Astronomie ist anstrengend!

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Huxtebude

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Es ist zwar schon sehr spät, aber ohne jetzt hier noch zu berichten werd' ich nicht ins Bett gehen, und da gestern sowieso der letzte Schultag war soll das mal ok sein.

Heute war es endlich mal wieder soweit....
.... der Himmel wurde klar!
Endlich eine Chance mir mal den Ringnebel in Ruhe anzusehen :-) ..dachte ich zumindest <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Also habe ich um 22.30 den 8 Zöller rausgestellt und fing dann ca. ne Stunde später mit dem Beobachten an. In der Zwischenzeit hatte ich mir auch noch ein paar Karten für das Auffinden ausgedruckt.
Dann habe ich erstmal alle nötigen Sternbilder identifiziert und das Teleskop auf e Lyrae den Vierfachstern gerichtet und war doch überrascht von der Schwierigkeit mit der sie zu trennen waren. Hatte allerdings nur 133x zur Verfügung und das auch nur als 15mm TS SWM + Barlow. Aber ich konnte alle vier Sterne gerade so trennen und auch sehen dass die Paare senkrecht zueinander stehen.
Dann ging der Ärger aber auch schon los, die Okulare fingen an zu tauen. Also musste ich den Fön bemühen. Leider :-( Gut ist das für die doch sicherlich auch nicht!?
Nachdem ich dann wieder einigermaßen im Beobachten drin war, war dann der Sucher dran. Also wieder rein und fönen *grrrr*
Aber der Ringnebel war doch überraschend gut zu erkennen. Ich dachte, er wäre viel dunkler. Ich glaube in diesem Moment habe ich beschlossen dass ich kürzeres Okular brauche <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Das Super 3,6 soll ja gar net schlecht sein oder? Für Ringnebel dürfte es bei 1m Brennweite doch ok sein !?
Aber dann kam das beste: Der Fangspiegel ist angetaut :-( Es war so warm, dass ich im T-Shirt draußen war und er taut trotzdem an :-( Da hats mir dann gereicht, ich hab den Tubus genommen und da ich das schon von ein paar anderen "Sternfreunden" gehört hab hab ich den FS dann auch noch gefönt. Ich hatte schon ein bissl Angst um meine Optik, aber ich war einfach zu sauer um noch vernünftig darüber nachzudenken.
Aber es hat funktioniert, danach ging es dann wunderbar. Ich hab noch M56 gesucht, war auch ziemlich sicher an der richtigen Stelle zu sein, hab aber nix gesehen (allerdings wusste ich auch nicht mehr was es war. Hatte einfach die Karte ohne Kommentar ausgedruckt). Is der so schwer?
Dann kam noch M13 und am Ende die Andromedagalaxie, die wirklich schön war. Und sehr hell. Meinte sie sogar mit bloßem Auge sehen zu können. Und in dem Moment ist der FS dann wieder beschlagen gewesen. Innerhalb 10 Sekunden vielleicht. Plötzlich war das Bild dunkel und matschig. Da hab ich dann gezwungenermaßen eingepackt. Wollte eigentlich noch Neptun, M27 und sogar die Plejaden probieren (der Winter ist ja schon soooo lang her ;-) ) aber das ging halt eben nicht :-(

Aber immerhin weiß ich jetzt was mir noch für eine entspannende Beobachtung fehlt :
Taukappe (werd ich mir dann aus ner ISO-Matte basteln)
Beheizter und beleuchteter Okularkoffer (evtl. auch bauen)
kurzbrennweitigeres Okular (Super 3,6 ?)
90°-Sucher!!!(sonst verrenkt man sich jedesmal den Hals und bekommt Rückenschmerzen) (kann man da auch was basteln, evtl? Meiner sieht aus wie bei Teleskop-Service der 8x50er in der 2.Reihe über dem "Günstiger 8x50..." steht. Das "Okular" also diesen Plastikaufsatz hinten kann man ja abschrauben, ansonsten wär ein gebrauchter oder so net schlecht denn ich will keine 100€ oder mehr für sowas ausgeben)

Ach ja, das eine SWM war wohl irgendwie von innen beschlagen. Also ZWISCHEN den Linsen. Kann das sein?
Ist es nicht schlecht wenn z.B. normalwarme Raumluft, die sich ja auch IM Sucher befindet, oder zwischen ner Barlow und nem Oku (wenn man sie nicht außeinander gemacht hatte), sich draußen abkühlt? Kann sowas dann dadurch von innen beschlagen? Jedes mal das Sucherobjektiv abschrauben wäre ja irgendwie unsinnig?!

Vielleicth kann mir ja der ein oder andere noch einen Tipp geben? Ich wäre jedenfalls sehr dankbar für jede Hilfe und Beratung.

Dank im Voraus schonmal,
Florian

Jetzt kann ich endlich beruhigt ins Bettchen gehen :-)
 
Hi,

zu deinen Problemen:

1. Auch ich war zur selben Zeit mit meinem D8 draußen und kann sagen, dass sowas nicht immer passiert. Im Gegenteil: Ich hatte bis 2 Uhr keine Probleme mit dem beschlagen und so. Aber dann war die Luftfeuchtigkeit plötzlich so hoch, dass sich UNMENGEN an KOndenswasser am Tubus und eben leider auch auf den optischen Flächen gesammelt haben. Aber ich kann dich beruhigen - damit musst du jetzt nicht jedes Mal rechnen - im Gegenteil. Eigentlich beschlagen die Dinger NIE solange man noch draußen ist. Sobald es etwas k+hler ist wirst du feststellen, dass dein Hauptspiegel und die Okulare erst dann beschlagen, wenn du sie ins Warme (also in Haus) stellst.

2. Okularbrennweite 1mm? Das wäre ja dann eine Vergrößerung von 1200fach! Selbst deine angesprochenen 3,6mm liegen noch zwischen 300 und 400facher Vergrößerung. Ich denke, über 300fach wird man mit dem D8 kaum sinnvoll vergrößern können. Und bei DeepSky-Objekten sowieso nicht! M57 ist zwar relativ hell, aber bei 200fach ist hier spätestens Schluss.

3. Aufsuchen, Karten...: Ja, das ist schwieriger als man sich das vorstellt. Als ich M57 zum ersten Mal gesucht habe, dauerte es fast 10 Minuten. Heute finde ich das Objekt auf Anhieb. Aber: Hast du die hellen Objekte (M31, M57...) auf Anhieb gefunden? Falls du bei denen kein Problem hattest ist es durchaus möglich, dass du schwächere Objkete (vor allem lichtschwache Galaxien...) sogar gefunden hast (im Okular), aber sie einfach nicht gesehen hast, weil du nach dem Anblick von M57 und M31 etwas viel zu helles erwartet hast. Telrad oder Sucher?

mfg, Rolf
 
Die hellen Objekte M31 und M57 usw. sind kein Problem für mich, die finde ich auf Anhieb. Ich muss mich eben nur mal kurz Orientieren an welchem Punkt des Himmels die nun stehen, und dann guck ich eben auf der Karte und sag mir dann z.B. da ist ein hellerer Stern, der mit zwei dunkleren in einer Reihe steht, suche dass dann im Okular, und schon hab ich das Objekt. M57 brauche ich auch sicherlich keine Karte mehr, für M31 auch nicht. Die sind ja ziemlich leicht zu merken, wenn man sie einmal drin hatte.
Ich meinte nicht 1mm Okularbrennweite! Ich meinte, dass die Brennweite des Newtons 1 METER beträgt. also f/5.
Dass ich bei Deepsky nicht unendlich vergrößern kann ist mir auch klar! Aber bei Objekten wie dem Ringnebel ist es ja kein Problem, da der ziemlich hell ist! Also wenn das seeing nicht sehr schlecht ist, dürfte was um die 4mm doch schon ok sein! bei 3,6mm wäre die Vergrößerung (theoretisch) 277fach.
Und da es kein ausgedehnter Sternhaufen ist, wäre ein Okular mit möglichst wenig Linsen ja schon angebracht, ich stelle mir das zumindest so ähnlich wie beim Planeten vor.
Nicht dass du denkst, ich hätte überhaupt keine Ahnung und wäre nur auf höchste Vergrößerung aus, M31 fand ich z.B. im 2" 28mm am besten. Obwohl das auch nicht das ideale Okular ist.
Ich hab nen ganz normalen 8x50Sucher. Steht doch auch oben.
Und mit Tau hatte ich bisher praktisch immer Probleme :-( Werds aber heute bei klarem Himmel nochmal probieren. Dann komme ich auch endlich mal zu M27.
Das schwerste was ich mal gemacht hatte war glaubich NGC6207. Die Galaxie bei M13. Weil ja zu derzeit eine Supernova zu sehen war (oder noch ist?). War ziemlich sicher an der richtigen Stelle zu sein, hab mir auch ab und zu eingebildet was gesehen zu haben, aber eben nicht ganz sicher etwas gesehen.

Danke jedenfalls! Vielleicht hat doch noch jemand einen Tipp für meinen Sucher oder Okularkoffer, oder das Okular..

cs,
Florian
 
Naja,
ich denke das 4mm-Okular dürfte auch schon eine Nummer zu groß sein für DeepSky - aber das muss jeder selbst beurteilen. In diesem Sinne noch viel Spaß und KLAREN HIMMEL!
 
Die Taukappe hab ich jetzt schonmal. Einfach ne Isomatte zusammengerollt, ein bisschen getackert und mit doppelseitigem Klebeband zusammengemacht. Das Teil passt super, lässt sich einfach aufsetzen, hält gut und sieht schonmal sehr vielversprechend aus. Damit wäre das Problem des tauenden FS schonmal (hoffentlich) beseitigt, bzw. verzögert.
Lasse ich denn jetzt mit oder ohne Taukappe auskühlen???

Ich denke man kann nicht einfach sagen deep-sky ist deepsky und basta. Man sollte shchon zwischen verschiedenen Objekten unterscheiden. Dass man für einen offenen Sternhaufen was anderes braucht als in diesem Fall ist klar. Es ist auch klar, dass vorwiegend mit nicht so hohen Vergrößerungen beobachtet wird aber irgendwo hier gabs mal ne Diskussion darüber dass es ein Gerücht wäre, dass man bei Deepsky keine großen Vergrößerungen braucht. Ich denke das hier wäre solch ein Fall.
 
Am besten du probierst es einfach aus. Auf das, was hier im Forum "theoretisch" diskutiert wird, würde ich mich sowieso nicht berufen! Wie du schon richtig gesagt hast, ist ja M57 noch eines der helleren DeepSky-Objekte. Und ich stimme dir auch voll zu wenn du sagst, dass zum Beispiel bei Kugelsternhaufen höhere Vergrößerungen angesagt sind als zum Beispiel bei Galaxien. Aber aus meiner Erfahrung mit dem D8 kann ich nur sagen, dass wir uns mit der Optik selbst unter besten Bedingungen hier bei Vergrößerungen zwischen 30fach und 150fach bewegen.
Aber wie schon gesagt: "Probieren geht über Studieren."
 
Hi Florian
Mit 3,6mm Oku auf Deep Sky? Ich würde es nicht empfehlen, weil dir das Seeing den Spass meistens vermiest. M57 habe ich heute mit einem 7,5mm Weitwinkeloku probiert, das war schon problematisch.
Die Sache mit dem Anlaufen der Optik ist natürlich ärgerlich. Ich kenne das, meinen Schmidt-Newton muss ich auch immer mal freifönen trotz Taukappe. Die Okus stecke ich mit der Schutzbox immer in die Jackentasche so haben sie es immer bissel warm und laufen nicht so schnell an. Ausserdem decke ich das was im OAZ steckt immer ab wenn ich gerade am Suchen bin.
Die Karten hab ich mir so präpariert, das 1. immer ein heller Stern mit drauf ist,2. mir immer einen Kreis mit der Bildfeldgröße meines Aufsuchokulars mit drauf ist und 3. weil das Teleskop parallaktisch montiert, ist das Gradnetz mit eingezeichnet.
CS Udo S
 
´Hallo!
Speziell diese Nacht war überaus nass! So schlimm ist es selten!! Ich bin mit dem Refraktor abgesoffen, meine Okulare schwammen....
Normalerweise gibt es mit dem Fangspiegel beim Newton kaum Probleme.
Also keine Panik!!

Aber: 3,6mm Okulare am 8" f/5 sind etwas zu heftig. 6mm ist häufiger zu benutzen, 5mm auch noch OK. Dann wirds kritisch.

Klaus
 
Hi

Ich baue zwar grade einen Dobson, habe aber noch kaum praktische Erfahrung damit.

