Astrofotografie für 700-800 Euro?

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Einherjer

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Hallo Forum :)

Ich wollte gern in nächster Zeit in die Astronomie einsteigen und mir ein Teleskop kaufen.

Leider habe ich nur wenig Geld dafür übrig, eben oben genannte 700-800 Euro (alleraller-höchstens ;)

Das damit vernünftige Astrofotografie quasi unmöglich ist, habe ich schon in einigen Beiträgen gelesen.
Allerdings würde ich nur sehr ungern auf die Astrofotografie verzichten, da ich fototechnisch stark vorbelastet bin.

Wenn ihr mir hier jetzt bestätigt, dass es für dieses Geld definitiv keine vernünftige Lösung gibt, werde ich mir einen dobson holen und leider leider auf die Astrofotografie verzichten müssen.

Aber ich hoffe eben doch noch auf einen heissen Tip mit dem ich selbst mit diesem bescheidenen budget etwas anständiges auf die Beine stellen kann.

Bin für alle Tipps dankbar!

Gruß
Sven
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sven!

Dein Budget hast Du ja schon mal vorgelegt.
Wenn Du noch Angaben zu den folgenden Fragen machst, wirst Du wahrscheinlich eher zielführende Antworten erhalten, an denen Du Dich dann orientieren kannst.

Denn: Astrofoto ist nicht gleich Astrofoto! Mein erstes Astrofoto war ein simples Digiknipsefoto von der Venus über der Skyline in der Dämmerung, mein zweites der Mond durch mein Fernglas (!), mein Drittes durch mein Kugeldobsi und mein letztes durch mein Lidlskop. Alles bis auf die Venus keine wirklich vorzeigbaren Bilder, aber meiner Frau und mir hat's trotzdem riesen Spaß gemacht. Wenn ich mir dagegen die hier im Forum präsentierten Bilder anschaue :o :respekt:


1. Besitzt Du bereits eine Kamera? (DSLR, DigiKnipse, analoge SLR, Webcam) und evtl. einen Laptop?

2. Worin siehst Du fotografisch Deine Interessenschwerpunkte? (Deep sky, Planeten, Mond, Sternfelder)

3. Worin siehst Du visuell Deine Interessenschwerpunkte? (Deep sky, Planeten, Mond, Sternfelder) Denn: Sowie ich Deine Fragen verstehe, möchtest Du mit dem einen Gerät sowohl beobachten als auch fotografieren.

4. Was ist Dein derzeitiger fotografischer Anspruch? (Hochglanz-veröffentlichungsgeeignet - nett anzusehende und vorzeigbare Bilder - Bilder zur eigenen Dokumentation, Ergänzung der eigenen visuellen Beobachtung oder rein Spaß an der Freud', auch mal selbst astromäßige Bilder zu schießen, s. meine Beispiele)

Je nach Anspruch und Schwerpunkt könnte die Antwort dann doch durchaus lauten: Ja, das ist für das Geld vernünftig möglich! Wenn man dann Feuer fängt, werden die höheren Investitionen automatisch kömmen, denke ich.

Viel Erfolg bei Deiner Entscheindungsfindung!
CS
Je

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi danke für die schnelle Antwort.
Da hab ich erst noch gelesen was ihr alles wissen müsst um vernünftige Tipps zu geben und dann vergess ich doch die Hälfte ?)

Zitat von jelee:
1. Besitzt Du bereits eine Kamera? (DSLR, DigiKnipse, analoge SLR, Webcam) und evtl. einen Laptop?

Ja, ich besitze eine Canon EOS 5D. Einen Laptop leider nicht.

2. Worin siehst Du fotografisch Deine Interessenschwerpunkte? (Deep sky, Planeten, Mond, Sternfelder)

Ich geb mal die wohl meist gefürchtetste Antwort: Alles! :totlach2:

3. Worin siehst Du visuell Deine Interessenschwerpunkte? (Deep sky, Planeten, Mond, Sternfelder) Denn: Sowie ich Deine Fragen verstehe, möchtest Du mit dem einen Gerät sowohl beobachten als auch fotografieren.

Ja das eine Gerät soll für beides sein.
Mich interessieren Mond und Planeten sehr, allerdings kann ich nich so richtig abschätzen, ob das auf lange Zeit gesehen interessant ist oder ob man sich da schnell "satt sieht"?

4. Was ist Dein derzeitiger fotografischer Anspruch? (Hochglanz-veröffentlichungsgeeignet - nett anzusehende und vorzeigbare Bilder - Bilder zur eigenen Dokumentation, Ergänzung der eigenen visuellen Beobachtung oder rein Spaß an der Freud', auch mal selbst astromäßige Bilder zu schießen, s. meine Beispiele)

Fotografieren ist eben auch eines meiner Hobbies und ich würde einfach nur gerne das was ich sehe festhalten können. Also "Spaß an der Freud" und "Doku" würd ich mal sagen.
 
Hallo Sven,

wilkommen an Bord.

Also zum Thema Fotografie hast du ja schon einiges hier gefunden wie ich das heraushöre, 800 Ören sind schon ein sehr ordentliches Budget für den Einstieg, wenn es denn nun wirklich die Astrofotografie von Anfang an sein soll, da raten die meisten von ab, nicht weil Astrofotografie etwas verwerfliches ist oder 10 Kilo€ erfordert, sondern primär weil man besser fährt wenn man zunächst mal den Himmel kennenlernt und geniesst, dann kann man imho jederzeit noch nachziehen und sich der Fotografie widmen.

Das es für dein Budget schon ein gut ausgestattetes 8" Dobsonteleskop gibt weisst du ja auch schon, ich würde sogar noch weitergehen und sagen mit der vorhandenen DSLR könntest du für kleines Geld noch erste Fotoversuche mit der Piggyback-Methode in Angriff nehmen (aufgesattelt, also nicht fokal durch ein Teleskop). Entweder ganz günstig unter 100€ mit einem kleinen Refraktor à la Lidlscope (70/700 auf Astro3) oder über den Gebrauchtmarkt mit einer etwas größeren motorisierten Montierung mit der du dann Erfahrungen mit geringen Brennweiten und Übersichtsaufnahmen sammeln kannst. Das mit dieser Methode schon sehr beachtliche Bilder enstehen können siehst du zum Beispiel hier auch von einem Astrofotografieneuling gemacht (die benutzte Montierung gibts nackt und neu für knapp 200€ - gebraucht für den Preis schon voll motorisiert).

Weiterhin die schon obligatorischen Tipps:

1.) In die praktische Materie einlesen bei www.deepskybrothers.de - http://www.svenwienstein.de - und vieleicht findest du ja auch brauchbare Hinweise auf meiner Seite, da gibts auch einen kleinen Artikel zur Astrofotografie...

2.) Geräte verschiedener Art (Dobsons, parallaktische Geräte, dazu den Unterschied zwischen Refraktoren und Spiegelteleskopen) unbedingt versuchen live anzuschauen, sich mit deren Besitzern zu unterhalten und mal selbst Hand an zu legen, kein Link und keine kluge Hilfestellung kann das ersetzen... Denn es gab auch bei mir 3 Erlebnisse durch die ich erst konkrete Vorstellungen bekommen habe. Das erste war der Anblick eines 6" Refraktors samt parallaktischer Montierung, man macht sich gar keine Vorstellungen wenn man die Produktbeschreibung liest was das für ein Kawenzmann ist. Das zweite war das erste Mal Hand an die Stangen eines Dobsons zu legen, vorher wäre das für mich nie in Frage gekommen, muss man einfach ausprobieren, und das dritte war beim Aufbau und Ablauf einer Fotosession zuzuschauen, mich wunderts heut noch wie das ganze Zeug (Montierung+Teleskop+Kamerazubehör+Stromversorgung+Notebook und und und) in das kleine Auto gepasst hat und dass es mehr als 1 1/2 Stunden gedauert hat bis sich die Blende das erste Mal geöffnet hat, während die visuellen schon lange zu Gange waren...

