Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhältnis?

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Edgar_Mueller

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hi...:)

seitdem ich den mond nun das erste mal mit bescheidenen bordmitteln (sigma 70-300mm f5,6 + kenko konverter 1,5x) auf meinem rechner gesehen habe, verbringe ich nun schon tage im netz mit der suche nach einer geeigneten ausrüstung für astrofotografie.
zugegeben - für mich als absoluten neuling waren zwischendurch konfusion und frustrationsfaktor schon sehr hoch... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />

mit dem ziel astro-fotografie gehe ich nun davon aus, dass ein newton mit f4 wohl eine gute wahl ist, wegen der hohen lichtstärke... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />

für hinweise schmeiss ich mich (virtuell) auf die knie und küsse füsse.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

gruss, edgar
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo,

meiner Meinung nach ist es ein Fehler sich bei der Astrofotografie auf die Optiken
zu konzentrieren. Das macht wohl jeder Anfänger so durch, ich auch. Aber fotografieren
kann man mit jeder Optik mehr oder weniger gut, nur nicht mit jeder Montierung, denn
da liegt bei der Fotografie der Hase im Pfeffer. Also muß als erstes eine einigermaßen
genaue und stabile Montierung her. So was wie GP DX oder Gm8, oder wenigstens EQ5.
Es geht auch mit kleineren Montierungen, wenn es unbedingt sein muß, nur wird dann
sehr bald der Anspruch steigen und die größere Monti wird dann auch gekauft, also lieber
bei der Montierung nicht zu klein einsteigen. Bei der Optik ist es genau andersrum, da
versuchen dann viele mit 8" Newton oder SC/Mak die ersten Fotos zu machen, was dann
meist für Frust sorgt, weil nicht viel dabei rauskommt. Das liegt aber nicht an der
Öffnung sondern an der Brennweite, die für den Anfang einfach zu groß ist. Die Anforderungen
um mit 800 mm oder gar 1500 mm und mehr brauchbare Fotos hinzubekommen sind riesig.
Also besser mit 300mm Teleobjektiv anfangen, auf einer mittleren Montierung mit
Leitrohr ( z.B. kleiner Mak oder 80mm ED Apo ) und beleuchtetem Fadenkreuzokular.
Dann wird auch zu Anfang schon was einigermaßen Brauchbares rauskommen, was dann Lust
auf mehr macht. Dieses Equipment ist dann nix für PN´s oder kleine funzelige Galaxien,
aber es gibt genügend große Nebelgebiete, offene Sternhaufen oder auch die größeren
Galaxien, an denen man sich bei unserem Wetter erst mal lange Zeit austoben und üben
kann, bis das Handwerk dann so sitzt, daß man mit größeren Brennweiten loslegen kann.
Dann ist in der Tat ein 8" f/4 Newton durchaus eine gute Fotomaschine, und funktioniert
auch noch auf besagten Mittelklasse Montierungen braucbar, wenn es nicht zu windig wird.
Das Thema Fotografie ist sehr komplex, weil selbst so Selbstverständlichkeiten wie fokussieren
und den Bildausschnitt treffen nicht einfach sind, und mit der Nachführung und Bildverarbeitung
eben auch noch ihre Krönung finden.
Also frisch ans Werk, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch nicht wenn er
30000 Euro für ein Gerät aus einer Hochglanzbroschüre ausgegeben hat, denn die Erfahrung,
die man mit dem kleinen Einstiegsequipment sammelt, kann man nicht kaufen.
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo,
was willst du denn fotografieren? Planeten oder Deep-Sky? Wenn du von Lichtstärke redest, glaube ich eher Letzteres. Das ist aber sehr schwierig und die Technik für fokale Deep-Sky-fotografie ist sehr teuer. Deshalb solltest du dich eher für den Anfang mit der Piggipackmethode anfreunden. Dazu schnallt man eine Spiegelreflexkamera huckepack auf ein Teleskop und behält mit diesem einen Leitstern ständig in der Mitte. Das ist, da es dort um kleinere Brennweiten geht, einfacher, da nicht so hohe Anforderungen an die Technik gestellt werden wie bei der Fokalfotografie.
Außerdem kann es, wenn es dann Fokalfotografie sein soll, teuer werden einen Newton mit f4 zu bekomen, dessen Spiegel etwas für das schnelle Öffnungsverhältnis taugt und einen Komakorrektor wird man auf jeden Fall brauchen.

Clear Skyes
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

danke euch beiden für die schnelle antwort!

wie gesagt, habe ich schon länger recherchiert und dass eine stabiles eq6 voraussetzung ist, weiss ich nun auch schon. es soll ja auch noch eine motorisierte nachführung dazukommen. was den technischen und erfahrungswert-aspekt angeht - ich hab in der fotografie mit ner g5 von canon angefangen. dann hab ich mir die 350d geholt und schnell danach ne 5d. finanziell gesehen möchte ich eine ähnliche entwicklung nicht wiederholen beim einstieg in die astrofotografie. versteht mich bitte nicht falsch - ich sehe mich nicht als typen, der denkt, teuer ist gut. ich möchte nur lieber gleich was gescheites haben. meine technische lernfähigkeit schätze ich schon sehr hoch ein, so dass der frust bei nem 300mmm schnell kommen würde und der geldbeutel nochmals herhalten muss.

