auf Deinen Berich!

Beste Grüße
Jürgen
 
Heute Morgen war der Himmel hier erstaunlicherweise halbwegs klar, zumindest gab es grosse Wolkenlücken und trotz der schon stärker fortgeschrittenen Dämmerung waren die schmale Mondsichel und nicht weit entfernt davon Venus gut zu sehen.

Also habe ich das 150er rausgeschleppt.

Bis alles so weit war zogen aber schon wieder feine Cirren durchs Bild und natürlich war das 150er Triplett auch nicht im geringsten ausgekühlt.
Da es recht schnell heller wurde habe ich schnell meine Okulare durchgetauscht und insbesondere am Mond auf Schärfe und CA geachtet.

Das Ergebnis war wieder besser als ich erwartet hätte. Die Bilder waren bis 80x scharf und kontrastreich, die CA war natürlich sichtbar, wenn man danach suchte, aber sie hielt sich doch sehr in Grenzen.
Aus der Erinnerung ist die CA natürlich stärker als beim BORG ED, aber auch deutlich schwächer als ich sie beim 100mm APM Semi APO in Erinnerung habe.

Venus habe ich nur kurz mit 80x beobachtet und hatte auch Probleme richtig zu fokussieren.
Ausserdem war zu dem Zeitpunkt schon wieder ein Wolkenschleier davor.
Ich konnte die Phase sehr gut sehen, allerdings gab es auch eine blaue Halo, die aber zum grossen Teil durch die Wolken und den Defokus verursacht sein dürfte.

Es bleibt also spannend aber was ich bisher gesehen habe ist schon wirklich überraschend gut.

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

danke für diesen ersten Bericht. Mich würden auch Deine Tagesbeobachtungen interessieren.
Kannst Du die Panoptik 24 mm und die Nagler T 6 Okulare damit benutzen?

Gruß Rolf
 
Hallo Rolf,

ich werde bei Gelegenheit auch noch mal am Tag beobachten und darüber berichten.
Leider besitze ich keine 1,25" Okulare mehr, ales was ich habe sind Kasai 32mm sowie Ethos 17mm, 13mm und 10mm
Eventuell kann ich demnächst auch noch ein Paar Nagler 22 testen.

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

zu dem Gerät habe ich das Vorurteil, dass es sich um eine üble China-Gurke handelt, die wegen miserabler Transmission, exzessiver Streuung mangels Blenden, und schwerster Koma/Asti durch völlig dezentrierte Objektive in Billigstfassungen in keinem Bereich auch nur annähernd die Leistung eines ge-"tuned"-ten 100 mm APM 100 ED Apo erreicht. Mal gespannt, ob Deine Tests das widerlegen. Hoffentlich wird's bald mal wieder richtig klar.

CS
SteVe
 
Hallo Steve,

genau diese Vorurteile hatte ich auch.
Nach dem was ich bisher gesehen habe werden sie aber wohl widerlegt.
Das grössere Problem sind Gewicht und Verarbeitung (Okularauszüge etc.)
Oder auch die Feldblende von 34mm - meine Kasai haben eine Feldblende von 47mm.

Aber wenn die Objektive etwas taugen könnten sie in leichten Tuben mit 2 EMS zur Höchstform auflaufen.

Grüsse Jochen
 
Das Wetter ist heute zumindest am Tag halbwegs brauchbar, deshalb habe ich heute einen Vergleich des 150mm APM mit dem 125mm BORG Seite an Seite gemacht.

Hier erst einmal ein Bild der beiden Kontrahenten:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/apm03.jpg

Testobjekt war wie immer ein etwa 800m entfernter Telegrafenmast, welcher sich durch die Oberflächenstruktur des Betons sowie einiger Kabel und Schaltkästen sehr gut eignet Schärfe und Kontrast zu beurteilen.

Beide Geräte haben ja fast die gleiche Brennweite (800mm <-> 825mm) so dass die Vergrösserungen von 25x, 50x, 66x und 80x für beide gleich sind.

