Astrophoto Workflow in Adobe Photoshop

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VoidPointer

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Hallo zusammen,

Da ich gern und viel mit den Programmen Photoshop und Lightroom arbeite, würde ich diese auch gerne für meine Versuche mit Astrofotografie einsetzen statt eine weitere Software an den Hacken zu haben.

Gibt es hier User die das so machen? Wenn ja, würde mich interessieren, wie euer Workflow in etwas aussieht (Ich brauche keine Schritt für Schritt Anleitung... ich kenne die Programme gut und finde mich anhand von ein paar Eckpunkten zurecht)

Mit meinem Beschränkten Wissen würde ich mir folgenden Ansatz vorstellen:
- Alle Light Frames als Layer Stack mit AutoAlign laden (aufpassen das vorher keine Noise Reduction angewendet wird). Dann mit StackMode=Mean kombinieren.

Dann wird es auch schon schwammiger für mich. Für Master Dark, Bias und Flat Frames würde ich entsprechend vorgehen (braucht nur kein Auto-Align)
- Master Dark/Bias jeweils per BlenMode=Subtract?
- Master Flat invertieren undper BlandMode=Screen?

(Danach würde es dann an Kontraste, Kurven Farben usw. gehen... evntl Tone Mapping über mehrere Aufnahmereihen usw... )

Grade was die Darks/Bias/Flats und entsprechende BlendModes angeht bin ich mir unsicher ob das so richtig ist und dem entspricht was dedizierte Programme veranstalten...

Für Hinweise und Tipss wäre ich sehr dankbar...

LG
Lars
 
Hallo Lars,

wenn du PS gut kennst, ist das natürlich ein veritabler Vorteil.

Zum Stacken empfehlen sich aber trotzdem, relativ kleine, spezialisierte, aber intuitiv zu bedienende Programme, wie z.B. Deep-Sky-Stacker.

Das Programm hat wenige MB, also eine Größenordnung, in der heutzutage ja quasi kaum noch gerechnet wird - was ich damit verdeutlichen möchte - das Programm macht (nur) das was es soll, ordentlich Bilder kalibrieren, alignment und stacken und gut ist - kein Schnick-Schnack.

Mean ist schon gut, aber es gibt bessere Stacking-Methoden, wie z.B. Sigma-Clipping, die PS, korrigier mich, nicht kann.
(ausreichende Pixel werden wie bei Median nicht einfach verworfen, sondern durch Nachbar bzw. Durchschnitt ersetzt) - interessant für Hotpixel oder Satellitenspuren (die natürlich aber auch durch Dithering bei den Aufnahmen rausgemittelt werden können).

Je nach Kamera mit der du fotografierst übernehmen die Programm auch das debayern.

Darks werden subtrahiert, Flats werden dividiert und Bias (Ausleserauschen) werden vom Flat (und nur vom Flat) subtrahiert.
Im Dark- sowohl im Light-frame steckt Bias ja schon drin und wird durch die Subtrak. vom Dark ja schon entfernt.
Beim weiteren Abzug eines Bias würde das ja doppelt abgezogen. Noch korrekter wären Darks für die Flats, aber da diese ja in der Regel sehr kurz belichtet sind, vernachlässigt man das und zieht nur Bias von den Flats ab.

Vorteil der beschriebenen Programme, einfach Dateien "reinkippen". Einstellungsmöglichkeiten gibt's da natürlich auch einige, aber die erschließen sich easy un das Manual ist verständlich geschrieben - was zum Thema Bildkalibrierung ergeblich aufschlaut - und dank der Lernkurve am Ende auch dazu führt, dass man bessere und mehr Lights, Darks, Flats, Bias aufnimmt.

Weiterbearbeitung auf jedenfall in PS. Herausforderung da, dass die faint infos rausgegraben werden ohne die hellen Bildelemente (Sterne) in die Sättigung zu treiben. Es gibt aber ein paar nette Astro actions für PS, mit denen sich ein paar gute Ergebnisse erzielen lassen - einfach mal suchen.

Gruß,
Alex
 
Super hilfreiche Antwort, Alex. Vielen Dank.

Ich bin auf einem Mac unterwegs und da ist DSS halt über die WINE Emulation nicht sooo schön zu benutzen. Ich habs grad mal probiert und es geht schon irgendwie :-)

Das schöne daran sowas etwas kleinschrittiger in PS zu machen finde ich, dass man mehr Verständniss dafür bekommt was eigentlich passiert (wenn man denn weiss was pasxieren soll, wobei deine Anwort ja sehr hilft)

Wahrschienlich werde ich irgendwann auf ein spezialisiertes Tool umsteiegen, wenn ich es X-mal manuell gemacht habe und das ganze Langweilig wird :-)

Schöne Grüße!
 
Ha! Nach ein paar Abenden rumgebastel sehe ich warum alle auf dedizierte Programme setzen... Die registrierung der Bilder klappt in Photoshop out-of-the-box einfach nicht so zuverlässig wie man das von Panorama oder Macro/Focus-Stacking gewohnt ist und das herumgruppiere in riesigen Layer-Stacks mit Master-Darks und Flats wird bei den Mengen die man da hat wirklich schgnell langweilig.
Liegt bestimmt aber auch daran, dass ich noch nicht in der Lage bin richtig gutes Ausgangmaterial zu erzeugen - Naja, üben, üben, üben :-)

Gute alternative zu DSS auf dem Mac scheint Nebulosity zu sein - das ist Preislich ja noch grade human und der Entwickler erklärt in einigen Videos wirklich viele Details...

Schöne Grüße,
Lars
 
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