Astro Refraktor 90 mm Öffnung mit 900mm Brennweite

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Astronaut

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Hallo!

hat jemand von euch erfahrung mit diesem teleskop:

Astro Refraktor90 mm Öffnung mit 900mm Brennweite öffnungsverhältnis f/10
1,25 Okularauszug 1,25 zenitspiegel Kellner 25mm und Kellner 6mm Sucher 6x30
parallaktische Montierung Astro-3 für 268 Euro

würde sich ein kauf lohnen als anfänger möchte halt mars, jupiter, saturn auch mit betrachten da ein fernglas zu schwach ist mit 7x50

MfG

Astronaut

 
das gerät ist ein gutes allroundgerät, das du
sowohl für besagte planeten, als auch für
deepsky-objekte verwenden kannst.

der preis ist ebenfalls in ordnung.

lediglich die montierung astro3 ist etwas
schwach für diesen langen refraktor.
du mußt halt damit rechnen, daß das bild beim
scharfstellen bei vergrößerungen über 100fach
stärker zittert.

wenn du mehr budget hast, nimm für das gerät
eine stabilere montierung, zb. die astro5.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo,

noch eine Bemerkung dazu: Am Wochenende habe ich einen 90/900 auf dem Taubenberg in Aktion erlebt. Die Astro 3 schien mit dem Tubus recht gut fertig zu werden, aber es handelte sich um das Modell von Synta, nicht den TS Astro. Und das bedeutete, neben dem besseren Auszug und der dem Standard-Sucherschuh in erster Linie vernünftige Rohrschellen und eine lange Prismenschiene. Das dürfte die Stabilität des Ensembles doch deutlich verbessert haben.

Aber AFAIR ist diese Variante auch schon wieder ein Stück teurer. Wie genau ist denn Dein Budget limitiert?

Jetzt müßte eigentlich bald der unvermeidliche Hinweis auf den GSO DObson kommen...

CS, Gernot
 
Ergänzung

Es handelt sich um das Teleskop vom Teleskopservice.de auf der Seite der Einsteigergeräte.

MfG

Astronaut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hi Astronaut!

Über das von Dir gewählte Gerät kann ich nicht viel sagen, da ich kein solches habe. Schlecht für Planeten iss'es sicher nicht, bei entsprechender optischer Qualität. (die auf'm Papier z.T. auch autonom existieren kann... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Binoviewer hat mit seinem Montierungs-Hinweis jedoch ganz sicher nicht unrecht: eine Montierung kann nämlich gar nie "zu stabil" sein! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> (höchstens zu schwer, zu wenig feinfühlig, oder zu teuer..)

Du könntest aber auch 30.- Euro drauflegen und wärst dann in der Preisklasse des 6" GSO-Dobsons...

Vor- und Nachteile :

+ Spiegelteleskope haben keinen Farbfehler (okay, der Farbfehler eines 90mm f/10 Linsenfernrohres dürfte sich auch in Grenzen halten)

+ grössere Öffnung (auch noch mit Berücksichtigung der Abschattung durch den Umlenkspiegel..)
= mehr Auflösungsvermögen (Mond, Planeten)und auch mehr DeepSky-Eignung (Nebel, Galaxien)

+ grössere Brennweite (gut für Planeten, für DeepSky nicht unbedingt. Jedoch fangen 152mm Öffnung wesentlich mehr Licht als 90mm...)

- ein Newton muss ab&zu nachjustiert werden. (Dies kann aber mit einer Angebohrten Fotofilm-dose & etwas Geduld problemlos selber erledigt werden. Gehört quasi zum "allgemeinwissen" jedes Teleskopbesitzers...)

- Mit einem Dobson kann praktisch nicht fotografiert werden, da er nicht (bis auf ein paar wenige Modelle) motorisch nachgeführt werden kann. (jedoch ist 6" noch eine Grösse, welche sich bei Bedarf auch auf ein nachgekauftes, motorisiertes Stativ aufschnallen lässt)

und noch einige +'ens und -'ens mehr, wo jedoch die persönliche Zu- und Abneigung eher eine Rolle spielt, als die "harten fakten".

Wenn Du "ja" zum Spiegel sagen kannst, aber "nein" zum Dobson, dann habe ich Dir noch einen Teleskop-Tipp:

Das "TAL1". Es wird nicht nur wegen der guten Optik, sondern auch wegen der stabilen Ausführung (Tubus und Montierung!) hoch geschätzt. Es wird auch unter den Handelsnamen "Siberia110" oder "Galaxy110" verkauft.
Googel'einfach mal...

Grüsse, Silvio
 
Servus alle zusammen,

ich bin der genannte Sternengucker, der am Samstag auf dem Taubenberg war, und zwar mit einem
Synta 90/910 vom Wolfi auf Astro-3.

Tom hat recht, die Montierung ist die untere Grenze, taugt aber schon recht gut zur visuellen Beobachtung.

Gernot hat auch recht, es lässt sich damit gut arbeiten, das Wackeln beim Scharfstellen hält sich in Grenzen.

Und wenn das dann auch erst mal gemacht ist, und die Montierung einigermassen eingenordet ist,
lässt es sich mit den beiden Wellen gut nachführen, ruckelfrei und feinfühlig.

Ich würde aber beim Kauf auf längere Wellen bestehen, Wolfi hat auch welche, die erheblich flexibler sind als die Originalwellen.

Ansonsten: ich habe den Refraktor sowohl mit Zenitspiegel, als auch mit Zenitprisma betrieben, und bin der Meinung, das Prisma liefert noch ein wenig bessere Werte als der Spiegel.

Ein zusätzlicher Kontrast-Booster kann den ohnehin nur schwachen Farbfehler bei stärkerer Vergrösserung gut ausgleichen.

Am Mond und Planeten erziele ich sehr gute Ergebnisse, z.T. lässt sich locker bis 200-fach vergrössern, ohne Kontrastverlust und Schärfe einbruch.

Deepsky ist auch drin, z.B. M13, M2 und M15 sehen sehr schön aus, M57 ist bereits als ovaler Kringel mit dunklem Inneren (indirekt) sichtbar.

Alles in allem, habe ich den Kauf bisher noch nie bereut!!! Im Gegenteil, ich nehme ihn sogar momentan öfter her als meinen 8"-Dobson. Auf dem Taubenberg hatte ich beide dabei, und bin öfter hin- und hergesprungen, weil jeder für sich eine tolle Abbildung liefert.

Also: Kaufen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
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