APO (Wiederverkaufs-) Preise im freien Fall?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

gibeon

Aktives Mitglied
Hallo an alle!

Durch zwei Beispiele der letzten Tage möchte ich hier folgende Frage in der Raum stellen:

Befinden sich die (Wiederverkaufs-)preise für APO Refraktoren in freien Fall?

Beispiel 1

aber es kommt noch schlimmer: <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" />

Beispiel 2

Unabhängig davon wünsche ich allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

Viele Grüße,

Peter
 
Hi Peter,

nachdem sich die Neuigkeiten-Meldungen nahezu überschlagen - wundert Dich das?

CS

J.
 
Hallo Peter,

was hat Dein GSO-Dobson gekostet? Siehst Du! Und mit dem Gerät siehst Du wesentlich mehr, als mit den Geräten aus Deinem Beispiel.
Daß das hohe Preisniveau für APOs erst jetzt einbricht, wundert mich sowieso. Der einzige Nutzen, den ich mittlerweile in einem APO sehe, ist die Funktion als Teleobjektiv. Aber auch da zählt Öffnung und die hast Du wiederum mit einem Newton günstiger.

Viele Grüße
Cai-Uso
AstroPage CUWohler
 
Ich sehe den Grund eher darin , das heutzutage sich zuviele Kunden von den schönen China ED Tuben mit Finefokus verblenden lassen und möglicherweise oftmals gar nicht mehr in der Lage sind, mittelmässige Qualität von bester Qualität zu unterscheiden.
Die Herstellung dieser bester Qualität , die extrem Aufwendig ist, wie aufwendig wissen die wenigsten und können sich viele gar nicht vorstellen, deswegen werden diese beste Optiken auch in Zukunft nicht günstiger sondern teurer. Wir haben von LZOS zum Jahresvertrag 2007 eine Preiserhöhung von 6 bis 10 % wegen 9% Inflation in Russland erhalten und LOMO hat eine Glaspreiserhöhung von LZOS erhalten und hat uns eine 10% Preiserhöhung mitgeteilt. Etwas dagegensteuern konnten wir durch Tubusfertigung in Taiwan und China, aber hier sind die Einsparrmassnahmen ebenfalls begrentzt.Di nächste Einsparrmassnahme währe nur der verzicht auf den Weltbesten Auszug, Starlight Instruments und ersatz durch China Auszüge.
Die Folge ist nicht zu übersehen, mehr und mehr werden diese besten Optiken vom Markt verschwinden und ersetzt. Siehe Takahashi, die FC und FCT Linie war für den Markt zu teuer , also wurde diese Ersetzt. Astrophysics in USA kann gar nicht mehr konkurieren, also hat er die Apo Produktion bis auf sein einziges 160 mm Modell komplett eingestellt. Bei Vixen gibt es nur noch ED , kein Fluorit mehr.

Ihr die Kundschaft bestimmt zu einem erheblichen Teil mit, was Ihr in Zukunft vor den Augen haben könnt und so wie der Trend derzeit aussieht, wird dieses in Zukunft nur noch mittlere Qualität sein.

Wünsche euch allen dennoch frohe Weihnachten
 
Ihr die Kundschaft bestimmt zu einem erheblichen Teil mit, was Ihr in Zukunft vor den Augen haben könnt und so wie der Trend derzeit aussieht, wird dieses in Zukunft nur noch mittlere Qualität sein.

Das sehe ich nicht ganz so pessimistisch. Man darf ja nicht vergessen, dass es sich hier um ein Hobby handelt, und dafür wird oft mehr Geld ausgegeben, als man bei rein vestandesmäßigen Einkäufen ausgeben würde. Dazu kommt, dass es unter den Hobby-Astronomen auch nicht wenige gibt, die über das nötige Geld verfügen.

Ich vermute daher, dass Marken wie (alphabetische Reihenfolge!!) AP, TAK, TEC, TMB immer ihren Markt haben werden, und zwar zu den Preisen, die ihre extrem aufwändige Fertigung erfordert.

Was sich wohl (hoffentlich) ändern wird, sind die extrem langen Lieferzeiten, die ja eigentlich nur bei TMB akzetabel sind.

Andreas
 
Hallo Markus,

ch sehe den Grund eher darin , das heutzutage sich zuviele Kunden von den schönen China ED Tuben mit Finefokus verblenden lassen und möglicherweise oftmals gar nicht mehr in der Lage sind, mittelmässige Qualität von bester Qualität zu unterscheiden.