übrigens dachte ich nicht an ein f4.
ein f4,8, nebst zubehör, liegt eher in meinem finanziellen rahmen...;o)

würdet ihr ein maskutov generell als alternative ausschliessen? ich möchte sowohl planeten und deep sky angehen.

morgen kommt erstmal lektüre zum stöbern und ich hoffe, dass ich dadurch noch mehr entscheidungshilfe bekomme.

gruss und danke, edgar
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo Edgar,
eines solltest Du vielleicht als Einsteiger wissen:
Die Planetensaison ist bald vorbei. In 6-8 Jahren werden sie wieder besser beobachtbar. Würde mich als Einsteiger nicht gerade auf sie stürzen.
Generell sind s.g. Dobson-Teleskope für den Einstieg das richtige. Du fängst erst mal mit einem (guten) Dobson Deiner finanziellen Möglichkeiten an. Das Teil liegt in einer Rockerbox, so nennt man diese einfache azimutale Montierung, mit der man natürlich nicht fotografieren kann. Kennst Du Dich dann mit Deinem Gerät aus, dann kannst Du es jederzeit parallaktisch, also zum Fotografieren, aufrüsten. Dies hat den Vorteil, man steigt nicht gleich mit Unsummen in dieses Hobby ein. Empfehlungen in den Foren sind immer schwierig. Man kriegt gleich eine aufs Dach von anders denkenden. That`s life!
Trotzdem:
Wenn Du (später) fotografisch bis maximal 2000 Euros gehen willst (Teleskop/Montierung) empfehle ich Dir einen 8" f5 oder f6, d.h. 20 cm Öffnung bei ca. 1200mm Brennweite
Wenn`s etwas mehr sein darf und Du "richtig" einsteigen willst: Dobson 12" f5 für ca. 800-1200 Euro je nach Ausführung, dann kommt bei 19 kg Eigengewicht allerdings nur noch eine Montierung in Frage, für die Du locker 6000-10.000 Euro hinlegst! Empfehlen kann ich aus eigener Erfahrung die Galaxy-Dobsond von ICS. Nicht weit verbreitet, dafür siehst du unter "Biete" kaum mal einen. Sind halt einfach gut und die gibt niemend her. Kosten das^gleiche wie die bekannteren GSO-Geräte, haben aber bessere und besser abgestutere Okulare in der Grundausstattung und einen besseren Sucher. Findest Du unter www.intercon-spacetec.de. Sag Martin einen Gruß von mir, er wird dich mit Sicherheit gut und vor allem ehlich beraten, dafür ist er bekannt!
Vorab erstmals viele Grüße und Willkommen im Club!

Übrigens gebe ich Antonius recht. Ich BIN Fotograf, und in meinem Gebiet der Skulpturenfotografie des Mittelalters nicht unbedingt der unbekannteste. Habe daher auch mal gedacht, ich müsste es mir beweisen, das kann ich auch (Astrofotografie). Aber da steckt ne Menge Erfahrung und (heute) ein wahnsinniges Equipment drin, will ich an die Binnewies Rehmanns u.a. herankommen. Da sind dann (bei jahrelanger Erfahrung) schnell mal 15.000 Euro weg. Ich hab`s für meinen Teil aufgegeben und schaue mir deep sky anstelle eines Leitsterns an, den ich stundenlang im Fadenkreuz halten muß...
Schau Dir mal meine Aufnahme des Orionnebels an (M42). Wurde mit 300mm an der Canon F1 belichtet. Indgesamt 5 Aufnahmen und einmal SW. Für die Bildbearbeitung habe ich 2 Tage gebraucht. In der Zwischenzeit hätte ich mir alle Messierobjekte ansehen können und bessere Aufnahmen als die meine habe ich auch noch zur Genüge gesehen....

Winfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo Edgar,

ich denke Dein Problem kommt ziemlich oft vor. Es führte zu diesem Artikel: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Ich habe auch damals, Ende der 80er Jahre, als ersten Gedanken die Fotografie gehabt. Damals hat man mich an der Sternwarte zwar gewähren lassen, aber man hat mir schon gesagt, dass ich erstmal visuell beobachten lernen sollte.
Nun, so dreht es sich dann, denn jetzt rate ich Dir: Lerne erstmal visuell mit einem Teleskop umzugehen. Wenn Du eine Anschaffung tätigst, dann gerne auch im Hinblick auf Tauglichkeit für die Fotografie, aber der Einstieg in Astrofotografie mit zu wenig Beobachtungserfahrung führt meistens zu diesem Bild:
Ein Sternfreund steht mit einem ca. 4000 Euro teuren Goto Teleskop auf der Wiese. Das Goto-Komplettsystem wurde angeschafft, weil der Sternfreund sich am Himmel nicht auskennt und die Objekte anders nicht findet. Immerhin hat er ein Komplettsystem angeschafft, dass für Fotografie beworben wird. Es ist ein typisches "Mainstream-System". Die Erfahrung, dass das System zwar für Fotografie beworben wird, aber ohne eine zusätzlich gekaufte Polhöhenwiege gar keine Langzeitbelichtung erlaubt, ist gerade gemacht worden. Nun ist der Sternfreund gerade in der Phase der Erkenntnis, dass Goto zwar in der Lage ist, ein Objekt am Himmel zu finden, anzufahren und zu verfolgen, dass diese Verfolgung aber mechanisch zu ungenau ist und sie verwackelten Sternstrichen führt. Die Begriffe Leitrohr und Guiding, die er im Kopf immer als in "Goto integriert" sah, gewinnen an Klarheit, das Frustniveau steigt, denn wieder muss noch mehr Equipment gekauft, verstanden und beherrscht werden. Und obwohl man doch Monate später wirklich alles richtig angeschlossen hat, funktioniert der verd... Autoguider nicht und die Sterne sind immer noch nicht punktförmig, oder Doppelt, oder eirig... So ganz scharf ist das Bild auch nicht, der Autofokus geht nicht, aber man kann ein Programm kaufen, dass automatisch fokussiert, wenn man einen Fokussiermotor mit dem richtigen Protokoll am Laptop anschließt...

Demgegenüber sehe ich das Bild eines Sternfreundes, der seine Kamera mit 135er Tele Huckepack auf seinen 150/750 Newton gesetzt hat. Der Newton sitzt auf einer Montierung der GP-Klasse, besser noch auf einer kräftigeren Montierung (für die Zukunft). Es entstehen erste Bilder von Sternwolken der Milchstrasse, der Orion-Region, Andromedagalaxie, H&Chi, etc. Gerne auch ein heller Komet, der zu erspähen ist. Es sind keine Fotos durch ein großes Teleskop, aber es sind schön anzusehende Bilder, die Lust auf mehr machen. Man wird sich steigern, in den nächsten Monaten und Jahren...

Clear Skies
Sven
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

ihr habt ja recht...
Link zur Grafik: http://www.strassenmaler-info.de/forum/images/smiles/hiding.gif
und danke!

nach weiterem stundenlangen netzsuchen - aufgrund eurer hinweise - ist es mir nun klar. mein ziel ist zu vergleichen mit einem, der nie einen pinsel in der hand hatte und gleich einen michelangelo kopieren möchte. er kauft sich aber schon mal alles nötige zeugs, um auch richtig gewappnet zu sein. dann stellt er fässt, die ölfarben hätte er besser aussuchen sollen. die pinsel taugen nix. die leinwand ist schlecht grundiert. aber war doch ein fix und fertig einsteigerpaket für ölmalerei???
ich habe jahre für meine fähigkeiten in der malerei gebraucht und lerne immer noch dazu. ein einsteiger-ölfarben-malset würde ich niemandem empfehlen!
sorry...hat etwas gebraucht für die einsicht.
die neu(gier) nach geilen fotos war einfach zu gross... Link zur Grafik: http://www.strassenmaler-info.de/forum/images/smiles/tongue.gif

jetzt steht die nächste frage an:
welches teleskop als einstieg? ein dobson mit zukunft ist für reisen eher untauglich wegen der länge/brennweite und gewicht. ich möchte auf reisen das teil unbedingt mitnehmen können!
hoffentlich morgen kommen endlich zwei lektüren, die mir bestimmt noch mehr informationen geben werden.
guck schon jeden morgen den postboten erwartungsvoll an. Link zur Grafik: http://www.strassenmaler-info.de/forum/images/smiles/happy.gif

gruss, edgar
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

@sven

ich hab eine konkrete frage zu deinem kombinationsvorschlag von einem 135mm tele und einem 150/175 newton. das würde doch 'pichback' (oder wie man es schreibt) ablaufen. ein tele kann ich mir da nicht so recht einsatzfähig vorstellen.
wie funktioniert denn dann die fokussierung?
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo,
beim Piggipack schnallt man die Kamera auf den Rücken des Teleskops. Da kann man dann zwei Schellen benutzen: Eine für die Kamera und eine, die das Objektiv hält. Soviel zum Thema Stabilität. Nun zur Fokussierung: Da Sterne theoretisch unendlich entfernt sind und nicht 3- bis 10 meter, kann man da einfach die "Unendlich" einstellung (die liegende 8) einstellen. Dann müsste man eigentlich bei jedem teleobjektiv den genauen Schärfepunkt haben.

Clear Skyes
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo Edgar,

"piggyback" - Schweinebuckel nennt der Ami das.
Klar, Fokussieren ist immer eine Übung. Es gibt etliche Methoden. Bei chemischen Kameras wurde für die perfekte Fokussierung noch die Kamera geöffnet und eine Messerschneide über die Filmführung geschoben. Man beobachtete dabei mit dem Auge einen Stern, der im Auge nur ein unscharfer Flatschen war. Je schneller der Stern verschwand, wenn die Messerschneide ihn verdeckte, desto schärfer war das Bild, denn umso kleiner war der Punkt in der Filmebene.
Mit heutigen Digitalkameras gibt es im Prinzip zwei Methoden. Die eine funktioniert nicht mit allen Kameras, und zwar benutzt man den Autofokus-Sensor mit einem hellen Stern und sorgt dann dafür, dass die Optik sich nicht mehr verstellt. Am besten ist noch, wenn man von Hand fokussieren kann und dabei eine Anzeige für den optimalen Schärfepunkt im Display hat. Bei den Nikon D50 und D70 funktioniert das vorbildlich, bei Canon würde es funktionieren, wenn man die Kamera davon überzeugen könnte, ein "Original Canon" Objektiv dran zu haben. Es funktioniert also nur mit speziellem Zubehör (das ist übrigens reine Schickane, also wenn ihr mal den Entwickler des Unfugs trefft: Sagt's ihm deutlich!).
Die Zweite Methode sind schlicht Testaufnahmen, wobei man vorsichtig den Fokus verstellt, bis man den optimalen Punkt gefunden hat - oder einen, mit dem man zufrieden ist. Manche drucken sich einen Nonius aus, den sie auf die Skala kleben. Weil sich sowas aber immer etwas verändert, hilft der Nonius nur, bei den Testaufnahmen die Optimalposition "wiederzufinden", während man am nächsten Abend bei anderer Temperatur wieder neu probieren muss - aber man weiss dann schonmal ungefähr, wo.
Im Prinzip machen auch automatische Fokussierprogramme nichts anderes. Testaufnahmen, bis es passt.
Und am Teleskop macht man es auch nicht anders.

