Astrofotografie mit Skywatcher N 250/1200

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

astrojohny

Aktives Mitglied
Astrofotografie mit Skywatcher N 250/1200

Ist das Skywatcher Teleskop N 250/1200 PDS Explorer BD EQ-6 Pro SynScan GoTo ein gut geeignetes Teleskope Für Astrofotgrafie und wie mache ich damit die besten bilder(camera, adaptar...)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Diese Kombination ist nichts für Anfänger, dazu gehört wesentlich mehr dazu.

Bevor Ich auch nur einen weiteren Satz verschwende solltest Du Dich im Einsteigerforum 'mal belesen. Das klärt einige Fragen wie sie 1000fach von Einsteigern gestellt werden.

Liebe Grüße Klemmi


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi astrojohny,

welche Art der Astrofotografie schwebt Dir denn vor?

Sonne, Mond und Planeten mit einer "Webcam" oder Langzeitbelichtungen von Deepsky-Objekten mit DSLR/gekühlter Astro-CCD-Kamera? ?)


Prinzipiell ist die EQ6 ne feine Montierung, aber 10" sind für einen blutigen Anfänger in Sachen Astrofotografie sehr sehr anspruchsvoll.

Ehe man Dir was raten kann, muß Butter bei die Fische:

- was möchtest Du fotografieren (welche Objekte)
- wo (Großstadt, Kleinstadt, Landgemeinde, wegen Lichtverschmutzung)
- wird die EQ6 in einer Hütte fest aufgestellt oder muß jedesmal das Stativ aufgebaut, die Montierung draufgesetzt und eingenordet werden
- wie schaut es aus mit der Stromversorgung? 220 V, Akkubetrieb?
- welche Kamera (Pixelgröße, Pixelzahl, Farbe oder s/w, gekühlt oder ungekühlt...)

Ich schreib das nicht, um Dich zu ärgern. "Da oben" gibt es viele unterschiedliche Motive. Manche sind klein und hell, da reichen kurze Belichtungszeiten (im Millisekundenbereich), andere sind sehr groß und brauchen 10 oder 20 Minuten Belichtungszeit pro Einzelbild, und zwar 20, 30 oder mehr Einzelbilder.

Das Teleskop bestimmt mit seiner Brennweite, ob das Motiv ganz auf den gegebenen Chip der Kamera paßt, oder ob Du z.B. ein Mosaik machen mußt...

Daher nimmt man für verschieden große Motive unterschiedliche Teleskope. Es gibt auch etliche Motive, die schon mit Festbrennweitenteleobjektiven auf einer guten Montierung toll aussehen...

 
hallo Sternenfee0123,
Ich wollte jetzt mit einer Spiegelreflex Camera Typ Canon Eos 1000d Fotografieren zb. (orionnebel, adromeda Galaxie) und mit einer Webcam(Mond und Planeten).
Ich muss dass Teleskope jedes mal neu aufbauen.
Ich wohne auf dem Land und die Stromversorgung sind 220 V.
Astrojohny
 
Hi Astrojohny,

für Planetenbilder brauchst noch ne 3-fach Barlow oder Du machst Okularprojektion. Dann sind sie schön groß und Du kannst Details erkennen. :) Bei Planetenfotografie reicht normales Einnorden.

Für Deepsky mußt jedesmal einscheinern und brauchst bei 1,2 Meter Brennweite definitiv noch eine Guidingcam, die kommt an den 9x50 Sucher und dann noch ein Programm das Autoguidingimpulse generiert. Z. B. PHD, Guidemaster... Umd um das bauartbedingte Koma des Newtons zu beseitigen, einen Komakorrektor passend für Deinen Newton.

Um die Andromedagalaxie zu fotografieren reicht ein 300 mm Teleobjektiv. Schau mal hier.

Bei 1,2 Meter Brennweite müßtest Du ein 16-fach Mosaik machen, um das selbe Feld abzubilden. ;)...

Simuliere mal mit Stellarium das Gesichtsfeld Deiner Kamera bei 300 mm und dann bei 1200 mm Brennweite bei den Objekten, die Du fotografieren möchtest...