Das ist sicherlich richtig, aber es gibt vor allem auch Händler, die jedes Scopos- China- und jedes Williamsteleskop als das Non-Plus-Ultra im APO-Bereich massiv bewerben und damit falsche Erwartungen wecken.

Es sind dann jetzt doch wohl nicht dieselben Händler, die sich beschweren wollen, dass der Kunde keinen Unterschied in der Werbung zu den hochwertigen Apomarken findet - oder?

Also, auch ein bischen an die eigene Nase fassen...

Ein frohes Weihnachtsfest wünscht allen
Jürgen
 
Hallo zusammen,
sehr spannend fände ich einen Blindversuch:
Man nehme einen guten China-ED-Refraktor mit f7,5, einen Tak, einen TMB, einen Willy ED und vielleicht ein Vixen ED. Alle Geräte mit gleicher Oeffnung, passenden Brennweiten, gleichen Zenitspiegeln und gleichen Okularen.
Alles wird verhüllt, keine Sicht auf Labels, Mechanik oder sonstwas, nur scharf gestellt werden darf. Hier gibt's klare mechanische Unterschiede - eindeutig.

Nun würde ich sehen wollen, wie locker Profitester die Teleskope voneineander absetzen können. Die viel beworbenen Bildqualtiätsprünge könnten, falls überhaupt sichtbar, zu kleinsten Hüpferchen schmelzen.
Zugegeben, die Bildqualtiät ist nicht das einzige Kriterium eines Refraktors, aber sie bleibt für mich das Mass der Dinge.
Grüsse,
Peter
 
Hi Peter,

also ich finde weder den 1. noch den TV101 zu billig. Diesen Zweiten halte ich sogar für etwas teuer.
Bedenke daß nur Zeiss, Takahashi, die größeren Pentaxe und Astro Physics ihre Preise behalten und teilweise beim Wiederverkauf sehr hohe Preise erzielen.
Ölgefügte Optiken allerdings immer etwas "billig" abgegeben werden.

M.M. nach wird der sehr gute bis gute TMB dermaßen von ML beworben, daß viele eher Abstand von diesen "unschlagbaren" Optikken lassen.
 
Hi,
wie sollen es die Kunden auch unterscheiden können?
Es gibt viele Kollegen hier, die schlicht und erfgreifend einfach keine Vergleichsmöglichkeiten haben. Ohne die wird es einfach schwer zu beurteilen, wie gut ein Gerät mit der Öffnung X tatsächlich abbilden kann. Dies wird umso schwerer wenn man systemübergreifende Betrachtungen macht.
Also versucht man über Erfahrungen hier und die Bewerbung etc sich ein Bild zu machen. Das ist mitunter zwar hilfreich, aber auch nicht immer der Weisheit letzter Schluß. Testberichte im strengen Sinne gibt es nicht, so mancher "professioneller Tester" hat sich selbst ins Abseits gestellt und bei Erfahrungsberichten weiß man halt auch nicht unbedingt welche Erfahrung und Qualitätsansprüche der Schreiber hat. Packt man dazu noch die Bewerbung, die ja auch nicht immer ganz paßt ( ich sag nur Fluorid/Fluorit ), so wird es nicht einfach für Suchende sich ohne Praxistests vernünftige Vorabinfos zu verschaffen. Und da es scheinbar auch Leute mit sekundären Interessen gibt, überrascht mich so mancher Hype aber auch manches Negativimage von Geräten nicht.
Aber, und das muß man halt auch mit berücksichtigen, das Preis-Leistungsverhältnis wird zusehends immer wichtiger und trägt genauso zu momentanen Situation bei, wie eine ganz einfache Tatsache:
Für viele ist Astro ein Hobby, ein Genuß und keine Betätigung, die mit professionellen Anspüchen betrieben wird. Da stellt man sich halt auch die Frage, ob es wirklich auch das noch die letzten paar Prozent mehr Leistung sein müssen, für die man dann sehr viel tiefer in die Tasche greifen muß.

Bedenkt man dann noch die Entwicklung im Selbstbau, so wundere ich mich nicht, das so mancher Edelhersteller Produkte vom Markt nimmt/nehmen muß....

Ich denke die aktuelle Marktsituation und die weitere Entwicklung ist Ausdruck einer Gesamtentwicklung, die vllt. auch so mach ein Hersteller ein wenig verschlafen hat.

