AstrophotographyTool / PHD2: Workflow

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Raphi90

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Hallo,

ich bin gerade am Überlegen wie sich mein Workflow mit der oben genannten Software gestalten soll/sollte.
Das Programm ermöglicht meines Wissens leider keine Simulation, und da ich vermeiden will dass, wenn es soweit ist, ich planlos im Dunkeln verzweifle, habe ich mir eine Checklist geschrieben.

Da dies aber der erste Einsatz mit dieser Konfiguration sein wird, wende ich mich an diejenigen, die damit schon Erfahrungen gesammelt haben. Vielleicht kann ja jemand beurteilen ob ich die Reihenfolge bzw. generell die einzelnen Punkte so Sinn machen.

Also:
1. Montierung aufstellen, grob einnorden und manuell auf Parkposition stellen
2. Teleskop montieren, ausbalancieren (kleines Übergewicht auf einer Seite) und manuell parken
3. Kameras montieren und alle Kabelverbindungen herstellen (Achtung auf Beweglichkeit)
4. Montierung einschalten, Handcontroller konfigurieren und auf "PC Direct Mode" stellen
5. Kamera und Montierung mit APT verbinden (Park Position)
6. Zum Fokussieren einen Stern anfahren und wenn nötig plate solven
7. Mit "Focus Aid" den Stern fokussieren, zusätzlich das Guidescope fokussieren
8. Stern im Süden, Nahe DEC=0°, anfahren. Fadenkreuz aktivieren und zentrieren (ev. Plate Solve)
9. 1. PolarAlignment: Darv aufrufen und Azimuth korrigierren
10. Stern im Westen oder Osten, Nahe DEC=0°, anfahren. (Wieder Fadenkreuz und ev. Plate Solve)
11. 2. PolarAlignment: Darv aufrufen und Altitude korrigieren
12. Für Kalibrierung in PHD2 einen meridian-nahen Stern bei DEC=30° anfahren
13. PHD2 mit Equipment verbinden, Stern auswählen und kalibrieren
14. Guiding-Einstellungen gegebenenfalls optimieren (Wichtig: Server ON und richtige PixelSize)
15. Guiding stoppen um auf das Zielobjekt zu schwenken, danach APT mit PHD2 verbinden
16. Wenn noch nicht getan, in APT die gewünschten Guiding-Einstellungen treffen
17. Über "Objects" im Reiter "Gear" das Zielobjekt wählen und anfahren, danach plate solve
18. Vergewissern dass getrackt wird, danach Guiding mit PHD2 aufnehmen
19. Über LiveView bzw. Testfoto die DSLR auf das gewünschte Bildfeld rotieren
20. Vor Verlassen des Equipments Laptop wetterfest verstauen, Fokus der DSLR nochmal kontrollieren
21. Ins Haus gehen, Remote-Verbindung herstellen und Belichtungsparameter bestimmen (Testfotos)
22. Belichtungsplan erstellen (ev. auch gleich für Darks, Bias, Flats)
23. Belichtungsreihe starten, zwischendurch Bilder kontrollieren, Meridian-Flip-Zeit notieren


Außerdem bin ich noch nicht schlau draus geworden, wie sich der Meridian Flip genau gestalten soll. Ich hab ja in APT eine Anzeige, die mir sagt wann es soweit sein wird. Aber wenn in der Zeit gerade eine Belichtung läuft, wird diese ja unbrauchbar. Ist es irgendwie möglich über EQmode (oder eh über APT) den Flip quasi hinauszuzögern, oder schon kurz vor dem automatischen Flip umzuschwenken, um ebeb keine Aufnahme zu verlieren?
Außerdem steht doch das Bild nach dem Merdidian Flip am Kopf? - Gibts da eine Möglichkeit, dass das Bild automatisch nach dem Meridian Flip umgedreht und richtig angezeigt wird?

Ich hoffe mir kann jemand helfen

Liebe Grüße
Raphael


 
Hallo Raphael,

ich benutze auch PHD und APT und habe einen ähnlichen, aber leicht anderen Workflow. Ich mache nur mal ein paar Anmerkungen:

Zu 4.: Habe ich auch lange so gemacht, aber dann habe ich mir ein EQDIR USB-Kabel gekauft, weil es das ganze Kabelgewirr deutlich verringert hat und man ja eigentlich den Controller doch nicht mehr braucht. Übrigens den Controller konfigurieren braucht man ja auch nicht, wenn ohnehin alles von EQMOD gemacht wird. Also einfach schnell alles durchklicken bis zum PC Direct Mode.

