APM 40 x 110 ED Fernglas

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Michael1

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Hallo zusammen

APM hat ein neues 40x110 ED Fernglas heraus gebracht (ED Glas FCD1 von Hoya) .
Persönlich finde ich das Glas sehr interessant da ein Fern-Glas mit 40 facher Vergrößerung sich sehr schön für die Mondbeobachtung eignet.
Schon bei einem Fernglas ab 18x Vergrößerung wird die 3 dimensionale Sicht auf den Mond - als frei schwebende Kugel im Raum -
überdeutlich und damit sehr reizvoll für mich.

Natürlich zeigen größere Vergrößerungen (Teleskop) wiederrum deutlich mehr Einzelheiten von Kratern, aber der Effekt,
des frei schwebenden 3 dimensionalen Erdtrabanten im Raum, als plastischen Kugel vermittelt sich am besten m. E.
bei Vergrößerungen ab 18x bis max. 45x . Vor und nach diesem Vergrößerungsbereich nehme ich den 3 D Effekt nicht mehr so wahr.

Mit 40 x werden deutlich mehr Krater sichtbar im Vergleich zu 18 oder 25x und rücken auch Einzelheiten des Mondes ins Gesichtsfeld und ich denke man befindet sich
an einer idealen Vergrößerungstufe (Sweetspot), zwischen (fast) maximaler Erkennbarkeit (Anzahl Krater und Einzelheiten der Krater selbst) bei gleichzeitig
immer noch 3 D Plastizität der schwebenden Mondkugel im Raum.
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Die Fragen die ich mir selber stelle sind da im Zusammenhang, kann das 40x110 ED Glas in etwa genauso farbrein abbilden wie die
100 ED APO Ferngläser und bildet es auch so klar und scharf ab im Vergleich zu diesem - immer bei gleicher Vergrößerung
wohlgemerkt.

Warum kein 100 ED APO? für mich im Gesamtpaket dann zu teuer und Okularwechsel einschl einer Reihe von Okularen brauch ich auch nicht mehr.
Ein passendes Stativ und ein passenden Fluidkopf habe ich für das 40x110.
Der Preis mit 1500 Euro ist natürlich stramm, aber ED Glas kostet und das verwendete Hoyaglas gehört zumindest im Brillenbereich zu den
allerbesten Gläsern die man bekommen kann. Jetzt kann man Brillengläser nicht mit Fernglasgläsern vergleichen, bietet aber einen ersten Anhalt
für die womöglich verbaute Qualität.

Das 40x110 wird mit einer Pupillendistanz von 16,5 mm beworben. Mit dem Helios und dem TS habe ich als Brillenträger keine Probleme
gehabt, ist die Frage wird das beim 40x110 auch so sein?

Habe selber ja ein gutes Helios 25x100 Fernglas das farbreiner und schärfer abbildet als mein ehemaliges TS 25x100 .
Denke das 40x110 ED ist aber nochmals abbildungsstärker => klarer, schärfer und farbreiner (ED Optik Hoyagals) und bin am überlegen es mir zu holen
( aber erst mal auf den Mond warten im September).

Sicher zeigt das Glas auch an M42 mehr als ein 25x100 (mehr Öffnung und Vergrößerung).
gleichfalls an den Reflexionsnebeln der Plejaden und natürlich Albiero und der Eindruck an Jupiter und Saturn wird schöner sein, mehr mach ich ja nicht mehr.


Die Frage, hat schon Jemand von euch das Glas geordert und in Gebrauch und kann somit von seinen Erfahrungen berichten?

VG Michael
 
Hallo Michael,

ich hatte ja den kleinen Bruder, das APM 25x100 ED.

Es war optisch ein tolles Glas, Farben habe ich keine entdeckt und es zeigte erstaunlich viel, wohl auch weil es in den Prismen geradesichtiger Gläser weniger Reflexionen und somit Verluste gibt.
Ich hatte es auf einem Carbonstativ mit Kurbelsäule und Fluidhead, besser kann man so ein Ding nicht montieren.

Für mich war es von vornherein nur als Überbrückung gedacht, bis mein 150er AMP endlich ankam.
Obwohl das eine lange Zeit war, habe ich das 25x100 kaum benutzt.
Warum?