In diesem Sinne besinnliche Feiertage und
CS
 
. . . .sehr spannend fände ich einen Blindversuch . . . . gleichen Zenitspiegeln und gleichen Okularen . . . .

Ich auch.
Sehr wichtig ist dabei das die gleichen Okulare benutzt werden weil die Qualität eines visuellen Teleskops immer die Kombinations Objektiv-Okular ist. Und wenn da ein Zenitspiegel benutzt werden soll dann immer das selbe Exemplar wegen grosse Qualitätsunterschiede.

Ich frage mich ab un zu wie de Preise dieser Apos zu stande kommen. Da ich beruflich die Preiswerdung einer Optik in China und viele andere Länder kenne, bin ich der Überzeugung das da sehr oft nicht produktionsbedingte Erwägungen den Preis bestimmen aber rein emontionelle.

Leider hat sich in letzter Zeit in der Welt der Teleskopoptik immer mehr die Emotion hineingeschlichen als die optische Qualität. Sehr oft ist diese Emotion relatiert an einem Hersteller. Dass kann man daran erkennen dass immer wieder alte Geschichten die Jahre her sind wieder hervor geholt werden. Da werden Superoptiken hervor geholt von Fabrikat X und dann sind die immer gut und Gurken von Fabrikat Y und die werden dann immer als schlecht beurteilt.
Ob nicht jeder Hersteller mal ein Ausrutscher nach oben oder unten hat. Leider hört man nur selten von den Superoptiken aber werden Gurken immer wieder neu erwähnt.
Deshalb sind Objektive tests über mehrere Exemplare über mehrere Jahre immer besser als Einzelbewertungen von Einzelpersonen.

Harrie
 
Hallo Zusammen,

vielen Dank für Eure Meinungen! Ich finde es sehr interessant wie unterschiedlich man die Sache beleuchten kann.

Ich habe bewußt im Eingangspost auf eine Meinungsäußerung meinerseites verzichtet. Ich sehe es ähnlich wie Tobias, mit einer Mischung aus Bereitschaft einen bestimmten Betrag für ein bestimmtes Teleskop zu bezahlen und dem Angebot/Nachfrage Verhältnis. Was jedoch (zumindest für mich) auch zu beachten ist, ist, daß ich mit meinem Refraktor eben x-mal öfter Spaß habe, als mit dem Newton. Einfach weil ich damit öfter zum Beobachten komme. Dennoch würde ich auch meinen Newton nicht wieder hergeben wollen, da er in Sachen Lichtsammlung etc. dem Kleinen weit überlegen ist.

Ich denke, durch die guten bis sehr guten Erfahrungen (und der häufigen Nutzung), die ich mit meinem "China" Refraktor gemacht habe, werde ich vielleicht auch einmal bereit sein für ein Highend Gerät zu bezahlen, vielleicht. Dem wird sicher aber noch ein praktischer Test vorrausgehen. Da wäre ich wirklich mal gespannt, wie "groß" die Unterschiede ausfallen.

Vielen Grüße,
Peter
 
Hallo,

wir hatten letztens einen 80/600 mm China ED neben einem TMB 80/480. Der Unterschied ist wirklich enorm. Der TMB ist dem China ED in allen Eigenschaften überlegen. Besonders der Kontrast, vielleicht als Folge der besseren Farbkorrektur, ist deutlich höher. Aber auch Randschärfe und "Bildbrillianz" sind signifikant besser. Man kann diese Geräte einfach nicht miteinander vergleichen. Wenn der TMB eine 1- im Schulnotensystem hätte, bekäme der Synta ED von mir eine 3.

Viele Grüße
Andreas
 
Die ganzen Dinger bis 150er Öffnung inkl. der 3 Buchstaben-Torpedos sind einfach überbezahlt......
Wenn man bedenkt wie manch ein Händler die Teile wie "Sauerbier" anbietet - immer und immer wieder..... Dann versucht man im "Biete Markt" oder bei Ebay über Wochen die gleichen Dinger wieder abzustossen........ Einfach zu köstlich und amüsant zu lesen, mit welcher Begründung diese Tröten dann wieder abgestoßen werden...

