astronomische Neuheiten bei der CES?

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stardreamer

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Gibt es eine Infoquelle, die die astronomischen Neuheiten bei der CES in Las Vegas (6.-9.1.) vorstellt?

Von Celestron, Meade etc. gibt es absolut nichts zu hören!

Gruß und cs
stardreamer
 
Hallo Peter,

ja, es ist schon enttäuschend, von Meade hört man gar nichts und von Celestron ein GPS für verlaufene Golfer oder Jogger sowie ein "Sky Prodigy" ohne technische Angaben und von Skywatcher eine Monti für Panoramefotografie o.ä. ohne Angaben!

Auf den Homepages auch nichts - die Marketingleute sind andscheinend noch im Weihnachtsurlaub!!!!

Sind wir schon an dem technischen Ende der Fahnenstange angelangt?

Stardreamer
 
Servus zusammen,

ich persönlich bin auch von der Inivationsarmut der großen Hersteller enttäuscht. Das einzige, an das ich mich die letzten 5 Jahre erinnern kann sind die EdgeHD/ACF Optiken und das ist nicht die all zu große Neuerung.

Rein technisch gesehen hängt der Astromarkt doch 10 Jahre hinterher. Oder nimmt irgendwer noch einen Drucker mit einer seriellen Schnittstelle anstatt USB? Wir müssen uns hier mit RJ45 Kabeln rumschlagen und unzählige Adapter zusammenbauen, bis die Montierung mit einem Astroprogramm läuft. WLAN wurde von Meade ja mal ausprobiert: [zensiert] teuer und nicht wirklich stabil. Daß Bluetooth besser ist, scheinen die gar nicht zu wissen.

Von der Optik her sind die Geräte wohl wirklich am Ende (von neuen Glassorten bei Refraktoren mal abgesehen). Die Hersteller sollten lieber mal auf den neusten Stand der IT upgraden, bevor wieder so pseudo Erneuerungen wie "super duper ED Quadlet Refraktoren" rauskommen.

CS,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

also ich war auf der CES und habe dort bei Celestron etliche neue Produkte gesehen:
Celestron - neue Produkte

Andere Astro-Hersteller waren nicht dort.

Die meisten neuen Celestron Produkte betreffen allerdings nicht den "High End" Astronomiebereich, da dieser Markt doch sehr begrenzt ist und man als Hersteller auch links und rechts davon schauen muss, wenn man wachsen will.

Das die Astronomie ein "Nischenmarkt" ist, darin findet sich auch der Grund warum z.B. an Teleskopen ect. die alten Kabel und Schnittstellen oft noch gängig sind. Die vertriebenen Stückzahlen von GOTO Teleskopen sind ja winzigst verglichen mit den vielen Millionen Stück die von jedem TV Gerät, DVD/Bluray Spieler, Spielekonsole oder Computermodell abgesetzt werden. Vorhandene Teleskopmodelle auf USB nachzurüsten würde bedeuten die Elektronik, die Gehäuse ect. umzudesignen, die Produktion umszustellen und so weiter. Das kostet Geld welches auf die vergleichsweise geringen vertriebenen Stückzahlen umgelegt werden müsste. Das lohnt nur wenn es einen zwingenden Grund gibt. Technisch ist es jedoch nicht unbedingt nötig, denn die Datenrate bei der Teleskopansteuerung ist gering, und es gibt USB/RS Konverter. Also wird die Umstellung noch ein wenig auf sich warten lassen, schätze ich mal.

Aber mit dem "SkyProdigy" gibt es eine wirklich interessante Neuheit im Astrosegment. Diese neue GOTO Telesop-Baureihe hat kein GPS mehr, benötigt keine Eingabe von Uhrzeit, Ortskoordinaten - und muss sich auch nicht nach Norden leveln. Diese ganze umständliche Prozedur/Technik entfällt. Dafür ist lediglich eine kleine CCD Kamera in die Achse eingebaut, davor ist ein f/2 Objektiv. Wenn man das Gerät einschaltet macht es ganz schnell und kurz hintereinander drei Fotos von Himmelsregionen. Der eingebaute Prozessor führt eine Mustererkennung aus, wertet die Fotos aus, dann weiß das Gerät wie es orientiert ist. Das ganze Verfahren dauert 3,5 Minuten vom Einschalten über die Bildgewinnung und Analyse bis zu "Alignment complete". Ich konnte es selbst sehen, es ist absolut verblüffend! Hier ein YouTube Film: SkyProdigy Movie

Viele Grüße,
Michael Risch
 
Hallo Michael,

Teleskopausrichtung mittels eingebauter Kamera also Neuheit? Hm, habe ich doch schon mal irgendwo gesehen...
Ach ja, auf der CES 2009, als Meade die Lightswitch Geräte mit der eingebauten Kamera vorgestellt hat. Haben wir auch sehr gut verkauft seither.

