Askar 71 Flatfield

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growers

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Irgendwie hat Sharpstar im Moment scheinbar viel Freue daran, neue Teleskope auf den Markt zu werfen. Jetzt gibt es schon wieder einen neuen: 71F Flat-Field-Jiaxing Sharpstar Optical Instrument Co., Ltd.

So ganz verstehe ich das Marketing da nicht. Das Ding kommt als einziges Produkt mit denen mit 2 Okularen, das Flatfield-Design lässt aber eigentlich eher auf einen fotografischen Anwendungsfall schliessen.

Preislich am unteren Ende angesiedelt, könnte das durchaus ein nettes Scope für Reisen sein.
 
Moin,

finde es auch komisch, dass Okulare und ein Prisma dabei ist.
Grad bei einem Flatfield (Petzval Design) Teleskop macht es wohl ehr wenig Sinn.
Soweit ich weiß ist die Abbildung beim visuellen halt nicht so toll.

Grüße
Brian
 
Den Askar 65PHQ, den ich seit gestern habe, kann man sehr gut visuell nutzen. Hab ich gleich gestern ausprobiert, der bildet sehr gut ab. Der neue 71er scheint ja ähnlich konstruiert zu sein, ist auch ein Quintuplet. Dass die für Fotografie optimiert sind, stimmt natürlich trotzdem.

LG Olaf
 
Moin,

finde es auch komisch, dass Okulare und ein Prisma dabei ist.
Grad bei einem Flatfield (Petzval Design) Teleskop macht es wohl ehr wenig Sinn.
Soweit ich weiß ist die Abbildung beim visuellen halt nicht so toll.

Grüße
Brian

Also erstens ist ein Flatfield Design nicht automatisch ein Petzval Design.
Ein Pezval Design besteht aus 2 Doublets.
Der Askar 71 besteht aus einem Triplet und einer einzelnen Linse zur Feldkorrektur.
Das ist ein völlig anderer Aufbau und hat mit einem Petzval Design absolut nichts zu tun.

Und zweitens gibt es keinen Grund anzunehmen das ein Flatfield Design, egal ob Pezval oder ein anderer Aufbau visuell irgendwie schlechter wäre.
Im Gegenteil gerade bei so kurzer Brennweite spielt auch visuell die Bildfeldwölbung eine Rolle so das ein geebnetes Feld im Zusammenspiel mit passenden Okularen durchaus von Vorteil ist.
Das Problem visuell ist halt das auch Okulare Bildfeldwölbung aufweisen und das sich diese jee nach Orientierung entweder mit der Bildfeldwölbung des Teleskops addieren oder subtrahieren kann.
Es kommt also immer auf das Zusammenspiel von Okular und Teleskop an.
Mit einem Flatfield Design kann aber zumindest verhindert werden das sich die Bildfeldwölbung des Teleskops mit der des Okulares addiert.
Mit Flatfielt Okularen also solchen die ebenfalls über ein geebnetes Feld verfügen wird man am Flatfield APO ein optimales Ergebnis haben.


Natürlich ist aber das gewährleisten einer hohen Fertigungsqualität bei komplexerem Design schwieriger weshalb solche Designs in hoher Fertigungsqualität dann auch ihren Preis haben.
Wer hier minderwertige Qualität kauft muss natürlich mit einer schlechteren Abbildung rechnen aber das trifft letztlich ja auf alle Designs zu und nicht nur auf Flatfield oder Petval Design.
Der einzige Unterschied ist nur das der Preis für ein Doublet hoher Qualität halt niedriger ist als der für ein Flatfield oder Petval Design.
Wer also für ein Flatfield oder Petval Design nicht mehr bezahlen will als für ein Doublet muss in dem Fall natürlich mit schlechterer Qualität bei Flatfield oder Petval Design rechnen.
Das heißt aber nicht das ein solches Design auch bei qualitativ hochwertiger Fertigung schlechter wäre.
Es ist bei gleicher Qualität nur teurer.

Grüße Gerd
 
Echte Petzval-Designs sind teuer. Das wären z.B. die Takahashi FSQs.

Auch der FSQ ist kein Peztval Design da er nicht aus 2 Doublets also 4 Linsen in 2 Gruppen besteht sondern er besteht aus 4 Linsen in 3 Gruppen.
Aber der FSQ ist genaue der Petzval ein echtes Flatfield Design da er genau wie ein Petzval im Ganzen gerechnet ist und nur im Ganzen funktionsfähig ist.
Ein echter Petval ist zb. der Televe NP 101.


Aber das ist ja auch nicht das Entscheidende.
Entscheidend ist was das Design leistet und nicht welcher Aufbau konkret vorliegt.
Es ist daher auch nicht sinnvoll darüber zu streiten ob ein Design nun ein Pezval ist oder nicht, ein Pezval ist nicht automatisch immer das Beste.
Es gibt auch eine ganze Reihe anderer Flatfield Designs die sehr gut sind.

Aufpassen muss man nur das die Optik auch wirklich als Ganzes gerechnet wurde also ein echtes Flatfielt Design vorliegt oder ob einem separat gerechneten Objektiv lediglich ein separat gerechneter Flattener oder Reducer hinzugefügt wurde.
Leider sind viele angebliche Flatfielt APOs eben nur einfache Triplets oder Doublets mit fest verbautem Flattener oder Reducer.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Tag zusammen!