Grüsse
Euer Allah
Memet
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich hatte einen kleinen 80mm Vollapo und habe ihn verkauft. Um mir einen größeren Vollapo zu kaufen. Und falls ich den mal abgeben sollte, dann nur, um mir einen größeren zu holen!
Qualität zählt, nicht der Preis! Einen ED muss ich nicht haben!
Logisch zeigt ein 10" Newton bei Deep Sky mehr als ein kleiner Apo, aber was mir der kleine 80mm Refraktor am Planeten gezeigt hat, das habe ich im 10 Zöller nie erahnen können. Und ne Gurke ist der Dobson auch nicht!
Mein Traumteleskop ist ein echtes Bino aus zwei Apos, vielleicht mit 100 - 130mm Öffnung!
 
Hallo Andreas,
in der Qualität magst Du mit Deiner Schulnotenvergabe vieleicht Recht haben, aber was das Preis/Leistungsverhalten angeht, ist es eher umgekehrt1 APO`s haben nun mal das schlechteste Preis/Leistungsverhältnis auf dem Teleskopmarkt überhaupt und weil mitlerweile viele der potentiellen Käufer dieses wissen, geht der Preis zu Recht nach unten! Versuche mal mit einem 4" Vollapo von TMB, AP oder Zeiss ( Preiskategorie 2500 - 4500 Euro ) einem guten 6" F8 Newton mit ca. 20% Obstruktion ( Preiskategorie ca 500 Euro ) in der Praxis das Wasser zu reichen, bis auf die punktförmigere Sternabbildung sind diese Vollapos dem Newton in allen Belangen unterlegen! Dort würde eine Schulnotenbewertung sowohl bei der Praxisbeobachtung am Himmel und vor allem im Preisleistungsverhalten für die Apo´s nicht mehr als eine 4 herausspringen! Trotzdem weiterhin viel Spass mit den Apo´s, schlecht sind sie wirklich nicht, aber leider viel zu teuer!

Gruss und cs Uwe
 
Hallo zusammen,

eigentlich traue ich mich nie bei den APO Diskussionen was zu schreiben aber heute mach ich es doch mal.

Ich habe als recht unkritischer Anfänger einmal drei Geräte parallel an Jupiter testen dürfen, einen 4" FH, einen 6" Meade APO und ein 12" SC - Natürlich liegen die optischen Unterschiede auch für einen Laien auf der Hand (Farbreinheit, Schärfe, Detailwahrnehmung), aber ich war doch etwas überrascht wie nahe die Systeme beieinander liegen (mindestens so weit wie sie monetär auseinander liegen...).

Ich sehe das so, APOs sind nunmal die Porsche unter den Teleskopen, qualitativ sehr hochwertig für viele auch ihr Geld wert aber nicht nötig um über 200km/h zu fahren, das können andere genauso - vieleicht etwas weniger komfortabel.
Planeten sind sein Gebiet genau wie Hochgeschwindigkeitsfahrten beim Porsche, aber wie oft kommt man dazu?

Sie madig zu reden bringt nichts, aber jeder muss selbst entscheiden ob er für die letzten 5% mehr Leistung 300% beim Preis drauflegen will 8)
Der Unterschied zwischen FH und ED den ich erlebt habe spiegelt m.E. noch sehr gut den Leistungszuwachs wieder, der (äußerst subjektive Anfänger-) Vergleich des Anblicks zwischen einem 1000€ ED und einem APO >10.000€ spiegelt aber nicht mal annähernd die Preisspanne wieder.

Wenn sie günstig(er) wären (was sie wohl aufgrund der Herstellungsqualität nicht werden) würde sie jeder kaufen und auch sehr zufrieden damit sein, da sie es aber nicht sind, werden sie dem "gemeinen Volk" zu dem ich mich zähle nie sinnvoll sein, zwar sind die absoluten Preise im Vergleich zu Autos nicht so unerschwinglich aber wer wenn ich jetzt 5000€ zum Ausgeben hätte würde ich mir keinen AP oder TMB kaufen sondern einen ED und einen Satz Nagler Okulare <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Es sprach der Anfänger...