- Weil es für höhere Winkel halt doch unpraktisch (unbequem) ist, aber die beste Durchsicht ist nunmal in der Gegend vom Zenith.
Je tiefer desto mehr Suppe durch den längeren Weg durch die Atmosphäre.

- Weil es dann doch irgendwann öd ist die Vergrößerung nicht ändern zu können.
Bei Handferngläsern nehme ich das in Kauf, bzw. habe mehrere davon, aber bei einem "echten" Beobachtungsinstrument will ich dann auch mal ein interessantes Objekt vergrößern können.

Es stimmt, 40x sind an Mond, Saturn und Jupiter schon ganz nett, mir wäre es dennoch zu wenig, auch bezogen auf den Preis.

Grüße Jochen
 
Es stimmt, 40x ist eine schöne Mondvergrößerung zum Spazierensehen auf dem Erdtrabanten. Ich habe das APM 100ED, und mit den APM12,5mm ist das ein wunderbarer Überblick - entspannt und dennoch detailverliebt in der Abbildung. Besonders fiel mir das beim Vollmond auf: wie er so durchgleitet durch's große 1,5°-Feld mit all seinen Schattierungen in Grau war das 'wie annerer Planet', so hatte ich ihn noch nie gesehen. (Auch weil man ihn vorher nicht so beachtet hatte, und mit dem 100er Miyauchi konnte ich nur 20x (zu klein und zu hell).) Ich denke auch, dass das was für Mondliebhaber ist, welche schwelgen wollen. Und selten steht er ja so hoch, dass das mit Kurbel und Neiger unbequem wäre. Für die Planeten wär's mir zu wenig (unveränderbare) V, und für DeepSky ein wenig kleine AP - ich kann noch auf die 24mm PanO wechseln (23x), das genannte Glas hat knapp die halbe AP; das macht sich bei Objekten für große AP und/oder großen wahren Feldern schon bemerkbar, weiß man aber vorher. Ich kenne jetzt die Okularkonstruktion nicht, vllt. geht da bei Porroprismen noch mehr durch, sodass das ein wenig gemildert werden kann. Aber eigentlich sind ja alle Großferngläser mit fixen Vergrößerung mit diesem 'Mangel' behaftet, und man weiß ja über dadurch immanenten Vor- und Nachteile.

csm
 
Hi Manne,

ja so ist es, bei Vollmond kommt dieser Effekt der Kugel im Rahmen auf so richtig für mich zum tragen.
Normaler weise ist es für einen Mondbeobachter ja nur interessant, wenn der Mond in Phase steht wegen der hell dunkel Grenze
inkl Schattenwürfe. Aber was den 3 D Effekt anbelangt, den kann man nur so richtig bei Vollmond auskosten.

VG. Michael
 
Hatte ich mal flüchtig überflogen, werde den Thread jetzt aber mal in Ruhe durchlesen,

danke Jochen.

Michael
 
Hab mir den Thread zum 40x110 Fern-Glas auf CN einmal in Ruhe angesehen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es einmal um das neue ED 34x80 und das neue ED 40x110.

Zum 34x80 ED gibt es bisher 1 User der dieses Glas da drüben hat und begeistert ist von dem Glas.
Einzelheiten wurden nicht genannt und über intra / extra Focaltest habe ich auch nichts gelesen.
Auch nicht => das Glas bildet so scharf und klar ab wie das vergleichbare 80er ED APO (oder nur mit kleinen Abstrichen) von APM oder dergleichen.
Aber die Optik wird von dem User als hervorragend gelobt, was ja eigentlich genug Aussagekraft hat. Hervorragend ist hervorragend.

Das 40x110 hat wohl noch niemand und daher werden Mutmassungen angestellt anhand der bisher technisch bekannten Daten über das FG und
ähnlicher Vormodelle (Konstruktion) was den mechanischen Bereich der Verbindungselemente des FG betrifft.
Erwähnt werden unterschiedliche Ausführungen Mark I und Mark II Versionen. Mir unbekannt.

Zur Brillenträgertauglichkeit steht auch noch nichts definitiv konkretes zum 40x110.
Relevant ist hier ja für Brillenträger der Abstand der äußeren Augenmuschel zur Pupille.

Erwähnt wird noch eine eventuelle nicht stabile Kollimation des 40x110, die man aber selbst erledigen können soll. Kenne das von diversen 25x100 FG die ich hatte,
wo es auch so war (nach Transport Verstellung der Prismen), die aber auch nur ca 400 Euro gekostet haben.
Die Kolli musste ich dann mit einem Madenschraubenzieher selbst vornehmen, wobei man natürlich nicht weiß,
welcher Tubus linker oder rechter ist eigentlich verstellt und welchen Tubus linker oder rechter muss dem anderen angeglichen werden. Wenn man das nicht weiß ist es vielleicht möglich das Gesamtsystem ausser axial auszurichten, mit insgesamt dann schlechterer optischer Gesamtleistung?
Ich weiß es nicht, aber denkbar wäre es.

Alles in allem, man hat den Eindruck die Amerikaner gehen bei der Analyse des neuen Glases mit kriminalistischen Spürsinn vor und versuchen ohne das
Glas selbst in den Händen zu halten, im Vorfeld heraus zu finden, wie stabil es ist und welche Gesamtqualität es haben wird - für mich legitim.
Es sind nicht uninteressante Infos der Kollegen aus Übersee, aber derzeit wohl noch Kaffeesatzleserei.

Der Thread hat aber schon zahlreiche Autoren und so ist das Interesse an dem Glas in Übersee, wie ich finde, groß.

Werde den Thread auf CN immer mal wieder weiter verfolgen, da dort eher News aus der größeren Userschaft bekannt werden.

Michael
 
Hallo Michael,

vielen Dank für die Zusammenfassung des threads!

An der optischen Qualität würde ich nicht zweifeln wollen, da sprechen die anderen APM ED Gläser eine eindeutige Sprache und das 25x100 ED kenne ich ja aus eigener Erfahrung.

Als ich mein 100mm Glas damals kaufte fragte ich natürlich bei Markus nach, ob denn in absehbarer Zeit auch ein 110mm ED denkbar sei.
Markus verneinte das damals, weil die verfügbaren Okulare, welche zu den 110mm Objektiven passen, nicht seine Ansprüchen erfüllen und deshalb der Bau von 110mm ED Objektiven dafür keinen Sinn machen würde.
Anscheinend hat sich das nun geändert und es gibt die entsprechenden Okulare, die auch die höhere Vergrößerung ermöglichen.

Ich selbst fand die 4,2 Kilo und 370mm Länge des 100er Glases vom Handling schon grenzwertig.
520mm Länge und 5.6 Kilo mag ich mir da gar nicht vorstellen, mit einem kleinen Stativ und kleinen Fluidhead ist es da nicht mehr getan, und eine Kurbelsäule ist bei geradesichtigen Gläsern eh obligatorisch.

Es wäre jedenfalls nicht die Ausrüstung, die ich gerne als schnelles grab & go nutzen möchte, lieber noch was drauflegen und das 100er mit Winkeleinblick und Wechselokularen kaufen - man muss es ja nicht mit verschiedenen Okularen einsetzen, wenn man nicht mag :)
Aber da wäre der zum Beobachten zu überwindende Schweinehund deutlich kleiner, und der ist bei mir immer ein Thema :)

Auch kann man dann meist bequem sitzend beobachten, das Glas auch mal auf ein Objekt ausgerichtet stehen lassen um die Beobachtung zu pausieren um dann an gleicher Stelle weiterzumachen.
Das geht bei einem Geradesichtigen Glas so nicht.
Wenn, dann macht so ein Glas für mich nur in Verbindung mit der Leonardo 10Micron Sinn, aber die kostet auch wieder ne Stange Geld und ist ein unschieriges Geraffels (ich mag einfach keine Parallelogramm Montierungen :-)

Aber das sind meine ganz persönlichen Erfahrungen und Vorlieben...

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

ich weiß Du meinst es gut aber die Toleranzgrenzen und auch Qualitätmassstäbe bezgl einer Optik sind ja bei Jedem individuell.

Ganz sicher ist ein ED APO Glas 100 mit f5,5 und Wechselokularen z B APM 24 mm UFF oder 12 mm Baader Morpheus etwas besser im Ergebnis
als das 40x110 ED f4,9 Fernglas mit Festbrennweitenokularen auch wenn diese neu konstruiert sind, das liegt ja in der Natur der Sache.

