Atlas - Einsteiger-geeignet

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Albsucher

Mitglied
Hallo,
da meine Suche nicht ganz das Gesuchte gebracht hat frag ich halt mal nach: sind Bücher wie Atlas für Himmelsbeobachter oder Der Kosmos-Sternführer für Einsteiger geeignet um Himmelsobjekte aufzufinden?
Sicherlich ist nichts durch Praxis zu ersetzen und sicherlich ist jemand, der das alles bereits gut kennt und einem das alles zeigen kann besser, dennoch die Frage ob diese Bücher oder andere geeignet sind, um auch einem Einsteiger es zu erleichtern, Himmelsobjekte aufzufinden?
 
Hallo Ralf,

der Karkoschka ist für mich immer noch erste Wahl. Wenn ich mal so zurückschaue, habe ich nur mit diesem Büchlein den Sternenhimmel entdeckt. Die Formen und Konturen der auffälligen Sternbilder lernt man schnell, so dass man sich bald in der Welt der Sterbilder zurechtfindet. Es folgt das Starhopping, mit dem du dich langsam über helle Sterne zu schwächeren vortastest, um so ein interessantes Deep-Sky-Objekt mit eigenen Augen zu entdecken. Dafür sind die Detailansichten im Karkoschka sehr geeignet.

Zu dem Sternführer von Kosmos kann ich nichts sagen.

Gruß - Nico
 
Tach Ralf,

der Karkoschka ist - wie Nico sagt - in jedem Fall sehr empfehlenswert, zumal er Infos über recht viele Sterne und Objekte enthält. Aus Deinen Worten schließe ich, dass Du Astro-Neuling bist? Wenn ich richtig liege, mein Tipp: Eine drehbare Sternkarte, die nicht nur das Auffinden der Sternbilder ermöglicht, sondern klasse ist, um Beobachtungsnächte ohne großen PC-Aufwand zu planen.

Ein weiterer Tipp: Der geniale Taki's 8.5 Magnitude Star Atlas in A-4, der Sterne bis 8.5 Mag zeigt.

Ebenfalls genial: Taki's Star Atlas, der Sterne bis 6.5 Mag zeigt, was der Übersichtlichkeit der A-3-Karten dient.

Beide Sternatlanten sind kostenlos von Toshimi Taki zur Verfügung gestellt. Ein sehr netter Zeitgenosse! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS

Stefan
 
Ja, bin Astro-Neuling. Hab zwar nun schon ein wenig ausführlicehr den Mond beobachtet und einige Sterne.
Suche eben nun eine Art "Guide in Papierform" welcher mich auch zu Mxx und NGCxxx führt.
Das mit den Taki's ist mir ehrlich gesagt momentan noch etwas zu hoch, dennoch danke für den Link. Irgendwann komm ich sicherlich auch damit zurecht...
Ebenso einen Dank an die bisherigen Tippgeber!
 
Hi Ralf,

der Karkoschka hat auch mir geholfen, die Schritte Richtung Deep Sky zu lenken.

Eine sehr empfehlenswerte Kombination ist der "Deep Sky Reiseführer" plus dem "Deep Sky Reiseatlas" (beide Titel: Oculum Verlag). Zusammen schon erheblich mehr an Information als der Karkoschka. Alle Messiers sind im Führer genau beschrieben. Besonders gut sind die Zeichnungen, die verdeutlichen, was man da vielleicht erkennen kann. Der Deep Sky Reiseatlas kartiert alle Objekte im Buch und bietet mit seinem Format (deutlich größer als Karkoschka) auch einen guten Überblick zum Sternbilder genauer kennenlernen.

Clear skies,
Tom
 
Hallo Tom,

der Deep Sky Reiseatlas geht doch bei weitem nicht so tief in dem Himmel, wie der Karkoschka in seinen Ausschnittskarten, diese gibt es beim DS Reiseatlas nicht. Die Bewertungschlüssel im Reiseatlas ("einzigartiges Paradeobjekt", oder "herausragend eindrucksvolles Objekt", oder "besonders lohnendes Objekt") sind einfach lächerlich und unbrauchbar, da hat man mit Krampf versucht, sich von anderen Produkten abzugrenzen. Da ist der zweistufige Schlüssel im Karkoschka, der Flächenhelligkeit und Größe berücksichtigt, wesentlich aussagekräftiger.