Viele Grüße Benny
 
weil man besser fährt wenn man zunächst mal den Himmel kennenlernt und geniesst, dann kann man imho jederzeit noch nachziehen und sich der Fotografie widmen

Das klingt in meinen Ohren sehr plausibel!
Ich weiß nicht, ob es sich wirklich so zugetragen hat. Aber mir wurde die Geschichte von einem sog. 'Fotoprofi' mit einer über 2000 Euro schweren Ausrüstung erzählt, der gefragt haben soll: "He, kannst du mir mal den Orionnebel einstellen, damit ich ihn fotografieren kann" :totlach:

Ich geb mal die wohl meist gefürchtetste Antwort: Alles!
Tja, wer will das nicht: Alles! :D

Also, ich hab mich hier in diesem Forum relativ früh belehren lassen, dass das mit den Fotos alles nicht so einfach ist, und bin froh drum, dass ich mich aufs Visuelle beschränkt habe ("...es mehr als 1 1/2 Stunden gedauert hat bis sich die Blende das erste Mal geöffnet hat, während die visuellen schon lange zu Gange waren..." Neinnein, nicht für mich! :neinnein: Schon gar nicht nachts!)

Daher kann ich zwar nicht wirklich was Gescheites sagen, was die Geräteempfehlung angeht. Aber damit sich die Meinungen der Fachleute hier daran entzünden mögen, schlage ich mal eine Kombi vor, die mir interessant vorkommt:

Synta Newton 150/750: 150 Euro
GP-E: 320
Stativ: 45
Nachführung: 220
Polsucher: 70
Summe: 800 Euro, allerdings sind da keine Okulare noch ein Leitrohr und weiteres Zubehör dabei :D :D
Günstiger mit einem GP-Klon.

Für Planeten brauchst Du wohl eine Webcam mit Computeranschluß (Laptop oder ein langes Kabel :D )

Hier mal mein billiges Astrofoto Nr. 4 von gestern: Skylux 70/700, Okularprojektion (Hyperion Zoom auf 12 mm), Canon Digital Ixus 30, 1/80 s, freihand gehalten :schwitz:, Umwandlung in Graustufenbild, Verkleinerung auf 50 %, leichte Schärfung in IrfanView
Link zur Grafik: http://foto.arcor-online.net/palb/alben/52/3927452/1400_6135656637643564.jpg

CS
Je

 
Hallo Sven,

zuerst mal noch ein Willkommensgruß von mir.

Ich denke ich bin in einer ähnlichen Situation, dass ich fotografisch vorbelastet bin aber nicht genug Geld übrig habe um richtig einzusteigen.

Die großen Investitionen werden fällig wenn mit der Kamera durchs Teleskop fotografiert und automatisch nachgeführt werden soll. In dem Fall sind meist auch die langen Belichtungszeiten fällig, die eine hohe Nachführgenauigkeit und damit teure Montierung erfordern.

Die Himmelsobjekte sind aber dertart vielfältig, dass man auch im Bereich kürzerer Brennweiten und Belichtungszeiten einiges fotografieren kann. Da wird dann die komplette Kamera (mittleres Tele) parallel zum Teleskop montiert und visuell/manuell mit dem Teleskop nachgeführt. Das habe ich selbst schon praktiziert, sogar mit einer Bridgekamera ging da schon was - eine DSLR kann ich mir nämlich auch nich leisten ;-).

Mit diesem Ansatz kommst Du auch mit den 700 bis 800 Euro hin. Ich merke es gerade selbst - das Lernfeld hier ist riesig, die Erfahrungen, die ich gerade mache werden mir irgendwann auch bei der "richtigen" Astrofotografie zu gute kommen. Und was das entspannende im Vergleich zur anderen Fotografie ist, die Motive laufen nicht weg ;-).

grüße Aebby
 
Danke euch für die vielen Anregungen.

Was haltet ihr von folgender Überlegung:

Ich kaufe mir einen 8" dobson, oder vielleicht sogar einen grösseren. Jedenfalls einen den man später noch auf eine zur Fotografie geeignete Montierung packen kann.
Dazu noch eine schnelle Frage: Lohnen sich die Mehrkosten für den teureren Spiegel beim GSO-dobson?

Ich werde dann erstmal ganz langsam in die Astrofotografie einsteigen (Mondfotos durch den dobson versuchen, vielleicht piggyback mit nem Billigscope etc.)

Habt ihr noch ein paar Tipps für mich, was ich für Okulare haben sollte und was an sonstigem Zubehör. Bin da ziemlich überfordert.
Einen Karkoschka (heisst das so?) habe ich schon, immerhin ;)
Ist ein Justierlaser empfehlenswert?
etcetc. ;)


 
Hi!

Also mit deiner EOS 5D bist du, was die Kamera angeht schon mal sehr gut ausgestattet.
Ich nehme auch mal an, dass du das eine oder andere Objektiv und einen Fernauslöser besitzt.

Du könntest mal ganz simpel damit anfangen die Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ zu stellen und Bilder mit geringer Belichtungszeit zu addieren.
Damit bekommt man auch schon nette Bilder hin und du lernst schon mal den Umgang mit verschiedenen Programmen zur astronomischen Bildbearbeitung kennen.

Der Dobson ist natürlich eine gute Möglichkeit den Himmel kennenzulernen. Aber wenn es gezielt in Richtung Fotografie gehen soll, dann solltest du auch über einen 6-Zoll Newton oder einen ED80 auf Vixen GP nachdenken. Beides sind auch schon schöne Beobachtungsinstrumente und du könntest deine Kamera mit einem Objektiv nachführen.

Bis du dann soweit bist, dass du mit längeren Brennweiten fotografieren willst, wird es dauern.
 
Ich bin zwar noch nicht lange dabei, aber ich kann dir sagen wie das ganze bei mir ablief.
Ich wollte umbedingt ein Teleskop, natürlich auch eines mit dem man fotografieren kann, ich hatte allerdings nicht so viel Geld zu verfügung. Schlieslich habe ich mir ein Bresser Messier R-90, eine Nachführung in der RA-Achse und ein T2 ring gekauft.

Natürlich kann ich damit keine wunderschönen Deepskyaufnahmen machen, aber für Übersichtsaufnahmen, Mond und Planeten langt das erstmal.
Ich arbeite nun schon seit 8 Monaten mit dieser Ausrüstung, und je mehr Erfahrung ich sammle, desto schöner werden die Fotos.

Ich würde empfehlen dass du dich nach einem Newton auf einer guten Montierung umschaust.
Der 200/1000 Newton von Skywatcher beim Teleskop-Service z.b. währe doch eine feine Sache zum Einstieg. Du könntest ihn auf die EQ-5 packen und dir dazu eine Nachführung kaufen, damit währst du bei ca. 640€!
Oder du sparst noch ein bischen und kaufst dir die HEQ-5 mit dem selben Newton für 900€, was Fotografisch sicher besser währe.

Mit dem Newton könntest du Visuell sehr gut arbeiten, und die Montierung kannst du zum nachführen deiner Kamera mit Teleobjektiv verwenden.
Für Deepsky aufnahmen durchs Teleskop ist das natürlich zu schwach.

Gruß und CS,
Florian
 
Zitat von Einherjer:
Ich kaufe mir einen 8" dobson, oder vielleicht sogar einen grösseren. Jedenfalls einen den man später noch auf eine zur Fotografie geeignete Montierung packen kann.

*Hmmm ... ein Dobson ist eine feine Sache, allerdings wird es bei mehr als 8 Zoll richtig teuer, die Röhre später parallaktisch UND fotografisch präzise zu montieren.

Mir fehlt die Erfahrung um allgemeingültig zu beraten, ich kann nur sagen bei welchem Gerät ich gelandet bin. Nach der 114er Einstiegsröhre habe ich jetzt einen 750 / 150 Newton auf einer Montierung (Vixen NP). Damit geht alles ein bisschen - manche würden sagen nichts richtig - aber immerhin. Damit werde ich jetzt ein Weilchen weiter beobachten und fotografieren und danach entscheiden, ob ich mir eine bessere Montierung (DX oder GM8) oder einen großen Dobson (12er) zulege, je nach dem wo sich mein Schwerpunkt hin entwickelt.

grüße Aebby
 
Hallo Sven,
ich habe zwar wenig Plan mit DSLR am Teleskop aber möglicherweise sollte man folgende Überlegung mit einbeziehen: Falls Du ernsthaft in die Astrofotographie einsteigen möchtest wäre es m.E. sinnvoll, sich nach einem Gerät umzusehen, das auch für Fotographie optimiert ist und zwar besonders im Hinblick auf die Ausleuchtung des CCD und das Öffnungsverhältnis.
Ich könnte mir vorstellen, daß z.B. die Dobsonteleskope eher auf visuelle Beobachtung ausgelegt sind. Das bedeutet evt. langsames Öffnungsverhältnis und/oder zu kleiner Fangspiegel. Ein fotographisch optimiertes Gerät wäre z.B ein Vixen R200SS. Das kannst Du Dir ggf. mal bei Namensvetter Sven anschauen. Vielleicht kann hier der eine oder andere Experte dazu noch etwas sagen.
Gruß,
Manuel
 
