Astronomische Berechnungen

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cyber07

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Hallo zusammen,
ich befasse mich seit ein paar Monaten intensiver mit der Astronomie. Ich beobachte im Moment nur und fotografiere nicht, da das Theme Astrofotografie für mich zu umfassend und finanziell nicht umsetzbar ist. Mein Defizit liegt bei der Berechnung der Position und Helligkeit der Sterne, Planeten und DS-Objekte. In den Sternbildern kann ich das eine oder andere Objekt oder Stern schon finden, aber ich kann die Position und Helligkeit nicht feststellen.
Wo am besten bekommt man simple Einführungssoftware oder Literatur die für einen Laien (Anfänger) verständlich ist?
Oder evtl. andere Quellen ?
Danke für Eure Unterstützung ...
Gruß aus der Pfalz !
 
Danke !
 
Hallo Nico,
danke für Deine Rückinfo !!
Meine entscheidende Frage ist:
1. wie können die Astronomen die Sternenhelligkeit messen. Mit blossem Auge? mit techn. Hilfsmittel? Das einzigste was ich mittlerweile weis ist, daß z.Bsp. 10,5mag dunkler ist als 3,8mag.
2. das Gleiche gilt für die Positionsbeschreibungen. Woher weiß ich wo sich der Stern befindet den ich beobachte. Ich weiß in welchem Sternbild sich dieser befindet, aber seine genaue Position zu nennen vermag ich nicht und die Koordinaten sehe ich ja nicht am Himmel.
Solche Dinge möchte ich gern lernen.
Gibt es keine einfachere Methode dies zu lernen, als Bücher zu wälzen?

Gruß aus der Pfalz !
 
Hi Erwin,

Sternhelligkeiten werden photometrisch gemessen, wenn man es genau haben möchte. Als Referenz nimmt man Wega mit mag 0 an und rechnet im Vergleich aus den Messdaten die Helligkeiten der anderen gemessenen Sterne aus.

Die Positionsbestimmung funktioniert genau so - im Vergleich zu einem Referenzpunkt (Koordinatensystem).

Einfacher zu lernen, als Bücher zu wälzen? Evtl. gibt es zu den Themen Videos bei YouTube. Einfach mal suchen.

 
Danke Chris !
ich werd´ mich dann mal in die Materie stürzen und versuchen das Ganze zu verinnerlichen. Ich denke wenn man sich mit Leidenschaft den kosmischen Dingen sich nähern will sollte man auch diese Dinge einigermaßen beherrschen.
(Eigentlich dachte ich, daß es einfachere Methoden gibt dies zu lernen als Literatur zu lesen - praktisches Lernen wäre für mich besser) Also dann ... auf gehts!

Gruß aus der Pfalz!

 
Hallo Erwin,

praktisch ist in unserem Hobby eben nur der Umgang mit dem Fernrohr. Ich habe vor mehr als 15 Jahren mit dem Karkoschka und einer drehbaren Sternkarte angefangen. Sowas zeigt auch an, zu welchem Sternbild dieser oder jener Stern gehört. So lernt man eben die Sternbilder kennen (erst die großen bekannten Figuren, dann die wenig markanten wie Luchs oder Giraffe) und wenn man dann noch ein kleines 8x40-Fernglas hat, kann man zusammen mit der Sternkarte schon mal das Starhopping lernen und vielleicht nach hellen Deep-Sky-Objekten suchen.

Wenn es um das Zurechtfinden am Nachthimmel geht, dann gibt's auch Planetariumsprogramme wie das bekannte und kostenfreie Stellarium. Software dieser Art zeigt eigentlich alles an, was ein Einsteiger wissen möchte. Oder man nutzt Online-Tools wie wikisky.org. Damit kann man sich ebenfalls frei am Himmel bewegen und bekommt über den Mauszeiger direkt die Sternhelligkeit und Sternbild angezeigt.
 
Hallo Nico,
danke erstmal für Deine Info!
Meine Frage war:
wie kann ich die Helligkeit eines Sterns, Planeten oder eines DS-Objekts feststellen oder bestimmen. Wenn ich in den Foren lese gibt es Beobachter die schreiben: "der Stern xy hatte mind. 3,6mag". Wie kommt der Beobachter zu diesem Wert.
Oder andere Frage: ein Beobachter sagt z.Bsp. "der Saturn steht 3° neben Sirius (oder so ähnlich). Wie kommt er zu dieser Feststellung? Um Saturn zu finden weiß ich aber nicht wie weit sich Saturn von Sirius optisch befindet bzw. ist es ein großer Abstand oder kleiner?
Ein Beobachter sagt:
NGC 6642: Ein Kugelsternhaufen nahe westlich M22. Helligkeit 10.4 und nicht einmal 1' im Durchmesser. Damit ist er 2.5 Größenklassen schwächer und nur halb so groß im Durchmesser wie M71
wie kommt er zu diesen Berechnungswerten ?? :(
Das alles möchte ich gern lernen und kapieren !!!

Aktuelle Situation bei mir: Ich lerne seit Wochen und Monaten (je nach Wetterlage) die Sternenbilder. Mittlerweile kenne ich mich für meine Verhältnisse relativ gut aus. Das heist, ich kann sie finden, finde auch die einen oder anderen DS-Objekte (Sternhaufen, einzelne Galaxien u. Nebel). Je mehr ich lerne und finde desto mehr Freude habe ich dabei (!). Auch Stellarium benutze ich, sowie ausgedruckte Himmelsobjekte mit ihren Positionen (vom PC), die ich dann am Nachthimmel versuche zu finden. Und dies dann immer wieder wiederhole bis ich diese Objekte dann u.a. durch Starhopping finden kann.
Das Equipment das ich im Moment dafür benutze ist ein
Fernglas 12x50 und eines mit 20x80.
In Planung ist eine Anschaffung eines Doppelrekraktors mit 6" Semi APO Objektiven.(Ich möchte nur beobachten-keine Fotografie)

Gruß aus der Pfalz!
 
Hallo Erwin,
um die Helligkeit eines Sterns zu schätzen, nimmt man einen Atlas und sucht sich Umgebungssterne mit bekannten Helligkeiten - dann ist optisches Vergleichen angesagt.

Zum Winkelabstand ist es gut zu wissen, wie groß in Grad/Minuten das Sehfeld der Optik ist. So kann man dann Strecken und auch Objektgrößen beurteilen.
Wie man das reale Gesichtsfeld einer Optik berechnet, sollte sich finden lassen.

Eine gute Erklärung zu den Helligkeits-/Größenklassen findest Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit
 
Hallo Ralf,
das bringt mich auf jeden Fall weiter!

Vielen Dank dafür !

Gruß aus der Pfalz !
 
Zitat von cyber07:
Meine Frage war:
wie kann ich die Helligkeit eines Sterns, Planeten oder eines DS-Objekts feststellen oder bestimmen. Wenn ich in den Foren lese gibt es Beobachter die schreiben: "der Stern xy hatte mind. 3,6mag". Wie kommt der Beobachter zu diesem Wert.
Oder andere Frage: ein Beobachter sagt z.Bsp. "der Saturn steht 3° neben Sirius (oder so ähnlich). Wie kommt er zu dieser Feststellung? Um Saturn zu finden weiß ich aber nicht wie weit sich Saturn von Sirius optisch befindet bzw. ist es ein großer Abstand oder kleiner?
Ein Beobachter sagt:
NGC 6642: Ein Kugelsternhaufen nahe westlich M22. Helligkeit 10.4 und nicht einmal 1' im Durchmesser. Damit ist er 2.5 Größenklassen schwächer und nur halb so groß im Durchmesser wie M71
wie kommt er zu diesen Berechnungswerten ?? :(
Bei den Helligkeiten und Größen sind das meistens Zahlen aus der Literatur oder dem Web, die bei der Aufarbeitung recherchiert werden (Helligkeiten siehe wikisky.org).

Zur ungefähren Abstandsmessung kann man sich der Hand bedienen (Faust: 10 Grad, Hand mit gespreizten Fingern: 20 Grad) oder man prägt sich Abstände am Himmel ein: Mond und Sonne: 0,5 Grad, Abstand der beiden hellen Sterne beim Ringnebel in der Leier (M 57): 2 Grad, Oriongürtel: 3°, Großer Wagen von Wagenspitze zur Deichselspitze: 25 Grad.

Und bei Größenschätzungen am Okular sollte man einfach wissen, wie groß das scheinbare Gesichtsfeld des Okulars ist. Ein 12x50 hat übrigens 5° und ein 20x80 sollte noch 3 Grad haben.
 
Danke Nico !!
 
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