Ich finde auch die Telradkreise in den Karten äußerst nervig. Wer den Telrad nicht benutzt, den wird das immer stören.

Den Reiseführer sehe ich mehr als schönes Vorbereitungs- und Lesebuch mit Hintergrundinformationen, denn als praktische Aufsuchhilfe.

Was mir persönlich mehr hilft, wenn ich mit den beschränten Detailkarten im Karkoschka nicht mehr weiterkomme, ist ein großformatiger Sternatlas, zum Beispiel der Sky Atlas 2000 laminiert, weil man dort, besonders in der großen laminierten Version sehr große Areale mit hohem Detaillierungsgrad bis 8. Grenzgröße zur Verfügung hat. Der ist allerdings nicht wirklich handlich. Und danach muss sowieso die Uranometria her.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo,
ich möchte mich den anderen anschließen, die den Karkoschka empfohlen haben. Hier ist alles beisammen für 17,50 Euro neu, die DS-Reisatlas + Reiseführerkombination ist über 60 Euro teuer. Und durch die geringe Grenzgröße macht das Suchen im DSRA nicht so viel Spaß. Dern Sky Atlas finde ich nicht so empfehlenswert, weil die laminierte Ausgabe wirklich sehr unhandlich ist, dazu kommt der doch recht kleine Maßstab.
Meine Empfehlung für die für Deep Sky - Fans essentiellen Beobachtungsbücher, die ich mir auch nach und nach gekauft habe:
1. Karkoschka
2. DS-Reiseführer
3. Uranometria
4. Kepple/Sanner: Night Sky Observers Guide
5. Deep-Sky-Liste (kostenloser Download!!!)

Damit kommt man eigentlich ein Bobachterleben aus.
 
Hallo Stefan,
wie druckst du denn A3-Karten aus?
Gruß - Nico

Hi Nico,

habe mir die A-3 Karten des 6.5er-Taki in einem Copyshop per Laserdrucker ausgedruckt. Und das für einen lächerlichen Preis. Habe sie mir zudem laminieren lassen, was zwar ein paar Euronen kostet, aber bei 12 Kartenblättern auch kein Drama ist und nur einen Bruchteil vom Star-Atlas in laminierter Version kostet. Den 8.5er-Taki habe ich mir ebenfalls im Copyshop auf einem Laserdrucker ausgedruckt und in einem Ringbuch mit Klarsichthüllen abgeheftet. Günstiger kommt man nicht an derart gute Stern-Kartenwerke. Verlegern von Stern-Atlanten dürfte Toshimi Taki ein Dorn im Auge sein... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Hatte gerade in der letzten Nacht (genial!!!) auch wieder den A-3er-Taki mit dabei, auf dem ich mir mit wasserlöslichem Stift Beobachtungsziele vormerken kann.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

CS

Stefan
 
Also mir ist noch nicht ganz klar was das genau ist und wie man sich das ausdrucken und benutzen soll.
Vielleicht kann mir als Anfänger hier jemand mal etwas Erleuchtung bringen?
 
Hallo Ralf -

also: die Taki Karten sind pdf-Dateien die man ausdrucken kann. Jede pdf-Datei enthält eine Anzahl Seiten, die dann jeweils einen Himmelsausschnitt abdecken. Taki hat so den gesammten Himmel abgedeckt.

Es gibt 2 Versionen, eine 6,5 mag Version, die auf A3 ausgedruckt wird, und eine 8,5 mag Version die auf A4 ausgedruckt wird.

Die Karten zeigen Sterne, Veränderlichen, Doppelsternen und Objekte mit Namen und ein Symbol für Objektart (Sternhaufen, Galaxie, usw...) und können am Sucher bei Starhoppen sinnvoll eingesetzt werden.

Die 6,5 Karte enthält Sterne bis 6,5 Mag und bietet einen besseren Überblick, da die Himmelsausschnitte nicht so klein sind wie bei der 8,5 Version. Ich denke, wenn Du mit Telrad-Sucher o.ä. arbeitest, kann die 6,5m Karte sinnvoll sein.

Die 8,5 mag karte zeigt entsprechend mehr Sterne und ist sinnvol beim Suchen mit einem 8 x 50 Sucher. Der Überblick geht aber verloren, weil doch ordentlich "eingezoomt" wird - sprich die Himmelsausschnitte auf den Karten sind recht klein und es wird schwierig sich zu orientieren. Zumal kein "Norden" oder Sternbilder eingezeichnet sind, dürfte das bei Anfänger problematisch sein.

Ich verwende die 8,5 Version auf A4. Für unsere Breiten reichen die Seiten 1 bis 109. Insgesamt sind es 150 Seiten oder so.

Auch ich hatte so meine Orientierungsprobleme damit. Für mich wurde diese Karte erst brauchbar, nachdem ich die Sternbilder mit Stift eingezeichnet hatte - es erleichtert die Orientierung ungemein! Ist Arbeit, aber es hat sich sehr gelohnt.

Ich verwende einen Rigel Sucher und einen 8 x 50 Sucher, die laminierte A4 Seite kommt am Teleskop mit 2 magneten, direkt neben Okularauszug und damit läßt sich schön von Karte auf "Live-Blick" wechseln ohne lang herumzusuchen. Das schafft kein Buch!

Auch ich habe lang nach Karten gesucht - habe mehrere oben genannte Bücher gekauft - damit war ich nicht wirklich zufrieden. Habe dann mit selbstgemachte Computersternkarten gearbeitet, das war an sich okay, aber sehr zeitaufwendig bei der Vorbereitung.

Nun habe ich Taki's Karten... und das scheint die Lösung zu sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Einziger Nachteil: Aktuelle Infos (Kometen, Planeten und stand der Monde, usw...) stehen da natürlich nicht drin. Da hilft dann entweder wieder die Computerkarte oder seit neulich: mein alten Palm mit einer Software namens Planetarium. Funktioniert bestens - und zur Not funktioniert damit sogar das Starhoppen wenn ich zu faul war den Taki mit rauszuschleppen....

Die Bücher verwende ich trotzdem intensiv, aber nicht draussen am Teleskop. Ich wähle meine Wunschobjekte mit den Büchern, vor allem Stoyan's Deepsky Reiseführer - es bewahrt mich davor "zu schwierige Objekte" rauszusuchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Hoffe das hilft ein wenig weiter, CS, fred
 
Ciao,

hat's schon jemand gesagt ? Das ALLERERSTE + EINFACHSTE was man braucht ist eine drehbare Sternkarte, diese und keine andere:
http://www.amazon.de/Drehbare-Kosmos-Ste...TF8&s=books
NICHT mit dem Karkoschka anfangen zu suchen, WENN man die Sternbilder NICHT gut kennt ...!!! Wenn man die Sternbilder kennt ist natürlich der Karkoschka super !

Hinweis nur zur Sicherheit :-)
Schöne Grüsse
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

NICHT mit dem Karkoschka anfangen zu suchen, WENN man die Sternbilder NICHT gut kennt ...!!! Wenn man die Sternbilder kennt ist natürlich der Karkoschka super!

Tschuldichung, aber: Einspruch!

Aus eigener Erfahrung: die drehbaren Sternkarten sind absolut obsolet, wenn man den Karkoschka hat. Einfach mal die hintere Einbandseite anschauen, schon ist alles klar - auch wenn man die Sternbilder nicht kennt.

Bei mir war die drehbare Sternkarte die ersten beiden Male mit auf dem Feld, danach nicht mehr. Um ehrlich zu sein: ich halte drehbare Sternkarten für rausgeworfenes Geld.