Clear Skies
Sven
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hi Zusammen,

richtig, aber nicht schön wär's, sondern gut so, denn durch Temperaturdifferenzen kann sich die Fokuslage verändern, deshalb kann man praktisch jedes Tele-Objektiv ein Stück über den Unendlich-Punkt hinausdrehen.

Clear Skies
Sven
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo!

Sven_Wienstein:
Demgegenüber sehe ich das Bild eines Sternfreundes, der seine Kamera mit 135er Tele Huckepack auf seinen 150/750 Newton gesetzt hat. Der Newton sitzt auf einer Montierung der GP-Klasse, besser noch auf einer kräftigeren Montierung (für die Zukunft). Es entstehen erste Bilder von Sternwolken der Milchstrasse, der Orion-Region, Andromedagalaxie, H&Chi, etc. Gerne auch ein heller Komet, der zu erspähen ist. Es sind keine Fotos durch ein großes Teleskop, aber es sind schön anzusehende Bilder, die Lust auf mehr machen. Man wird sich steigern, in den nächsten Monaten und Jahren...

Edgar_Mueller:
ich hab eine konkrete frage zu deinem kombinationsvorschlag von einem 135mm tele und einem 150/175 newton. das würde doch 'pichback' (oder wie man es schreibt) ablaufen. ein tele kann ich mir da nicht so recht einsatzfähig vorstellen.

Sven, ich musste lachen als ich dein Vergleich(Zitat oben) gelesen hatte:

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/attachment_upload/489704-c6n-foto.jpg

Genauso mache ich zur Zeit meine ersten Gehversuche in Sachen Astrofotografie. Auf den Bild ist die Kamera nicht "piggyback" auf den Newton montiert(da sitzt eine zweite Prismenschiene), sondern ist mit einer Kameraplatte auf der Gegengewichtstange befestigt. Das spart nicht nur ein Gegengewicht von 2,5kg, die ganze Montierung ist zudem besser tarriert. Die Kamera auf den Bild ist eine EOS-50E, mit der 350D habe ich das Bild gemacht. Das Objektiv ist ein Pentacon 135/2,8 und der Newton ein Celestron C6-N(150/750).

Vielleicht erklärt das auch Edgars Frage.
Über den Gesamtwert dieser Kombi schreibe ich jetzt nichts, Edgar kann ja mal per PN anfragen wenn ihn das interessiert.

Grüsse aus den Regen,
Matthias
 
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Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo Edgar,

also wenn deine Astrofotos mal so ge.. werden wie deine Straßenbilder, dann aber "Hut ab" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" />.

Coole Page <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Zu Edgars Frage nach einem transportablen Einsteigerteleskop:
ich selbst habe zwar was gegen Gitterrohrdobsons in der 8" Klasse, aber Du solltest Dir mal das Meade Lightbridge anschauen (meade.de oder Händler). Das kannst Du zerlegen, ohne Dir gleich den Mini in der Werbung mit hinzukaufen zu müssen. Liegt preislich glaube ich im Rahmen der anderen Dobsons, ggf. ein wenig teurer.
Gruß
Winfried
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

wow!

was es alles gibt...;o)
die werte von dem dobson sind ja auch nicht schlecht.
nur das gesamtgewicht ist mit 23kg doch beachtlich. für 5kg handgepäck reicht das nicht mehr. oder kann man die empfindlichen teile im handgepäck verstauen und den rest ins normale? kommt man da auf unter 5kg?
wenn nicht, ich liebäugle jetzt trotzdem mit einem sc 150/1500 f/10 mit reduzierung komme ich da angeblich auf f/6,3. im hinblick auf spätere fotografische ausbaufähigkeit könnte das interessant werden. beim dobson wird das sicher schwieriger. angeblich sollen die kontrastleistungen eines sc aber schlecht sein, was mich wieder hin und her grübeln lässt.

die beiden lektüren sind jetzt da und den bereich der teleskopvorstellung habe ich nun durch. nur eine entscheidung fällt mir danach auch nicht leichter...*g

was meinst du mit 'mini' winfried?

gruss, edgar
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Kontrastleistung...
Das stimmt "bedingt". Wenn Du ein SC (Schmitt Cassegrain) wie z.B. das LX200 von Meade, gleich welcher Größe, visuell einsetzt, dann hast Du wenig Kontrast durch wine fast 40%-ige Obstruktion. Bei der Fotografie ist das irrelevant, da die Auflösung eh über der Filmauflösung (oder Chip) steht. - Sven weiß das besser und genauer.
Ich habe ja das 12" SC von Meade in der Sternwarte und steige nun um (oder auf) auf einen 12" Dobson für die rein visuelle Beobachtung. Muß allerdings auch sagen, daß mir das SC immernoch Spaß macht und es bleibt auf der Säule.
Mit KEINEM Dobson in vernünftiger Relation kommst Du unter 5kg. Sind alle für den Kofferraum gebaut, nicht für den Flieger. Siehe Foto
Viele Grüße
Winfried
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Entschuldigung, hab ich vergessen. Meade bewirbt seine Lightbridge Dobsons damit, daß sie auch in den (englischen) Mini (cooper) passen....
(Wenn sonst keine mitfährt, hahaha...)
Nun denn, je mehr Du hier fragst, desto verunsicherter wirst Du. Aber das geht allen so, die gerade einsteigen. Ansich mußt Du Dir das aus den Foren heraussuchen, was Deinen Wünschen am meisten entgegenkommt. Wie viele schon gesagt haben: ein Universalgerät gibt es nicht. Solltest Du dann am ausgesuchten Gerät Deinen Spaß haben, dann war alles richtig. Und irgendwann, wenn Dich der nächtliche Himmel immer mehr reitz, dann kommt, wie bei jedem von uns, noch das eine oder andere Gerät hinzu. Du kaufst ja auch keinen CD-Player, weil Du EINE CD hast. S`werden halt immer mehr...
Gruß Winfried
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

ich habe mir mal eine zusammenstellung gemacht und möchte gerne eure meinung dazu hören. von dem reise-transportgedanken bin ich nun erst mal weg. ich werde bestimmt noch lange brauchen, das handling zu beherrschen und bin hier im sehr ländlichen 500m hoch gelegenen dorf bestimmt nicht schlecht bedient vom seeing her...;o)

- montierung eq6 mit goto (nachführung inkl.)
- celestron newton tubus 200/1000 f/5
- komakorrektor
- aktive belüftung des tubus
- off axis guider oder leitrohr?
- eine auswahl an okularen und filtern (da suche ich noch rat)
- t2 adapter
- barlowlinse 1,5/2,0
- taukappe

ratschläge und kritik?! immer her damit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grknie.gif" alt="" />

----
vorhandene kameras
- canon g5
- canon eos 350d
- canon eos 5d
- panasonic nv-gs180 3ccd


gruss, edgar
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hi Edgar,
Celestron ist gleich GSO (Spiegel), vergleiche mal die Preise, weiß nicht welcher günstiger ist. Ziehe auch den Galaxy 20/1200=f6 in Betracht, der hat einen vernünftigen Sucher, 32 + 9mm gute Okulare, Crayford Auszug und ist auf jeden Fall beim "Sterneschubsen" besser gelagert (hab`ja einen).
Monti geht o.k., auch wenn ich da manchmal Bauchschmerzen habe, was da alles so unter EQ-6 angeboten wird. Mal sehr gut, mal ausgesprochen schlecht (siehe Foren: Montierungen!). Das sind halt Chinesen, und die sind mal so, mal so. Ich würde die bewährte Vixen GP-DX nehmen, das ist übrigens die einzige, die du, wenn sie als GOTU ausgebaut ist, noch manuell bewegen kannst. Geht bei allen anderen nicht mehr! - Hat manchmal seine Vorteile,
Coma Correktor? - Da weiß Sven mehr, er wird wohl dazu was zu sagen haben. Ich glaube, den brauchst Du nicht, aber mal abwarten. Off axis Guider: Hatte mal einen sehr guten, kam damit aber nicht zurecht. Ein kleines Leitrohr finde ich besser. Kann da auch mal eines von LIDL sein, muß ja nicht knackescharf abbilden. Wichtig wäre nur das Fadenkreuzokular. Wichtig hierbei: Doppelfadenkreuz beleuchtet. Würde eines mit Kabel nehmen. Die mit eingebauten Minibatterien sind sauteuer, denn die Batterien sind teuer und in kalter Nacht gleich aufgebraucht. Habe hier das 12mm Fadenkreuzokular von Meade, gibt es auch in 9mm. Bin zufrieden damit.
Okulare: oh jehhhh! - Das gibt Diskussionen. Persönlich denke ich bei (1200mm) reichen (beim Galaxy) die mitgelieferten in 32 mm und 9 mm vorerst aus. Erstmal lernen, das Teil am Himmel zu bewegen. 32 ist ein schönes Übersichtsokular und mit 9mm hast Du rund 130 fache Vergrößerung, das reicht erst mal.
Filter: Graufilter für Mond, Sonnenfilterfolie von Bader, denn die Sonne macht was her!, UHC oder OIII, wobei ich eher zum UHC tendiere, der schluckt nicht so viele Sterne weg, ist am Anfang besser. Farbfilter brauchst Du, wenn überhaupt, orange oder rot, ggf grün zuzu. Bekommst Du auf den Treffen (ITV) meist billig auf dem Trödel und Gebrauchtmarkt.
T2 Adapter: aber natürlich!
Barlow: laß vorerst die Hände davon. Schau Dir die Dinger durch DEIN Teleskop auf einem Treffen an, dort sind meist fast alle Händler. - Finde es übrigens wichtig, sich auf einem Treffen zu informieren. Wenn Du noch Zeit hast und es Dir nicht allzu arg kribbelt, dann warte bis Mitte Mai und geh`aufs ITV (Vogelsberg_kreis). Findest due unter Astrotreffen beim Veranstalter Martin Birkmaier (www.intercon-spacetec.de). Dort wird Dir geholfen...
Bin übrigens auch dort wie jedes Jahr
Taukappe: Beim normalen "langen" Newton ansich nicht nötig, schaden kanns aber nicht. Macht aber das Gerät windanfälliger, was die Monti wiederum nicht mag. Kann man bei Bedarf später kaufen.
Ganz wichtig: Decke Dich nich gleich mit einer Unmenge Okularen ein! Sehr gute sind auch sehr teuer und das 2x gekaufte Okular (weil`s erste nichts taugte) ist das teuerste.
Soweit mein erstes Statement. Bin auf Sven gespannt... - bitte nicht hauen, aber ich mag die EQ-6 einfach nicht. Kommt mir immer so vor, als wolle man aus einem Trabbi einen Rennwagen machen...

