Apropos WebCam

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W_Manfred

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Hallo miteinander,
apropos, nur teuer ist gut...iss nicht(nicht immer)! Auch mit einer gewöhnlichen Webcam kann man durchaus ansehnliche Bilder machen, das geht nicht nur mit einer weit teureren DMK. Natürlich mit ein paar abstrichen, aber das wichtigtste, also gutes Seeing etc, bekommt jeder gratis! Mal zum angucken ein Mosaik von Stöfler bis Licetus, mit 840k. Das Bild wurde halt auf 100kb runtergeschrumpft.
 

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Hallo Manfred!

Auch mit einer gewöhnlichen Webcam kann man durchaus ansehnliche Bilder machen, das geht nicht nur mit einer weit teureren DMK.
Richtig, aber Vorsicht! Die alte TouCam hat z.B. den identischen echten CCD-Chip der DBK21 eingebaut, lediglich die aufwändigere Elektronik der DBK21 führt zu etwas besseren Ergebnissen.

Die neuen billigen Webcams haben aber oft viel billigere CMOS-Sensoren eingebaut, die nicht annähernd die Qualität einer DMK erreichen! Ich konnte da bereits einschlägige Vergleiche anstellen, und warne daher vor unbesehenem Kauf einer CMOS-Kamera, also immer erst genau prüfen oder Info einholen vor dem Kauf!

Gruß, Peter
 
Hallo floflo,

es wurde eine Phillips ToUCam Pro II, oder 840k benutzt.
Die Optik war natürlich keine so billige. Aber wie Peter schon richtig andeutete, kommt es sehr auf das Herzstück der WebCam an, das diese auch einen richtigen CCD-Chip hat, und das ist bei dieser natürlich der Fall. Hab ganz vergessen, dass man da auch einem Fehlgriff erliegen kann. Der Nachfolger ist glaub ich die SPC 900.
Da in der Regel das Seeing nicht so optimal mitspielt, verwende ich auch gerne einen Gelbfilter oder einen IR-Passfilter, muß dann aber im s/w-Modus fahren.
Meist läuft die Sache mit 10 fps, selten auch mit 20 fps, letzteres bei sehr unruhiger Luft oder wenn ich die ISS jage.

Gruß Manfred
 
Hallo Manfred,

muss das unbedingt sein mit dem CCD-Chip? Leider sind keine neue CCD-Webcam mehr erhältlich. Was passiert, wenn die in ein paar Jahren auch nicht mehr gebraucht zu bekommen sind oder mit windows 7 nicht mehr funktionieren?
Wie sieht so ein Bild aus, das mit einer aktuellen CMOS-Webcam gemacht worden ist?

Gruß,
Florian
 
Hallo Manfred,

sehr schönes Foto! Kannst Du meine Neugier etwas beruhigen und mir etwas über die verwendete Optik schreiben? ;-)

Gruss

Marco
 
Hallo Florian,

also mit CMOS-Webcam hab ich keine Erfahrung sammeln können, käme vielleicht mal auf einen Versuch an, wenn man zufällig eine zur Hand hat, extra kaufen würd ich nicht empfehlen.
Aber man hat ja anfangs bei den Digitalen Spiegelreflexkameras mit ihren CMOS-Chips auch gesagt, das die für Astrofotografie nix taugen würden, und deren Ergebnisse sind sicher auch nicht übel, wenn sie auch sicher nicht an die reinrassigen Astro-CCD-Kameras herankommen, so sind letztere alllerdings auch um ein vielfaches teurer und aufwendiger.
Die SPC900NC ist aber schon noch erhältlich, zB bei Astroshop.de, kostet aber schon 179 Euro, die DMK21 nicht ganz das doppelte, also wenn du mehr vorhast in Zukunft mit so einer WebCam und es finanziell geht, nimm lieber die DMK.
Die ist leistungsstärker, lichtempfindlicher und hochgenau gearbeitet. Bei einer herkömlichen WebCam ist nämlich in der Regel auch die Chipfläche etwas verkippt, und du hast ja auf dem Chip diese Bayermatrix für die Farbe, die Licht und Auflösung verschluckt, was bei Mond ja keinen Sinn macht.
Über Windows 7 mach ich mir noch keinen Kopf, ich fahre mit XP Pro SP3 und solange das läuft kommt mir nix anderes her.
Aber ich glaube, mit Windows 7 wirds weniger Probleme geben als mit Vista, hoff ich mal.
 
Hallo Marko,

klar kann ich dich beruhigen!
Ich verwende ein C11, das hat allerdings schon 12 Jahre auf dem Buckel. Zur Brennweitenverlängerung habe ich einen Baader-FFC.
Mittlerweile weiß ich natürlich, dass es bessere Optiken gibt, das sieht man beim Verleich mit anderen Ergebnissen.
Schwierigkeiten hab ich bei Planeten, also da bin ich noch
gar nicht glücklich. Die sehen eher blas und nicht knackscharf aus. Das ist mir aber ehrlich ein Rätsel, wenn ich meine Mondbilder so ansehe.

Gruß Manfred
 
Hallo Manfred geile Aufnahme!

Hallo Florian, hatte das Problem mit meiner alten ToU unter Vista...hab dann den richtigen Tip bekommen und konnte sie mit einem Logitech Treiber der Quickcam 4000 erfolgreich installieren.

Gruesse

Matthias
 
Hallo Manfred,

danke für Deine interessante Antwort!
Warum ist die Chipfläche bei den Webcams eigentlich verkippt?

Ich hatte mir für Testzwecke eine billige SPC230NC gekauft. Leider gibt es da eine automatische Justierung, die die Sensibilität des Sensors erhöht, wenn zu wenig Licht da ist. Es geht nicht abzuschalten. Gibt es bei der SPC900NC keine automatische Justierung?

Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,
nun, die Chipfläche ist deswegen meist leicht verkippt,
weil es eine billige Massenfertigung ist, und eigentlich gar nicht für astronomische Verwendungszwecke erdacht und gebaut wurde. Wenn man so eine Webcam mal aufmacht und innen ansieht, zeit sich, dass die Chipfläch nur auf zwei dünnen
Stegen angeschraubt ist.
Es kann natürlich sein, dass man auch ein gutes Gerät erwischt, und ich muss vielleicht noch dazu sagen, dass man das mit dem verkippen erst so richtig deutlich zu sehen kriegt, wenn man mit Öffnungszahlen ab f/5 und größer, also f/4 arbeitet.
Nun wirst du sagen, wer tut das?
Nun, solche wie ich, die ihre Webcam auch für Langzeitbelichtung einsetzen können, um zum Beispiel
DeepSky-Objekte ablichten zu können. Wenn dann die Chipfläche auch nur leicht verkippt ist, werden die Sterne am Rand fürchterlich schnell verzerrt.
Könnte ja mal ein paar Beispielbilder zeigen demnächst.
Bei f/10 oder f/20 merk ich eigentlich gar nichts.

Gruß Manfred
 
Hallo Kurt,

tja, so was nennt man Pech, aber die Gurke hat mich trotz alle dem einige tolle Bilder geschenkt.

Gruß Manfred
 
Achso ich dachte sie wären aus gutem Grunde verkippt gebaut, wegen irgend etwas nützliches bei normaler Benutzung der Webcam.
Das Dumm bei den aktuellen Webcams ist die Belichtungszeit auf 1/5 beschränkt. CMOS-Technologie soll ja Platzsparender sein, aber das heißt leider nicht, dass es einfacher mit Elektronik die Belichtungszeit zu ändern... Schade! Die Tricks, die ich gefunden habe sind noch für die alte Logitech Pro 3000/4000.

Gut bei der DMK geht es, aber... der Preis... :,(

Ich habe im Moment f/2 :blush:
Ist nur provisorisch (für Tests)!

