Astrofotografie mit Olympus OMD M1 MK II

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Oly1904

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Hallo und guten Abend,
ich bin neu hier im Forum und suche Rat in der Runde. Seit Frühsommer beschäftige ich mich
mit der Astrofotografie. Ich nutze o.g. Kamera mit Olympus Objektiv 300mm f4 + Converter 1.4
sowie Sigma 135mm f2. Im Herbst habe ich eine gebrauchte Bresser Exos 2 Goto erstanden.
Nun zur Frage; ich lese häufig von Astromodifizierrten Kamera`s, da normalerweise der Rotbereich
eingeschränkt ist. Olympus geht da wohl einen anderen Weg. Jedenfalls soll dies bei Olympus
nicht möglich sein. Weiß darüber jemand etwas?
 
Doch, ist möglich. Ich habe zumindest von einer INet-Adrresse in Deutschland gehört, die OM-D M5 und 10 umbaut. Ich habe das auf ebay gefunden, sollte noch laufen. Meine E1 lasse ich nicht umbauen, da ich sie hauptsächlich terrestrisch nutze. Und der Rotbereich ist ja vor allem bei Emissionsnebeln interessant, sonst weniger. Ich nehme meine E1 mit dem 1:4 300 mmm gern her auch für Sternfotos.

Lg, Michl Fasan
 
Hallo Oly1904

Ich habe eine kleinere Olympus EM-10 Mark2, kenne die Spezifikationen von deiner nicht, aber schätze mal ab dass du endgültig für normale Tages Fotos die die Image Stabilisierung verlierst die mit der Aufhängung des Sensores zu tun hat, mal Laienhaftig ausgedrückt. Könnte mir vorstellen wenn das genaue Gewicht der Sensoreinheit behalten wird, könnte man dann eventuell auch den Image-Stabilisierer retten.
Ich habe bis jetzt keine Anleitung gefunden um die Glasplätttchen auszutauschen, und eventuell auch den RGB abzukratzen.
Ich würde mir das sparen und ne Astrokamera zulegen, die gibt es gleich auch noch gekühlt. Habe schon gesehen das meine EM-10Mark2 in der Kälte besser aussieht. Aber fange da nicht an umzubauen und noch mit Kühlung zu optimieren. Wäre es eine ältere Nikon hätte ich sie schon modifiziert die kenn ich gut, Canons werden auch viel modifiziert.
Frag mal bei jemanden nach der einen Staubreinen Raum hat.
Persönlich würde ich auf eine Astrokamera präparieren plus Steuerung wenn keine Steckdose vorhanden ist, ich mag die ZWO´s.
Meine Olympus kann ich ohne Probleme mit nen Selbstbau Dummy mit 7.5V 1,5A füttern, habe so immer volle Batterien, weniger Rauschen auch gleich.

CS, Martin
 
Hallo und Danke in die Runde,

An meiner M1 Mk II wollte ich eh nicht rumschrauben, da diese natürlich auch für terrischtrische Aufnahmen
meine erste Wahl ist. Habe auch noch eine ältere M1, die ich evt. modifizieren lassen würde. Diese rauscht aber
doch sehr gegenüber der MK II. Da ist dann die Frage, was letztendlich sinnvoller ist. Jedenfalls bin ich schon
überrascht, was mit normalen "Daylight - Set`s" so geht. Jedoch ist aller Anfang schwierig und komplex. Es gilt,
viele Puzzleteile zu einem Workflow zusammen zu stellen. Versuche mich gerade an Emissionsnebel, wobei da
dann der Rotanteil nicht so stark ausgeprägt ist. (Nordamerika-Nebel). Bei einer anderen Aufnahme von M81/82
ist das Zentrum von M82 wiederum sehr kontrastreich. Hänge die Bilder mal an. Habe zur Zeit viel Ausschuß.
Das sehr korrekte Fokussieren ist für mich trotz Bathinovmaske die größte Hürde. Hinzu kommt mein Standort
am Rande des westlichen Ruhrgebeites. Da leuchtet der Himmel mal spontan rot.(Stahlabstich)
Der Nordamerikanebel wurde noch mit Zoom-Objektiv 40-150mm f4 auf einer Skywatcher Reisemontierung gemacht.
Gesamtbelichtung ca 1h.
M81/82 mit 420mm f7 mit ca 45 Iight`s a 2min 15 auf besagter Bresser Montierung. Stacking SW ist APP.
Bildbearbeitung mit Darktable (ausbaufähig)
Als blutiger Anfänger ist man natürlich für jeden Tip dankbar.
 