CS Benny
 
Hallo Detlev,

also wenn Dein 10" Newton am Planeten noch nicht einmal erahnen lässt, was Du im 80 mm Vollapo siehst, dann halte ich diese Aussage
für mehr als fragwürdig! Ich habe selber längere Zeit mit einem 10" F4,8 Skywatcher Pyrex Newton beobachtet und dieser konnte an Mond und Planeten selbst mit einem 128 er TAK und einem 130 er AP mithalten! Beim 80 er gehen doch spätestens ab 200 fach die Lichter aus und damit sinkt auch das Wahrnehmungsvermögen enorm!

cs Uwe
 
Hallo Detlev,

ich komme gerade von der Mondbeobachtung herein, Achim
und ich benutzen einen 200/1200mm Lichtenknecker-Newton
(von DL noch selber geschliffen), Achim's sehr guten TMB
Apo 80/480mm und meinen Bosma FH 80/500mm.

Das Seeing in Nörvenich war heute abend recht ordentlich,
und der Newton hängte - erwartungsgemäß - beide Refraktoren
deutlich ab im Auflösungsvermögen! Wäre auch traurig wenn
nicht, dann bräuchten die Profis auch keine 8-Meter-Scopes... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Auch der Bosma schlug sich wacker, das Bild war aber deutlich gelber
und etwas kontrastärmer wie im TMB. Und natürlich ein deutlicher,
blauer Farbsaum - RFT halt. Vom Preis-/Leistungsverhältnis war der
kleine FH aber der eindeutige Sieger, der TMB iat fast zehnmal so teuer
gewesen wie der kleine und solide verarbeitete Chinaböller!

Hier zeigte sich wieder, daß auch ein kurzer FH seine Daseinsberechtigung
hat, wenn er nur einwandfrei korrigiert ist. Wenn Dein 10-Zöller nicht
mehr brachte wie der 80er Apo, dann war es sicherlich eine Gurke,
oder Du hast den Vergleich nur bei sehr unruhiger Luft gemacht, oder
das Teleskop war nie vernünftig justiert.



Gruß Coyote
 
Hallo,

na und, wollen wir hier Handel treiben oder beobachten? Ich habe mir
bis jetzt nur Teleskope gekauft, die für einen bestimmten Zweck benutzt
werden. Somit gab es für mich auch noch keinen Grund jemals ein Teleskop
wieder zu verkaufen, weil die Anwendung für die es gekauft wurde ja bleibt.
Wer als Hobby das Durchreichen von Optiken hat, der muß eben wissen, ob
er sich das leisten kann und will. Darüber braucht aber nicht diskutiert
werden, wer es möchte soll es tun, wer mit den Verlusten nicht klarkommt,
muß es eben lassen.
 
Hallo,

ich habe bewusst die Preisschiene weggelassen. Dieser zusatzliche Freiheitsgrad in der Beurteilung von Teleskopen macht die Bewertung nur unnötig kompliziert. Für den einen ist beim Preis/Leistungs VERHÄLTNIS eben der Preis wichtiger, für den anderen die Leistung. Das ist einfach nicht objektivierbar.

Natürlich schlagen wir uns alle hier mit Luxusproblemen herum. Ich lese gerade eine Galileo Biografie, die Kollegen damals konnten mit Ihren Gurkenteleskopen eine Menge neuer Erkenntis gewinnen. Wenn Galilei einen 150/750 Achro gehabt hätte, wäre er wahrscheinlich komplett aufsgeflippt.

Zum Thema zurück: Apos sind zu teuer geworden, es hat sich ein bestimmter Marktpreis etabliert, der von den Kunden offenbar bezahlt wird. Für einen 5" Apo 5.000 Euro zu zahlen, halte ich für nicht angemessen. Waren das nicht mal die gleichen Preise in DM? Ich kann nur jedem empfehlen, sich auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen, hier gibt's erfreulich günstige Angebote.

Viele Grüße
Andreas
 
"Astrophysics in USA kann gar nicht mehr konkurieren, also hat er die Apo Produktion bis auf sein einziges 160 mm Modell komplett eingestellt." M.L.

Sehr geehrter Herr Ludes!
Ihre Aussage bezüglich der Produkteinstellung einiger
AP-Refraktoren kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Entweder Sie haben keine Ahnung (wovon ich nicht ausgehe)
oder Sie versuchen hier bewußt die Konkurrenz zu deklassieren.
Die Gründe, warum AP nur noch den 160er APO baut,liegen
an ganz anderer Stelle aber haben sicher nichts damit
zu tun, weil Sie"gar nicht mehr konkurrieren können".

Die Auftragsbücher für Refraktoren waren so voll, dass
die Bestell-Listen wenn man sich eintragen konnte, oft schon
nach wenigen Stunden gefüllt waren.
Die Wartezeiten für solche Instrumente lagen zwischen
2 und 5 Jahren. Die Gebrauchtpreise liegen zum Teil
erheblich über dem Neupreis und wenn ich mir Ihre Verkaufs-
anzeigen bei astromart anschaue, bei denen auch Inzahlung-
nahmen möglich sind, stehen AP-Produkte immer ganz vorne an.

Wollen Sie immer noch ernsthaft behaupten, AP hätte
gar nicht mehr konkurrieren können?
Das Problem bei AP war u.a. nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter zu haben,um die benötigten Stückzahlen bei hoher
Qualität zu produzieren.

Ich bin sehr erleichtert darüber, mir keinen TMB-Apo gekauft zu haben, die Verluste beim Wiederverkauf sind vergleichbar
mit denen im Kfz-Handel. Sie müssen sich nur mal ein wenig
im Biete-Board umschauen. TMB Apo's erzielen oft nicht nur
als Gebrauchte relativ niedrige Preise, selbst Neuware wird
mit erheblichen Nachlässen verkauft.

Mein AP Traveler macht mir sehr viel Spaß und wenn ich
irgendwann mal keine Zeit oder keine Lust mehr habe,
mich mit den "Sternen" zu beschäftigen, werde ich den
Traveler verkaufen und in etwa das Geld bekommen, was ich vor Jahren dafür bezahlt habe.

Das ist fast Astronomie zum Nulltarif.

Gruß!
Armin
 
Hallo Armin,

natürlich freut es mich für Dich, daß Du mit dem AP Traveller ein sehr wertbeständiges Fernrohr hast.

Allerdings glaube ich nicht, daß Du in Deutschland bei einem Verkauf in etwa den NP erzielen wirst. In den USA sind die AP-Refraktoren Kultgeräte und die Gebrauchtpreise liegen sehr hoch, bei uns dürfte das anders sein.

Die Preise für Gebrauchtgeräte in Deutschland liegen, wie ich selbst leidvoll erfahren mußte, relativ niedrig. Das gilt nicht nur für TMB - Apos, auch bei Takahashi-Geräten, TVs, Losmandy-Montierungen oder Edel-Dobsons ist es schwierig, deutlich mehr als die Hälfte des NPs zu erzielen.

Im übrigen denke ich, daß ein 4" TMB optisch Deinem Traveller durchaus ebenbürtig ist, sein Feathertouch-OAZ ist sogar eindeutig besser als der AP-Auszug. Daher bezweifle ich, daß ein TMB in Deinem Falle die falsche Wahl gewesen wäre.

Beste Grüße

Manfred
 
Hallo Manfred,

wir hatten das schonmal, daß hier im Forum ein AP APO kein richtiges Geld erzielte. ML hatte dann dem Verkäufer geraten diesen in USA anzubieten was dann auch klappte und auch der Preis war OK laut Aussage des Verkäufers hier im Forum.

Wenn man also wirklich Qualitätsoptiken zu verkaufen hat wie Tak AP und natürlich Zeiss in Top Qualität. Dann ist USA auch für mich die erste Wahl!
 
Hallo Manfred,

Die Preise für Gebrauchtgeräte in Deutschland liegen, wie ich selbst leidvoll erfahren mußte, relativ niedrig. Das gilt nicht nur für TMB - Apos, auch bei Takahashi-Geräten, TVs, Losmandy-Montierungen oder Edel-Dobsons ist es schwierig, deutlich mehr als die Hälfte des NPs zu erzielen.


dem kann ich aus eigener Erfahrung gar nicht zustimmen. Ich hatte vor zwei Jahren mir einen Takahashi FS 102 gebraucht bei ICS gekauft. Nach einem Jahr habe ich ihn hier im Biete-Board wieder verkauft (weil es ein FS 128 sein mußte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />) und habe dabei grade mal 100Euro Verlust gemacht.
Ich hab also überspitzt ausgedrückt für schlappe 100Euro ein Jahr lang 4 Zoll Apo geguckt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Herz was willst du mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/knuddel.gif" alt="" />

Tobias
 
Hallo Tobias,

mir ging es in meinem Beitrag um den Verlust, den man macht, wenn man ein neu gekauftes Qualitätsgerät wieder verkauft. Du hast ja einen "Gebrauchten" wieder verkauft, da ist der Verlust natürlich sehr viel kleiner.

Gruß

Manfred
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben