>>>Auch ein schlechtes Bild kann gut sein<<<

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Wellmann

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Hallo!

Hier ein technisch nicht sehr hochwertiges Bild, bei schlechtem Seeing aufgenommen. Das ich es trotzdem bearbeitet habe, freut mich ins Nachhinein riesig. Ich finde diese Mondrand-Bilder einfach Klasse, und wollte es daher noch schnell als kleine Freude für das Wochenende einstellen.

Sirsalis/Byrgius-Rille, längste Rille auf dem Mond. Das Bild ist um 90° rechtsgedreht. Rechts Sirsalis, die Maus, der große Krater am Terminator darüber ist Rocca. Über dem linken Ende der Rille liegt der Krater Darwin, ebenfalls von einer Rille durchschnitten.

Das Bild müsst Ihr unbedingt im Vollbildmodus anschauen. Taste F11 bzw. bei Firefox auch rechte Maustaste "Grafik anzeigen", und wegen der schlechten Schärfe mindestens eine Entfernung von 50cm bis 1m einhalten, ich hoffe, es gefällt Euch auch......

Link zur Grafik: http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/galerie/Bilder/SirsalisRille.jpg

Volle Auflösung

Gruß, Peter

 
Hallo Peter,

das Bild ist wirklich eine Augenweide und darum ganz willkommen bei unserem z.Z. sehr trübetümpligen Karnevals-Wetter - vielen Dank!

Was bemängelst Du denn an dem Bild?

Gruß, Jan
 
Hallo Peter!

Ich habe in meiner Datenflut zufällig noch Material entdeckt, um das Bild nach rechts zu ergänzen. Das Material ist zwar noch schlechter als der erste Teil, aber ich habe es dennoch der Vollständigkeit halber angehängt. Dem Bild als Ganzes hat das eher nicht gut getan...

Unten rechts im neuen Teil des Bildes findest Du einige Angaben zur technischen Seite. Zusätzlich: kein Filter, Celestron Apo-Barlow, schnelle low-Quality Bearbeitung mit AviStack.

Gruß, Peter
 
Hallo Jan!

das Bild ist wirklich eine Augenweide und darum ganz willkommen bei unserem z.Z. sehr trübetümpligen Karnevals-Wetter - vielen Dank!

Ja, bei uns schneit es ununterbrochen, so eine sch.... Wetter. Aber eventuell doch besser so, bei gutem Wetter hätte man schnell wieder die Festplatte voll, und müsste den ganzen Kram dann mühsam bearbeiten......

Da ich noch Material zur Ergänzung gefunden habe, habe ich das Bild nach rechts erweitert. Speziell an dem neuen Teil aus noch schlechterem Material siehst Du besonders gut die mangelnde Schärfe und Qualität. Aber was soll´s, vor drei Jahren wäre ich noch vor Freude unter die Decke gesprungen, wenn ein solches Bild gelungen wäre. Aber die Zeiten ändern sich unaufhaltsam, ob wir wollen oder nicht......

Gruß, Peter
 
Hallo Peter,

also ich bin noch sehr neu hier, aber ich muß sagen, ich kann nur stauenen, wie gut dein Ergebnis trotz schlechter Bedingungen noch ist, ich wär froh, wenn das bei mir immer so enden würde!
Seit kurzem hab ich auch eine DMK31, hab aber noch so ein paar problemchen, zB packt mein Laptop nicht die Datenflut von 15 oder 30 Bildern, dann scheue ich noch etwas AviStack, weil das rödelt ja ganz schön lange an einem Stream, deshalb arbeite ich noch hauptsächlich mit Reg4, dann werden halt die Ergebnisse nicht so perfekt.

Gruß Manfred Wolf
 
Hallo Manfred!

Seit kurzem hab ich auch eine DMK31, hab aber noch so ein paar problemchen
Informationen die Dir eventuell noch weiter helfen findest Du in unserem Tutorial hier.

deshalb arbeite ich noch hauptsächlich mit Reg4, dann werden halt die Ergebnisse nicht so perfekt.
AviStack arbeitet bei mir kaum besser als Registax, wenn Registax absolut korrekt angewendet wird. AviStack ist aber um Längen einfacher und überschaubarer als Registax, und arbeitet auch im Hintergrund bombenstabil!

Das Bild ist ja gemessen an früheren Ergebnissen auch recht gut, aber die Zeiten ändern sich, und die Geräte werden besser. Das Bild ist aber dennoch so "schlecht" dass ich es nun noch verkleinert habe. Dafür gibt es als Zugabe einen der geheimnisvollen "Lunar Swirls" unten rechts!

Gruß, Peter
 
Hallo Peter,

danke erst mal für deine Antwort, freue mich schon, wenn dein Tutorial um AviStack erweitert wird! Habe da nämlich heute den ganzen Tag mit rumprobieren verbracht, muß aber sagen, dass das Endergebnis auch nicht besser war als das mit RegiStax4, und das obwohl ich nur mit Singlepoint arbeite, dann aber meist mit 512er-Box. Nervig ist nur, dass man mit der Prozentzahl nie vorher weiß, wieviele Bilder letzlich genommen werden, das macht manchmal bei nur einem Prozent änderung gewaltige Sprünge. Mein Gerät ist ein 12 Jahre altes C11, und erst in den letzten 3 Jahren gelingen mir damit hochaufgelöste Aufnahmen, aber die optische Qualität ist wahrscheinlich nur mittel, dennoch bin ich schon begeistert, was mir damit möglich ist. Aber es könnte halt manchmal besser sein.
Die Problemchen mit der DMK liegen wohl in der Leistung meines Laptops begraben, aber so genau weiß ichs noch immer nicht. Man liest ja überall nur je nach Leistung, aber was genau erforderlich ist, fraglich.
Habe einen T2330 mit 2x1,6 Ghz, und der Firewireeingang erfolgt über Expresscard mit 12V Stromversorgung, trotzdem kein störungsfreier Lauf. Immer wieder aussetzer, irgendwann dann absturz.

Gruß Manfred
 
Zitat von W_Manfred:
Nervig ist nur, dass man mit der Prozentzahl nie vorher weiß, wieviele Bilder letzlich genommen werden, das macht manchmal bei nur einem Prozent änderung gewaltige Sprünge.
Hallo Manfred,

Du kannst die Anzahl der im Stack zu berücksichtigen Bilder bei RS4 auch noch nach Ablauf des Alignment-Prozesses mittels des "Spacebar" beliebig abändern.

Gruß, Jan
 
Hallo Manfred!

In unserem Tutorial ist doch der beste Umgang mit Registax ganz präzise beschrieben. Dort steht unter Anderem auch:

Nach dem Optimieren könnte man noch den Stackgraph aufrufen, und für jeden Multipoint einzeln noch eine zusätzliche Qualitätsauswahl durchführen, bevor man das Stacken startet. Das geht ebenfalls recht schnell, und kann nicht schaden.

Für jeden Multipoint kannst Du da die Regler so verschieben, dass exakt die selbe Zahl von Bildern für jeden Multipoint verwendet wird. Also zuvor etwas mehr Bilder zulassen, und dann hier individuell begrenzen.

Gewöhne Dich an AviStack, das ist wesentlich einfacher zu bedienen, und hat keine Programmfehler wie Registax. Mit den richtigen Einstellungen (so wenig Referenzpunkte wie möglich, und Qualitätsgebiete so groß wie möglich) rechnet auch AviStack ausreichend flink und stabil im Hintergrund, während Du andere Arbeiten am Rechner erledigst. Ich nutze auch gerne die Batchfunktion, die mir über Nacht meine Videos berechnet.

Gruß, Peter
 
Hallo!

Angesichts der Bilder von Philipp vom 03.03.09 habe ich noch einen Beitrag zu Reiner Gamma. Ich meine, diese interessante und auf der Vorderseite des Mondes einzigartige Struktur ist es wert. Auf dem Bild zu diesem Thread (in ersten Beitrag ganz oben) liegt Reiner Gamma ganz rechts, leider nur mit mäßiger Qualität zu sehen. Wer eigene Bilder und Info oder Links beitragen kann, ist herzlich dazu aufgefordert!

