Astro-Physics 110mm f/6 StarFire GTX Triplet vs Askar SQA106

Starguy

Aktives Mitglied
Wenn ich mich ausschließlich für die Astrofotografie interessiere: Gibt es einen überzeugenden Grund, knapp 10.000 € für einen Astrophysics 110 mm f/6 StarFire GTX Triplet auszugeben, wenn ich mit einem Askar SQA106 für rund 3.500 € ein vergleichbares Ergebnis erzielen kann?

Wohlgemerkt: Mir geht es ausschließlich um die fotografische Leistung unter den durchschnittlichen Seeing-Bedingungen in Deutschland. Visuelle Beobachtungen spielen für mich keine Rolle.

Mich würde interessieren, wo der Astro-Physics unter diesen Bedingungen tatsächlich einen relevanten fotografischen Vorteil bietet, der den erheblichen Preisunterschied rechtfertigt.
 
Die Antwort ist ganz einfach. Spare dir die €7000.- Aufpreis für ein AP 110 und investiere das Geld in eine hervorragende Peripherie (Montierung, Kamera, Filter) sowie in die aktuellen State of the Art Bildbearbeitungstools. Am Ende wirst du selbst der limitierende Faktor sein und nicht das Teleskop.
Sobald die Optik keine größeren sphärischen und chromatische Aberationen zeigt hast du bereits den Jackpot. Und wenn dann die Mechanik auch noch solide gemacht ist wirst damit viel Freude haben.
All das erfüllt ein SQA 106 im vollen Maße.

CS,
Franz
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich würde mich da der Einschätzung von Franz anschließen.

Auch aus meinen eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Optiken würde ich solche Aufpreise zukünftig eher nicht mehr bezahlen. Gerade rein fotografisch sehe ich den Mehrwert im Verhältnis zum Preis nur sehr begrenzt. Wenn eine Optik sauber korrigiert ist, ein gutes Feld liefert und mechanisch ordentlich funktioniert, ist für mich schon sehr viel gewonnen. Aber das erfüllen heutzutage auch deutlich günstigere Optiken.

Das gesparte Geld würde ich eher in eine wirklich gute Nachführung, sinnvolles Zubehör und natürlich in eine saubere Bildbearbeitung stecken. Gerade letzteres wird aus meiner Sicht oft unterschätzt. Am Ende lässt sich damit meist deutlich mehr aus den Daten herausholen als durch den Sprung von einer bereits sehr guten auf eine noch deutlich teurere Optik. Ich habe mittlerweile so einige Aufnahmen gesehen, die mit sehr teuren Optiken an ebenso hochwertigen Remote-Standorten entstanden sind, bei denen die Bildbearbeitung am Ende trotzdem einen erheblichen Teil des Potenzials verschenkt hat....
 
Hallo,

also ich weiss nicht, ob man die beiden Geräte so einfach vergleichen kann. Es sind doch zwei ganz verschiedene Konzepte, die hier verglichen werden sollen.
Der AP ist ja ein klassischer Dreilinser mit optionalem Korrekter wärhend der SQA eine moderne Pezval-Optik ist.
3-Linser mit Korrektor: Der Abstand zum Chip muss stimmen.
Pezval: Der Abstand zum Chip ist in gewissen Grenzen egal.
Korrigiert sind beide auf Chipgrößen Vollformat (AP) bzw. Mittelformat "SQA". Wobei Astrokameras mit Chipgrößen > Vollformat eher selten anzutreffen sind.
Der wesentliche Unterschied ist somit die Verwendung der Optiken:
AP: Visuell UND fotografisch
SQA: Nur fotgrafisch
Mechanisch dürfte der AP über jeden Zweifel erhaben sein. Der SQA ist ebenfalls sehr hochwertig gefertigt, d.h. hier sind auch keine gröberen Probleme zu erwarten, auch wenn er das Niveau des AP nich erreichen dürfte.
Und ganz wichtig: Die Verfügbarkeit:
AP: jahrelange Wartezeiten, wenn überhaupt
SQA: Praktisch promt verfügbar
Damit stellt sich eigentlich die oben genannte Frage nicht, die Entscheidung ist ganz einfach:
Will ich visuell beobachten und fotografieren, habe einen prall gefüllten Geldbeutel und meine Haare sind noch nicht grau, d.h. ich habe jede Menge Zeit auf den AP zu warten: Dann AP :)
Will ich tolle Fotos machen und visuell interessiert mich nicht, mein Geldbeutel ist so lala gefüllt und meine Haare sind schon grau, d.h. ich habe keine Zeit zu warten: Dann SQA ;)
 
Zurück
Oben