Begonnen habe ich mit dem APM und die Vergrösserungen gesteigert.
Die Bilder waren wirklich gut, auch wenn man ab 65x parallel zum Turm eine ganz zarte grüne Linie sehen konnte.
An Kabeln und anderen Details konnte ich keine Farbe sehen.

Als ich dann auf den Borg gewechselt habe ist mir sofort aufgefallen, dass die Bilder brillianter waren. Das gilt für alle Vergrösserungen und auch bei 80x war absolut keine Farbe zu sehen.

Am Ende bin ich von 80x am BORG noch mal direkt auf 80x am APM gegangen, und ja, Schärfe und Kontrast sind beim BORG wirklich etwas besser.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass der BORG ein ED APO ist und der APM bei gleicher Brennweite ein Zoll mehr Öffnung hat.
Dafür finde ich den geringen Unterschied mehr als erstaunlich.
Ich habe auch mal ein 100mm APM Semi APO Bino besessen, das zeigte deutlich mehr Farbe und lange nicht diese Schärfe und diesen Kontrast.

Die grosse Frage ist nun, wie verhält sich das am Nachthimmel.
Bringt das eine Zoll mehr Öffnung des APM mehr als die bessere optische Qualität des BORG?

Ich habe versucht Bilder bei 80x mit dem iPhone zu machen.
Die sind natürlich nicht sehr gut geworden, aber ich denke man kann die von mir erwähnten kleinen Unterschiede sehen und wird feststellen, dass ich der APM wirklich sehr gut schlägt.

Zuerst der APM:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/apm04.jpg

Und hier der BORG:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/apm05.jpg

Grüsse Jochen
 
Also, die Schwierigkeit, mit dem Smartphone vernünftige Bilder durch's Okular zu schießen kenne ich. Wirklich scharf sind die bei mir nie, und vor allem sind sie auch nicht reproduzierbar unscharf. Mit dieser Vorrede: Das APM-Bild ist so deutlich schlechter, dass selbst hochkontrastige Details wie die beiden Kabel zwischen Befestigung der Parabolantenne und der Leiter kaum aufgelöst sind. Alles schwimmt in einer Farbsuppe und ist wesentlich flauer als beim ebenfalls unscharfen Borg-Bild. Die beiden Rohre der Richtantenne hinter der Leiter sehen aus wie eins. Allerdings leidet das APM-Bild auch unter der Vignettierung.

Diese Bilder tun jedenfalls nichts, um mein o.g. Vorurteil zu verändern.
 
Hallo Rolf,

ja, man sieht einen Unterschied, keine Frage, aber alles Andere wäre auch ein Wunder gewesen.
Grössere Öffnung und schnelleres Öffnungsverhältnis ohne ED Gläser, dafür finde ich das Ergebnis wirklich gut, ich hätte Schlimmeres erwartet.

Ich möchte nicht wissen, wie ein 150/750 oder auch 150/900 im Vergleich abschneiden würden...

Ausserdem ist eine Vergrösserung von 80x auch gar nicht das Einsatzgebiet eines solchen Instrumentes und Ergebnisse bei Tag müssen für die Performance bei Nacht auch nicht viel Bedeutung haben.

Was mich interessiert ist ausschliesslich wie das Ding bei Nacht mit 25x und 50x im Vergleich zum BORG abschneidet, das sind dan Austrittspupillen von 5,8 und 3,0mm

Ich hoffe bald mal einen Himmel zu haben um das zu testen.

Grüsse Jochen
 
Leider sind die Wetteraussichten weiterhin schlecht :-(

Also nutze ich die Zeit für einige allgemeinen Informationen und Gedanken.

Zuerst mal zum Gewicht des 150ers.
Ja, ein Leichtgewicht ist er leider wirklich nicht und bringt genau 20 Kilo auf die Waage:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/apm08.jpg

Wenn ich mir die beiden Binos so nebeneinander anschaue denke ich immer, wie riesig doch 6" gegenüber 5" erscheinen, der Unterschied ist deutlich grösser, als man von der reinen Zahl 1" Differenz erwarten würde.
Um das zu verdeutlichen habe ich mal ein Bild gemacht:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/apm07.jpg

Ich habe auch ein wenig mit dem "telescope limiting magnitude calculator" gespielt.
Bei 50facher Vergrösserung sollte ein 5" Refraktor eine Grenzgrösse von mag 13,2 haben, beim 6zöller sind es mag 13,5
Ein C8 ist mit mag 13,6 angegeben, was sich ja mit der landläufigen Meinung deckt, ein 6" Refraktor sei einem 8" SCT ebenbürtig.