Auch wenn man sich das 100ED APO Fernglas mit 7,5 KG Gewicht ohne Okulare anschaut, wie die Tuben sozusagen fest miteinander verbunden sind (als Ganzes),
dass man da etwas besseres bekommt als ein 40x110 ED f4,9 mit Scharnierbefestigung und Zentralstange - im direkten Vergleich liegt auf der Hand.

Für mich aber kommt nur das neue 40x110 ED oder eventuell und nur ggf. das 34x80 ED (aber nur eventuell - eigentlich zu kleine Öffnung) in Frage.
Um es vorne heraus zu sagen, der Grund ist lediglich, die 40 bzw 34 fache Vergrößerung in Verbindung mit einem ED Glas in Form eines Festbrennweitenfernglases
in der Preis und Gewichtsklasse, für mich persönlich genial. Hab mir so etwas schon eine Weile gewünscht, schon bevor es das jetzt gab,
nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte mit Astro im großen und ganzen auf zu hören. Ich hab ja nur noch 3 preiswerte Ferngläser , das ist es, mehr soll es auch nicht mehr werden.
(Derzeit 10x, 18x und 25 Fach) Persönlich finde ich in den Abstufungen der unteren Vergrößerungsbereiche jeweils mindestens eine Verdopplung der Vergrößerung für mich persönlich sinnvoll.
Da passt das 40x110 ED bei mir wie die Faust aufs Auge. Wenn das bei mir Einzug hält verkaufe ich das 25x100.

Sollte das 40x110 ED Glas in der optischen Qualität etwas unter dem vorerwähnten ED APO 100 f5,5 Fernglas liegen,
also nicht signifikant schlechter aber eben etwas schlechtere Abbildung haben als dieses, ( aber immer noch scharf und klar abbilden), eine hinreichende Stabilität des Fernglases von der Konstruktion gegeben ist (nichts wackelt) und für mich als Brillenträger nutzbar ist, ist es mein Glas.

Wenn das 40x110 ED diese genannten Qualitäten nicht erreicht, würde mein Fokus auf das 34x80 ED gerichtet werden. Ist auch da diese Gesamtqualität nicht erreicht mechanisch/optisch/ brillenträgertauglich, bleib ich bei meinem 25x100 Helios.

Wohlgemerkt, befinde mich noch im Findungsprozess, ob ich von meinem Helios 25x100 auf das APM wechsle, aber ein Wechsel auf ein APM ED APO 100
mit Wechselokularen und 7,5 KG zzgl Okulare also dann über 8 KG, kommt für mich nicht in Frage.


VG. Michael

N.S. Mein 25x100 wiegt auch schon 4,6 KG also nur 1 KG leichter als das 40x110 und ist nur 7 cm kürzer .
 
Hallo Michael,

zu dem Thema Gesamtgewicht folgendes:
Mein APM 100ED 45°, inkl. Sucherschuh und Einarm-Montierung, wiegt 6,9 kg,
die beiden 14 mm ES-Okulare (39-fache Vergrößerung) 580 g.
Zusammen also 7,5 kg.
Das 40x110, ohne Montierung, wiegt 5,6 kg.
Die Stabilität des Stativs für beide Geräte wird identisch sein, zumal sich das 40x110 für die Beobachtung in einer höheren Position befinden muss.

Wenn die Kosten nicht einen entscheidenden Faktor spielen sollten, möchtest Du für den Gewichtsunterschied wirklich den Nachteil des Beobachtungskomforts und den einer festen Vergrößerung in Kauf nehmen?

Meine bevorzugte Vergrößerung für Sonne und Mond hinsichtlich räumlichem und ästhetischem Empfinden, erreiche ich z. B. mit einem 8,8 Meade UWA (Serie 4000) bei 62-fach.

Trotzdem kann ich Deine Entscheidung für ein Gesamtsystem nachvollziehen.

Ich persönlich kenne dieses Auf-und-Ab und nenne es "meine Sägeblatt-Mentalität":
Sich langsam in den Dimensionen steigernd, um dann, nach reiflichen Überlegungen, in einen minimalistischen Zustand zu gelangen; der dann, getrieben durch erneute Wunschvorstellungen, wieder in eine Aufrüstung übergeht.
Und irgend wie bilde ich mir ein, dass dieser Verlauf mit den Jahren "flacher" wird.