Wie war noch mal der Spruch "Imitation ist die aufrichtigste Form der Bewunderung"? ;-)

Nix für ungut...

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,

an den SkyProdigy wurde 5 Jahre gebastelt und die zugrunde liegende Technik ist eine völlig andere als beim LS, da gibts deutliche Unterschiede:
Ohne GPS, ohne Kompass, ohne Level, mit einer "Wartezeit" von nur 3 Min. bis das Alignemt durch ist. Es werden ganze Sternfelder auf einmal analysiert anstatt sich an einzelnen Alignmentsternen zu orientieren.

Dadurch das so viel Technik weniger drin ist kommt die Elektronik günstiger und es lohnt der Einbau in kleinere Geräte, wie hier in 70mm Refraktoren bis 130mm Newton.

Wie heißt es so schön "Konkurrenz belebt das Geschäft", ich bin schon neugierig was euch als nächstes wieder einfällt! :)

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo ihr Zwei,
ich bin schon neugierig was euch als nächstes wieder einfällt!
Wie wäre es mit einem schönen Newton,mit ausreichen groß dimensioniertem Tubus,der auch noch stabil genug ist...dazu ein OAZ,der nicht turmhoch baut und dafür auch eine Kamera sicher Trägt?Und dazu dann noch obendrauf,quasi als Sahnehäubchen,ein Komakorrektor,der nicht zum Verkippen neigt,mit ausreichend Backfokus und schöne kleine Sterne auf den Chip Zaubert?

Ich meine,bei einem 70mm Röhrchen brauchts kein GOTO,auch wenn es sich anscheinend schön billig Herstellen lässt...Entwickelt lieber an anderer Stelle,da haben auch die werten Kunden was davon :)

Grüße Rainer

P.S. so böse wie es vielleicht klingt wars nichtmal gemeint...aber...ich habe schon etwas das Gefühl,daß am wesentlichen vorbei Gemarketinged...ähm...Entwickelt wird ;)
 
Hallo Rainer!

Dein Wunsch ist absolut verständlich für einen Astrofotografen. Natürlich gibt es auch viele Kunden die nicht fotografieren und nur einen möglichst einfachen Einstieg in die astronomische Beobachtung möchten, für die sind dann Geräte wie die "SkyProdigy" gedacht. Das sind eigentlich zwei verschiedene Welten.

Kommt übrigens nicht böse rüber Dein Posting, es darf ja jeder seine Meinung haben und seine Wünsche äußern...

Viele Grüße,
Michael
 
Zitat von MichaelRisch:
Das sind eigentlich zwei verschiedene Welten.
Hi Michael

Diese zwei Welten hätte man doch prima ein wenig zusammenführen können - wäre ein Betrieb mit Polhöhenwiege möglich und die Aufnahmeoptik der Starsense-Kamera austauschbar könnte man einfach den Tubus gegen eine Kamera austauschen und hätte eine kompakte Plattform für kurzbrennweiteige Astrofotografie - mit Autoguider.
Aber so stecken neben einem sicherlich nicht zu vernachlässigenden Entwicklungsaufwand auch noch rund 80% des Einsteigerbudgets in der Montierung. Und - mit Verlaub - ohne großen Mehrwert. Goto bei kleinen Öffnungen hin oder her - automatisch 2-3 oder auch nur einen Leitstern anfahren zu lassen und den kurz zu zentrieren rechtfertigt als Mehraufwand im Feld doch kaum den Mehraufwand bei der Entwicklung. Für den Preis hätte man zumindest das Gimmick 'mal ein Foto machen' mitgeben können.

cs
Jürgen
 
Hallo Rainer,

Entwickelt lieber an anderer Stelle,da haben auch die werten Kunden was davon

es ist ja nun wirklich nicht so das an andrer Stelle nichts entwickelt wurde.
Ganz im Gegenteil, gerade für fotografische Zwecke hat sich ja in letzter Zeit enorm viel getan, da musst Du schon beide Augen mit aller Macht ganz fest verschließen um das nicht zu sehen.
Also was soll das?
Astrografen gibt es mittlerweile in mannigfaltiger Ausführung.
Selbst Deine speziellen Wünsche findest Du realisiert zb. bei Orion oder ASA als Newton oder RC.
Natürlich haben solch hochgeschraubte Ansprüche auch ihren Preis.