Grüße,
Flo
 
Hallo Manfred,

bist Du Dir sicher, daß es die Webcam ist? Ich habe auch schon schiefe, im Durchmesser zu kleine oder leicht konische Webcam-Adapter gesehen. Die hängen dann irgenwie im Okularauszug, mit den von Dir beschriebenen Folgen.

Gruß

Kurt
 
Hallo Gurke
Deine Photos (altgriechisch Licht) Mondmosaik mit der Cam haben mich mehr ueberzeugt als das Mosaik mit der Astro CCD...Super geil scharfer Mond!!!Kompliment!!
 
Hallo Kurt,

ehrlich gesagt, bin ich nicht sicher.
Ich hab das ganze schon mal zerlegt, sorgfältig untersucht.
Es handelt sich ja um eine modifizierte WebCam für Langzeit, da hätte ja irgendetwas auch drücken können.
Das erste, was mir auffiel ist, das der Chip nicht zentral saß, wenn man durch die Eintrittsöffnung mit dem 12x0,5 er Gewinde einblickte.
Also hab ich vorsichtig die Bohrungen der Platine etwas zu Langlöchern gefräst mit einer Minibohrmaschine, gündlich gesäubert und wieder zusammengebaut.
Nun sitzt der Chip zwar sehr zentral, aber ich kann irgendwie schon erkennen und mit einer Schieblehre auch messen, dass die eine Seite weiter von der Gehäuseinnenkante weg ist, als die andere, etwa 0,2mm, nur Gehäuse ohne Adapter. Ich weiß aber wirklich nicht, ob man das Kunststoffgehäuse als Bezug verwenden kann.
Das Gewinde ist eigentlich auch in Ordnung, da ist es mir nicht passiert, dass ich den Adapter falsch angesetzt habe und das Gewinde beim eindrehen verhunzt habe.
Wenn ich mit Öffnungszahlen von f/5 oder f/4 arbeite, werden die Sterne auf einer Seite verzerrt, wenn ich die Kamera um 180 Grad drehe, ist die Verzerrung auch auf der Seite, also am Monitor zB rechts.
Was mir ja das allergrößte Rätsel ist, ist dass es urplötzlich auftrat. Eine Nachtserie davor war alles einwandfrei mit der Abbildung, beim nächsten Versuch plötzlich diese Verzerrungen, und ich weiß nicht wieso.
Nichts ist heruntergefallen, weder der Reducer noch die WebCam, ich habe den Adapter auch nicht abgeschraubt, den lass ich generell dran mit Sperrfilter wegen des Staubes.
Ich komme nicht drauf. Irgendwann gehts wieder mal einwandfrei, und ich weiß nicht warum, aber so gehts mir öfters.
Muß mal versuchen, ob ich durch dünne Unterlagen die schiefe
Lage der Platine kompensieren kann.

Gruß Manfred
 
Hallo Manfred!
Das erste, was mir auffiel ist, das der Chip nicht zentral saß, wenn man durch die Eintrittsöffnung mit dem 12x0,5 er Gewinde einblickte.
Da musst du aufpassen. Es kann sein, dass auf dem CCD ein Teil der Ansteuerelektronik sitzt, praktisch neben dem lichtempfindlichen Teil. Da kann es sein, dass der Chip an sich nicht 100%-ig genau in der Mitte sitzt. Bei meiner LPI sieht das so aus ( ist aber ein CMOS-Bildwandler)
Link zur Grafik: http://www.picbutler.de/bild/38026/lpiotwcw.jpg
Da musst du mal schauen, ob neben dem lichtempfindlichen Areal noch irgendwas auf dem Chip untergebracht ist.

Gruß
Micha

 
Hallo nochmal Kurt,

sende mal ein paar Beispielbilder, die das Problem zeigen, das ich habe mit der Chipfläche.
Um Licht zu gewinnnen, habe ich mir einen variablen Meadereducer zugelegt, der die Öffnungszahl bis auf f/3,3 hochtreibt.
Diese Öffnungszahl kann ich allerdings nicht gebrauchen, die Bildfeldebnung gelingt hier nicht mal mehr bei einem kleinen WebCam-Chip, was das erste Beispielbild von M17 zeigt.
Das Bild darunter war dann mit f/5 entstanden, wesentlich besser.