Wo befindest du dich gerade?
Frank
 
Hi Frank,

ja bei mir sind es monetäre Gründe und weil ich mit dem Astrohobby aufgehört habe.
Habe das Astrohobby über 50 Jahre betrieben , dabei ähnlich wie Du immer größere und teuere Instrumente angeschafft (richtig?), bis
ich nun in den letzten vielleicht ungefähr 10-15 Jahren mich immer kleiner gesetzt habe.
Mal kleinere und dann mal wieder größere Optiken und das hin und her hatte ich nicht, wohl aber mal Pausen mit dem Hobby gemacht, das ja.
Für mich persönlich sehe und erkenne ich einfach zu wenig wenn ich Galaxien oder Nebel beobachte oder eben auch Sterne.
Ich habe mich ehrlich gegenüber mich selbst gemacht, es reizt mich nicht mehr so .

Habe ja noch 2 Ferngläser für Flora und Fauna die ich auch für den Mond und mal M42 und M31 oder so einsetze und dann das
25x100 für Mond und Jupiter/Saturn, das ist alles.
Habe nun andere Hobbys dazu gewonnen.

Das 40x110 ED ist mir eigentlich schon zu teuer wäre aber mein maximales finanzielles Engagement sozusagen
betrachte ich als Reminiscence.

Als kleiner Junge habe ich mit der Mondbeobachtung mit einem 4,5 Zoll Newton begonnen, mit einem Fernglas soll es enden.

VG Michael
 
Hallo Leute


wenn das Wetter mitspielt , bringe ich ein 34 x 80 und 40 x 110 mit nach Herzberg.

Ich werde auch Muster folgender anderer 110 mm zum Testen auflegen, alle haben die gleiche Objektivbrennweite, jedoch andere Okulare :
20 x 110 Weiwinkel
28 x 110 Weitwinkel
34 x 110 Weitwinkel
jeweils 65 Grad Okulare

beim 80 mm wurde ich gebeten ein 40 x 80 auf zu legen, auch das werde ich tun.

das 40 x 110 am Tag bei harten Hell-Dunkel Kontrasten zeigt noch leichte Restfarbfehler, wie auch das 100 mm 45 Grad ED , jedoch bedeutend weniger als das schwächere 28 x 110 Achro Glas , somit auf jedenfalls eine deutlich bessere Farbkorrektur und sichtbar besserer Kontrast.

Die Okularfassung wird gerade überarbeitet, sodaß wir ca. 4 mm Augenabstand gewinnen, durch die Reduzierung der Augenhülsenhöhe. Hier denken viele Hersteller nicht mit, weil Sie eben keine User sind. Ich finde es jedoch klasse, das wir Sie zu solchen kostspieligen Änderungen überreden können.
 
@ Herr Ludes
Zitat:
Die Okularfassung wird gerade überarbeitet, sodaß wir ca. 4 mm Augenabstand gewinnen, durch die Reduzierung der Augenhülsenhöhe. Hier denken viele Hersteller nicht mit, weil Sie eben keine User sind. Ich finde es jedoch klasse, das wir Sie zu solchen kostspieligen Änderungen überreden können.



Das hört sich doch sehr gut an dann wird das mit der Brille bei mir wohl auch passen nehm ich an und im übrigen,
bin beeindruckt von der Vielfalt der angebotenen Versionen.

================

Die kleinen Austrittspuppillen < 3 mm machen speziell für mich Sinn.

Meine Puppillen öffnen nicht mehr auf 5 mm und mehr, is so. War früher mal ganz anders bei mir. Und speziell an hellen Objekten wie dem Mond
kann ich somit nur die volle Fernglasöffnung nutzen, wenn die nicht größer als 3 mm liegt, denke ich.

