Asti am 10 f/4

Jan-Fre

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Erst einmal ein fröhliches Hallo in die Runde!

Nach fast einem Jahr Pause habe endlich meinen Astro-Kram rausgeholt und wieder ans Laufen gebracht. Mann, hat das Spaß gemacht! Das muss ich jetzt wieder öfter machen. Ich hoffe, die Wolken spielen mit.

Ich habe mal ein neues Problemchen mitgebracht, die Lösung scheint klar zu sein. Eine zweite (und dritte, vierte...) Meinung schaden aber nicht. Schlimmer Astigmatismus an meinem 10 f/4 Newton. Ich vermute, eine der Klammern, die den Hauptspiegel vor dem Herausfallen sichern sollen, sitzen auf und drücken. Ich habe den Spiegel in der Zelle mal gleich angehoben. An zwei Psoitione ist Platz, an einer anderen scheint er leicht zu klemmen. Ich vermute, das ist des Pudels Kern.

An dern drei Schrauben, die den Spiegel seitlich fixieren sollen, kann es nicht liegen, gelle? Wenn die zu stramm wären, sollte man eher dreieckige Sterne sehen, richtig?

Ich vermute, dass mich der Asti etwas an Schärfe kostet, deshalb möchte ich Ihn baldest eliminieren.
Mir ist der Asti vor ca. einem Jahr schon einmal aufgefallen. Damals schien er aber geringer zu sein. Als ich heute am Spiegel gedreht habe, merkte ich, dass dieser generell recht fest saß. Nach etwas Hin-und-her ging es dann wieder sanft. Ich frage mich, ob sich da in der einjährigen Pause etwas festgesetzt hat. DerNewton war die ganze Zeit in seiner Tasche und wurde nicht bewegt.

Hier ein paar Bilder aufgenommen mit einer 268m.

Defokus neulich nachts:

Screenshot 2026-03-19 080851.png



So war es vor einem Jahr:

vor 1 jahr.jpg


Und so sah es damals beim First Light / Anlieferzustand aus. Leider habe ich damals keine feineren Abstufungen beim Defokussieren gemacht. das lernt man erst nach und nach.

anliefer.jpg



Das war schon alles. Was meint Ihr?
Wünsche allen ein schönes Wochenende
Jan
 
Hi! Nur noch mal ein paar Details nachgereicht. Die Bilder wurden mit einer 268m gemacht, die um knapp 90° gedreht war. Der Asti scheint genau diese 90°-Richtung zu haben, wenn man hin und her defokussiert. Alternativ zu der Klemmung des HS könnte es auch an einer möglichen Verspannung des FS liegen. Lange und kurze Achse des FS liegen ja ebenfalls 90° orientiert "in dem Bild". ich glaube aber nicht, dass es das ist.....
 
Hi Jan,

am besten schrittweise vorgehen. :) Sonst wirst die Ursache kaum finden. Aus Gründen der Vereinfachung bringt dich ein erster Test…visuell am Okular…weiter, indem du den HS in seiner Fassung drehst und schaust, ob sich der Fehler am Stern mit dreht. Außerdem kontrollieren, ob sich Asti mit zunehmender Annäherung des Teleskops zum Horizont einstellt. Wenn bei beiden Aktionen kein Asti zu sehen ist, wird aller Voraussicht der FS den Fehler verursachen.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

vielen Dank für die Tipps! das klingt gut. Ich habe zwar schon seit Ewigkeiten nicht mehr visuell etwas gemacht, würde das aber einmal probieren. Vielleicht würde ich das bei Gelegenheit an einem künstlichen Stern probieren. In meiner Gegend zieht es sich jetzt leider wieder zu....

Was verbirgt sich hinter dem Horizont-Test? Meinst Du, dass wenn es am HS liegt, dass der Asti dann schlimmer wird, da sich der HS unter den seitlich wirkenden Führungskräften mehr verformt? Die seitlichen Kräfte würden dann stärker werden....

Viele Grüße und ein schönes Rest-Wochenende
Jan
 
Hallo Jan,

der Test von der Vertikalen in die Horizontale prüft mechanische Einflüsse. Hierbei könnte die Fassung bzw. die Lagerung evtl. unerwünschten Druck auf den HS ausüben und dadurch Asti erzeugen. Das gilt es auszuschließen. Ganz nebenbei bekommt man dann auch heraus wie justierstabil das System ist, wenn man einen Laser im OAZ hat und schaut, was der Laserpunkt auf dem HS macht. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Klingt gut. Vielen Dank! Werde das mal machen. Ist interessant, was da herauskommt. Viele Grüße, Jan
 
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