Viele Grüße, Winfried
...und noch mal eine meiner wenigen Astroaufnahmen...
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Verzeihung, das Bild war zu groß. Hier nochmal, ist eine "Nahaufnahme" der Plejaden, Meade 12" LX-200 SC bei eff. 4500mm Brennweite, Fuji S3pro, 200 ASA, 25 Minuten bei f:10
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Während Du vielleicht schon am Lesen bist, noch eine nicht unwichtige Bemerkung: fang nicht mit der Focalfotografie (also durchs Teleskop) an. Besorge einen Kameraaufsatz (Piggypack) und schnalle eine Deiner Kameras mit einem nicht zu langen Objektiv darauf. Dann verwendest Du das Teleskop zum Nachführen. Focalaufnahmen gehen am Anfang, wenn man`s noch nicht kann, zu 90% in die Hose. Das wären verschenkte Nächte. Probieren kannst Du die Focalfotografie am Mond und (MIT SONNENFILTER!!!!) an der Sonne. Für alles andere kann ich Dir auf dem ITV eine Menge Leute vorstellen, die Dich gerne in dieses Thema einführen. Da gibt`s immer Spezialisten, von denen man was lernen kann.
-nochnfoto...
diesmal eben so wie geschildert. Canon F1 mit 85mm aufgesattelt auf dem Meade, damals noch 8". Gut 1/2 Stunde bei f.5,6
Grüße
Winfried
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

schon wieder der Winfried...
Schau mal unter BIETE, (Name ist Sumel), kam gerade rein. Umrechnen in EIru, da CH, wäre garnicht so schlecht
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo Edgar,

irgendwie habe ich gewusst, dass EQ-6 dabei herauskommt.
Ohkay... gehe ich mal ins Detail:

1. EQ-6
Tragfähigste Montierung der Klasse "deutlich unter 1000 Euro", jedoch in der Standard-Version nicht gut für Deepsky-Fotografie geeignet, da Nachführung nicht sauber läuft. Die meisten Sternfreunde bauen neue Getriebe ein, manche gehen noch weiter und bauen auch neue Motoren und sogar neue Schneckenradsätze ein, damit die Montierung längere Brennweiten gut nachführt.
EQ-6 für Fotografie: Definitiv ein Fragezeichen!
Die neue Version "Skyscan" mit Goto soll dank besserer Getriebe wesentlich unproblematischer sein.

2. Newton 200/1000.
Die Wahl ist OK, ein guter Kompromiss zwischen Fotografie und Beobachtung. Das Celestron Gerät ist ganz in Ordnung, aber auch die "Konkurrenz" hat einige interessante Features. Den GSO 200/1000 solltest Du Dir mal anschauen, ist für Fotografie dank eines größeren Fangspiegels (fotografische Ausleuchtung des vollen Kleinbild-Formates) und des 1:10 untersetzten Okularauszuges (Fokussieren bei f/5 ist nicht leicht) auch interessant.
Ein Komakorrektor wird benötigt, der Baader MPCC ist da "das übliche Modell".
Allgemein wäre aber der Hinweis angebracht, dass man die Deepsky-Fotografie wirklich mit niedriger Brennweite beginnen sollte. Das heisst wirklich mit 135mm erstmal üben, dann auf 300mm und 500mm steigern, bevor man durch das große Teleskop Aufnahmen probiert.

3. Aktive Lüftung
Sollte man einbauen, bedeutet aber immer Umbau, selbst beim GSO Gerät, an dem ein Lüfter dran ist. Die allermeisten Geräte die man kaufen kann, haben entweder keinen Lüfter, oder den Lüfter etwas unsinnig montiert. Über den Lüfter-Einbau gibt es etliche Artikel im Forum, das muss ich jetzt hier nicht neu erfinden.

4. Am Newton geht praktisch nur Leitrohr, die meisten Newtons haben nicht genügend Einstellbereich am OAZ, um einen OAG nutzen zu können. Es gibt zwar besonders flachbauende für Newtons, aber ob sie am jeweiligen Gerät funktionieren muss man meist selbst probieren. Leitrohre sind im Allgemeinen billiger, wobei man Leitrohrschellen günstig von Selbstbauern auf Messen kaufen kann - ohne besondere Qualitätseinbußen.

5. T2-Adapter und einen passenden T2-Ring für das jeweilige Kamera-Bajonett.

6. Barlow - Warum? Nur weil man so etwas wie eine Barlow kaufen kann? Nur kaufen, wenn das zur Okularausstattung nötig ist. Soll zur Justage Barlowed-Laser dienen, kann man gebraucht eine billige Barlow anschaffen, quasi ein "Ausschuss-Teil".

7. Taukappe: Entweder selber bauen, oder beim Newton ggf. unnötig. Kommt auf die Tubus-Bauform an. Newtons sind eher wenig tauanfällig, und brauchen die Kappe nur an besonders feuchten Standorten. Also wenn man regelmässig in einem Feuchtgebiet beobachtet (davon kann ich allerdings ein Liedchen singen!).

Dann 8. Okulare: Ehe nicht das Teleskop exakt feststeht, kann keine Vorauswahl getroffen werden. Trotzdem solltest Du Dich mal umschauen, welche wichtigen Okulareigenschaften es so gibt, und wie Du dazu stehst. Zum Beispiel sind bequemer Augenabstand und optimale Bildqualität durch möglichst wenig Linsen Eigenschaften, die "gegeneinander arbeiten". Gibt es Sonderanforderungen? Die wichtigste Sonderanforderung ist eine Hornhautverkrümmung (Zylinder), deren Vorhandensein je nach "Ausprägung" das Tragen einer Brille am Okular erfordert. Normaler "Dioptrienausgleich" durch eine Brille erfordert nicht, dass die Brille beim Beobachten getragen wird.

Ratschläge/Kritik: Wie Du an einem Abend Lektüre eine Bilderbuch-Ausstattung zusammenstellen kannst/willst, ist mir schleierhaft, sehr schleierhaft.
Damit also Ratschlag: Anschluß suchen zu anderen Sternfreunden! Mit denen rausfahren, deren Ausrüstung kennenlernen.
Nochmals die Mahnung: Einstieg mit moderater Brennweite, piggyback Fotografie, langsame Steigerung.