Hi,
die Forderung gleich alle zu wollen ist so verständlich wie nicht erfüllbar. Astronomie ist nur ein Oberbegriff, der viele Aspekte kennt. Mit der Zeit und ersten Erfahrungen wirst Du und Deine Interessen Dich entwickeln und spezialisieren. Ob dann Foto wirklich rauskommt, weiß man nicht. Nicht selten wird es bei ein paar Versuchen bleiben und dann ad acta gelegt.
Deshalb empfehle ich Foto zum Einstieg auszuklammern und erst mal mit Beobachten allein anzufangen. Geräte kennen lernen, orientieren und reinschnuppern. Der Rest kommt schon.
Da hast Du auch mit dem Budget die Möglichkeit einges an Seherlebnis zu erwerben.

Was Du sehen und machen willst ist eine Komponente der Entscheidungsfaktoren. Daneben gibts noch andere. Transport, Lagerung Handhabung und und und... Wie sehen denn die Gedanken dazu aus?
CS
 
Boah ich werd noch irre :krank:

Ihr gebt mir soviele Tipps....das ich garnich mehr weiss was ich machen soll :totlach2:

Da hatte ich mich gerade etwas auf einen 8" dobson eingeschossen, dann kommen Vorschläge die mich davon fast schon wieder abbringen.

Die Idee erstmal mit nem kleinen Newton zu starten ist sicher auch nicht verkehrt...

Zitat von NGC1672:
Ein fotographisch optimiertes Gerät wäre z.B ein Vixen R200SS

Oh ja das wäre was, aber leider viel zu teuer :(

Zitat von Antares:
Daneben gibts noch andere. Transport, Lagerung Handhabung und und und... Wie sehen denn die Gedanken dazu aus?
CS

Also mich störts nich wenn ich n bischen mehr schleppen muss. Auto hab ich auch.

Übrigens bin ich mir eben schon ziemlich sicher das ich definitiv auf die Astrofotografie hinnaus möchte, eben gerade, da die Fotografie ansich ja schon ein Hobby von mir ist.
Wäre schon sehr verwunderlich wenn ich dann überhaupt kein Interesse an der Astrofotografie hätte :)

Am meisten ziehts mich aber wenn ich wieder drüber nachdenke momentan doch zu nem 8" dobson. Mit dem kann ich erstmal einfach nur gucken und ihn dann später aufrüsten um damit in die Astrofotografie einsteigen zu können (falls ich dann irgendwann mal wieder Geld für sowas habe).
 
Hi Sven,

ja ich denke auf diese Weise (erst mit 8" Dobson den Himmel und das Hobby kennenlernen und dann in Fotografie einsteigen) wirst du das meiste Seherlebnis haben, was am Anfang ja doch sehr wichtig ist um bei der Stange zu bleiben. Und wie gesagt, schau mal in 2-3 Monaten hast du dann vieleicht schon wieder genug nebenhin gelget um dir eine gute gebrauchte Montierung zu kaufen um mit einem kleineren Teleskop Piggybackversuche zu starten :super:

Viele Grüße Benny
 
Hallo Sven,

die Frage ist: wieviel willst Du ausgeben für die Okulare und welche Ansprüche hast Du an Gesichtsfeld und Randschärfe?

Dann kommts noch etwas drauf an wo Du beobachtest.

Die beiliegenden Okulare kann man verwenden, sind aber in der Leistungsfähigkeit bzw. Verwendung eingeschränkt:
Das beiliegende 42mm-Okular liefert Dir bei nem F/6-Gerät 7mm Austritsspupille - sehr viel, wenn man unter aufgehelltem Himmel beobachtet.
Das 12mm Super Plössl ist nett, hat aber ein relativ kleines Gesichtsfeld.