Ich habe erst vor 2 Jahren angefangen, Deepsky-Objekte zu fotografieren. Ich empfehle Dir mit kurzen Brennweiten anzufangen. ein kleiner Refraktzor oder ein Teleobjektiv. Damit große, helle Objekte aufnehmen und erstmal das Guiding und die Bildbearbeitung üben. Und wenn das dann klappt, kannst auf längere Brennweiten gehen.

Teleobjektive und kleiner Refraktor haben ein recht ebenes Bildfeld und Du brauchst keinen Komakorrektor (der verkippen und auch Reflexe produzieren kann)...

Mach Dir am Anfang das Leben nicht zu schwer, nimm was kurzbrennweitiges für den Einstieg.
 
Servus Astrojonny,

fotografiere seit einigen Jahren den Himmel
( http://www.astrobin.com/users/Gottfried/ ), seit einer Woche auch mit dem Skywatcher 10"f4,7, der bei mir jedoch auf einer größeren Montierung wohnt. Wenn Du dieses Trum von einem Teleskop auf die EQ6 wuchtest, dann brauchst Du definitiv vor allem Windschutz und Frustrationstoleranz.
Es gibt in Österreich einen Herrn Henne, der mit eben dem (von Dir vorgeschlagenen) Equipment sensationelle Fotos macht (sonst hätte ich behauptet, es geht nicht). Schau Dir die Seite www.distant-lights.at mal an. Sein Rezept:
-Autoguiding über Off-axis-guider, das spart das Leitrohrgewicht, evtl. geht sucherguiding auch, aber für die extrm langen Belichtungszeiten eher nicht.
-Niedrige ISO-Einstellungen (200ISO)
-Sehr lange Einzelbelichtungen (15-20Minuten) und davon sehr viele.
Das wird Dir am Anfang nicht gelingen, aber der Mensch braucht ja auch Ziele....

Sternfreundlich grüßt

Gottfried
 
Hallo Astrojonny,

ich würde dir empfehlen, mit deinem Equipment erst einmal viel kürzer belichtete Aufnahmen zu versuchen, davon dann entsprechend größere Belichtungsserien. Es gibt Objekte am Himmel, welche durchaus damit klarkommen. Sicher, man darf da nicht allzuviel erwarten, aber man kann dennoch schöne Ergebnisse erzielen. Später, wenn es funktioniert kannst du ja immer noch länger belichten.

Damit lernst du die Grenzen der Nachführgenauigkeit einzuschätzen und ersparst dir evtl. Frust am Anfang, wenn bei 1,2 m Brennweite die Sterne einfach nicht punktförmig werden wollen.

Ich fotografiere beispielsweise gezielt mit Belichtungszeiten um die 30s, benötige keine Nachführkontrolle, kein Autoguiding und bekomme dennoch punktförmige Aufnahmen. Eine gewisse "Ausschußrate" nehme ich bewußt in Kauf. Mein Aufnahmeinstrument hat etwas mehr als 1,8 m Brennweite (Dobson). In Folge der Bildfelddrehung kann ich in einigen Bereichen des Himmels ohnehin nicht viel länger belichten. Allerdings verwende ich eine gekühlte CCD-Kamera. Mein Gerät ist primär visuell optimiert und ich habe auch nicht den Anspruch, wunderschöne, tiefe Aufnahmen der DS-Objekte zu machen. Ich verwende die Fotos für Nachweise, komme damit bis ca. 19,5 mag. Das reicht mir.

Warum schildere ich dies etwas ausführlicher? Wie du auch aus den Schilderungen der anderen Teilnehmer hier siehst, gibt es ganz unterschiedliche Aspekte wie man an die Sache herangehen kann. Ist man sich im Klaren, was man erreichen möchte, erspart dies Enttäuschungen am Anfang.

Viel Spaß und Erfolg
Werner
 
hallo,

der 10" Skywatcher auf EQ6 ist mein Foto Standardequipment - das geht ohne Ausschuss und per Sucherguiding. Freilich, ein bissl Erfahrung ist gut und Wind darf keiner gehen. Nicht gerade eine Foto Einsteigerempfehlung, man rauft ja als Einsteiger mit genügend sonstigen Problemen rum! Vorschlag: EQ6 jetzt kaufen für die Zukunft, und erst mal ein kleineres Rohr.

lg Tommy
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben