Astro-SW mit spezieller Funktion

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stardreamer

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Hallo SW-Freaks,
gibt es eine Astro-SW, bei der man Sternenkarten ausdrucken kann - so und jetzt kommts - die die Sterne bis zB. 10 mag und zusätzlich nur Deep-Sky-Objekte zeigen, die man angegeben hat.

Also z.B. Sternbid mit Sternen 10 Mag mit M 51, M 63, dazu noch NGC 5198, 4485, 4490 und sonst keine Objekte?

Mit meinem Guide 8.0 bekomme ich es nicht

Recht herzlichen Dank für Infos und Tips und cs
Uli
 
Hi!

Guide kann das, wenn Du etwas Handarbeit investierst - und einen Katalog mit deinen Objekten anlegst, den Du unter "Extras - Anwenderdatensätze" einbindest.

Du brauchst eine .tdf-Datei, in der drin steht, wo die Daten liegen, und eine Datei, in der die eigentlichen Daten drin sind.

Lies mal im Handbuch Kapitel 10 (Spezielle Kataloge, hier auf Englisch ).

Eine .tdf kann so aussehen:

file EigeneKataloge\Eigene_Galaxien.txt
title Eigene: Galaxien
RA H 17 2
RA M 19 2
RA S 21 4
de d 31 3
de m 34 2
de s 36 2
text 1 16
type 4
sizm 53 5
resize .5
~b 1 16 Eigene: %s\n
goto spaces # Ignore extra spaces in 'go to'
goto case # Ignore upper vs. lower case in 'go to'
label spaces # Remove extra spaces in the labels
shown 0
end

Die Datendatei zum Beispiel so:
NGC 55 001508.0 -391312 8.4 31.20 5.9 108 G
M110 004022.1 +414105 8.9 19.50 11.5 170 G
Dummerweise löscht die Forensoftware sämtliche Leerzeichen - die Koordinaten müssen immer in der selben Spalte stehen. Du kannst zum Beispiel eine Excel-Datei als Text mit fester Spaltenbreite exportieren.

Damit die Objekttypen stimmen, solltest Du für jeden Objekttyp eine eigene Datei (tdf und Daten) anlegen.

Die Messier- und NGC-Kataloge gibt's online, da musst Du dann halt alles rauslöschen, was Du nicht brauchst.

Eigene Objekte kannst Du natürlich auch zufügen.


Mit Overlays bearbeiten kannst Du auch direkt was einzeichnen.

Gruß,
Alex
 
Für Eye&Telescope seit Version 1.0 überhaupt kein Problem.

Du wählst eine neue Sternkarte und kannst dann die Objekte einzeln nach Namen einfügen (normalerweise kommen sie in E&T komfortabler in die Karte).

Ich habe das mal gemacht und Dir an Deinen GMX-Account geschickt. Hier kann man leider keine ZIPs anhängen.

Gruß,
Tom
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da sieht man mal wie viel Spaß der Anwender hat, wenn jeder SW-Autor sein eigenes (umständliches) Dateiformat verwendet.

Per GUI wie in Eye&Telescope klingt da schon komfortabler. Eigentlich genau dass, was eine SW auch tun sollte: Dem Benutzer die Arbeit abnehmen, statt neue zu bereiten. ^^

 
Hi!

Ja, eine Text-Datei auszulesen ist schon knifflig, vor allem weil Du die Daten häufig als Textdatei mit separater Beschreibungsdatei erhälst :-)
Es kommt wohl auf die Menge der Datensätze an, ob es umständlicher ist, sich alles zusammenzuklicken, oder die Daten in Excel o.ä. zu sortieren, und alles rauszulöschen, was man nicht braucht. Und darauf, wie man lieber arbeitet.

Zum Glück gibt's mittlerweile für jeden was, das größte Problem ist, die Funktionen auch zu finden...

Gruß,
Alex
 
Naja, das Dateiformat ist nur die eine Sache. Die andere ist diese umständliche Sichtweise, wie viele Programme ihre Daten in "Katalogen" organisieren. Wenn ich ein Objekt auf einer Karte sehen oder am Himmel finden will, dann interessiert es mich i.d.R. überhaupt nicht, in welchen Katalogen es verzeichnet ist. Im Gegenteil: ich will nicht wissen müssen, in welchen Katalogen oder Datensätzen des Programms die Daten von NGC xyz stecken - das muss das Programm handlen, nicht der Anwender.

Aber weil das meistens nicht so ist, stellen Nutzer zum 42187.ten Mal die Frage, warum sie in CdC oder sonstwo "ihr" Objekt nicht sehen. Und dann ommt wieder die Antwort "weil Du den passenden Katalog nicht aktiviert hast".

Das Ganze findet man ja auch in Funktionen zum Nachschlagen von Objektdaten: Du musst WISSEN, in welchem Katalog das Objekt ist, sonst findest Du es nicht. Nun stell' Dir mal vor wie nützlich Google wäre, wenn Du nur mit der Angabe einer Domain suchen könntest. Dafür benutze ich doch gerade eine Suchfunktion, dass ich das nicht wissen muss!!

Übringens: bei Guide 8 würde ich die "Private Objektliste" benutzen, dort die genannten Objekte einfügen und dann in der Auswahl der Kataloge (Aaargghhhh, nicht schon wieder) alle anderen deaktivieren.

Viele Grüße,
Tom
 
Hallo Tom,

recht herzlichen Dank für Deine Erklärungen und Mühen (auch mit PN)! Ich habe heute über meinen Händler deine SW bestellt!

Dank und cs
Uli
 
Hallo Tom,

100% Zustimmung!
Sicher spielt auch die Idee - den Kunden an sich zu binden, wenn das Dateiformat möglichst ausgefallen ist - auch mit eine Rolle.

Ich hoffe wir können zusammen noch den ein oder anderen (Hobby)-Programmierer überzeugen seine SW benutzerfreundlicher zu machen.

Wie findest du denn die Lösung in Planetensuche, insbesondere das XML-Dateiformat?
 
Hallo Gerd,

ich muss gestehen, dass ich mich mit Deiner "Planetensuche" nur sehr oberflächlich befasst habe. Deine Absichten mit der Software sind andere als die, die wir mit unserem XML-Standard verfolgen. Planetensuche strukturiert die Objektdaten anders, was völlig legitim ist, weil Du ja was Anderes damit machen möchtest.

Derzeit richten wir in unserer XML Arbeitsgruppe eine ganze Menge neu aus. Zunächst einmal sind wir dabei, in die Google Gruppe "openastronomylog" umzuziehen. Dies wurde beschlossen, weil die Google Gruppen erlauben, dass man unkompliziert Dateien öffentlich zur Verfügung stellt, ohne dass die Interessenten dazu wie bei Yahoo der Gruppe beitreten müssten. Wir wollten damit offener werden. Beitritt ist also nur sinnvoll bzw. notwendig, wenn man mitarbeiten oder als Entwickler seine Fragen an die Community richten möchte. Wenn Du möchtest, dann tritt einfach unserer Google Gruppe bei. Jaja, die Kröte "Google" habe ich nur wiederwillig geschluckt...

Als zweites haben wir ein unserem Standard einen neuen Namen verpasst. Statt dem historisch gewachsenen und intuitiv völlig aussagelosen Kürzel "COMAST" heisst es nun "OpenAstronomyLog". Es wird dafür ähnlich wie bei ASCOM ein Logo geben, dass Anwendungen tragen dürfen, die Export oder Import von Kern und/oder Erweiterungen (dazu gleich) implementieren. Wenn wir einen Kurznamen brauchen, so lautet er <OAL> - die spitzigen Klammern sollen auf die Verwendung von XML hinweisen.

Nun zum Wichtigsten, dem Inhalt: bisher gab es nur zwei verfügbare Anwendungen, die das Format benutzten: Dirk Lehmanns "ObservationManager" und Eye&Telescope. Vor ein paar Monaten ist Phyllis Lang bei uns eingestiegen. Sie entwickelt ihren "Deep Sky Planner" und will <OAL> für Logging ebenfalls einsetzen. Auch das von belgischen Profis entwickelte www.deepskylog.org bereitet die Nutzung vor. Export funktioniert im Testbetrieb schon, Import kommt sicherlich auch irgendwann. Und es gibt noch zwei Entwickler kommerzieller und gut bekannter Anwendungen, die einer Nutzung von COMAST aufgeschlossen sind.

Mit zunehmender Anzahl von Clients ist es aber unzumutbar, dass Erweiterungen des Formats zwangsweise die Anpassung aller Clients erfordern. Konkreter Anlaß war, dass Dirk seinen OM um Veränderliche Sterne erweitert hat. Damit hat aber weder das deepskylog.org noch E&T etwas am Hut. Oder denke an ein spezialisiertes Log für Astrofotografie, das meinetwegen noch Angaben zur Bildbearbeitung führt.

Als Lösung haben wir nun mit Version 2.0 des Schemas einen Meilenstein definiert, der einen gemeinsamen Nenner definiert. Gleichzeitig haben wir das Schema in einen Kern und "Erweiterungen" (z.B. und für mich am wichtigsten für eep Sky) aufgeteilt. Die neue Erweiterung für Veränderliche benutzt dann die Typdefinitionen aus dem Kern und fügt die spezifischen Angaben hinzu. Eine Anwendung die nichts mit Veränderlichen zu tun hat, kann dann auf Wunsch sogar das entsprechende include im Master-XSD rausnehmen und "sieht" die für sie irrelevante Erweiterung nicht. Anwendungen können dann explizit damit werben (oder darüber informieren) welche Erweiterungen von <OAL> sie benutzen.

Es soll ein SDK und "Extension Guidelines" geben, damit Entwickler wissen, wie sie kompatible Anwendungen bauen und auch bei Bedarf Erweiterungen im Sinne des Standards formulieren können.

Du siehst, wir machen jetzt Ernst. Bald wird es möglich sein, die in der deutschen Deep Sky Liste gesammelten Beobachtungen in deepskylog.org zu importieren. Damit stünde dann ein Bestand von ca. 45000 (!) Beobachtungen online zur Verfügung. Ich denke kaum, dass andere Datensammlungen im Web einen derartigen Umfang aufweisen. deepskylog.org ist eine ganz starke Ansage und unterstreicht eindrucksvoll, warum <OAL> gewinnen wird. Ich habe da nicht die leiseste Spur eines Zweifels, auch wenn das Leute wie der engstirnige Greg Crinklaw nicht glauben.

Viele Grüße,
Tom
 
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