Speziell bei M13 seh ich immer einen deutlichen Unterschied zwschen dem 125mm Borg und dem C8 bino.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das 150mm bino hier schlägt...

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

bin schon auf das Rennen am Nachthimmel gespannt. Ich vermute, dass die erhöhte Lichtstärke es gegenüber der besseren Korrektur nicht schafft, Dir mehr Sterne zu präsentieren.

Jetzt hätte ich noch eine Frage zu Deinem Doppel-Borg. Du nimmst ihn ja gerne als Referenz für den Vergleich mit anderen Großbinos. Könntest Du mir/uns auch einmal etwas zu den Kosten und dem zusätzlichen Arbeitsaufwand Deines Gerätes sagen? Also so, wie Du ihn gerade nutzt.
Der Hintergrund: Ich war mir in den letzten Monaten teilweise sehr unsicher, ob der geforderte Preis für die 100er Lunt/APM-Gläser nicht überzogen ist.
Sicherlich,.. es gibt in dem Preissegment um die 2500 Euro momentan nichts Vergleichbares. Aber das muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass das für so ein Glas auch ok ist. Ich bin zwar mit dem Lunt zufrieden, wenn ich aber bedenke, dass ich mit dem Verkauf eines fast "neuwertigen" kompletten 8" Meade SC LX200 Classic und einer Russentonne (mit Bino und Okularen) gerade einmal 70% des Bino-Neupreises eingefahren habe, müssen dessen Objektive und Prismen ja etwas "ganz was Besonderes" sein. -Was ich allerdings nicht so richtig glauben möchte.-

Dieser Faden soll aber weiterhin dem Vergleich Deiner beiden Geräte dienen.

Viele Grüße
Frank
 
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Hallo Frank,

Der Preis meines DoppelBorg ist schwer zu bestimmen, die Refraktoren gibt es ja nur noch gebraucht und das auch nur sehr selten.
Man bekommt sie praktisch nur in den USA (Versand, Zoll), die Preise schwanken und man kann sich auch schlecht vornehmen in den nächsten Monaten zwei Stück zu finden.
Dennoch als Anhaltspunkt, mich haben die beiden Tuben zusammen 3000 Euro gekostet.
Dazu kommen dann noch mal etwa 3000 Euro für die EMS und die Fokusierer an den Okularen.
Dann noch ca. 250 Euro für Material und sehr viele Stunden in der Werkstatt...

Ich denke, dass die 100er Lunt/APM Binos mit das beste Preis/Leistungsverhältnis dessen bieten, was man aktuell von der Stange kaufen kann.
Mir waren 100mm Öffnung aber zu wenig und ich wollte unbedingt 2" Okulare verwenden, deshalb gab es zum Selbstbau keine Alternative - ausser eben dem 150er, das ich gerade teste :-)

Grüsse Jochen
 
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Hi Markus,

nein, den Borg 125 ED gibt es schon lange nicht mehr.

Auch der von Pentax produzierte und qualitativ noch etwas bessere Nachfolger 125 SD wird meines Wissens inzwischen nicht mehr produziert.

Auch die 100er ED Borgs gibt es nicht mehr und die 150er ED gab es eh nur ganz kurze Zeit.

Heute bauen die meines Wissen noch die Fluorit Teleskope mit 90mm, 71mm, 67mm und 55mm Öffnung sowie EDs mit 89mm, 67mm, 60mm, 45mm und 36mm Öffnung

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,


also dass die geradesichtige Version des Fujinon die beste sein soll kann ich nicht nachvollziehen (gibt es als ED auch nur als 40x meine ich zu wissen).
Die beste Ausführung ist meiner Meinung nach die als 25x150, 45° EM (ED). Umwerfend!

Aber um das Fujinon soll es ja hier nicht gehen;-)

Grüße


 
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Hallo Mike,

ich habe halt immer wieder mal gelesen, dass die Prismen für 45° und 90° Umlenkung mehr Bildfehler einführen als die für Geradesicht, welche ja nur den Augenabstand ausgleichen müssen.
Das gilt nicht nur für das Fujinon, sondern für alle Gläser, die is in Geradesicht und gewinkelter Version gibt.
Angeblich hat sich Zeiss respektive Docter damals deshalb auch dafür entschieden, das Aspectem nur geradesichtig anzubieten.

Aber wie gesagt, weiss ich das alles nur vom Hörensagen, ich hatte noch nie Gelegenheit solche Gläser direkt zu vergleichen.

Über das Fujinon liest man ja auch immer wieder es würde an hellen Sternen noch Restfarbe zeigen, wobei ich nicht weiss ob das nur für den Achro oder auch für das ED gelten soll.

Wie sieht das denn bei Deinem ED aus, ist das visuell an hellen Sternen völlig farbfrei?
Bei dieser Öffnung und dem Öfnungsverhältnis dürfte das als zweilinsiger ED theoretisch kaum zu schaffen sein...

Schade, dass Du so weit im Norden wohnst...

Grüsse Jochen
 
Zitat von portaball:
ich habe halt immer wieder mal gelesen, dass die Prismen für 45° und 90° Umlenkung mehr Bildfehler einführen als die für Geradesicht, welche ja nur den Augenabstand ausgleichen müssen.
Hallo Jochen, etwas komplizierter ist das schon, denn die Prismen müssen ja auch noch das Bild aufrichten, und zwar seitenrichtig. Das läuft effektiv also auf eine Bildrotation um 180° hinaus. Das schaffen die wohlbekannten Porroprismen. - Gruß, Peter


 
Klar Peter, aber um dann noch einen Winkel von 45° oder 90° zu erreichen reicht Porro alleine nicht mehr.

Grüsse Jochen
 
Zitat von portaball:
... aber um dann noch einen Winkel von 45° oder 90° zu erreichen reicht Porro alleine nicht mehr.
Hallo Jochen,

man braucht zwar ein weiteres Prisma, aber keins mit Dachkante. Also z.B. ein Porro-I-Prisma plus ein Bauernfeind-Prisma. Übrigens mein kleines Pentax PF-65 EDAII Spektiv mit 45°-Einblick hat eine ähnliche Konstruktion, eben ohne Dachkantprisma.
 
Da das seitenrichtige und aufrechte Bild erhalten bleibt braucht man doch aber auf jeden Fall 2 weitere Reflexionen, oder sehe ich das Falsch?

Grüsse Jochen
 
Zitat von portaball:
Da das seitenrichtige und aufrechte Bild erhalten bleibt braucht man doch aber auf jeden Fall 2 weitere Reflexionen, oder sehe ich das Falsch?
Richtig, am zusätzlichen Prisma gibt es zwei weitere Reflexionen. Ich habe mal eine Möglichkeit skizziert. Links die Porro-I-Prismen und rechts das weitere Prisma, das hier allerdings auf der Unterseite verspiegelt sein müsste.
 

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Hallo Jochen,

ich selbst besitze das Fujinon nicht. Habe jedoch immer mal die Möglichkeit durchzuschauen. Meine letzte Begegnung mit dem 25x150 ED 45° ist jetzt aber auch schon eine Weile her.

Bezüglich des Farbfehlers an hellen Sternen, mir ist da nie was negatives aufgefallen. Die "normale" Version, geradesichtig, kenne ich auch, jedoch nicht gut genug um mir da ein Urteil zu erlauben. Auch hier würde, bzw. wäre mir etwas negatives sicherlich aufgefallen. Man muss natürlich sehr vorsichtig sein bei der Beurteilung solcher Tests. Zu groß ist bei diesen Instrumenten die Begeisterung an sich. Etliche Deepsky Objekte sehen aus wie auf guten Fotos! Nur eben klein (habe da noch nie eine höhere Vergrößerung vermisst).

Insgesamt liefert die ED -Version aber definitiv die bessere Abbildung.

Grüße
 
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