Michael
 
Zu Beitrag # 8

Ja Jochen die Montierung bzw der Fluid Head ist auch wichtig soll ja nicht zittern beim beobachten, verstehe Deinen Einwand ist auch richtig.
Wäre ja auch ein Ding, mein 10x42 Canon frei Hand gehalten zittert nicht und wenn ich dann mit dem 40x110 auf Stativ befestigt beobachte, zittert es wie ein
Lämmerschwanz. Lach :D
Zur Bequemlichkeit,
in höheren Deklinationen schaue ich praktisch nur Polaris und da den Doppelstern (u.a. mein Testobjekt für kleinere Öffnungen) und ab und zu Albiero Doppel weil die so schön sind.
Ansonsten Mond in der absoluten Hauptsache und ab und zu Jupiter, Saturn sehr häufig in niedrigen Deklinationen.
Ich überwinde am leichtesten meinen inneren Schweinehund, wenn das gesamte Setup aus Fern-Glas, Okulare, Montierung und Dreibein so leicht wie möglich ist, in meinem Fall derzeit ca 10,5 KG Gesamtgewicht. Mit einem 40x110 ED und Manfrotto N08 dann 12 KG. Kann ich dann zusammen gebaut in einem Hieb raus stellen ohne besondere Anstrengung.
Denke die Überwindung des inneren Schweinehundes kann bei jedem etwas anderes bedeuten.
Es gibt nicht den einen Königsweg der für jeden gültig ist. Wenn das gesamte Geraffel für mich zu schwer ist, wird es nicht von mir hinreichend genutzt und verkommt zur Vitrinenware.

Du schaust ja mehr in die Hauptsternregionen unserer Milchstrasse, die sich bei uns im Zenit befinden. Das ist nicht mein Haupteinsatzgebiet, mach ich wenn auch nur mit meinen Handfernglas und da mit 6,5 Grad Feld, wegen der Übersicht ganz ganz selten.

Habe mich mal vorsorglich nach einem neuen gebrauchten Manfrotto Fluid Head umgesehen (sozusagen aufgrund Deiner Anregung),
für den Fall das mein Manfrotto 502 Fluid Head das 40x110 FG nicht sicher halten kann.

Mit dem 502 kann ich mein 25x100 gut führen und halten. Nur bei niedrigen Deklinationen muss ich die Klemmung zu Hilfe nehmen. Bei höheren Deklinationen ist das nicht notwendig.
Das Glas steht dabei ABSOLUT RUHIG da, auch wenn man mit der Nase oder Brille dran stubst, kein zittern vorhanden ist. Mehr brauch es für mich nicht.
Zittern kann ich provozieren muss dann aber mit dem Finger gegen das Glas klopfen, das Zittern dauert nicht ganz eine Sekunde bis das FG ausgeschwungen ist.
Wenn man kein Perfektionist ist, muss es nicht immer das ganz große Besteck sein (Leonardo 10Micron).
Für Perfektion muss auch die entsprechende Geldbörse vorhanden sein und die habe ich leider nicht.
Ferner habe ich das Manfrotto 475 b mit Kurbelsäule auf dem alles ruht ohne zu zittern, für mich muss das reichen.
Klar das Fernglas soll schon die annähernd beste Optik haben fürs Geld, möchte im Rahmen des möglichen für die jeweilige Optik auch das Optimum sehen können.

Sicher mit 1 KG mehr an FG Gewicht und größerer Baulänge ist es dann vielleicht doch zu viel für den Manfrotto 502, davon gehe ich nach neuerlichen Überlegung aus und daher würde ich im Falle des 40x110 auf den Manfrotto N8 bzw 608 Fluidkopf umsteigen, der bis 8 KG ausgelegt ist .

Andere und kostengünstigere Alternative wäre das 34x80 ED FG, Gewicht und die Baulänge gleich meinem 25x100 könnte ich mit meinem Manfrotto 502 Kopf betreiben.

Außerdem hat zumindest zu diesem Glas ein User in den USA gepoostet, der es schon hat, es wäre hervorragend, allerdings ohne nähere Beschreibung, oder einen Vergleich zu einem anderen Fernglas zu ziehen und die Unterschiede zu benennen.
Das 34x80 ED hat im übrigen eine längere Brennweite f5,625 als das 40x110 ED f4,9, was für die Mondbeobachtung theoretisch Vorteile bringt .
Aber habe ja schon ein 100er Achromat FG und möchte mich kontrastmäßig verbessern aber nicht verschlechtern oder auf gleichen Niveau bleiben.

Kann mir auch vorstellen, ohne einen Erfahrungsbericht eines anderen Users hier, mir ein 40x110 ED oder 34x80 ED zu kaufen, sonst dauert es vielleicht ewig,
muss mir aber erst noch darüber klar werden vom 25x100 Achro auf einen ED 40x110 auch tatsächlich zu wechseln.
Wenn einer hier diesen Schritt schon gemacht hätte und entsprechend berichten könnte über seine Erfahrungen, wäre der Wechsel viel leichter für mich.

Eine 110er Öffnung gegenüber 80er Öffnung ist natürlich auch ein schwerwiegendes Argument für den 110er und zieht mich ehrlich gesagt sehr an.
(Logisch größere Massen üben auch größere Anziehungskräfte aus, iss Physik) :ROFLMAO:

@ Eisenmeteorit // Frank
Und das 100 ED APO Fernglas mit 45 Grad liegt lt Herrn Ludes gem # 12 was den Restfarbfehler anbelangt, auf dem Niveau des neuen 40x110 ED, wenn ich das richtig verstanden habe.
Denke der Kontrast wird dann auch ähnlich sein zwischen den beiden Gläsern, bleibt noch die Variabilität der Wechselokulare beim ED APO 100 und der komfortable Einblick aber auch der höhere Preis inkl Okulare.
Und das 40x110 inkl Okulare rangiert mit 1.500 Euro bei mir am absolut obersten Preislimit,
das bin ich noch gewillt auszugeben, mehr aber keinesfalls.


VG. Michael

N.S. Wenn Herr Ludes hier etwas sagen könnte (was er eigentlich nicht macht) zur Eignung für meine Einsatzgebiete inkl ab und zu Doppelsterne zum 34x80 ED im Vergleich zum 40x110 ED hinsichtlich Schärfe, Kontrastunterschiede und Auflösung zu beiden Gläsern, wäre natürlich schön und aus erster Hand.
DAS 100 ED APO FERNGLAS MIT 45 GRAD liegt ja ungefähr auf gleichen Level wie das 40x110 ED wenn ich es richtig verstanden habe.
(Und das 34x80 kann ja wohl kaum über dem ED APO 100 rangieren, weshalb er wohl zum 40x110 raten wird, denke ich in meinem Fall.)
Ich weiß natürlich nicht, ob Sie auch den Mond mit diesen Gläsern beobachten, die meisten User schauen ja gar keinen Mond und sind froh wenn der unter gegangen ist. Nach Herzberg schaffe ich es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das 40 x 110 bisher nur einen guten Abend auf der Leonardo Montierung benutzt, einmal um meine am Tage durchgeführte Justage zu kontrollieren und danach um ein paar messierobjekte zu schauen.
Jetzt müssten sich 2,3 Leute zusammen finden um das 110 ED gegen ein 100 mm ED 45 grad zu testen. Welches Ergebnis soll das bitte bringen ?

Ich habe mal ein Fujinon 25 x 150 ED 45 Grad gegen meinen Kowa highländer mit Wechselokukaren antreten lassen, liegt ca 15 Jahre zurück.
Bei 25 Fach war das Fuji der Sieger auf der Achse. Als ich im Kowa 32- Fach nahm , kamen mir die Details ähnlich gut vor wie im 25 x Fuji. Bei 50 Fach zeigte das 82 mm Kowa an gewissen Objekten sogar mehr.
Was ich sagen möchte, Objekte die sich optimal mit 40 Fach bei dieser AP zeigen, werden im 40 x 110 besser sein als im 100 ED, wegen der 2 x 10 mm mehr Öffnung.
Man kann solche Gläser, Geradesichtig mit fester Vergrößerung nicht mit solchen mit Wechselokukaren bei denen ich auch noch Filter einschrauben kann , vergleichen. Das ist wie Fahrrad und Auto im Stau. Beides hat Vor und Nachteile.
Was macht ein 40 x 80 Docter Aspectem ED besser als ein APM 82 mm SD mit 40 Fach und gleiches Sehfeld anders ???
 
Hallo Herr Ludes,

ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen. Ich weiß aus Erfahrung Sie Antworten ehrlich und man kann sich auf Ihre Infos verlassen.

Vielen Dank

Michael
 
@ Frank, danke.

Zur Info: Mach ne Pause, sh in meinem Nachbarthread und da zu # 38
 
Zuletzt bearbeitet:
Schade, Michael, wir hatten ja immer einen regen Austausch, auch per PM...