Da solltest du auch dem visuellen Beobachter und auch dem Einsteiger mit schmalem Geldbeutel mal bisschen was Innovatives gönnen und nicht nur an Deine Bedürfnisse denken.
Nicht der Fotograf kommt zu kurz sondern der visuelle Beobachter!!!

Das Konzept dieser Prodigy Monti finde ich durchaus interessant.
Falls das Alignment so schnell und einfach wie versprochen abläuft wäre das ne feine Sache die auch dem Einsteiger vor keine Probleme stellen sollte.

@Michael

Ohne GPS, ohne Kompass, ohne Level, mit einer "Wartezeit" von nur 3 Min. bis das Alignemt durch ist. Es werden ganze Sternfelder auf einmal analysiert anstatt sich an einzelnen Alignmentsternen zu orientieren.

Bei freier Sicht in alle Himmelsrichtungen kann ich mir das gut vorstellen.
Was ist aber wenn die freie Sicht durch Hindernisse deutlich eingeschränkt ist?
Sucht sich die Monti dann ne andere Himmelsregion mit freier Sicht falls dies in der angepeilten Richtung nicht der Fall ist bzw. ist es möglich die fürs Alignemt nötigen Himmelsregionen manuell zu wählen?


Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo nochmal,

@Jürgen: Die SkyProdigy sind ja nur die ersten Geräte die mit dieser neuen, mittlerweile patentierten Technik arbeiten. Da ist außer Deinen Ideen noch einiges weitere denkbar. Jedenfalls hat man das sicher nicht 5 Jahre lang entwickelt nur um drei Einsteigergeräte auf den Markt zu bringen, das wäre wenig logisch.

@Gerd: Die CCD muss Himmelsfelder in einem gewissen Abstand voneinander ablichten. Nachdem man das Gerät ein paarmal eingesetzt hat kriegt man schnell ein Gefühl dafür wohin die Kamera schauen wird und wo die Sicht auf den Himmel deshalb frei sein sollte. Wenn mal ein Baum, Wolken oder eine Hauswand ins Bildfeld geraten und das Alignment dadurch schief geht, muss man nur die Startposition (durch Drehen der Montierung auf dem Stativ) ein wenig ändern. Weil das Alignment nur 3min. dauert, ist das auch leicht verschmerzbar. Sollte man mal zwischen Wolken oder sonst welchen Hindernissen nur einen sehr kleinen Himmelsausschnitt haben, gibt es noch die Möglichkeit eines herkömmlichen Alignments (One Star Align, Solar System Align) die man schon von anderen Celestron Teleskopen kennt.

Viele Grü0e,
Michael
 
Hallo Michael,

nur mal interessehalber:
Wie genau ist denn das Alignment?
Aufgrund des großen Bildfeldes kann ich mir nicht vorstellen, dass dabei eine genau so große Nachführgenauigkeit wie beim herkömmlichen Alignment am Stern heraus kommt.
Was ja nicht schlimm ist, wenn man mit geringer Vergrößerung beobachtet. Aber ein Objekt bei hoher Vergrößerung über längere Zeit im Blickfeld zu behalten stelle ich mir schwierig vor.
Oder kann man dann das Alignment noch mal nachkorrigieren?

Gruß

Kai
 
Es ist genau genug, sogar wenn die Montierung "schief steht" weil die Montierung ja nicht nur einen einzelnen punktförmigen Stern (der sonstwie rotiert sein kann) zur Positionsfeststellung heranzieht. Sondern es werden komplexe Sternmuster in jedem Bild gesucht (siehe Video) anhand derer eine Schrägstellung erkannt und berechnet wird. Das Ende der elektronischen oder "manuellen" Wasserwaage bzw. Dosenlibelle.

Und wenn es tatsächlich mal nach einiger Zeit an Genauigkeit verliert kann man mit einem einzigen Foto der Kamera ein Re-Align duchführen in weniger als einer Minute.

Um der nächsten Frage vorzubeugen:
Wir hoffen das wir im Frühjahr (ATT) ein Gerät hier haben, aber bis größere Stückzahlen in Deutschland sind, wird wohl Sommer.

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Michael,

wie gesagt, nix für ungut...