Mittlerweile ist ein Askar 71F bei mir eingezogen und durfte bei miesen Seeing wenigstens mal kurz zeigen, was er kann oder auch nicht.
knapp 2 Stunden ging der Spaß, bevor das Wetter sich wieder von der schlechteren Seite gezeigt hat.

Das Gerät selbst ist qualitativ vollkommen in Ordnung. Es wackelt nichts und der OAZ sowie der Rotator laufen sauber und ohne Spiel (auch, als er draußen abgekühlt war).

Das Prisma und die Okulare sind ok und eine nette Dreingabe. Als mehr würde ich sie nicht bezeichnen. Wie eben so oft, was bei den Teleskopen so an Zubehör dabei ist. Der versierte Beobachter wird aber wohl sowieso nach hochwertigeren Okularen greifen.

Die Möglichkeit sofort visuell loszulegen ist jedenfalls im Paket enthalten.

Ebenso der Kamera-Adapter.
Eine ASI2600MC mit Adapter und OAG habe ich einfach angeschraubt. Die Kombination kommt schon mit 55mm daher und hat funktioniert, jedoch ist der Abstand nich fix einzuhalten. Der im Tubus verbaute Korrektor bewegt sich nicht mit dem Fokuser mit.

Einen leichten Blausaum an Sternen macht das Gerät, allerdings viel geringer, als ich vermutete.
Da habe ich Doublets in der Preisklasse und teurere Triplets gesehen, die zwar schneller aber auch auffälliger waren.

Wir reden hier nicht von einem Gerät, welches oberste Ansprüche entgegen kommt, was bei einem Listenpreis von 599 USD wohl auch zu viel verlangt wäre.

Insgesamt empfinde ich das Gesamtpaket als positiv. Nett ist das Zubehör, für mich ist allerdings wichtiger, dass deshalb nicht an der Mechanik und der Qualität insgesamt gespart wurde.

Mehr zum Askar 71F später und nach mehr Erfahrung damit.
Kann sich ja nur noch um Monate handeln, wenn das Wetter so weiter macht.

CS Markus
 

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Moin Markus,

netter Bericht, dank dir.

Also quasi typische Askar Qualität.
Ich hatte jetzt in letzter Zeit, neben meinem FRA300, auch andere Askars von Kollegen in der Hand und habe Bilder gesehen.
Es ist nie so gut, dass man sagen würde, dass es nichts besseres gibt bzw. das mehr ausgeben sinnlos ist.
Allerdings sind die scheinbar so gut, dass es für 90% der Nutzer reicht. Jedenfalls schätze ich das Momentan so ein.

Grad in der Preisklasse hat eine Flarfieldoptik gefehlt und für Einsteiger, bei denen der Backfokus ja manchmal zu Frust führt, ist es bestimmt ein tolles Teil.

Kannst du vielleich eines der Bilder die du gemacht hast herzeigen?

Grüße
Brian
 
Hi Brian,

jain, ich persönlich hatte nie Probleme mit den mechanischen Komponenten. Ein Mal kam ein APO an, dessen OAZ war locker (unten der Block mit dem Zahnrad). Ich vermute, der hat sich einfach beim Transport etwas lose gerüttelt oder die Schrauben waren nicht ganz fest.
Ansonsten konnte ich mich nie beschweren.

Es ist immer schwierig, alle zufrieden zu stellen und auch immer ein Stück weit abhängig vom Einsatz. Am Ende hängt alles am Geldbeutel und spätestens der sagt einem dann, wie kompromissbereit man zu sein hat. :)

Für einen Anfänger ist das sicher eine tolle und sorglose Optik. Der Fortgeschrittenen wünscht sich ggf. etwas Schnelleres.

Da kann man jetzt lange diskutieren. :)

Die Bilder wollte ich eigentlich für das nächste Video aufsparen aber da du so nett fragst... :)

Die Bilder sind unbearbeitet bzw. beim Stack des gesamten Feldes nur in APP farbkalibriert. Grün ist noch nicht abgezogen. Es ist also kein "pretty Picture".

HFR darf man nicht überbewerten, da es dunstig war und am Ende Schleierwolken durchgezogen sind.

Nachschub ist übrigens unterwegs und sollte bei Teleskop-Spezialisten Karl Kloss bald im Shop auftauchen. :)

CS Markus
 

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Danke für die Bilder! ;)
Hast du die Verkippung irgendwie angepasst oder ist das von Anfang an so gewesen?


Ich bin schon gespannt was das Teil am Ende in DE kosten wird.

Grüße
Brian
 
Bei 8% an ASP-C fasse ich nichts an.
Das weicht in ASTAP auch immer mal ab, 2-10%.
Ich gehe da nicht wirklich danach und schon gar nicht bei schlechtem Seeing.

Bei der Brennweite zoomt ja auch nicht auf biegen und Brechen bis zum Pixelbrein rein. :)

Daher sind die Bilder auch nur für eine erste grobe Beurteilung und nicht als Kamm zu sehen.

LG Markus
 
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