Die nächste Session war dann ebenfalls mit f/5 entstanden an M16 und zeigte urplötzlich eine fürchterliche Abbildungsqualität.

Dann folgte erwähnte Zerlegung der WebCam mit der Chiplagekorrektur und zeigte schon eine deutliche Besserung bei der nächsten Session an M27. Allerdings sind die Ränder da noch immer nicht so wie mal bei M17 und deshalb weggeschnitten.
Es kann aber auch an anderen Faktoren liegen, vielleicht an der C11-Optik selbst, dass es mal so läuft und dann wieder anders.
Es ist einfach schwierig, etwas einzugrenzen, vor allem dauert es ziemlich lange, wenn einem das Wetter selten lässt.

Gruß Manfred
 

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Hallo Manfred,

beim Anblick der Bilder würde ich eher glauben, daß es an der Optik liegt und nicht an der Webcam. Ein geringfügig geneigter Chip hätte auf einer Bildseite eine scharfe Abbildung zur Folge und auf der anderen Seite eine leichte Defokussierung. Die defokussierten Sterne wären etwas größer, aber nach wie vor rund. Du kannst dies überprüfen, indem Du minimal anders fokussierst. Es müßte dann machbar sein, daß die unscharfe Seite scharf wird und die zuvor scharfe Seite unscharf.
Wenn ich das dritte Bild (Adlernebel) anschaue, fallen mir die länglich verzogenen Sterne in der linken Bildhälfte auf. Ich würde sagen, es handelt sich um Koma. Da diese nur einseitig auftritt, muß das optische Zentrum der Abbildung am Rand oder außerhalb des Chips liegen. Mit dieser Information würde ich auf eine Schieflage im Reducer tippen. Durch drehen der Webcam könnte das überprüft werden.
Um den Reducer auszuschließen, könntest Du auch ein Bild direkt am C11 machen. Dann wären die Sterne zwar größer, müßten aber rund bleiben, sofern nicht die Justierung des C11 auch eine Rolle spielt.
So viel von mir auf die Schnelle.

Gruß

Kurt
 
Hallo Kurt!

Mit Deiner Analyse liegst Du wohl richtig. Ich habe auch eine Zeit lang mit Video und einem 10" SC Deepsky versucht, und es gab eine Menge Ärger exakt wie in diesem Fall. Die Reducer von Meade f3.3 und f5.6 konnte ich nicht verwenden, ebensowenig ein sauteures Baader Teil, extra für SC gerechnet. Abhilfe schaffte bei mir ein billiger 20 Euro Reducer, der wie ein Filter auf die Webcam geschraubt wird. Der macht nur eine Halbierung der Brennweite, aber weil er so dicht vor dem Chip sitzt, muss man beim Nachfokussieren den Spiegel gegen den visuellen Punkt kaum nach vorne schieben, und das gibt dann weniger Ärger mit Koma.

Auch bei mir war Koma zunächst einseitig (Kamera drehen, wenn sich das nicht mitdreht ist es Koma). Ich habe das durch geringfügige Nachkollimation beheben können, und damit erreicht, dass die Abbildung zentral auf dem Chip liegt. Leider sind die SC fast alle nicht axial sauber ausgerichtet, und das macht dann speziell bei Brennweitenverkürzung Ärger. Je nach Reducer-Konstruktion und Position sind auch noch zusätzliche Probleme mit der Bildfeldwölbung möglich. Am Ende hat es dann einigermaßen funktioniert. Es ist schon lange her, aber ich glaube

das war ohne Reducer
Link zur Grafik: http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/galerie/Bilder/M57_Internet_Farbe.jpg
und das mit Reducer
Link zur Grafik: http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/galerie/Bilder/M27neu_Internet.jpg

Gruß, Peter
 
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