Zu 6. und 7.: Das würde ich auf später verschieben und mich zuerst auf PHD konzentrieren. Je später man fokussiert, desto eher ist die Temperatur auch die spätere Aufnahmetemperatur. Außerdem kann ich nur eine Bahtinovmaske empfehlen, weil es doch genauer geht als das Fokussieren nach FWHM. Guidescope würde ich nur grob per Hand fokussieren, weil ja gerade für PHD sogar eine leichte Defokussierung von Vorteil sein kann (hört man immer wieder ...).

Zu 9. - 11.: Ich norde lieber mit PHD ein. Dort geht das Drift Align einfach besser als DARV von APT. Ich finde es genauer, weil es ganz genau angibt, wieviel man nachstellen muss und es ist schneller, weil man nicht die ganze DARV-Sequenz abwarten muss, sondern schon sehr schnell Feedback bekommt. Sieh dir mal entsprechende Tutorials an. Und bald mit dem neuen Static Polar Alignment von PHD geht es wohl noch schneller und genauer.

Zu 12. - 14.: Die PHD-Kalibrierung macht man ja nicht jedesmal, also gehört es nicht wirklich zum normalen Workflow. Es könnte auch gut sein, dass du hier beim ersten Mal ohnehin die meiste Zeit verbringen wirst. Ich hatte jedenfalls hier noch viel zu experimentieren mit den PHD-Parametern.

Zu 15.: Man kann APT sagen, dass er das Guiding kurz unterbrechen und dann wieder aufnehmen soll, sodass man das auch automatisieren kann.

Zu 17.: Mit Plate Solve meinst du Point Craft, ne? Wenn das bei dir nicht direkt funktioniert evtl. ein wenig mit den Aufnahmedaten unten rechts im Camera-Tab experimentieren.

Zu 20. - 22.: Das mache ich meist noch draußen, aber wenn bei dir die Verbindung komfortabel genug dafür ist. Bevor ich reingehe, richte ich noch die Fenster so aus, dass ich alles wichtige sofort per VNC sehen kann, das ist letztlich APT im Camera-Tab mit dem PHD-Guidinggraph untendrunter.

Zum Meridian-Flip kann ich bisher selbst kaum was sagen, aber was die Rotation danach angeht: Im Img-Tab unter Preview Effects kann man beide Achsen spiegeln, sodass man wieder das "Original" bekommt, aber automatisch geht das meines Wissens nicht. Gängige Stacking-Programme können das dann ohnehin wieder übereinander legen.

Danach fehlen dann im Workflow noch Punkte für Wieder-Rausgehen, Dark, Bias und Flat Frames machen, Abbauen, Schlafengehen und am nächsten Tag die EBV angehen ... ;)

Gruß

Stefan
 
Vielen Dank für die ausführliche Antwort, das hilft mir sehr weiter!

Dh. ich werde Anfangs nur das Guidescope grob fokussieren und zuerst ganz normal PHD2 zum Guiden bringen (da bin ich zwar auch noch Anfänger, aber immerhin habe ich schon mal erfolgreich geguidet, auch wenn ich mit dem Guide-Graphen noch nicht zufrieden war.)
--> anschließend gleich das Drift Align von PHD2, ich hab schon gehört dass das recht gut geht, dachte aber eigentlich dass es in APT wahrscheinlich praktikabler ist. Danke für den Tipp!

zu 12-14: Ok, dass ich nicht immer kalibrieren muss wusste ich nicht. Nach welchen Kriterien geht das? - Wann muss neu kalibriert werden und wann nicht?

zu 17: Ja genau, das Point Craft meine ich :)

zu 20-22: Ja das habe ich mir eh noch offen gelassen, wie gut die Verbindung ist wird sich zeigen, morgen/übermorgen weiß ich da mehr, je nachdem wird das noch abgeändert.


Zum Meridian-Flip: ja das "Spiegeltool" unter Preview Effects habe ich bereits gesehen. Mir war halt nicht klar ob das Programm dann nur die Vorschau spiegelt, und das Bild dann aber normal gespeichert wird, oder ob die Änderung auch das gespeicherte Bild betrifft. (Und ob ich das Tool bei jeden einzelnen Bild machen muss, oder ob das nur einmal angeklickt werden muss).


Aber weil du dich anscheinend mit PHD2 auskennst, was würdest du denn zu meinem Guide-Graph sagen?