Klar muss man sich Budgetgrenzen setzen, aber durch den ehemaligen Besitz eines ausgesucht guten 120mm SD hast Du die Messlatte verdammt hoch gelegt.
Ich fürchte jedes kleinere oder schlechtere Glas wird ein fauler Kompromiss sein, den Du immer mit den 120 SD Bildern vergleichen wirst und dabei enttäuscht werden wirst insbesondere auch in Bezug auf das Handling...

Sich ganz auf Handferngläser zu reduzieren mag funktionieren, denn das ist eine ganz andere Welt, die auch sehr viel Spass macht.

Bei mir ist es ja ganz ähnlich, ich musste realisieren, dass das 150er APM kein mobiles Instrument ist, auch wenn es natürlich theoretisch geht und ich mir das lange eingeredet habe.
Deshalb nutze ich es nur noch stationär und unterwegs gibt es nur noch handgehalten.

Irgendwie natürlich auch schade, am Wochenende war ich an einem recht dunklen Fleck und sah M31 im 15x15 IS verdammt deutlich.
Da grübelt man dann schon "hätte ich jetzt das 150er dabei" ...
Aber ohne Kompromisse und selbstgesetzte Grenzen ufert es einfach aus.

Grüße Jochen
 
Aber wenn dann die 17mm Ethos im 150er stecken sind die views einfach nur magic :love:
Lieber habe ich es seltener im Einsatz und dafür dann diese unvergleichbaren Erlebnisse an den Okularen.

Ich glaube ich könnte diese Okulare sogar in den Auszügen festkleben und wäre damit glücklich, denn genau diese Kombination ergibt den maximalen WOW Effekt den ich kenne.

Da diese Okus leider nicht ins 120er passen ist das 120er für mich halt keine Alternative sondern klar im Nachteil.
Gäbe es das 120er mit 2" Okularen sähe es anders aus.
Die 2" 32mm Kasai kann man ja an das 120er adaptieren, die 17er Ethos leider nicht.

Beim Prototypen des 150er APM kamen die 17er Ethos ja nicht in den Fokus.
Für mich wäre das Grund genug gewesen das Glas nicht zu kaufen, denn ich kannte diese Okulare ja schon in meinem 125mm Borg Bino und hätte nie auf diese Okulare verzichtet.
Zum Glück hatte Markus ein Einsehen und liess das Glas noch entsprechend ändern.

Grüße Jochen
 
Hi Jochen

Ich persönlich finde die Docter 12.5 mm / APM 12.5 mm 84 insgesamt noch optimaler.
Für schwächere Vergrößerungen nutze ich die Nagler 20 mm Typ 5
 
Hi Markus,

ja, der Besitzer meines Borg 125 schwört auch auf die 20mm Nager und er hat auch ein Pärchen 12,5mm Docter.
Obwohl er ganz in der Nähe wohnt haben wir es in den letzten beiden Jahren leider nicht geschafft das Borg mit dem 150er APM zu vergleichen und ich würde auch liebend gerne mal durch die Docter schauen.

Wobei die 12,5mm halt eben eher den 13mm Ethos entsprechen.
Klar die sind auch nett, aber halt verglichen mit den 17mm nur second best.



Generell gilt, dass man die Ethos binokular nur ausreizen, sprich die vollen 100° nur nutzen kann, wenn man sie an der Okularlinse abdreht und das hat soweit ich weiss ausser mir noch niemand gemacht.
Ohne diesen mod sieht man nicht die vollen 100° und kann halt auch meine Begeisterung nicht nachvollziehen :)

Es sind gerade die binokularen 100° die für mich den Unterschied ausmachen.
Die Magie des virtuellen schwebens im Raum ist es was mich immer wieder komplett gefangennimmt
84° sind da für mich halt doch nur Tunnelblick

Hier meine für die vollen 100° abgedrehten 13er und 17er:

gallery_205496_12429_147593.jpg


Und hier das volle Programm :)
Vorne Links übrigens Deine XWA 5 und 3,5mm, so bearbeitet gehen dann sogar binokulare 110 zugegegen knapp, aber es geht :-)

IMG_5112.jpeg


Grüße Jochen
 
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