Was mir eingefallen ist, habe ich Dir ja auf der Photokina gezeigt, an der Entwicklung der LS war ich nicht beteiligt. Aber ich denke, das Leben bleibt spannend. Und so soll es ja auch sein.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,

ja, klar! Da haste Recht :-)

Viele Grüße,
Michael
 
aber mal zu den Aussagen weiter oben:
Warum baut man in ein Gerät jede Menge Technik wie Kamera, etc. kann diese auswerten,... um dann lediglich ein RS232-Port zur Kommunikation einzubauen?
Ein USB Port sollte inzwischen wirklich das mindeste sein bei solchen techn. Weiterentwicklungen, ich will schließlich nicht einen Fuhrpark an Adaptern haben.
 
Hallo mceuskadi,

darauf gibt es eine ganz einfache, logische Antwort, die ich weiter oben schon gegeben haben. Es ist eine Kostenfrage.


Viele Grüße,
Michael Risch
 
Ehrlich, das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man 4 Jahre entwickelt, kann man sich sicher auch die dazu relativ kurze Zeit für die Implementierung aktueller Anschlüsse leisten.

Einen Mikrokontroller o.ä. müsst ihr ja für die Verarbeitung eh eingebaut haben. Es gibt dank der sehr großen Community ja schon freie USB Stacks. Sogar fertige Pläne für USB<->RS232 Wandler. Den kann man doch schon fertig im Gerät einbauen, falls das komplette Umbau auf USB zu komplex wäre.

Meiner Meinung wäre ein USB Port ein wirklicher Segen...
 
Das würde heißen das Design der Elektronik, der Gehäuse, ds Handcontrollers ect. umzuwerfen, welche auch an allen anderen Celestron Geräten genutzt werden. Das hätte weitreichende Folgen von der Herstellung der Formen bis hin zum Layout der Platinen ect. Und das nur um einen PC an ein Einsteigergerät anzuschliessen? Worin da der Segen ist kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.

Für mich und sicher viele andere ist ein Laptop/PC draußen etwas völlig unnötiges, ja störendes, wenn ich ihn nicht zu fotografischen Zwecken zwingend brauche. Und wir wissen durch unzählige Mails und Telefonate das die allermeisten Einsteiger (an die sich die SkyProdigy richten) keine Laptop an diese Geräte anschliessen, daher ist es schon logisch gerade solche Geräte nicht wegen einem Umdesign auf USB teurer werden zu lassen. Sollte doch jemand einen PC anschliessen wollen geht ja - mit einem Konverter.

Sicher wird die Umstellung irgendwann kommen, wenn ein Re-Design der kompletten Handsteuerung ect. bei allen Geräten ansteht.

Viele Grüße,
Michael Risch
 
Zitat von MichaelRisch:
Und wir wissen durch unzählige Mails und Telefonate das die allermeisten Einsteiger (an die sich die SkyProdigy richten) keine Laptop an diese Geräte anschliessen

Huhn oder Ei? ;)
Für Einsteiger ists einfach zu kompliziert und durch Adapter Adapter Adapter auch zu teuer, das einzurichten.
Aktuelle Schnittstellen könnten da vieles erleichter - eben ein plug&play Teleskop; Baudrate, Stopbits etc einzustellen, vielleicht auch noch nen ungeeigneten Adapter mit virtuellem Port - das ist einfach nix für die, die Rechner nur als Klickibuntikisten mit ner Maus kennen.

Einsteigeranwendungen gäbs zur Genüge - diverse Planetariumsprogramme, Webcams und deren Ableger für Mond/Planeten etc. Und es muss ja auch nicht gleich ein Netbook/Notebook sein. Smartphones erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und besitzen mittlerweile mehr Rechenleistung als die ersten Notebooks. Diverse 'Apps', mit denen man den Himmel kennenlernen kann ebenfalls.
Nur können die nicht miteinander kommunizieren.



Zitat von MichaelRisch:
Sicher wird die Umstellung irgendwann kommen, wenn ein Re-Design der kompletten Handsteuerung ect. bei allen Geräten ansteht.

Deswegen ja der Unmut: ein Redesign lohnt sich nur, wenn die komplette Palette umgestellt wird oder zumindest eine neue Reihe mit (einigen) neuen Komponenten hinzukommt.
Jede neue Serie ohne USB ist somit eine verpasste Gelegenheit.
Und die SkyProdigy wäre eben prädestiniert gewesen, um auch da auf Neues zu setzen. Deren Potential, erst recht wenn ein Ausbau wie bei den Nexstars stattfindet (kleine AltAz, mittlere AltAz mit Polhöhenwiege, EQ von 6 bis xx kg; was fehlt wäre noch eine Nextar-EQ unterhalb der CAM, wenn mans auf die Einsteiger zuschneiden möchte) ist ja durchaus recht groß. Erst recht wenn man an 'Astrofotografie für Dummies' denkt. Könnte man die interne Kamera statt einfach nur zum Positionieren zu nutzen auch für Fotos verwenden (ist ja recht lichtstark, wenn man die einzelnen Frames aufrechnen lässt gingen schon ohne irgendwas zusätzliches Übersichtsaufnahmen; sobald die Modelle mal eine Polhöhenwiege akzeptieren auch bedeutend mehr).