Link zur Grafik: http://up.picr.de/30953819xr.jpg
Link zur Grafik: http://up.picr.de/30953824oc.jpg
Link zur Grafik: http://up.picr.de/30953827hf.jpg

Mir schwankt der Graph einfach viel zu stark (bis 12" Abweichung in beiden Richtungen)

Gruß
Raphael
 
Ach ja, und was ich gerade gesehen habe: Anscheinend ist das Static Polar Alignment Tool in der PHD2-Version 2.6.4dev4 schon implementiert.
In der Anleitung liest sich das ziemlich logisch und vielversprechend, werde ich beim nächsten mal garantiert testen.

Gruß
Raphael
 
Hallo Raphael,
ich bin auch mobil mit PHD2 2.4b4 und APT 3.40 unterwegs. mein Workflow unterscheidet sich von deinem nur in folgendem:
Ich nutze (noch kein DARV) das Polarscope an der Montierung zum Einnorden. Bislang hatte ich damit gute Erfahrungen gamacht und das geht sehr schnell. Leider weiß ich nicht, mit welchen Abbildungsmaßstäben Du fotografierst, bei mit sind es max 750mm Brennweite an einer DSLR. Da reicht mir die Genauigkeit. Eventuelle Aufstellungsfehler guidet mein PHD weg.

Das Kalibrieren des PHD würde ich erst nach Punkt 19 anstoßen. Meiner Meinung nach kann durch unterschiedliche Lage und damit Lastverteilung auch die Guidingkalibrierung unterschiedlich ausfallen. Deswegen hab ich es mir angewöhnt es erst vor dem Start der Aufnahme zu machen.

Die Lage des Fokus der Aufnahmekamera hab ich am Auszugsrohr markiert, damit hab ich eine brauchbare Grundeinstellung fürs Alignen von Beginn an. Den Feinfokus mach ich auch erst genau vor dem PHD-Kalibrieren.
Und mein Guidingscope hab ich mit der Guidingcam verschraubt, damit hab ich einmal und nie wieder am Guidescope zu fokussieren.


Viele Grüße,
Jürgen

 
Hallo Raphael,

dass du mit diesem Guiding-Graphen nicht zufrieden bist, kann ich verstehen. Ich würde sogar eher sagen, dass da was grundsätzlich nicht stimmt. Mit solchen krassen Ausschlägen kann man ja kaum mehr als ein paar Sekunden fotografieren. Wenn du die Montierung ordentlich eingenordet hast, sollte die Nachführung ja sogar ohne PHD genauer sein. Auch der Backlash-Graph zeigt ja schon, dass da offenbar was nicht stimmt, dass er nämlich die Rückrichtung aber auch überhaupt nicht hinbekommt.

Ich hatte noch vor ein paar Monaten ähnliche Probleme, als ich die Verbindung zur Montierung auch über den Controller und nicht über ein EQDirect-Kabel hergestellt hatte. Damals habe ich auch ST4-Guiding und nicht ASCOM-Pulse-Guiding gemacht. Als ich beides umgestellt hatte und ein wenig in EQMOD die Pulse-Guiding-Parameter verstellt hatte, wurde es recht schnell deutlich besser. Heute bekomme ich bei Windstille mit einem 10"-Stahl-Newton (15kg) auf meiner EQ6 RMS-Fehler von ca. 0,6" hin, d.h. meine Linien schwanken idealerweise immer zwischen +1" und -1". Wie sieht eigentlich dein Equipment aus? Montierung, Teleskop, Leitrohr, Leitkamera, ST-4 oder Pulse-Guiding ...

Zu den anderen Fragen:
- Kalibrieren muss man nur dann, wenn sich etwas relevantes am Setup ändert, z.B. wenn sich Leitrohr oder Kamera ändert, wenn sich die EQMOD-Einstellungen ändern, wenn sich die Ausrichtung der Kamera im Leitrohr ändert, etc. Wenn also nur die PHD-Parameter geändert werden (und daran spielt man irgendwie ständig, um noch ein bisschen mehr herauszuholen ...), muss man lange Zeit nicht kalibrieren.
- Dieses "Spiegeltool" ändert wirklich nur die Anzeige, aber das ist Programmen wie DeepSkyStacker wie gesagt egal.

Gruß

Stefan
 
Hallo euch beiden! :)

Also mal vorweg, ich fotografiere mit einer Canon 700Da und 150/750er PDS Newton auf einer EQ-5 Synscan. Leitrohr ist ein Guidescope von BTC mit 50mm Öffnung und 180mm Brennweite, als GuidingCam kommt die PG-Cam color von Lacerta zum Einsatz.

