Astromod meiner EOS450D

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RedFaction

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Ich sag mal hallo in die Runde. Wollte mich die Tage dransetzen und den Lowpassfilter meiner EOS ausbauen.

Nur jetzt rein zum Verständnis. Das entfernen des Lowpassfilters, macht die EOS ja im H-Alpha Bereich empfindlicher.

Brauche ich hier für das grundsätzliche fotografieren von DSO eigentlich Filter?
Wenn ich jetzt nicht gerade H-alpha oder OIII Regionen fotografieren möchte?
Dieser CLS Clipfilter ist das ein H-alpha OIII kombi Filter? Ist dieser nötig?

Gruß

Giuseppe
 
Hallo Guiseppe,

ich habe auch eine 450D modifiziert und das Filter entfernt. Du kannst anschließend problemlos ohne weiteres Filter fotographieren. Ein CLS Filter wird verwendet, um den Einfluss durch die Lichtverschmutzung etwas zu reduzieren. (Natürlich immer mit einem Verlust in dem entsprechenden Wellenlängenbereich verbunden, etc.)
Um es kurz zu machen: Filter raus, Kamera mit empfindlicheren Rotbereich nutzen :)

Grüße
 
Danke Michael.

Die Nachjustierung des Sensors ist nur notwendig wenn Du normale Objektive verwenden willst nicht war?

Also rein am Teleskop verwendet muss bezüglich der Fokuslage ja nichts gemacht werden.

Gruß

Giuseppe
 
Moin Guiseppe,

die Fokuslage wird sich geringfügig ändern, da du etwas weniger Material im Strahlengang hast. Den Sensor an sich justierst du nicht, der bleibt an Ort und Stelle bzw. wird nach dem Umbau wieder an seine ursprüngliche Position gebracht.
Wichtig ist hierbei, dass du auf die kleinen Abstandsplättchen achtest die an (glaub ich) 3 Ecken angebracht sind, um eine senkrechte Ausrichtung des Sensors relativ zum Strahlengang herzustellen. Das sind kleine "Unterlegscheiben", die vom Hersteller platziert wurden und von Modell zu Modell unterschiedlich sind, deswegen penibel darauf achten, dass jedes Plättchen auch wieder an seinem Ort landet! Am besten lässt du sie an Ort und Stelle.

Bei meinem Umbau sind die Plättchen leider herausgefallen und ich konnte sie nur noch mit Mühe und Not zuordnen. Dadurch ist die Fokuslage nicht mehr 100%ig über den gesamten Chip gleich. Könnte man zwar durch trial & error wieder richten, aber dafür bin ich zu faul :D.

Grüße
 
Ok, danke.

Hmm, überlege gerade ob ich sie gleich mit einer Kühlung versehe, wenn ich sie schon zerlege.

Mal schauen.

 
Das Zerlegen ist nicht das Problem, das geht mit etwas Übung in 10 Minuten. Das "gleich mit einer Kühlung versehen" ist dagegen ein viel größerer Aufwand ;)
 
Da mach ich mir keine Sorgen. Sagen wir mal so, ich hab ein Händchen für solche Dinge :-)

Was ich überlege ist wie ich mit einem möglichst geringen Aufwand das Tauproblem in den Griff bekomme.

Hab jetzt schon einige Lösungen gefunden, von Glasheizung bis Trockenpatronen über Gasfüllung...

 
Moin,

ich habe schon einige Kameras auf aktive Kühlung umgebaut. Das einfachste ist die Beheizung des Staubrüttlers mit nem Widerstandsdraht.
Trockenpatronen und Gasfüllung funktionieren nur wenn Du das Gehäuse absolut dicht bekommst. Das wird aber mit dem originalen nichts werden. Du könntest die Kamera aber in eine anderes Gehäuse bauen. Aber alles viel zu aufwendig in meinen Augen.
Die Kühlung bei einer 450D ist nicht so einfach, da Du einen langen Kupferfinger brauchst. Das verschlechtert den Wirkungsgrad und macht den Umbau entsprechend komplizierter. Wenn Du es aber doch machst und auch hin bekommst wirst Du in den Sommermonaten mit einer Rauscharmen Kamera belohnt.
Eine 450D würde ich heute nicht mehr umbauen, das rentiert sich kaum. Eine 600D z.B. kostet nicht mehr so viel. Der Umbau ist deutlich einfacher und es läuft Magic Lantern drauf. Gerade bei Schmalband-Aufnahmen ist Magic Lantern ein genialer Helfer.

Gruß Markus
 
Ja danke für die Infos. Für mich kommt nur die 450D in frage. Möchte jetzt nicht Geld in eine neue gebrauchte investieren. Hab heute angefangen. Filter ist raus.
Theoretisch wäre ich jetzt fertig und könnte sie wieder zusammenbauen aber ich möchte sie jetzt mit einer aktiven Kühlung versehen.


Hab jetzt gesehen wo hier bei diesem Modell das Problem liegt.
Die Halterung für die VideoOut und USB Platine steht im Weg.

Mal schauen wie ich da rum komme.

Auf alle Fälle werde ich wie Markus schon sagte eine Heizdraht Heizung verbauen.

Werde dann noch ein paar Bilder posten.

Gruß
 
So hier ein paar Bilder
 

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und weiter.
Die Metalllasche muss noch irgendwie weichen.

So hier könnte ich jetzt wieder zusammenbauen und gut ist.

hhhmmmm...

 

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Hi,

also das Blech kann man nach unten biegen, dazu muß man aber diesen Rahmen ausbauen. Ist zwar etwas arbeit aber das geht schon. Ich habe das Blech komplett platt geklopft. Danach hab ich meine Kupferfinger mit einer Isolierung da dran befäßtigt. Dann kann man schön an der Seite raus. So hatte ich das bei der 450D auch gemacht:

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/4swf-17h-72c6.jpg

Wenn Du ersatzteile für die 450D brauchst, ich hab noch jede Menge da.

Gruß Markus
 
danke für das Angebot, vielleicht muss ich noch mal auf Dich zu kommen :-)

Ich hatte überlegt wenn ich das Blech nicht umbiege, mit einer heatpipe vorbei zu führen.

Was meinst.

Wie oder wo hast Du die USB Schnittstelle hin?
 
Hab hier ein Peltier aus nem Minikühlschrank.

Hat 40x40mm und bei 12Volt erreiche ich ca. -10° direkt am Peltier.
Ist sicher nicht der Leistungsstärkste aber vielleicht reicht es für die ersten Test. Zumal das Peltier ja im Nachhinein noch getauscht werden kann.

Wie seht Ihr das?
 
Hi,

Die usb buchse kann bleiben. Mit einem abgewinkelten kabel ist die gerade so noch erreichbar. Ich muss mal schauen ob ich davon noch bilder finde.
Das peltier vom mini kühlschrank könnte gehen, aber ich verbaue nur noch quickcool. Sind zwar nicht die preiswertesten, aber im vergleich zu den china dingern sind die deutlich effizienter und haltbarer. Ich verbaue da einen stack aus zwei Stück. Ein 40x40 und ein 20x20. Ich meine bei der 450d hatte ich das auch so gemacht. Es kommt nicht direkt auf die leistung des peltiers an, sondern auf das erreichbare delta.
Eine heatpipe kannst du testen, aber das wird kaum funktionieren. Die dinger mögen es gerne etwas wärmer. Der kupferfinger an sich ist nicht das problem sondern die befästigung und die anbringung und befästigung des kühlkörpers. Ich hatte mit dazu halterungrn aus kohlefaser gemacht da das leicht und seht stabil ist. Leider auch ein guter wärmeleiter. Also mit wenig berührungspunkten arbeiten.
Wichtig ist auch die Isolierung. Ich arbeite da mit moosgummi. Das saugt aber gerne auch die Feuchtigkeit auf.

Gruß Markus
 
So,

habe im Keller ein paar Teile rausgekramt.

Peltier aus dem Minikühlschrank, alter CPU Kühler und die bereits georderte Kupferplatte.

Vorerst würde mich interessieren was habt Ihr für eine extra Zuladung durch den Umbau. Also was wiegt bei Euch der Kühler mit dem ganzen Drumherum?