Ein 3,6mm Kellner hat ein ziemlich kleines Gesichtsfeld, d.h. beim schubsen/dobsen/nachführen wirds vermutlich kritisch und schwierig werden ... aber wie gesagt da fehlt mir die Erfahrung.

lg

Mathias
 
Ups, da hab ich mich vertan <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

lg

Mathias
 
Heute wird die Taukappe und die Wärmflasche getestet *freu*
Klarer Himmel, Teleskop steht draußen zum Auskühlen (diesmal mit umgedrehtem Tubus) und den Mond hab ich mir auch grad schon kurz angeschaut. Zumindest bis er hinter den Bäumen verschwunden war.
Okularkoffer hab ich zwar noch keinen, aber das wird dann halt provisorisch gemacht.
Ich denke, ich nehme mir heute nochmal M57, M27, Neptun falls ich es (zeitlich) noch schaffe, M31 evtl mit M32 und M110 und Kugelsternhaufen (ich probiers einfach mal, is ja net so schlimm wenns nicht klappt, aber ne Herausforderung ist es immerhin schon mal :-) ), M97 und was es sonst noch so schönes gibt.

Grüße und genauso einen schönen Himmel wie hier <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Florian
 
Hehe, ziemlich müde heute, bin noch nicht dazu gekommen *g*
Also ich habe mich diesmal gut vorbereitet, die präparierte Taukappe, die Wärmflasche im Rucksack, genug Sternkarten und dann konnte es losgehen.
Die Luft war aber anscheinend ziemlich trocken, heute taute nix, noch nicht mal die Außenseite des Tubus.
Loslegen wollte ich im Großen Wagen mit ein paar Galaxien, doch die waren durch einen Baum versperrt :-( Ein umräumen hätte andere Objekte versperrt die ich auch noch beobachten wollte, also ließ ich es lieber. Angefangen habe ich dann direkt mal mit Albireo und hab mir den schönen Farbkontrast angeschaut.
Dann kamen, bzw. sollten ein paar Objekte in den Jagdunden kommen, die genau zwischen zwei Häusern hindurchguckten.
Das gewünschte Objekt hieß M94 und war auch relativ schnell im Okular :-) Nach kurzem Beobachten wurde es aber dunkler, weil Wolken aufzogen. Also machte ich mit M57 und M27 weiter. M27 kannte ich ja schon, aber M57 (durch mein eigenes Teleskop) noch nicht. Der war so schön, dass ich mir erstmal irgendein Tuch besorgen musste um mich von der Helligkeit abzuschotten (hat einiges gebracht). Und da ich auch einen Stuhl hatte, mit dem ich wenigstens im Knien an den OAZ rankam war es auch nicht so ganz anstrengend (immer mit halb gebeugten Beinen und geduckt durchzugucken ist echt anstrengend) Da Die Jagdhunde nun leider hinter dem Haus waren bestaunte ich nun die Andromedagalaxie. Ich habe sogar beide Nachbargalaxien gefunden (M32 und M110) M32 war interessanter ich hab aber anscheinend zu viel reininterpretiert (hing wohl mit der kleinen Größe zusammen) dachte eine Spiralstruktur erahnen zu können die ich allerdings auf keinem Foto oder sonstigem finden konnte (danach natürlich) M110 war nur sehr schwach und bei etwas höherer Vergrößerung sogar nur indirekt zu sehen.
Dann zogen auch hier ein paar Schleierwölkchen auf, und ich wollte abschließend auch mal nen Startest machen. Also die Vega eingestellt und die extrafokalen Beugungsringe bestaunt. Hatte sie vorher noch nie richtig gesehen, weil ich immer irgendwas falsch gemacht habe. Intrafokal waren sie nicht so deutlich getrennt und irgendwie etwas verwaschener. Dann wollte ich noch gerade meine Digicam holen um das mal ins Forum zu stellen, aber als ich ein paar Minuten später rauskam hatte sich der komplette Himmel zugezogen. Extrem schnell ging das.
Da hab ich dann abgebaut.

Und jetzt geh ich endlich mal schlafen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gute Nacht,
Florian
 
Hi Florian
Mal ein kleiner Tip: Versuch doch einfach mal nur die Objekte die zur Zeit ziemlich hoch stehen (alles in südlicher Richtung). Du schreibst ein paar Objekte in den Jagdhunden zwischen den Häusern. Die meisten lichtschwachen Beobachtungsziele verblassen, in Horizontnähe durch Dunst und Aufhellung des Himmels und verstärkte Luftunruhe. Das wirkt sich ungemein auf die Bildqualität aus. Deshalb hat jedes Beobachtungsobjekt so seine Zeit.
CS Udo S
 
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