Astrofotografie mit günstigem Equip? Ja, es geht

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Betelgeuse93

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Hallo Astronomiefreunde!

Ich schreibe diesen Thread für jene, die eine günstigen Einstieg in die Astronomie und vll sogar Astrofotografie suchen.

Als ich mir im Juni letzten Jahres mein 150/750 Newton auf NEQ3 von Skywatcher kaufte (es war mein erstes Teleskop), habe ich mit vielen Leuten hier in Foren gesprochen, und sie gefragt, ob denn Astrofotografie möglich sei. Die meisten meinten dass ich mit einer solchen Montierung gar nicht erst an Fotografie denken sollte, da sie nicht annähernd stabil genug sei und keine gute Nachführung zulassen würde.

Dennoch habe ich mir dann einen R.A. Achsen Motor+Polsucher und T2Adapter zugelegt und habe mich langsam an die Astrofotografie herangetastet. Am Anfang waren die Resultate eher unbefriedigend, und so verbrachte ich Stunden mit Kollimation (Filmkanister) des Teleskops.

Schlussendlich bin ich jedoch zufrieden und finde meine Bilder gar nicht mal so schlecht.
Vielleicht hilft euch das bei eurer Entscheidung.

LG Simon

Link zur Grafik: http://img210.imageshack.us/img210/3453/jupiter2.jpg

Link zur Grafik: http://img40.imageshack.us/img40/2744/m421.jpg

Link zur Grafik: http://img197.imageshack.us/img197/8697/m31doneblue.jpg

Link zur Grafik: http://img32.imageshack.us/img32/2492/m33d.jpg
 
Respekt :D

Wenn du mit vielen Leuten hier im Forum gesprochen hast warum hast du dann erst 1 Beitrag?

L.G. Paul

p.s. echt tolle bilder
 
Hallo.

Wäre schön, wenn du noch Daten zu den Bildern schreiben könntest, wie Belichtungszeit, ISO-Wert usw.
Klar kann man auch mit dieser Ausrüstung ansehnliche Ergebnisse erziehlen, nur wirst du eventuell mehr Auschuss haben, als mit einer größern Montierung.
Ich selbst habe mir eine 200/1000 Newton auf der EQ5 gekauft um zu fotografieren. Das erste Foto von M31 war auch ganz gut geworden, aber es waren nur 50 Aufnahmen mit 30sec. Belichtungszeit.
Da wollte ich mehr, aber mehr ließ diese Kobination nicht zu! Wenn man dann noch mit Autoguiding beginnen möchte merkt man schnell, das es schwierig wird. Ich hatte mir auch noch das GoTo für die EQ5 gekauft und musste feststellen, das in DEC die Motoren versagen, weil der Hebel zu groß ist. Frust war angesagt!
Also kaufte ich mir auf die EQ5 den 150/750 Newton und siehe da, das ganze macht viel mehr Spaß als die andere Kombination.
Wie gesagt, man kann echt schöne Ergebnisse erziehlen, nur möchte man irgendwann mehr und das mit wenig Ausschuss, weil die Tage wo man gute Bedingungen hat auch recht rar sind!
Wenn jemand ernsthaft in die Fotografie einsteigen möchte ist deine Ausrüstung nicht wirklich empfehlenswert.
Kleinen Tip noch zum Justieren, kauf dir einen Laser, da geht das sehr schnell.

Gruß Alex
 
Na da wirst du ja sicher gemerkt haben, das es mit dieser Ausrüstung ne Idee leichter ist mit dem fotografieren! ;)
 
In der Tat, ich will hier nur den Neulingen Mut machen.

"Wenn jemand ernsthaft in die Fotografie einsteigen möchte ist deine Ausrüstung nicht wirklich empfehlenswert."

Wenn jemand noch nie mit Teleskopen operiert hat, kann er gar nicht "ernsthaft" in die Astrofotografie einsteigen, denn das erfordert einiges an Grundwissen.

Dieses Grundwissen kann man sich mit einem solchen Gerät jedoch sehr gut aufbauen.

Lg
 
Hallo zusammen,


freilich kann man mit einem 6"er auf EQ3 Grundwissen erarbeiten, ABER wir reden hier über einen Aufpreis von ca. 150 € zur EQ5, die bei weitem nicht so schnell durch einen andere Montierung ersetzt werden will, wie z.B. die EQ3...

Und ganz nebenbei, warum kann ich als Einsteiger nicht ernsthaft in die Fotografie einsteigen, bzw. wann ist der Einstieg ernsthaft? Um mir das Grundwissen zum Aufstellen der Montierung und auffinden der Objekte brauche ich eine gewisse (relativ kurze)Zeit. Zu Anfang werden eh erst mal die hellen, großen DSO versucht zu fotografieren (oder aber Mond und Planeten per Webcam), die zu finden ist nicht sonderlich schwer und schon kann´s losgehen mit dem Knipsen. Die Routine schwierigere Objekte per Starhopping zu finden, kommt auch beim Fotografieren nebenbei.

Gruß Markus

Gruß Markus
 
Hallo.

Das sehe ich genau so wie Markus. Ich zum Beispiel habe mir ein Teleskop gekauft, um zu Fotografieren. Klar ist es auch ganz Interessant die Objekte mal durch ein Teleskop zu sehen, aber für mich als ernsthafter Hobbyfotograf ist es das größte Gefühl, das besagte Objekt fertig bearbeitet auf dem Rechner zu sehen. Ich habe bevor ich mir das Teleskop gekauft habe Wochen lang, Stunden am Tag gelesen, was ich brauche, wie die Aufnahmetechniken sind und wie ich diese dann bearbeite. Ein nicht ernsthafter Einstieg ist, wenn man mal da durchschauen möchte um mal was zu sehen und das Teleskop dann Monate bzw. Jahre in der Ecke steht. Wenn ich vorher schon weiß, das ich fotografieren möchte, suche ich mir das Equipment auch dem entsprechend aus und mache mir dazu Gedanken. Wie gesagt, Grundwissen, kann man sich durch lesen aneignen und verfeinert es dann in der Praxis.
Das erste mal das Teleskop aufbauen, hat bei mir auch etwas länger gedauert, aber ich habe es in der Wohnung geübt um auf dem Feld keine Zeit zu verlieren. Wo es dann das erstemal stand, habe ich eine halbe Stunde durchgeschaut und dann wurde zum fotografieren übergegangen und wie gasagt, ich hatte vorher nie ein Teleskop!
 
Hey Simon,

Gratuliere für die tollen Bilder.
Für die Einsteiger ist auch intressant, wie man ein solchen Vorhaben am besten Angeht? Welche Erfahrungen hast du auf deinem Weg gesammelt, welche du einem Einsteiger weitergeben würdest?

Gruss, Robin
 
Danke Simon, für diesen Thread.

Er zeigt, dass mehr geht, als einige Bedenkenträger wahrhaben wollen.
 
Hallo Robin,

Alex hat´s doch treffend beschrieben:

Lesen, lesen, dann noch ein wenig lesen und zum Abschluss lesen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen ein Teleskop erstehen und dann ab ins kalte Wasser. Aufbauen, Ausrichten und dann los!

@Chris: Ich glaube es geht weniger darum, was hier jemand wahrhaben will und was nicht. Einen 6" f/5 Newton nutzen sehr viele Astrofotografen und bei der Montierung geht´s doch in erster Linie darum, wie lange ich am Stück belichten kann und wie viel Ausschuss ich produziere. Wenn ich schon kaum fokusieren kann, weil das Bild im Kameradisplay wackelt wie nichts Gutes oder aber das leiseste Lüftchen das System zum Schwingen bringt, dann ist der Spassfaktor meiner Meinung nach recht schnell im Keller.

Ich gehöre auch zu denen, die sagen: "Hey, das muss doch auch mit meinem Equipment irgendwie gehen!" Aber man kommt doch unweigerlich immer wieder an Punkte wo man denkt: "Siehste, haben die ganzen Foren-Foto-Propheten doch recht gehabt..."

Simon´s Fotos sind wirklich gut, weisen aber auch die kleineren Mängel auf, die hier und in anderen Foren immer wieder der Montierung bzw. dem Guiding zugeschrieben werden: Eierige Sterne!
Selbst 750mm wollen bei 30 Sekunden gut nachgeführt werden und das geht zum einen nur über ordentliches Einscheinern und eine gutmütige Schnecke, oder aber man nutzt ne Menge Technik um diese Fehler auszugleichen, aber die Qualität der Bilder, die 20*15min belichtet werden, erhält man mit einer EQ3 nun mal nicht!

Gruß Markus
 
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Zitat von Betelgeuse93:
Mit Grundwissen meinte ich in erster Linie praktische Erfahrung, die dann gemeinsam mit dem theoretischen Wissen (welches du beschrieben hast) in die Kaufentscheidung einfließt und sie maßgeblich verändert.

Das setzt aber immer voraus, dass man mindestens 2mal kauft, weil nur dann praktische Erfahrung die Kaufentscheidung des 2. oder 3. Teleskops beeinflusst.

Wenn man aber mit dem ernsthaften Vorsatz Astrofotografie betreiben zu wollen direkt z.B. die EQ5 kauft, muss man je nach Neigung eventuell gar kein 2. Mal einkaufen...

Und eine Beratung dahingehend, Kauf erst mal was und danach in 2 oder 3 Monaten kaufst du nochmal finde ich alles andere als gut!

Gruß Markus
 
Hi Zusammen,

ich denke auch, dass man an Beratung einen anderen Maßstab anlegen muss.

Nun, es ist schön zu sehen, dass hier mit dem vorhandenen (und wohl aufgrund bestimmter Vorgaben gekauften) Equipment einfach mal probiert wurde. Das ist immer richtig. Es ist aber auch zu sehen, dass gut belichtete und gut bearbeitete Aufnahmen schlich in der Auflösung so weit heruntergebrochen wurden, dass die Sterne als OK durchgehen. Es ginge also mehr und Bildschirm füllend sind die Bilder nicht. Als Versuchsaufnahmen oder Machbarkeitsstudien müssen sie das auch nicht. Dem Mond fehlt es natürlich an Brennweite, wenn eine Erschütterung durch Verschluss oder Spiegelmechanik nicht stört, steht dem auch mit dieser Montierung nichts entgegen. Die Aufnahme wirkt aber zu hart bearbeitet.

Fragt sich einfach, wann die EQ-3 hier ausgereizt ist. Und ich denke, das ist sie zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend und der Wunsch nach einer stabilieren Montierung dürfte weiter vorhanden sein. Also eigentlich die Situation, die in der Beratung vorhergesehen oder vorweggenommen wurde. Man kauft sein Equipment ja eigentlich für länger als ein Jahr.

Und selbst wenn die Montierung nur visuell sein sollte und eben Schnupperfotos erlauben sollte, dann ist doch der Preis für die Motorisierung der EQ-3 recht hoch. Da ist eine zurückhaltende Beratung auch eher angebracht.

Clear Skies
Sven
 
Und du vergisst dabei, das Kosten so gering wie möglich zu halten nicht immer der ökonomisch-optimale Ansatz ist! Zu Anfang 150€ mehr für eine EQ5 und Langzeitspass treffen da schon eher zu.

Und falls einem das Hobby dann doch nicht zusagt, ist die Spanne beim Wiederverkauf bei beiden Montierungen recht ähnlich!

Deine Ergebnisse sind, wie Sven schrieb, so gut, dass sie Mut machen einfach mal was zu probieren, aber deswegen ist dein *entfernt* noch nicht unbedingt empfehlenswert als Einstieg in die Astrofotografie.


MfG Markus
 
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Hallo Markus,

Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Du eine EQ5 als durchaus langfristig fototauglich einschätzt. Dem möchte ich, obwohl ich nun wirklich kein Perfektionist bin, widersprechen.

Meine ersten astrofotografischen Ambitionen betrieb ich mit dem 114mm Quelle-Newton in den siebziegern. Handnachführung, Piggypack, Frust.

Astropause.

In den neunzigern lief mir nach einem erneuten 114er ein C8 auf Vixen SP (durchaus mit EQ5 vergleichbar) mit Zweiachsteuerung zu. Off-Axisguider beschafft, Fokalreducer und los geht. Pustekuchen.
Sauber handgeguidete Bilder gingen nur Piggypack bis max 500mm und auch da waren schon Nachführfehler detektierbar (nicht nur unterm Mikroskop sondern auch auf 13x18 Abzügen).

Alles verkauft, EQ6 angeschafft, auch hier Probleme, Getriebespiel, Schneckenfehler.... Umbau auf Conradgetriebe und Boxdörfersteuerung sowie Autoguiding mittels Webcam und Guidemaster brachte erste herzeigbare Bilder (mit maximal 8"f4).

Der GSO 8"f4 mit Leidrohr und DSLR ist so schwer, dass ich meine alte EQ6 eigentlich als grenzwertig belastet sehe. Eine EQ5 kann das sicher nicht. Ein 6"f5 braucht die gleiche Genauigkeit (ähnliche Brennweite 750mm gegenüber 800mm) über mehr Zeit (längeres Öffnungsverhältnis). Und so viel leichter ist der 6"f5 auch nicht, Leidrohr usw. bleibt alles identisch. Empfehlen kann ich das nicht wirklich.

Möchte hier nicht als Unke auftreten, habe aber über Jahre viel Frust erlebt und freue mich, endlich eine schwere Selbstbaumontierung auf stat. Säule zu haben, da auch ne EQ6 durchaus viel Frustpotential bietet.

Trotzdem finde ich es erstaunlich und ansehnlich, was der Beteigeuze93 mit seiner EQ3 da gezaubert hat. Hut ab!

Grüße,

Gottfried

 
Hallo Gottfried.
Also das kann ich mal nicht so stehen lassen. Der 150/750, auf der EQ5 ist durchaus eine Kombination die fototauglich ist und auch längerfristig Spaß machen kann. Ich habe in irgend einem Forum einen Beitrag gelesen, wo kann ich leider nicht mehr sagen, der hat mit der Celestron CAM - Montierung (die ja glaube ich Baugleich mit der EQ5 ist) ohne Nachführfehler 1 Stunde am Stück Belichtet. Ich selbst habe schon Versuche gemacht mit 10min am Stück und konnte auch keinen Nachführfehler feststellen.
Der 8"F4 wiegt glaube ich um die 9 Kilo. Da ist der 6"F5 mit 4,9 Kilo ein wahres Leichtgewicht.
Man muss auch beachten, das nicht jeder den Luxus hat ein Grundstück zu besitzen, wo man sich eine Säule hin betonieren kann. Die Kombi EQ5/6"F5 ist eine sehr gut transportierbares Equipment das man schnell ins Auto räumt und schnell wieder raus. Wenn ich mich mit dem Gedanken beschäfftige noch 40 Kilo oder noch mehr mit aufs Feld zu nehmen, bin ich mir sicher, dass ich mit meinem Equipment ne ganze Weile Spaß haben werde.

Gruß
Alex
 
Servus Alex,

muss natürlich zugeben, dass meine vergangenen Experimente ohne autoguiding weniger erfolgversprechend waren als mit autoguider. Auch, dass zeigt ja Beteigeuze93, hat man mit den DSLRs rasche Erfolgserlebnisse. Allerdings, und das ist eine Folge des Internets, man vergleicht unweigerlich seine Bilder mit denen in den Foren. Und die haben das letzte Quentchen Qualität (schärfe und Kontrast), dass durch excessive Belichtungsorgien (mein Freund Reinhold Wittich belichtet meist mehrere Nächte....), sowie genaustes guiding zustande kommt. Die Optik spielt dabei schon fast weniger eine Rolle. Auch bei einigen Besuchen am Taubenberg (der Gamsberg Münchens) waren oft Leute, die auf einer Losmandy G11 aufwärts einen kleinen (70-100mm) Apo und ein Leitrohr haben, visuell hatten wir am Almberg mit einem 14" Newton auf der G11 Spass.
Möchte auch gar nicht bestreiten, dass 6"f5 auf EQ5 geht, und auch für erste Erfolgserlebnisse gut ist, Beteigeuze93 zeigt, dass es sogar mit der EQ3 geht. Allerdings beurteilt man ein Foto meist bei 100%, nicht auf einem Bildschirmbruchteil.
Zu den von Dir angeführten 4,9 kg kommt ja auch noch die aLccd5, der Korrektor, Schwalbenschwanz, Dslr, Sucher, evtl BHeizung, Taukappe, das dürften schnell mindestens 7kg werden. Der GSO8"f4 hat jedenfalls mit paralell-Befestigung, Leitrohrschellen, Rohrschellen, dslr, Sucher, Leitrohr 70/700 Webcam an Excenter etwa 15kg. Und damit ist meine EQ6 am Limit. Längere Brennweiten habe ich ausprobiert, bringen keinen Detailgewinn, da die Nachführung auf ein Scheibchen mit 2 Bogensekunden Radius streut. Die neuen EQ6en mögen genauer sein, meine ist es aber nicht.
Gut fände ich, wenn Du das schon stehen lassen könntest, aber eine andere Meinung/Haltung dazu auch akzeptieren könntest :-).
Den "Luxus" meiner Säule habe ich ja auch noch nicht lange, eigentlich ists noch eine Baustelle, und meine EQ6 ist wahrscheinlich eine der gequältesten Montis hier, die ist wirklich viel rumgeschleppt worden.

Grüße aus der Oberpfalz,

Gottfried
 
Hallo Gottfried,

deinen Widerspruch in Ehren, kann ich auch nicht nachvollziehen! Ich nutze seit über einem Jahr eine LXD-75 mit dem entsprechenden 6" f/5 Newton, 80/400er Leitrohr mit Webcam und meiner EOS7D. Die Montierung ist der EQ5 extrem ähnlich, trägt mein Geraffel aber absolut zuverlässig. Auch bei den 18mpix der 7D sehe ich keine gravierenden Mängel in der Nachführung! Wenn man nicht gerade auf die Hohen Brennweiten geht, kann die LXD75 bzw. EQ5 über Jahre Spass machen und selbst mein 8" LX200 wird nach ersten Versuchen am Mond locker getragen...

Ich kann also wirklich nicht nachvollziehen, was du für Probleme mit deinen Montierungen hattest, aber es muss keine Sternwartenmontierung sein, um vernünftige Fotos zu machen!

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

bei der EQ-5 gab es eine erhebliche Streuung bei den Lagerpassungen, was durch Vorspannung nur kaschiert wurde. Dementsprechende Wackelexemplare sind einfach dabei.

Es lässt sich nur vermuten, dass EQ-5 Nachfolger ähnliche Probleme haben.

Clear Skies
Sven
 
Servus Gottfried,
Ich lasse es so stehen und natürlich akzeptiere ich auch deine Meinung! :)
So wie man immer wieder liest sind die Qualitätsunterschiede bei der EQ6 schon beachtlich und bei der EQ5 wohl noch größer. Ich hab wohl Glück gehabt.
Mit den Jahren wachsen ja auch die Ansprüche und es kommt sicher der Tag wo ich mit meiner Kombi auch nicht mehr zufrieden bin und ich etwas tiefer in die Tasche greife und vielleicht 5 oder 6 Tausend Euro für ne Montierung bezahle.
Bis dahin, wird aber denke ich noch eine Zeit vergehen, da ich ja auch erst Anfänger bin.
Ich kann halt nur jeden Anfänger diese Kombination empfehlen, weil schon einiges Möglich ist.
Ich finde es halt auch Schade, das die Händler immer wieder Sets verkaufen mit dem Hinweiß das diese tauglich für die fotografie sind und somit den Frust der entsteht erst herbei rufen, aber das ist eine Politik die man nicht verstehen muss.

Grüße aus Niederbayern,

Alex
 
3er Spinne, an der der Fangspiegel hängt... und die auch recht dicke Streben hat.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Markus,

vielleicht haben wir einfach verschiedene Haltungen? Obwohl ich auch der Meinung bin, es muss doch mit dem vorhandenen Geraffel gehen. Bin auch nur ein Angestellter im Gesundheitswesen und muss mir die Astro-Euros vom Munde absparen. Allerdings, die Vixen SP hat das C8 auch für meine damaligen Anforderungen nur unter Schmerzen getragen. Ein 8"f5 Newton wäre gar nicht gegeangen. Die EQ6 und den 8"f5 habe ich mir dann 2001 gekauft, war und ist viel besser, aber die damalige EQ6 war out of the box nicht fototauglich. Es gab damals ganze EQ6 Verbesserungsforen, um die irgendwie zu optimieren. Mittlerweile haben die Chinesen sicher einen Zahn bei der Qualität zugelegt.
Die EQ5 (meine Frau hat ne Astro5 von TS, die sieht aus wie die LXD75 ohne Motoren) macht einen guten Eindruck, der würde ich zumindest visuell auch einen 8"f5 Newton noch zutrauen.
Vielleicht sollten wir definieren, was fototauglich ist: Für mich heisst das, mit entsprechender Kamera 10 Minuten reproduzierbar belichten können, wobei Teleskop und Leitrohr so ausgelegt sein soll, dass Fokusdrift nur nach frühestens 4-5 frames nachweisbar sein soll, Tubusverbiegung keine Rolle spielt und der Ausschuss bei deutlich unter 10% liegt (das geht mit Leichtbautuben meist nicht so gut).
Schneckenfehler spielt keine so grosse Rolle, da autoguiding das korrigieren kann (meine EQ6 hat 2-3 Bogenminuten!). Für mobil sollte der Polsucher exakt paralell zur Polachse der Montierung justierbar sein. Das geht zB bei meiner EQ6 halbwegs gut, da wird die Strichplatte zwischen drei Madenschrauben verschoben. Ein Freund, der eine LXD75 hat, bat mich, seinen Polsucher zu justieren, das ging nicht wirklich gut, da der ganze Polsucher mit drei Schrauben justiert wird, aber kein exaktes Gegenlager existiert.

Schönen Abend,

Gottfried
 
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