Apo , MAK oder ganz was anderes?

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eraser

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Hallo,
ich habe mich nun seit längerer Zeit eingelesen und mir bleiben aber noch eine Frage.
Ich will mich gern mit der Fotografie von (gelegentlich Planeten, aber) hauptsächlich DS Objekten beschäftigen und erstmal ganz langsam anfangen.
Die passende Montierung und Zubehör ist vorhanden, nur beim Tubus hapert es noch etwas.
Und zwar will ich auch viel, bzw hauptsächlich von zuhause fotografieren (hier ist es schon recht dunkel).

Jetzt meine Frage:
Ich habe die Möglichkeit an ein MAK mit 127 mm Durchmesser und einem APO mit 70mm günstig ran zu kommen.

Welches wäre für mich besser geeignet?
- Der Mak hat zwar mehr Öffnung ist aber nicht der DS Spezialist,
- der APO ist farbrein aber die Öffung ist sehr klein.
- Oder doch lieber was ganz anderes???
Wie gesagt ich will nicht direkt die super Fotos schießen mir reichen schon leichte Anfänge. Und mit der Zeit kann man sich dann ja verbessern. ;)

Gruß Thomas
 
Hallo Thomas,

die Öffnung alleine hat noch gar nichts zu sagen.
Für den Einstieg in die Astrofotografie mit Schwerpunkt DS würde ich einen kleinen APO oder ED-APO empfehlen mit einem günstigen Öffnungsverhältnis.
Der sogenannte Volksapo (ED 80/600) wird hier von etlichen Usern genutzt. Aber es gibt auch sonst noch eine Menge Anbieter in diesem Bereich. Das Öffnungsverhältnis sollte um bezahlbar zu bleiben irgendwo zwischen F/5,5 und F/7 liegen.
Der Mak ist für DS eher ungeeignet. Mit steigender Brennweite steigen auch die Anforderungen an die Montierung und Nachführgenauigkeit.
Zudem sind viele DS-Objekte so ausgedehnt, daß du sie je nach Kamera nicht mehr auf den Chip bekommst.
Allerdings bräuchtest du für den APO vermutlich noch einen Flattener.
Welche Montierung hast du denn und was für eine Kamera möchtest du nutzen?
Welche Teleskope sind denn schon vorhanden?

CS
Jürgen
 
Hallo Jürgen,
ich würde gerne von meiner HEQ5 SynTrek fotografieren. Als Kamera würde ich gerne ersteinmal meine Nikon D5100 benutzten.
Ich habe einen älteren 200/1200 Dobson und einen 102/1000 mm FH-Refraktor

Gruß Thomas
 
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Hallo Thomas,
unter diesen Voraussetzungen würde ich dir einen kleinen Apo empfehlen.
Die HEQ-5 ist schon mal ne Basis.
Kauf dir den APO mit Flattener oder einen kleinen Newton (150/750) mit Komakorrektor. Dann noch den Adapter für die Nikon. Als nächstes kannst du unter die Kurzzeitbelichter gehen (ungeguided) oder du nimmst den FH als Guiderscope.
Wenn du dieses System dann ordentlich zum laufen gebracht hast steht dem Geldgrab nichts mehr im Wege.
Es kommt dann zwangsläufig der Wunsch nach mehr Brennweite => größerer Montierung =>besserer Kamera usw. auf.
Ich wünsche dir viel Vergnügen, unendliche Geduld und eine leidensfähige Partnerin bei deinem neuen Hobby.

Grüße
Jürgen
 
Hallo Thomas, hier eine andere Idee,
um ganz langsam mit der Astrofotografie anzufangen, könntest du auch deine Nikon auf deinen Refraktor setzen und mit Sternfeldaufnahmen anfangen. Dann das AI Nikkor 4/200mm (gebraucht ca.100.- ) oder besser das Nikkor AI Ed 2.8/180 (ca.300.-) besorgen. Google mal nach Bildern die damit gemacht wurden.
Grüße
Kai
 
Wie weit kommt man eigentlich mit einem 70mm Apo?

Hallo Kai, mit einem 200mm Objektiv habe ich auch schon fotografiert. Mein Problem mit dem Refraktor ist aber dass der Farbfehler doch sehr groß ist und dann werden doch selbst Sternfeldaufnahmen schon nicht mehr so toll oder?

Gruß Thomas
 
Hallo Thomas,

Wie weit kommt man eigentlich mit einem 70mm Apo?

verstehe ich nicht ganz.
Wie bereits gesagt. Die Oeffnung ist nicht alleine aussschlaggebend sonder aus meiner Sicht eher die Brennweite und das Oeffnungsverhaeltnis.
Versuche mal die Andromedagalaxie mit 1000 mm Brennweite abzulichten. Da reicht das Bildfeld einer SLR nicht mehr aus (ausser vielleicht bei Vollformatchips).
Ich nutze derzeit am liebsten einen 88/498 ED APO weil ich ein bisschen Umgebung ganz nett finde. Manche DS-Objekte verlangen gar Brennweiten von nur 200-300 mm, sonst sprengen sie das Bildfeld.
Ich denke ein 70 mm APO wird dir auf Jahre ein geeignetes Betaetigungsfeld bieten.
Wenn irgendwann entfernte Galaxien formatfuellend abgelichtet werden sollen braucht es mehr Brennweite - aber dann auch garantiert eine bessere Montierung.
CS
Juergen
 
Hallo Thomas,

Du sollst, denke ich mal, nicht durch den Refraktor fotografieren, sondern die Kamera huckepack auf ihn draufsetzen.