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Michael,
Dein Urteil halte ich für etwas hart. Also mein Karkoschka (und vielleicht ist das ja in aktuelleren Ausgaben anders) zeigt auf der hinteren Umschlagseite lediglich alle Sternbilder kompakt in zwei Bildern (Nord und Süd) zusammengefasst, aber nicht auf so genial einfache Weise, wie eine drehbare Sternkarte, welche Sternbilder zu einem beliebigen Zeitpunkt am Himmel sichtbar sind und wie sich ihre Sichtbarkeit im Laufe der Zeit am Himmel verändert. Gerade für Einsteiger also wirklich eine hilfreiche und lehrreiche Sache.
Schöne Grüße,
Frank
 
Hallo Frank,

die alte Ausgabe meine ich auch (wurde aber mWn nicht geändert). Meiner Meinung nach mehr als ausreichend. Man schaut in den Himmel, schaut auf die Karte und weiß, was derzeit sichtbar ist.

Bei mir ist die drehbare Sternkarte von Anfang an leider ein Staubfänger (außer im Nichtastrourlaub mit Feldstecher). Als Anfänger war sie für mich sogar "komplizierter": "wie, so halten und was ist dann hinter mir, das da ganz vorne? Komisch!". Und kurz danach war sie nicht mehr detailiert genug.

Die einfache Sternkarte im Karkoschka halte ich dagegen für "genial einfach" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />.

Viele Grüße,
Michael
 
mit den lateinischen Namen tu ich mich noch etwas schwer aber sonst find ich den Karkoschka sehr gut. Würd dennoch momentan nicht auf eine drehbare Sternkarte verzichten.
Verzichten könnt ich grad eher auf die vielen Wolken...
 
Also ich hab mir den Taki gestern mal genauer angesehen und muss sagen, dass das Teil ab sofort zu meinem Standard Atlanten gehört. Ist ja echt der Hammer, die Japaner sind echt Detailverrückt. Ich habe auch aus den einzelnen pdfs Gesamtdokumente erstellt. Einmal für den 6.5 und den 8.5. Jeden einmal komplett und einmal nur für die Nordhälfte. Den 8.5 habe ich zudem noch je in der Version mit der Objektliste alphabetisch am Ende und einmal mit den einzelnen Listen hinter jeder Karte erstellt. Super finde ich auch die Exceltabelle dabei, die hab icheinmal in Gesamthimmel und einmal in Nordteil unterteilt. Insgesamt sind es gezippt so 70MB. Wenn da interesse besteht, einfach mal ne mail oder PN, dann lad ich die zip auf meinen ftp zum saugen. Zusammen mit der deepskyliste hat man so alles was der Spechtler zum planen braucht und in Kunststoffhüllen kann man mit wasserlöslichem Stiften super drauf rum malen. Einfach perfekt.

Es gibt sogar Zielkreisschablonen, wie hier im Board bereits dikutiert wurde.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/444317/Main/422622

Hab jetzt noch dieses Projekt gefunden:

http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=1052
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ciao,

ja, ich denke jeder von uns redet so aus 'eigener Erfahrung', oder? Ich habe lediglich meine dargelegt. Mit der drehbaren Sternkarte kann man eben am Anfang auch manches verstehen, was man mit einem Karten-Ausdruck nicht so leicht versteht. Als didaktische Hilfe ist sie deshalb herausragend gut, meiner Meinung nach. Und es ist wie mit jedem Hochtechnologie-Gerät (für die Rieseninvestition von 14.90 Euro :-): bedienen muss man sie natürlich könnnen... Man kann daran sogar Alpha + Delta ablesen + somit mit groben Koordinaten arbeiten, Dämmerung ablesen, Planeten finden/identifizieren, Auf- und Untergangszeiten bestimmen, etc etc
Natürlich reicht sie SPÄTER nicht mehr zur Orientierung im Detail (deshalb u.a. ja der Thread, oder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />. Aber das Thread-Thema war ja '(...) für Einsteiger geeignet um Himmelsobjekte aufzufinden ?' und ich schrieb ja ...

Naja geschenkt, er hat sie sowieso schon schätzen gelernt.
Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

es ging aber um Atlanten! Die Aussage, man müsse die Sternbilder GUT kennen, bevor man sich den Karkoschka zulegt, wollte ich einfach nicht so stehen lassen. Egal, was man von den drehbaren Sternkarten hält, für den Karkoschka braucht man nunmal keine (und schon gar keine guten) Kenntnisse der Sternbilder.

Aber wie Du schon schreibst: geschenkt ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Viele Grüße,
Michael
 
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