Apropos Autoguiding+Einstieg

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starfunkel112

Mitglied
Hi!

Mich würde mal interessieren wie ihr anderen das seht:

ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt mir so ein schickes Computergesteuertes Goto Gerät zu gönnen, das machts einem Einsteiger ja erstmal sehr leicht alle möglichen Objekte zu finden.
ABER: Ist es denn nicht besser den Himmel erstmal auf eigene Faust zu erkunden, altbewährt mittels Sternenkarte. Ich glaube dass man durch selber suchen und navigieren eine wesentlich bessere Orientierung am Himmel bekommt und dies zählt ja quasi zum Grundwissen jeden Teleskopbesitzers oder???
Ich vergleiche das ganze mit fahren nach Navi. Wenn ich an einen Ort XY schon 3 X stur nach Navi gefahren bin finde ich ihn beim vierten mal ohne Navi wieder nicht, kurz gesagt bin ich zwar jedes mal angekommen, weis aber nicht genau wo ich gewesen bin und wie ich dort wieder hin komme.

Bin ich der einzige der so denkt, oder findet ihr dass ein Einstieg ohne goto Geräte etc. wohl tatsächlich die lohnendere (wenn auch etwas unbequemere) Variante ist?

Gruss
Christian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Christian,

ich empfehle Dir auf alle Fälle den Einstieg über "selber suchen". Du hast ganz richtig erkannt, daß man nur so wirklich die Orientierung am Himmel erlernt. :super:

Wenn Du Dich auskennst, kannst dann auch die bequehme "Goto" nutzen.

Aber ohne Kenntnis am Himmel bist aufgeschmissen, wenn mal ein Kabelbruch da ist, der Akku schwächelt oder Du mit der Software nicht klarkommst.

Wer sich dann da oben auskennt, löst die Klemmen, fährt von Hand an und beobachtet einfach weiter. :D
 
Hallo Christian!

Zitat von starfunkel112:
ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt mir so ein schickes Computergesteuertes Goto Gerät zu gönnen, das machts einem Einsteiger ja erstmal sehr leicht alle möglichen Objekte zu finden.
ABER: Ist es denn nicht besser den Himmel erstmal auf eigene Faust zu erkunden, altbewährt mittels Sternenkarte. Ich glaube dass man durch selber suchen und navigieren eine wesentlich bessere Orientierung am Himmel bekommt und dies zählt ja quasi zum Grundwissen jeden Teleskopbesitzers oder???
Ja.

Ich halte es sogar für besser, erst einmal ein ganzes Jahr hauptsächlich mit Fernglas und Sternkarte oder -atlas zu arbeiten. Bei mir war es damals so, daß ich nach weniger als einem halben Jahr ein Teleskop bekam und dann hauptsächlich auf die Bereiche des Himmels geachtet habe, in denen lohnenswerte Objekte zu finden sind. Ohne Teleskop hätte ich mir zumindest alle Sternbilder eingeprägt, auch solche schwachen wie Luchs oder Giraffe.

Grüße

fquadrat
 
Hi!

Gut, dann bin ich ja froh dass ich den Richtigen Gedankenansatz gewählt habe. So ein schönes Männerspielzeug ist natürlich schon verlockend, aber lieber die Leiter von unten besteigen. Ein angenehmer Nebeneffekt dieser Vorangehensweise ist natürlich auch die enorme Kostenersparnis ;O)

Welche Sternenkarte bzw welchen Sternenatlas würdet ihr den zum "Himmel kennen lernen" und sich orientieren empfehlen?

Gruss
Christian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für deine Empfehlungen!

Also ist es sinnvoll wohl doch gleich zu einem guten Atlas zu greifen anstatt zu einer einfachen runden Sternkarte oder?


Gruss Christian
 
Hi Christian,

der Unterschied zwischen drehbarer Sternkarte und Atlas liegt im Maßstab. Wie ne Übersichtskarte von Deutschland, in der nur die Autobahnen und großen Städte eingetragen sind und nem Stadtplan, in dem Du jede Straße findest. ;)

Die drehbare Sternkarte hilft Dir sehr dabei, die 44 Sternbilder der Nordhemisphäre zu lernen, der Atlas zeigt dann beim Starhopping von einem bekannten Stern eines Sternbildes den weiteren Weg zum Wunschobjekt im Sucher...
 
Hallo Christian,

ich verwende zuerzeit den Atlas für Himmelsbeobachter von E.Karkoschka zusammen mit dem Kosmos Himmelsjahr 2014. Am Himmelsatlas finde ich besonders die Einleitung sehr interessant. Dort erfährt man nicht nur eine Menge zur Benutzung des Atlas sondern auch viele andere nützliche Informationen. Was ich an dem Atlas noch besonders schätze, ist der gelungen Spagat zwischen reinem Atlas und Tabellenwerk. So findet man viele nützliche Daten zu Sternen wie Helligkeit, Spektraltyp, B-V Farbindex, Koordinaten[RA,DEC], viele Doppelsterne, tabellarische Daten zu den hellsten Sternen, Sternnamen, Veränderliche etc. pp. Es sind auch viele, durchdachte, praktische Gimmicks zum schnellen Auffinden und zur "Objektbeurteilung" enthalten. Ein Nachteil ist allerdings, dass das Kalendarium nur bis 2022 geht. Ich würde mir dann eine Neuausgabe des Atlas wünschen. Im Kosmos Himmelsjahr finden sich nicht nur aktuelle Infos zu Himmelsereignissen, sondern auch Sternkarten der Monatlichen Himmelsansichten des jeweils aktuellen Sternenhimmels. Eine gesonderte drehbare Sternkarte brauche ich deshalb nicht unbedingt. Ich habe eine, nutzte sie aber nicht oft.

Die anderen genannten Alternativen sind sicherlich auch super. Jeder nimmt ja dann auch das, was er hat oder mag und mit dem er am besten klar kommt.


Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Christian,
deine Frage ist nicht ganz eindeutig...zielt deine Frage auf GoTo,oder auf Autoguiding ab?
Das hat erstmal nichts miteinander zu tun,allerdings gibt es Montierungen,bei denen es den Autoguidingport nur in Verbindung mit GoTo gibt.Das sollte man beim Kauf berücksichtigen...
Insofern du mit dem Gedanken spielst die Montierung auch für Astrofotografie zu nutzen ;)

Grüße Rainer
 
Hallo Rainer!

Danke für deinen Hinweis! Die genauen Abgrenzungen der Begriffe waren mir tatsächlich noch nicht klar!

Ich verstehe es jetzt so:

Goto: findet ein gewpünschtes Objekt selbständig und richtet das Teleskop auf dieses

Autoguiding: eine Computergesteuerte Methode um mittels Leitstern exakt nachzuführen, für astrofotografie

Richtig?

Gruss
Christian
 
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