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Hallo nochmal,
leider ist auf dem eingestellten Bild zu Nordamerika kein Rot zu erkennen. Hatte die Bilder als Dateien angehangen.
Nun habe dies über "Bilder" gemacht. Schon besser.
 

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Hallo Demokrat und frohe Weihnacht,

danke für den Link zu Clarkvision. Sehr interessant. Werde mich damit noch
eingehender beschäftigen. Im Moment versuche ich, einen roten Faden in meinen
Worklow draußen auf der Wiese hinzubekommen. Meine bisherigen Erfahrungen
haben gezeigt, dass M31, 33, 81, und 82 farblich ganz gut waren, aber die Aufnahmen
der Nebel (zB NGC7000) doch im Rotanteil limitierter sind. Daher auch die Frage zur
Modifizierung allgemein für Olympus.
Zu den Bildern NGC7000; Es war das erste Mal, dass ich hier Bilder eingestellt habe.
Vielleicht gab`s da Fingertrouble. Aber eigentlich liegen im Quellordner nur fertige
Bilder.
lg
Reiner
 
Hallo Pitofito und frohe Weihnacht,

ich hatte mich vor einiger Zeit schon mal mit dem Thema beschäftigt und direkt
Olympus Service angeschrieben. Die haben mich dann an das Olympus Forum verwiesen.
Dort gibt es diverse Ausarbeitungen, richtig verstanden habe ich es nicht. Jedenfalls soll
es bei unseren Kamera`s nicht so problematisch sein. War eben auch nur eine Idee für die
ungenutzte ältere M1. Werde erstmal mit meinem Setup weitere Erfahrungen sammeln
und dann über ein Teleskop mit Astrokamera nachdenken.
Kämpfe gerade mit einem Mgen II zu meiner Exos 2, um dann Aufnahmen mit 600mm f8
realisieren zu können.
lg
Reiner
 
Hallo Fasan und frohe Weihnacht,

nutzt du das 300mm f4 ausschließlich für die Astrofotografie oder machst du
auch Bilder mit deiner E1 an Teleskopen? Mit dem 300mm MFT hat man ja schon
einige Möglichkeiten, gerechnet auf Kleinbild. Dazu noch die Converter 1.4 und 2.0
lg
Reiner
 
Hallo Oly1904,

zu deiner ursprünglichen Frage: Ja, es gibt mehrere Firmen, die dir den Filter vor dem Sensor ausbauen und durch Klarglas ersetzen (durchschnittliche Umbaukosten ca. 260€). Der Sensor ist dann bereits im Infrarot und - am anderen Ende des Farbspektrums - im UV empfindlich. Es wird dann also noch ein IR-/UV Sperrfilter benötigt.
Einen Umbau der nur die Rotempfindlichkeit "aufbohrt", ohne ins IR zu kommen ist mir bisher noch nicht untergekommen.
Ich habe auch schon länger überlegt meine E-M10 ii umzubauen. Dieses Vorhaben wurde zunächst auf Eis gelegt, da es unmodifiziert auch Spaß macht und ich das Geld, das ich für die Umbaukosten verwendet hätte, lieber in ein kleines Newtonteleskop gesteckt habe;-)

Viele Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,
das ist interressant, hast du da einen Link zwecks Nachfrage? Bevor ich mich ins Abenteuer Teleskop begebe,
will ich meine Erfahrungen vertiefen. Und mit dem 300er + Converter 1.4 bin ich ja schon im Kleinteleskopbereich,
vor allem wegen dem Crop von 2, oder mache ich da einen Denkfehler.
Aber eine bessere Rotempfindlichkeit wäre schon schön.
Gruß
Reiner
 
Hallo Rainer und Florian!
Ich nutze das 300er hauptsächlich für Naturfotografie aber auch für die Astronomie. Und ich schließe meine E1 auch an den 120ed an. Ich bin aber nicht so der Astrofotograf mit Bildbearbeitung und stundenlangen Belichtungszeiten, sondern eher der visuelle Beobachter.
Und ja, meine E10 hab ich auch noch nicht umgebaut, wie ich ursprünglich wollte. Die E1 ist nämlich beim Scharfstellen und beim allgemeinen Handling viel bequemer.