Link zur Grafik: http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/Mond/Wirbel2_s.jpg Geheimnisvolle Lunare Wirbel: Auf der Oberfläche des Mondes gibt es neben den bekannten Bergen, Kratern, Rillen und Ebenen noch einige völlig ungeklärte Strukturen, die "Lunaren Wirbel". Dabei handelt es sich um teilweise sehr helle Bereiche, die wie extrem stark deformierte Krater aussehen. Da der Mond eigentlich kein Magnetfeld hat, zeigten die Magnetfeldmessungen der Sonden PFS 1 und PFS 2 auch nur eine geringe Magnetisierung der Mondkruste. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Genau über den Lunaren Wirbeln –wie dem hier gezeigten „Reiner Gamma“ war das Magnetfeld unerklärlich stark, siehe Bild links (NASA). Was könnte das nur sein?

Zwei der drei Lunaren Wirbel liegen auf der Rückseite des Mondes, je einem Mare-Becken auf der Vorderseite genau gegenüber. Vor vier Milliarden Jahren hatte der Mond einen glutflüssigen Kern und ein globales Magnetfeld wie die Erde. Als die riesigen Meteore, die die Mare-Becken schlugen, den Mond trafen, gab es daher eine Wolke aus geladenem Plasma, die sich vom Aufschlagsort aus um den ganzen Mond ausbreitete. Dabei "schob" die elektrisch geladene Wolke das Magnetfeld des Mondes vor sich her, und konzentrierte es auf einen dem Einschlag genau gegenüberliegenden Punkt der Mondoberfläche, was dort zu einer starken Magnetisierung der Kruste führte. Dieses Magnetfeld blieb nach dem Einschlag erhalten, und schützte wie ein magnetisches Schutzschild die Oberfläche vor dem Bombardement der kosmischen Strahlung. So konnte die Strahlung das (ursprünglich helle) Material im Laufe der Jahrmilliarden nicht schwarz verfärben. Allerdings liegt ausgerechnet der größte der Lunaren Wirbel Reiner Gamma (die zwei anderen liegen auf der Mondrückseite) nicht einem Mare gegenüber, also haben wir hier doch noch ein weiteres ungelöstes Rätsel?

Gruß, Peter

 
Hallo Peter,

ich denke es wird schon seinen Grund haben, dass jetzt wieder vermehrt Sonden zum Mond geschickt werden, es gibt da noch viel zu enträtseln!

Eine der Besonderheiten an Reiner Gamma ist auch, dass das Ding absolut flach ist, d.h. mit den Helligkeitsunterschieden sind keinerlei Höhenunterschiede verbunden.

Wenn du schreibst: "leider nur mit mäßiger Qualität zu sehen" dann tut mir das fast körperlich weh, mäßige Qualität würde ich das da nennen:

Link zur Grafik: http://salzgeber.at/astro/moon/20090407/20090407_kepler_marius_reiner.jpg

Ich durfte Reiner Gamma mal visuell mit einem 50cm RC beobachten, das hat mir Spass gemacht.

lg

Philipp
 
Hallo Philipp!
Wenn du schreibst: "leider nur mit mäßiger Qualität zu sehen" dann tut mir das fast körperlich weh, mäßige Qualität würde ich das da nennen:
Nein! Da würde ich Dir nicht zustimmen! Die Qualität eines Bildes messe ich prinzipiell immer an den theoretischen Möglichkeiten der Optik, und da ist unser Bild weit unter dem Limit. Das Mosaik beginnt links noch recht gut, aber auch schon schwach, und wird nach rechts immer schlechter, bis weit unter das Limit unserer Optik.

Dein zum Vergleich von Dir als "schlecht" aufgeführtes Bild ist für die viel kleinere Optik mindestens ebenso gut wie unser Bild, eher besser! Mit deinen 80mm erreichst Du fast die theoretische Grenze der Auflösung, beim Newton könnte noch etwas Luft zum Besseren sein.

Gruß, Peter
 
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