Ich würds an Deiner Stelle so machen: nimm den einfacher ausgestatteten Dobs für 300 Ocken und steck das Geld in Okus (Lüfter kann man leicht selbst anbringen, statt Crayford einen Konopfautomaten anbringen wenns sein muss).

Beliebte Empfehlungen für Okus sind:

Preisrahmen 200-300EUR: ein TSWA32 oder BW30 und drei Goldkantenokus (z.B. Tsswm) mit 15,9,6mm Brennweite. Das 25er kannst Du als Zwischengröße erst mal weiterverwenden.

Preisrahmen 500EUR: wieder TSWA32 und statt der Goldkanten Hyperion-Okulare ähnlicher Brennweite

Preisrahmen 1000EUR: Jetzt wirds eher eine Glaubens- und Geschmacksfrage -
Vielleicht ein 27mm Panoptic, ein 13mm LVW und je ein 8mm und 5mm Hyperion.

Je nach Vorliebe kann man die teuren Okus aus anderen Brennweitenbereichen nehmen, z.B. anstatt des 27mm Panoptic lieber ein 9mm Nagler/Meade/Pentax etc. Ich selber finde das 13mm LVW jedes mal wieder fantastisch.

Ich würde auch einen Justierlaser und einen Nebelfilter in Betracht ziehen - und natürlich die Basics: Rotlichtlampe, Sternatlas, Warme Mütze ;-).

Es werden sicher viele Meinungen über die Okulare eintreffen, wenn Du mehr Geld ausgeben möchtest. Hier gilt dann: möglichst vorher testen ob Dir solche Edelteile auch wirklich zusagen und obs Dir die Ausgabe wert ist.

CS

Klaus
 
Hallo,

ich tendiere auch zu der "einfacheren" Variante wie Klaus. lass Dich nicht auch die Rolle(nlager) heben, Teflonlager ist besser (und leicht zu tunen aber das kommt später/bei Bedarf).

Beginner suchen und wollen finden, also empfehle ich zum optischen Sucher einen Leuchtpunktsucher (Starpoiner) oder gleich einen Riegl-Quickfinder mit Zielkreisen.
Sehr gut macht sich auch ein Winkelsucher. Gerade wenn man och etwas länger suchen muss sind die geradsichtigen Teile in Zenitnähe echte "Genickbrecher".
Dazu dann ein 2" Aufsuch- und Übeersichtsokular und da würde ich auch nicht das 42er zum Anfnag nehmen. So um 5 mm AP, also die schon genannten 32er oder 30er Okulare.

Die erste von Klaus genannte Variante zu den Okularen ist fast konkurrenzlos preisWERT und bringt am 8" F/6 schon viel Beobachtungsspass.

Wenn es keine oder nur unzureichende Möglichkeiten gibt vor dem Kauf Okulare selbst zu testen neige zu dem Rat es genau so zu machen auch wenn das Geld etwas lockerer sitzen sollte.

Es gibt eine so große Vielzahl teurerer und natürlich auch besserer Okulare, dass es beinahe unmöglich ist, einen absolut richtigen Rat zu geben, denn es gibt auch eine sehr große Zahl unterschiedlicher Ansprüche und Meinungen.
Hochwertige und damit auch teure Okulare sollte man m.E. erst nach einigen eigenen Erfahrungen und selbst erkannten Ansprüchen auswählen und nach Testbeobachtungen kaufen.

Ich selbst habe z.B.nach und nach die ganze Speers Waler Serie angeschafft und bin auch nach vielen Vergleichen immer noch sehr zufrieden damit.
Andere Sternenfreunde kommen mit dem Augenabstand und dem Einblick nicht klar oder brauchen das große 80° Gesichtsfeld gar nicht.
Unbefriedigend, wenn man 150 € für ein Okular ausgegeban hat mit dem man nicht klar kommt.

CS
*entfernt*
 
Ihr seid super!

Schreibe mir gerade die Bestellliste!
Bislang:

- 8" Dobson mit crayford und lüfter = 338 Euro
- Justierlaser = 65 Euro
- 32mm TSWA Oku = 98 Euro
- 15, 9, 6 mm TSSWM Okus = 177 Euro
- Telrad und Deep sky Reiseatla im Set = 77 Euro
- Rotlicht = 25 Euro

Bei den Filtern müsstest ihr mir nochmal kurz helfen, da gibt ja billionen verschiedene.
Denke mal Mond und Nebelfilter reichen am Anfang?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Einherjer,

den Leuchtpunktsucher den Günther angesprochen hat halte ich noch für ausserordentlich wichtig, je nachdem wie viel Geld du da lassen willst:

Telrad oder Quickfinder (beide etwas mehr als 50€), beide mit Vor- und Nachteilen (Telrad: - Taubeschlag, - viele Funktionen nur optional + 3 Zielkreise + normale Batterien / Rigel: - Aussehen gewöhnungsbedürftig, - nur 2 Zielkreise + Intervallschaltung integriert + leicht + weniger tauanfällig)

oder

einen einfacheren Leuchtpunktsucher wie den Baader Skysurfer III, den ich im Einsatz habe, m.E. führt auch der zum Ziel, der Skys.III hat gegenüber billigeren die ich auch schon hatte eine größere Projektionsfläche die etwas lichtdurchlässiger ist, man sieht also den angepeilten Zielstern z.B. besser. Gibts für um die 30€.

Zu Filtern, lies mal die Artikel von Armin und Sven zum Thema.

CS und viel Erfolg Benny
 
Hallo Einherjer,

statt des Justierlasers würde ich lieber ein langbauendes Cheshire nehmen. Mit diesem kann man Fang- und Hauptspiegel justieren und nicht nur den Hauptspiegel, wie beim Laser. Funktionieren tuts genauso gut.

Auf die Filter würde ich am Anfang auch verzichten. Den Mondfilter braucht man eigentlich nicht, geht auch gut ohne. Und wenn, würde ich mir später einen variablen Polfilter holen, der ist vielseitiger.
Einen Nebelfilter benötigt man am Anfang auch nicht unbedingt, weil er nur an speziellen Objekten (Emissionsnebeln) was bringt. Wenn es denn einer sein soll, dann am besten keinen Deepsky-Filter, sondern einen UHC oder OIII und am besten gleich in 2 Zoll. Die wichtigsten Links zu den Filtern wurden ja schon genannt.

Zum Reiseatlas würde der Reiseführer gut passen. Der Atlas besteht nur aus Karten, im Führer sind Beschreibungen, Zeichnungen und Bilder von lohnenswerten Objekten. Beides zusammen ist eine gute Kombi. Alternative wäre der Karkoschka. Ganz am Anfang ist zur Orientierung eine drehbare Sternkarte nicht schlecht, z.B. die von Kosmos.

CS Christoph
 
Hallo Nochmal,

so weit so gut,

die Okulare TSSWM sind m.E. etwas teuer angesetzt, die Goldkanten sind günstiger, schau Mal da
http://www.astro-okulare.de
unter Weitwinkel 66°, auch die anderen WW-Okulare sind teilweise interessant.
Die Goldkanten gibt es auch bei TS, ich habe Mal den Link zu Reese gesetzt, weil es auf der Seite viel Information rund um Okulare gibt und zu jedem Okular einen stimmigen Kurztest.
Die Goldkanten sind gut und günstig, wenn Du später hochwertigere Okulare willt, hast Du wenig verloren und wenn Dir bei den Goldkanten der Sinn nach besseren Okularen steht, so ist das bei den teureren Blaukanten auch der Fall.

Laser oder Cheshire ist so eine Glaubensfrage, ich komme mit dem Cheshire oder verwandten Justierokularen auch gut zurecht, gerade bei der FS-Justierung sogar besser.

Filter sind am Anfang tatsächlich entbehrlich, gerade die häufig anzutreffenden Farbfilter.
Ein Mondfilter sollte -wenn schon- besser ein neutraler Graufilter ider gleich ein variabler Polfilter zur stufenlosen Helligkeitsreglung sein (Z.B. AN FXP mit 5-70% Durchlass für ca. 50 €).
Nebelfilter, also O III und UHC, für einige Spezialfälle auch H-Beta sind irgendwann sicher sehr wünschenswert und eröffnen eine ganze Objektklasse (Gasnebel/planetarische Nebel) neu, aber das kann man nach und nach angehen.
Die Anschaffung in 2" ist sinnvoll, da viele der Objekte großflächig sind und große AP (geringe Vergrößerung) erfordern, aber so ein Gläschen kostet auch Mal gleich 120-200 €.
Wenn schon jetzt ein solches Filterchen in das Paket soll, wäre m.E. der recht enge (aber günstige) Baader O III in 22" am 8-Zöller eine gute Erstanschaffung.

CS
*entfernt*
 
Zitat von *entfernt*GMS:
die Okulare TSSWM sind m.E. etwas teuer angesetzt, die Goldkanten sind günstiger, schau Mal da
http://www.astro-okulare.de
unter Weitwinkel 66°

Wie meinst du das?
Sind das hier die "Goldkanten"? http://www.astro-okulare.de/tssw.htm

Knapp 180 Euro für 3 ist ok oder?

Filter werd ich dann erstmal weglassen (bin ja eh schon am oberen Limit meines budgets) und statt Justierlaser nen Cheshire nehmen.


Gruß
Sven
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sven,

das sind die Blaukanten (nicht gut zu erkennen, nur am Preis).
Die Goldkanten von Reese findest Du unter Eigenimporte, WW-66°

CS
*entfernt*
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Hi Sven,

das sind die Blaukanten (nicht gut zu erkennen, nur am Preis).
Die Goldkanten von Reese findest Du unter Eigenimporte, WW-66°

CS
Günther

Ah ok, danke.
Die reichen für den Anfang also völlig aus?
Oder lieber doch gleich etwas bessere wenn ich mir nicht so bald neue leisten können werde? Ich kann das eben null einschätzen in wie weit sich das wirklich bemerkbar macht.

Wie ist das eigentlich, ich bin Brillenträger, muss da noch irgendwas beachtet werden?
 
Hallo Einherjer,

lies dir dochmal den Artikel "Goldkante ist nicht mehr gleich Goldkante" von Sven Wienstein durch.

Oder lieber doch gleich etwas bessere wenn ich mir nicht so bald neue leisten können werde?

Mmh, nunja bessere sind besser ;) Aber als nächstes kämen die Hyperions und dann in nahem monetären Abstand die Speerswaler, das ist dann halt gleich ein ordentlicher Sprung, vor allem wenn du dir einen Satz zulegen willst, ich knabber mich da Stück für Stück durch...

CS Benny
 
Hallo Einherjer,

ich habe jahrelang mit einfachen Plössl und Goldkanten beobachtet und die Goldkanten waren für mich wirklich gut (weil weitwinkliger als die Plössl bei vergleichbarer Schärfe und Transmission).

Ich habe jede Menge schöne und detailreiche Beobachteungen mit meinem 6" F/8 Dobson gemacht (Planeten, Mond, DS).
Für nichts davon sind die Goldkanten, wie die Blaukanten auch, Spezialisten oder die allererste Wahl.
Da gibt es Teureres und Besseres, ganz klar.

Diese Okulare sind aber andererseits so gut, dass Du ganz langsam, Stück für Stück auf die wirklich guten Okulare sparen kannst, ohne großartig etwas zu vermissen oder Verzicht zu üben.
Du hast also Zeit zu sparen und genau zu überlegen was Du willst, welche Brennweitenabstufung, wie ist Dir der Augenabstand und das Gesichtsfeld bequem und so weiter und so weiter. Da hat es auch Mal Zeit, bis Du auf einem Treffen die in Frage kommenden Kandidaten Mal live gesehen hast und dann muss die Entscheidung erst fallen.
So kannst Du Dich dann Okular für Okular steigern.

CS
*entfernt*
 
Alles klar.

Aber TS hat nur die Goldkanten die eigentlich blau sind und 60 und nich 30 Euro kosten ?)

Also die Goldkanten die es bei der oben gelinkten Seite gibt, gibt es bei TS ja nich, oder ich find sie nich.

Würde schon gern alles von einem Händler bestellen.

PS: Danke an alle für die tollen Tipps! :hochachtung:
 
Hallo,

wenn du nur von einem Händler kaufen möchtest, dann musst du wohl die "Blaukanten" nehmen, was aber auch keine schlechte Wahl wäre.
Die "Goldkanten" von Reese hatte ich auch mal und ich war ganz zufrieden, bis ich jetzt alles auf LVWs umgestellt habe. Bei Reese hast du übrigens ab 75,- Euro Bestellwert keine Portokosten...

Gruss Oliver
 
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