cs
Jürgen
 
Ja klar. Es gibt wie so oft zu vielen Themen mehrere mögliche Einstellungen. Ich für mein Teil verzichte halt gerne auf jeden Laptop ect. draußen, wenn die Handsteuerung alle Funktionen enthält, Du hast etwas mehr Spass daran mit PC, Apps ect. zu arbeiten. Verstehe ich ja - und mit dem USB hast Du generell gesehen Recht, mir wäre die Umstellung auf USB persönlich auch lieber, aber man kann den Standpunkt des Herstellers im Moment zumindest noch (!) nachvollziehen.

Und wer weiß was als nächstes kommt, ich wär ja für Funk, Bluetooth, Hauptsache kabellos. Das Kabelgewirr gehört abgeschafft, sehe ich nicht anders.

Ich bin auch mal neugierig was Celestron mit der neuen Starsense Technik noch alles auf den Markt bringt!

Viele Grüße,
Michael
 
Ich hab beruflich immer wieder mal mit Kleinserien von industriellen Meßadaptern zu tun. Und da stellt sich genau diese Gretchenfrage RS232 oder USB jedesmal wieder.

Technisch ist USB kein Dingens mehr. Im Endeffekt braucht es den (preislich im Tiefflug nachgeschmissenen) FTDI-Chip und ein paar kaum nennenswerte Komponenten, dafür entfallen RS232-Buchse und der obgligathorische MAX-Pegelwandler. Auf elektrischer Ebene kann ich den seriellen Port eines Mikrokontrollers direkt an den FTDI verdrahten. Unter Windows/Mac wird dann der VCP-Treiber installiert den es bei FTDI zu Download gibt und schwubs hat mann auf dem PC eine entsprechende virtuelle Schnittstelle. Aus rein technischer Sicht eine Nichtigkeit, zumindest in unserer Konfiguration hier gibt es praktisch dadurch keinen Mehrpreis. Ich müßte mal nachschauen aber ich glaub es ist mittlerweile sogar minimal billiger(!!!).

Zu programmieren gibt es auch gar nichts, solange mann mit der virtuellen Schnittstelle klar kommt und nicht etwa einen eigenen Protokollstack entwickeln will. Das wäre wiederum dann heftig.

Warum bei uns in den Projekten doch meistens RS232 drinnen ist, liegt nicht etwa an dem wirklich marginalen Mehraufwand auf Hardwareebene sondern an diversen EMV- und ähnlichen Vorschriften, die zu beachten sind, wenn mann das Gerät ins Ausland exportiert. Es gibt da zum Teil wirklich absurde Vorgaben diverser Länder außerhalb der EU die mann einhalten muß nur weil jetzt z.B. das Netzkabel steckbar ist oder weil es eben z.B. USB-Ports hat.

Dabei ist nicht etwa die Einhaltung das Problem sondern die Kosten für entsprechende Zertifikate diverser Spezialfirmen, etc. So ein Stück Papier mit viel heißer Luft und einem putzigen bunten Stempel drauf kann einen Mittelstandbetrieb gut mal finanziell in die Enge treiben. Und selbstverständlich haben diese Papiere oft auch ein "Haltbarkeitsdatum". Mit anderen Worten: Eine abartige Geldschneiderei ist das.

Was es alles einzuhalten gibt wenn man gar an WLAN oder BT denkt, da mag ich gar ned drandenken.

Ich könnte mir vorstellen, daß das ein Grund ist warum bei "kleinen" Projekten (auch von obiger Kiste wird mann kaum gleich 5 Millionen produzieren) immer noch RS232 zu finden ist. Die Hardware ist es definitiv nicht.

Wir im Hause umgehen das elegant durch Mitgabe eines entsprechenden Adapters ;-)

Ärgerlich ist es trotzdem weil RS232-Schnittstellen an aktuellen Notebooks praktisch verschwunden sind und weil dann oft die in den Geräten verbauten RS232-Ports auch noch Diven sind bis sie mal so gnädig sind und mit einem USB-Adapter harmonieren.

Trotz allen Hindernissen: Vote for USB!

nv
 
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