Clear Skies
Sven
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

hi sven,

danke für deine tips!
vorab...ich suche ja noch und finde hier ja auch sehr brauchbare hinweise. deswegen die liste. das war keine 'ich weiss ja schon alles zusammenstellung'... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Hallo Edgar,

irgendwie habe ich gewusst, dass EQ-6 dabei herauskommt.
Ohkay... gehe ich mal ins Detail:

1. EQ-6
Tragfähigste Montierung der Klasse "deutlich unter 1000 Euro", jedoch in der Standard-Version nicht gut für Deepsky-Fotografie geeignet, da Nachführung nicht sauber läuft. Die meisten Sternfreunde bauen neue Getriebe ein, manche gehen noch weiter und bauen auch neue Motoren und sogar neue Schneckenradsätze ein, damit die Montierung längere Brennweiten gut nachführt.
EQ-6 für Fotografie: Definitiv ein Fragezeichen!
Die neue Version "Skyscan" mit Goto soll dank besserer Getriebe wesentlich unproblematischer sein.

die skyscan-version wäre meine wahl...

2. Newton 200/1000.
Die Wahl ist OK, ein guter Kompromiss zwischen Fotografie und Beobachtung. Das Celestron Gerät ist ganz in Ordnung, aber auch die "Konkurrenz" hat einige interessante Features. Den GSO 200/1000 solltest Du Dir mal anschauen, ist für Fotografie dank eines größeren Fangspiegels (fotografische Ausleuchtung des vollen Kleinbild-Formates) und des 1:10 untersetzten Okularauszuges (Fokussieren bei f/5 ist nicht leicht) auch interessant.
was heisst jetzt dein 1:10 beim okularauszug?
bin ich völlig überfragt...;o)
Allgemein wäre aber der Hinweis angebracht, dass man die Deepsky-Fotografie wirklich mit niedriger Brennweite beginnen sollte. Das heisst wirklich mit 135mm erstmal üben, dann auf 300mm und 500mm steigern, bevor man durch das große Teleskop Aufnahmen probiert.

mit aufnahmen möchte ich mich nur versuchen. quasi zwischendurch. wie ist der einsatz eines reduzierers? das wären dann z.b. 500mm

....Die wichtigste Sonderanforderung ist eine Hornhautverkrümmung (Zylinder), deren Vorhandensein je nach "Ausprägung" das Tragen einer Brille am Okular erfordert. Normaler "Dioptrienausgleich" durch eine Brille erfordert nicht, dass die Brille beim Beobachten getragen wird.

genau die habe ich...bin also brillenträger.
dioptrie 0.75 und 1,75 links oder rechts weiss ich nich mehr..;o)

Ratschläge/Kritik: Wie Du an einem Abend Lektüre eine Bilderbuch-Ausstattung zusammenstellen kannst/willst, ist mir schleierhaft, sehr schleierhaft.
Damit also Ratschlag: Anschluß suchen zu anderen Sternfreunden! Mit denen rausfahren, deren Ausrüstung kennenlernen.
Nochmals die Mahnung: Einstieg mit moderater Brennweite, piggyback Fotografie, langsame Steigerung.

siehe statement anfangs... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
kennt wer einen kontakt im raum koblenz? hab da schon gesucht und nix gefunden. wäre bestimmt ne gute hilfe für mich, mal durch ein bestehendes system zu schauen.


gruss, edgar
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hallo Edgar,

in aller Kürze...

1:10 Untersetzung: Der Drehknopf des Okularauszuges hat eine 1:10 Untersetzung, so dass man wesentlich feinfühliger Fokussieren kann.

Reduzierer auf 500mm. Sowas gibt es nicht für einen f/5 Newton von der Stange. Der Reduzierer müsste für ordentliche Sternabbildungen genau für das Gerät gerechnet sein. Eine derart schnelle Optik (es kämen f/2,5 heraus) ist sehr schwer herzustellen. Bei Interesse Google mal nach "Hypergraph" und schau in die Preisliste von derart schnellen Optiken, das heilt...
Ich rate Dir nicht ohne Grund zum Einstieg mit Tele-Objektiv. Kräftiges Gasgeben sorgt nur für ordentlich Qualm und Reifenverschleiss, aber es dauert lange, ehe sich die Karre wirklich in Bewegung setzt!

"Gelegentliche Aufnahmen" - Astrofotografie ist eine Disziplin, der man viel Zeit widmen muss. Mal eben so zwischendurch erzeugt zumindest bei der Disziplin Deepsky eine Menge Aufnahmen für's Kuriositätenkabinett, oder für den Mülleimer. Geduld, Übung, Ausdauer! Ansonsten: Deepsky-Fotografie abschreiben, und die Fotografie auf Schnappschüsse vom Mond oder den Planeten beschränken. Das kann man "bei Gelegenheit" mal machen und dabei dennoch nette Ergebnisse erzielen. Womit ich nicht sagen will, dass diese Teildisziplin anspruchslos wäre.

Hornhautverkrümmung: Du müsstest herausfinden, ab welcher AP ( http://www.svenwienstein.de/HTML/thema_ap.html ) Du die Brille brauchst. Viele Sternfreunde brauchen sie nur bei schwacher Vergrößerung (also großer AP). Okulare für schwache Vergrößerungen sind aber eher unproblematisch, was den Augenabstand angeht (bis auf Ausnahmen). Wird die Brille praktisch immer gebraucht, führt das zu einer ganz anderen Okularwahl. Für schnelle Optiken (f/4, f/5) spricht dann viel für LVW, bei einigen Okularbrennweiten gehen auch die LVW Clones Stratus und Hyperion. Es gibt auch noch ein paar Alternativen, aber das müsste man dann diskutieren.