Liebe Grüße, Michl
 
Servus miteinander,

@reiner: Bei DSLR AstroTeC bauen sie nur Klarglas ein. Das Problem ist dann aber der IR-UV- Sperrfilter, der dann irgendwo in den Strahlengang muss. Vor die Linse wirds teuer, da der Linsendurchmesser recht groß ist. Und nach der Linse bräuchte man wieder Adapter (wahrscheinlich Sonderanfertigungen) um z.B. gängige 1 1/4 oder 2 Zoll Filter unterzukriegen. Während für Canon ein Clipfilter problemlos zu bekommen ist, hab ich für Olympus nur den "STC Astro-Multispectra Clip Filter" auf Cyclopsoptics.com gefunden. Leider ist mir dazu noch kein Erfahrungsbericht untergekommen.

Alternativ wäre Optic-Makario noch eine Anlaufstelle. Auf der Homepage stehen zwar keine Olympus Kameras, aber nachfragen kann man ja. Evtl setzen die auch einen passenden Sperrfilter gleich auf den Chip.

Mit den 300er Tele geht schon einiges! Ich bin aktuell mit dem 50-200er Zoom-Objektiv für FourThird fotografisch auf dem Staradventurer unterwegs. Das klappt bis 100mm recht gut. Ab 100mm wirds mir jedoch mit der Belichtungszeit für ein Einzelbild zu kurz. Bei 2min Einzelbildbelichtung kann ich 50% der Bilder wegschmeißen, da sich da ein periodischer Fehler (Schneckenfehler?) beim Staradventurer deutlich bemerkbar macht.
Für mich persönlich war dieses Problem (verglichen zur wengier intensiven "Rotausbeute") gravierender, so dass ich mir jetzt auch zu Weihnachten einen Mgen (gebraucht hier auf dem Marktplatz) und einen kleinen Newton gekauft hab. Damit kann ich hoffentlich gescheit auf einer Skywatcher AZ EQ5 Montierung geguided nachführen. Die Kamera kann samt 50-200mm Objektiv problemlos auf dem Newton montiert werden.

Eines meiner ersten Sternenaufnahmen war letztes Jahr das Sternbild Orion mit dem 45mm f1.8 "Portraitobjektiv". Bei 60x1min konnte man sogar Barnards-Loop identifizieren. Er war zwar nicht so kräftig rot, wie auf anderen Aufnahmen - aber immerhin (sogar auf dem entwickelten Foto) erkennbar.
Orion_45mm_60min.jpg


Viele Grüße,
Florian

 
Hallo Florian,
sieht doch schon gut aus. Die Reisemontierung hab ich auch, nutze sie aber bis max 189 bzw 210mm bei einer
max Einzelbelichtung von so um 2min. Abhängig von einer präzisen Vorbereitung bin ich mit dem Teil sehr
zufrieden. Die größere Montierug habe ich wegen der größeren Brennweite, damit höheren Blende und somit
leider längeren Einzelbelichtungen. Kämpfe auch gerade mit dem Mgen II an der Exos 2. Die Umstände Mond/Wetter
bremsen einen leider aus.
Einen guten Rutsch und klare Nächte
Reiner
 
Hallo Reiner,

ich finde deinen Nordamerika übrigens schon gelungen. Da erkennt man weinigstens noch, dass da auch ein beträchtlicher Teil blau leuchtet.
Ja, das Wetter war die letzten Wochen nicht optimal. Gestern konnte ich auch zum ersten Mal seit 3 Wochen den Mgen testen.

Halte uns/mich auf dem Laufenden, falls du deine M1 umbauen lässt! Letztendlich fehlt mir aufgrund kaum vorhandener Erfahrungesberichte einfach der Mut für den Umbau ;) :)

Viele Grüße und einen guten Rutsch,
Florian
 
Hallo Florian,

hatte ja mal geschrieben, das ich den Olympus-Service angeschrieben hatte bezüglich einer Modifizierung der M1.
Hab nun noch mal nachgeschaut nach der Antwort. Die M1 und folgende haben keinen optischen Tiefpassfilter und
sind daher nicht klassisch zu modifizieren, so die Aussage. Dazu gab`s noch einen Link, der mir ganz interessant erscheint.
Vielleicht findest du da neues Wissen. Jedenfalls wird H-alpha bei unseren Kamera`s zu 2/3 beschnitten, also noch durchlässig.
Wäre vielleicht einen Feldversuch wert, wenn man einen Dual-Schmalbandfilter verwendet. Dann 3fach längere Belichtung und
schauen, wie die Farben sich entwickeln. Vielleicht hat da jemand schon Erfahrung?
Viele Grüße und einen guten Rutsch
Reiner
 
Hallo Reiner,

ich hab mich jetzt mal im Oly-Forum zum Thema IR-Fotografie umgeschaut. Die brauchen ja im Prinzip das Gleiche nur halt in einem anderen Frequenzbereich. Mein Fazit daraus: Die meisten besitzen - falls eine Kamera umgebaut wurde - eine alte E-PL Kamera. Bei Umbauten mit OMD 10, 5 oder auch 1 gabs anscheinend öfters Probleme, da Sensor und Filter einer OMD-Kamera eine Einheit bilden, die anscheinend nachträglich schwer justierbar ist.
Siehe hier.

Das mit dem Filter ist eine interessante Idee. Das wäre zeitlich aber ein riesen Aufwand. Wenn ich mir überlege - ich hab neulich Herz- und Seelenebel mit den beiden Sternhaufen NGC 869 und NGC884 130min lange belichtet. Wenn ich da jetzt nochmal 6 Stunden dranhängen müsste, puh ;). (Ok - es stellt sich generell natürlich auch die Frage, ob ich mit weniger Belichtungszeit dafür mit vernünftiger Bildbearbeitung, nicht das gleiche (bzw. ein besseres) Ergebnis rausbekommen hätte).

Viele Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,

werde das Thema Umbau erstmal auf Eis legen. Die M1 habe ich eh in der Bucht. Vielleicht findet sich ein Interessent.
Ich muss erstmal meine Erfahrungen vertiefen und erhoffe mir von verlängerten Gesamtbelichtungszeiten auch einen
erhöhten Rotanteil. Schließlich kommt er ja durch, wenn auch schwach. Da wird dann Bildbearbeitung ein großes Thema.

Anstelle des Umbaus wäre dann vielleicht eine Investion in eine direkt Astrokamera wahrscheinlich sinnvoller. Das wird
bei mir dann wohl parallel mit dem Kauf eines Teleskopes einhergehen. Dazu bin aber noch nicht bereit. Man muss schon
positiv verrückt sein, um diesen Aufwand zu leben. Daher erstmal das Vorhandene ausreizen.

Die beiden Nebel sind bei mir auch auf der Agenda. Hatte ich mal mit dem Samyang 135mm probiert, leider hatte ich
das Ziel verfehlt. Wie liest man so oft, es gibt reichlich Spielraum für Frust:unsure::cry:
Aber kriege ich hin und werde berichten.

Viele Grüße und klare Nächte
 
Hallo Oly1904 und andere,
Frohes neues Jahr!
Ich habe mal auf einem englischen Forum meine Herangehensweise geschildert. Vielleicht könnt Ihr das als Inspiration nutzen...? Für mich als primär visuellen Beobachter ist bei Astrophotographie EINFACH = BESSER.


schöne Grüße
Frank
 
Servus miteinander,

erhoffe mir von verlängerten Gesamtbelichtungszeiten auch einen
erhöhten Rotanteil.
Das bringt definitiv was! Nicht nur für den Rotanteil, sondern auch für das gesamte Bild!


Das kenne ich. Ist mir auch schon öfters passiert. Bzw. hats ewig gedauert, bis ich mein Objekt gefunden hab...
Mit dem Zoomobjektiv gehts jetzt jedoch leichter. Falls du deine M1 nicht los wirst, kannst du sie ja mit kurzer Objektivbrennweite als "Sucher" verwenden. Auf die Prismenschiene vom Staradventurer passen ja zwei Kugelköpfe drauf. :)

Für mich als primär visuellen Beobachter ist bei Astrophotographie EINFACH = BESSER.
Da hast du recht!

Grüße,
Florian
 
Hallo in die Runde,
man lernt nie aus. Zum Thema "Ziel finden" versuche ich jetzt mal, mein Smartphone einzusetzten.
Handy mit Blitzschuhhalter auf die Kamera und mit der App "Sky View" das Objekt der Begierde
ins Handy-Display navigieren. Hört sich simpel an, hörte sich bisher alles simpel an, dann draußen
zeigen sich die Problemchen. Traue eigentlich dem Kompass im Smartphone nicht viel zu. Schauen
wir mal. Wenn nur die Wolken nicht wären.

Grüße
 
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