Allerdings könntest Du durchaus einmal eine Aufnahme mit dem Linsenfernrohr als Optik ausprobieren. Der Farbfehler dürfte ein eher kleines Problem sein, denn bei dem eher lichtschwachen Öffnungsverhältnis werden die Belichtungszeiten im Bereich mehrerer Minuten liegen und ohne Nachführkontrolle zu Strichen statt Punkten führen.

Sollte sich wirklich ein Farbfehler bemerkbar machen, kannst Du mit Filtern arbeiten.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Jürgen,
das mit der Brennweite habe ich verstanden, mir geht es eben jetzt darum wie lange ich mit dem 70er Apo belichten müsste um ein brauchbares Ergebniss bei größeren Galaxien oder Nebeln zu erreichen wie fquadrat es beschrieben hat. :/
Ob das noch so geht oder ob ich dann schon anfangen müsste zu guiden.
 
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Hallo Thomas,

auch bei dieser Frage sind mir zu viele Unbekannte im Spiel.
Die Belichtungszeit haengt unter anderem davon ab, unter welchem Himmel du fotografierst.
Im blauen Forum gibt es welche, die machen mehr als 200 Aufnahmen mit "nur" 30 sec und bekommen dank guter Bildbeaarbeitung bessere Bilder hin als ich :augenrubbel:.
Ich habe keine Ahnung welche Ansprueche du an dich stellst bzgl. einem brauchbaren Ergebnis.
Ich denke mit der HEQ-5 und einem kleinen APO kannst du bei guter Einnordung schon mal mit 60 sec Einzelbelichtung ungeguided arbeiten.
Wenn der Antrieb gelegentlich Ausreiser hat gibt das eben einen gewissen Ausschuss beim Rohmaterial.
Dafuer stoeren dich Flugzeugspuren weniger. Ich hatte mal eine Session mit 20x5 min Aufnahmen und in 12 davon hatte ich Flugzeugspuren :mauer:
CS
Juergen
 
Also für micht ist für den Anfang ein Erfolg wenn ich nur die Galaxie halbwegs sehen kann um es mal so auszudrücken :D
 
Hallo Thomas,
bei flächenhaften Objekten ist nicht der Objektivdurchmesser,sondern das Öffnungsverhältnis relevant.
Ein Newton 200/1000mm f/5 wird z.B. M31 genauso hell abbilden wie ein APO 70mm f/5.
Natürlich gilt das bei gleicher Belichtungszeit.
Der Newton wird dank der größeren Öffnung und Brennweite mehr Details und schwächere Sterne abbilden.
Das sind die normalen Regeln wie in der "normalen" Fotografie.
VG Cl.-D.
 
Hallo ich bin es wieder,
ich hätte noch 1 bis 2 Fragen.
Ich habe mir jetzt den 80er von Skywatcher zugelegt.

1. Jetzt brauche ich eben noch einen Flattener, welcher ist da zu empfehlen? Ich höre oft TeleVue ist da gut.Iich habe da einen gesehen wo auch ein Reducer gleich mit drin ist.

2. Wenn ich das dann habe kann ich daran noch ne Barlow anschließen um die Brennweite wieder zu verlängern?
Ich weiß es kling doof, erst verkürzen um dann wieder zu verlängern.
Es geht mehr darum dass ich vllt auch mal zwischendurch ein wenig auf Planetenjagt gehen will, oder kann man da dann den Flat einfach weglassen?

Gruß Thomas
 
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zu 2.) Planeten sind ziemlich kleine Scheibchen im Teleskop. Du wirst mit deinem 80ED maximal auf 160fach gehen und selbst bei 200fach ist das Scheibchen noch relativ klein. Du brauchst dafür keine Flattener, nur eine einigermaßen eingeordnete parallaktische Montierung, die das Objekt mittig im Bild hält. Abhängig von der verwendeten Webcam sind zwischen f/20 und f/30 anzustreben. D.h. wenn du einen 80/600 ED hast (f/7.5) dann kaufst du eine 3fach Barlow und kommst so auf f/22.5 (7.5 x 3=22.5)
Näheres erfährst hier:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...311/Welche_Barlow_fur_Planetenfoto#Post939311

Einen Flattener kann ich jetzt leider nicht empfehlen für den 80ED, allerdings ist dieser 0.85 Flattener speziell für den 80ED gerechnet:
http://www.teleskop-shop-ost.de/de/.../Korrektor-fuer-Evostar-80ED-DS-PRO-2888.html
 
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Planeten sind dann aber auch wirklich schlecht zu sehen. Vllt solltest du es mit Okularprojektion probieren. Aber dann kommst du wiederum über die Maximale Vergrößerung
 
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