Kontakte: Schau mal auf der Portalseite im GAD, da wird sich im Raum Koblenz sicher was finden. Warscheinlich mehr als nur eine Adresse.

Clear Skies
Sven
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

... falle ihr Euch wundert, daß ich keinen Kommentar mehr dazu abgebe:
ich klicke mich hier für ein paar Tage aus, da ich nach Berlin muß, um unser neues Buch im Bode vorzustellen. Klicke mich kommende Woche ab Mittwoch wieder ein.
Freudiges und effizientes diskutieren wünscht
Winfried
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

hi...

habe jetzt zwei nächte mit meinem neuen galaxy d8 - 200mm/800mm auf rockerbox verbracht.
die erste nacht sah eher so aus, dass ich mit meiner nachbarin alles mögliche am himmel gesucht habe. wo is'n der kleine wagen?...usw... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> hat tierisch spass gemacht. zwei absolute nicht-mal-laien auf der suche nach tollen himmelsobjekten. der grosse frust war das lange warten, bis die meisten strassenlaternen hier im dorf abgeschaltet waren. von da an wurde es immer besser mit der sicht.
durch zufall bekam ich dann den saturn zu sehen. ich war fast erschrocken, was ich da sehen konnte... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" /> er war zwar relativ klein aber die ringe deutlich zu erkennen. für letzte nacht habe ich dann auch mal die mitgelieferten sternenkarten-lektüren durchforstet. finde jetzt zumindest schon mal den pol und kann mich einigermassen orientieren. wesentlich besser gegen die fusskälte gerüstet und mit dem vorhaben, doch mal meinen camcorder fokal zu testen habe ich dann fast die ganze nacht rumgeguckt und an der montierung gewerkelt.
ein versuch, den orion mit kamerastativ und dslr aufzunehmen hat nicht ganz geklappt. wo liegt da eigentlich die maximale belichtungszeit? oder kann man das so allgemein nicht sagen? unten auf dem bild sieht man ihn gaaanz undeutlich.

Link zur Grafik: http://www.strassenmalerei.com/extern_images/erste_bersuche_dobson.jpg

habe noch andere fotos mit einem 50mm f1,8 gemacht. aber da sind es fast nur strichspuren geworden.
heute habe ich dann mit müdigkeit in den knochen, weil mein biorythmus mich wie gewohnt früh geweckt hat, alles für heute nacht vorbereitet. tests zur optimierung der sicht mit dem camcorder ins okular, justierung des dobson mit dem sucher (soweit das ohne fadenkreuz im okular geht) und andere kleinigkeiten, wie tauschutz für die kameraausrüstung sowie genug kippen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

beim den nächsten fokalaufnahmen verwende ich auf alle fälle das 32mm statt des 9mm okulars. dank fernbedienung für die cam (hab das teil ewig gesucht, weil nie benutzt;o)
kann ich dann relativ verwackelungsfrei zoomen und fokussieren. was nervt, ist das helle display der cam und der wechsel zum nachführen im sucher. da bin ich fast blind.

jetzt is alles bedeckt und für die nacht sieht es garnicht gut aus. naja...bin eh müde.
mit etwas glück geht es morgen nacht weiter.

ein frame aus den zahlreichen aufnahmenversuchen des saturns
Link zur Grafik: http://www.strassenmalerei.com/extern_images/_pic0193.jpg

und das hat giotto aus einer filmsequenz gemacht
Link zur Grafik: http://www.strassenmalerei.com/extern_images/test_1.jpg


gruss, edgar
 
Re: Astrofotografie Schwerpunkt auf Öffungsverhält

Hi Edgar,

ja sauber, Orion ist doch drauf!
Die maximale Belichtungszeit ist abhängig von der Brennweite und von der Deklination, also vom Abstand des Objektes zum Himmelspol. Klar, der Polarstern steht fast still, da kann man lange belichten. Zu "chemischen Zeiten" galt, dass man mit 50mm Objektiv so 20 bis 30 Sekunden draufhalten konnte. Mit 135mm Tele wirds bei 4 Sekunden schon eng. Je schärfer die Optik, desto kritischer wird das und bei heutigen Digiknipsen mit den kleinen Chips und dementsprechenden Verlängerungsfaktoren gegenüber Kleinbild, sind die Zeiten noch kürzer geworden.

Der Saturn - naja, also Rohbilder sehen immer entsetzlich aus und auch das Ergebnis eines Giotto-Durchlaufes ist immer noch unscharf. Der Trick besteht dann in der Nachbearbeitung mit den Schärfungsfunktionen von Giotto oder anderen Bildbearbeitungsprogrammen. Bei Deinen Rohbildern scheint aber der Fokus nicht optimal getroffen gewesen zu sein, denn ein 8-Zöller sollte schon die Cassini-Teilung im Rohbild schwach zeigen. So sieht man sie erst im addierten Bild durchschimmern. Naja, kann auch am Seeing in der Stadt oder an unvollständiger Auskühlung des Teleskops gelegen haben. Wenn Saturn in der Abgasfahne eines offenen Fensters oder gar eines Schornsteines steht, oder auch nur über Nachbars warmgefahrenen Auto, dann blubbert es eben bei 200x...

Den Kamerasucher solltest Du Dir mit roter Folie abkleben, notfalls doppelt gelegt. Auf Astro-Messen bekommt man auch für Laptops rote Plexiglasscheiben.

Clear Skies
Sven
 
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