Mein Kühlkörper bringt es auf stattliche 440g. Werde zur Gewichtsreduktion die Laschen mit den Löchern wegfräsen und noch ca. 2mm plan fräsen. Damit ist der Absatz auf dem Kühler weg und unterm Strich hab ich mir ein paar Gramm gespart.

Als nächstes werde ich noch die notwendigen Komponenten ordern.
Welchen Durchmesser beim Widerstanddraht habt Ihr verwenden und sind die 0,8Watt Heitzleistung OK?

Weiterhin auf der Einkaufsliste stehen Isolationslack für die Platine des Sensors. Ich dachte da an "Plastik70".

Wärmeleitpaste "ARCTIC MX-4"

Ich hatte noch die Idee den Kühlfinger bis auf die Kontaktflächen zum Sensor und Peltierelement mit Flüssiggummi zu lackieren.
In erster Linie als Schutz vor Kurzschluss und als kleiner Isolator.
Natürlich will ich weitere Isolatoren verwenden.
Da suche ich noch.

Und noch ein oder zwei Temperatursensoren. Eigentlich dachte ich an einen so nah wie möglich am Sensor.

Bitte um Feedback.

Danke Euch.

Giuseppe


 

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Hi,

viel zu groß und zu schwer. Effizienter Leichtbau heißen die Zauberwörter!
Schau mal, hier gibt es noch ein paar Bilder meiner ersten 600DAC:
600dac

Kennst Du den schon?
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/983998/1

ich denke es wäre gut wenn Du dort weiter machst. Dann haben wir das gesammelte Wissen in einem Thread.

Da gibt es auf der letzten Seite Bilder meines aktuellen Umbaus. Dieser wiegt gerade mal 180Gramm komplett mit allem! Erreichtes Delta sind knapp 30° bei gerade mal 12 Watt (inklusive Heizung).

Zur Isolierung der Platine empfehle ich Dir durchsichtigen Nagellack. Der ist deutlich dickflüssiger und läuft nicht in die Anschlüsse. Diese lösen sich durch den Lack auf (auch mit Plastik70). Ansonsten die Anschlüsse vorher mit Revel Color Stop isolieren und danach einfach wieder abziehen.

Gruß Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Habe ich schon befürchtet. Werde mich nach einem Anderen umsehen.
Was hälst Du von Neopren als Isolator, gibt es in 2mm Stärke ist Wasserdicht und hat eine hohe thermische Isoliereigenschaft?

Ach, was hat es mit diesem Delta auf sich?

Werde mich bei Euch in dem Anderen Thema mit einklinken.

Gruß

 
Ist die Delta T die Differenztemperatur die das Peltierelement schafft?
Also wie weit es unter Umgebungstemperatur runterkühlt.
 
Hi,

Delta ist erst mal immer eine Differenz. In meinem Falle meinte ich das der Sensor 30° kälter als die Umgebung ist. Die Peltiers schaffen in der Regel höhere Deltas wenn sie nur mit Kühlkörper betrieben werden und keine Kälte "abgegriffen" wird. Hier ist aber die Frage nach der richtigen Auslegung des Peltiers. Zu groß darf es nicht sein, denn das braucht nur viel Strom. Zu klein sollte es auch nicht sein, sonst reicht die Leistung nicht mehr aus.
Ich hatte damals viel getestet. Und bin am Ende bei den beiden Quick-Cool gelandet. Das hatte für mich die beste Effizienz. Damit meine ich nicht das ich damit den Sensor am kältesten bekomme, sondern das ich mit der zugeführten Leistung eine annehmbare Kühlung des Sensors erreiche. Mit den verbauten Peltiers wären sicherlich noch mehr drin, da ich die nicht am oberen Ende der Spezifikation betreibe. Aber dann bräuchte ich wieder einen größeren Kühlkörper, mehr Leistung usw. So habe ich eine extrem Anwenderfreundliche Kamera bei der man den Sucher noch benutzen kann. Dazu ist die Kamera nach wie vor kompakt und leicht. Das i-Tüpfelchen ist das Display im Klapp-Blitz.

Gruß Markus
 
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