Jürgen:
Soweit ich weiß geht es ja beim genauen Polar Alignment (zumindest wenn man guidet) darum, um die Bildfelddrehung wegzukriegen. Hab mir das mal ausgerechnet. Die erforderliche Genauigkeit ist abhängig vom Deklinationswinkel und natürlich auch von der Belichtungszeit. Dh je länger man belichten will, umso besser muss das Alignment sein um nicht spärische Sterne zu erhalten (die sich dann quasi um den Leitstern drehen). Deswegen denke ich, ist es nicht so einfach getan mit "guidet PHD weg". Denn wenn der Deklinationswinkel des Zielobjekts groß ist (zb. M81/82), komme ich bei einer 10-Minuten Belichtung auf eine erforderliche Genauigkeit von um die 5 Bogenminuten

Stefan:
Jap, das dachte ich mir auch gleich wie ich das gesehen habe. Ich habe als Test dann eine 15-minütige Aufnahme bei ISO100 gemacht (war eine Vollmondnacht) und bekam folgendes:
Link zur Grafik: http://up.picr.de/30969700yx.jpg
kartoffelförmige Sterne...

Ich hab mir letzte Woche schon Teflonringe für die Gleitlager der EQ5 bestellt. Hab gestern die komplette Monti auseinander genommen und gereingt, neu gefettet und die Plastikringe durch die Teflonringe ersetzt. Anschließend dann auch das Schneckenspiel ordentlich (oder besser gesagt so gut ich es konnte) eingestellt.
Bin schon extrem gespannt ob das eine Verbesserung bringt. Heute haben mir leider die Wolken einen Strich durch die Rechnung gemacht.

EQDirect-Kabel hätte ich ehrlich gesagt keines geplant. Kostet mir zu viel, nur dafür dass ich den Controller abklipsen kann, der stört mich jetzt nicht so. Oder gibts dadurch noch andere Vorteile? - Die Steuerbefehle sollten doch die gleichen bleiben, oder irre ich mich?
Ich guide ja auch nicht über ST-4, sondern über ASCOM. (also vom HandController über einen Adapter in den Laptop). In PHD wird dann bei Montierung "EQMODE ASCOM HEQ5/6" ausgewählt. Darf ich fragen was du da bei den Pulse-Guiding-Parameter umgestellt hast? Die stehen bei mir denk ich noch auf den Standardwerten (RA Rate = .1, DEC Rate = .1, Minimum Pulse Width (msec) = 20 und DEC Backlash (msec) = 0 )
So ganz blicke ich wohl noch nicht durch, aber wofür brauche ich überhaupt in EQmode noch Guiding-Einstellungen, wenn mein Guiding sowieso PHD2 übernimmt?


+-1", das ist schon eine feine Sache! Das wird mit meiner Montierung nicht drinnen sein :))

Alles klar, das hört sich doch gut an! - Die Kalibration hat beim wegen den Kalibrationsschritten von 4000ms eh eine gefühlte Ewigkeit gedauert. (Aber ich hoffe das bessert sich)

Dank für eure Anworten

Grüße
Raphael

 
Hallo Raphael,

also für so einen schlimmen PHD-Graphen ist das 15-Minuten-Bild gar nicht schlecht. Aber deine HEQ5 sollte dennoch bessere Graphen hinbekommen bei einem 6-Zoll-Newton. Ich denke kaum, dass der schon kapazitätsmäßig am Limit ist und daher glaube ich auch nicht, dass du viel erreichen wirst, indem du "handwerkliches" Feintuning betreibst. Ich denke eher, dass es an der Software-Konfiguration liegt. Ich hatte wie gesagt sehr ähnliche Probleme und hab sie mit folgenden Schritten in den Griff bekommen:
- Pulse-Guiding statt ST-4
- EQDirect statt Hand-Controller (ok, das hat verhindert, dass ASCOM ab und zu mal abstürzte; wenn das bei dir läuft, ist das ja nicht so relevant ...)
- Pulse-Guiding in EQMOD erhöhen, anfangs auf .9, z.Zt. steht es auf .7
- In PHD Haken wegnehmen bei "Schnelles Wechseln bei großen Abweichungen" und bei "Nutze Backlash-Kompensation"
- Montierung per Drift Align möglichst genau einnorden
- In PHD nur in eine Dec-Richtung guiden

Der letzte Punkt hat nochmal viel Genauigkeit gebracht, weil ich den DEC-Backlash auch nicht voll in den Griff bekommen habe, trotz Einstellen des Schneckenspiels etc. Mit Guiding in einer Richtung ist das ja dann wurscht.

Zur Frage warum man in EQMOD noch Guiding-Einstellungen hat: Ich habe das so verstanden, dass PHD letztlich nur Impulse mit einer Richtung und einer Dauer sendet, also z.B. 50ms Nord. Wieviel das in der Montierung dann tatsächlich bewirkt, hängt eben von den RA- und DEC-Raten in EQMOD ab, z.B. bewirkt 20ms bei Rate .5 genauso viel Bewegung wie 100ms bei .1. Außerdem kann man da eine Minimaldauer und eben einen EQMOD-seitigen DEC-Backlash einstellen.

Dass man die Länge der Kalibrierungsschritte in PHD in Abhängigkeit von Pixelgröße, Brennweite etc. berechnet, ist dir klar, ne? Ich halte 4000ms irgendwie für recht groß. In meiner Konfiguration kommt da 850ms raus.

Gruß

Stefan
 
Ja ich hab das Bild so interpretiert, dass die Sterne wegen des Guidings halbwegs auf ihren Bildpunkten geblieben sind, jedoch aufgrund der großen Abweichungen (Graph) sind sie eben viel größer/dicker/unförmiger als sie sein sollten.
Zur Korrektur: Es handelt sich um eine NEQ5, nicht HEQ5, aber ich denke da sollte ja trotzdem noch was gehen.
Das Montierungs-Tuning hatte ich ohnehin schon länger vor, da es sich positiv auf den Materialverschleiß/Langlebigkeit sowie des Gleitverhalten auswirkt. Ich hatte mir dadurch auch eine Verbesserung beim Guiden erhofft, aber du wirst wohl recht haben.

ASCOM ist bei mir zumindest bis jetzt noch nie abgestürzt, denke das kann ich ausschließen.
ABER: Jetzt wird es interessant! - Habe wieder etwas herumgetestet bei dem Pulse-Guide-Parameter, bzw. bei den Geschwindigkeitsstufen (Rates) in EQmod. Mir ist aufgefallen, dass meine RA-Achse sich bei einer Rate unter 1.0 nicht mehr bewegt! - Also Rate auf zb. .8 eingestellt --> Bei der DEC-Achse hört man da noch ein leises Motorgeräusch, wenn man mit dem Ohr nahe ran geht, aber der RA-Motor bleibt vollkommen still! - Ab einer Rate von 1.0 bewegt sich die RA-Achse auch wieder! ....merkwürdig :/ - Dass der Motor bei einer Rate von .9 auf einmal so leise ist dass ich ihn garnicht mehr höre, bezweifle ich sehr stark, der läuft nimmer...
Da werde ich mal beim Pulse-Guiding verschiedene Werte versuchen, das stand bei mir bei .1, denke das könnte eine vielversprechende Änderung sein :)

Das mit den EQmod Guiding Einstellung klingt logsich, demnach könnte ich bisher einfach nur so schwache Korrekturen gesendet haben, dass die einfach nicht ausgereicht haben, um meine Montierung in den Griff zu bekommen.

Also ich hab jetzt mal etliche Ansätze, die ich beim nächsten mal austesten kann, hoffe der Himmel reißt demnächst wieder mal auf!

Also als Zusammenfassung fürs nächste Mal:
- Pulse-Guiding in EQmod ändern
- "Schnelles Wechseln bei großen Abweichungen" und "Backlash-Kompensation" deaktievern (falls noch nicht geschehen)
- penibelst genau einnorden
- in eine DEC-Richtung guiden


Ja die Berechnung ergab bei mir auch wesentlich weniger ms als 4000ms (weiß nicht mehr genau). Aber nachdem ich dann eben mit weniger ms nie eine erfolgreiche Kalibration erreichen konnte, weil sich der Leitstern nicht ausreichend bewegte (ev. wegen zu niedriger Pulse-Guiding-Rate?), habe ich den Wert mal bis zu 4000ms raufgedreht. Erst ab diesem Wert hat sich dann mein Leitstern die erforderlichen 25 Pixel vom Ursprungsort wegbewegt.


Also ich hab mal einige Anhaltspunkte. Vielen vielen Dank für deine Hilfe!

Gruß
Raphael
 
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