auf der Suche nach dem ersten Fernglas | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

auf der Suche nach dem ersten Fernglas

dr_big

Mitglied
... und leider bin ich nach dem Lesen im Forum komplett verwirrt.
Was ich suche:
- Fernglas zum Surfen durch den Nachthimmel
- freihändiges Beobachten (max 1500g)
- ich würde mich einfach freuen, wenn ich das ein oder andere Messier-Objekt entdecken könnte

Eigentlich hatte ich mich schon auf ein 8x56 eingestellt, aber dann habe ich im Forum gelesen und weiss mittlerweile nicht mehr weiter. Die einen sagen, 7mm AP ist zu viel wenn man nicht wirklich dunklen Himmel hat. Uwe Pilz hält dagegen, dass eine große AP den Einblick viel angenehmer macht. Wäre ein 7x50 oder 8x56 prinzipiell geeignet? Ich bin ländlich bei Bortle 4 unterwegs, 2x im Jahr auch in den Alpen.

Preislich würde ich mich an der Mittelklasse orientieren. Bei den Billigen Gläsern hätte ich zu viele Bedenken bezügl. Qualität und 1000Euro will ich auch nicht ausgeben.

Ich würde mich echt freuen, wenn ich mich jemand bezügl. Ferngläser erhellen könnte.
 

Horst66

Mitglied
Ich schätze, da gibt es ca. halb soviel Meinungen wie Augen die durch Ferngläser gucken.

Fängt mit der freihändig verwendbaren Vergrößerung an, geht über die AP weiter und endet bei der Definition von Mittelklasse, aber deutlich unter 1000€....

Ich selber bin bei einem gut 5,5mag Heimhimmel bei einem 8x42 Porroglas für 270€ gelandet, dem Kite Birdwatcher 8x42...
grund hierfür:
10x bringt mir zuviel Unruhe für bessere Details
5,25mm AP finde ich persönlich passend zu meinem Himmel
Porro ist die günstigere Bauart, bei gleichem Preis also mehr Leistung als Dachkant
Das Kite liefert ein recht großes Sichtfeld
Mehr als 300€ wollte ich nicht ausgeben

Gruß Horst
 

Kusifu

Mitglied
Hey dr_big wir sprechen uns hier normal mit Vornamen an.
Ich bin mit meinem 8x34 Lacerta sehr zufrieden.
Ich hab nach einem Fernglas gesucht mit dem ich längere Zeit einhändig durch den Sternenhimmel schweifen kann, wiegt keine 500gramm .
Das ich einfach mitnehmen kann
Und das nicht zu viel kostet aber auch kein Schrott ist.
Hat mich etwa 130 Euro gekostet.
Ich würde es aber nicht empfehlen um die meisten Messier Objekte zu sehen.
Ich hatte zuerst ein Teleskop deshalb würde mir da auch kein 10 x 50mm reichen.
Da würde ich dann in Richtung 80mm auf festem Stativ gehen.
Hier nur meine Sicht.
Ich möchte niemandem meine Meinung aufdrängen.
Aber Andromeda und M45 sind damit wunderschön

Clear Skies
Felix
 

Heidenroder

Mitglied
Ich hab das Olympus 10x50 DPS I und vor ein paar Wochen gerade einmal 49.- bezahlt bei Amazon.
Mittlerweile kostet es 69.-, aber das sollte in Preis-Leistung so mit das Beste sein, was du bekommen kannst.
Ich denke jetzt über ein richtiges Bino nach, weil das Fernglas-Gucken so riesen Spass macht.

Sicher ist das Glas jetzt keine Welt, aber mein "Jägermeister 10x50", 40 Jahre alt, sticht es in allen Disziplinen aus.

Ich schraube mir das Glas auf ein Stativ, aber Achtung: mein erstes Stativ-Adapter war aus Kunststoff und taugt gar nix.
Ich habe bei TS einen Adapter aus Metall (noch nicht mal teurer) nachgekauft - Weltenunterschied!

So könntest du für kleines Geld erstmal feststellen, ob das Surfen durch den Himmel für dich was ist.
 

Ehemaliger Benutzer [10953]

Hallo Stefan,
ich habe mir erst kürzlich ein 10x56 Dachkantprisma gekauft und es ist mein Lieblingsbeobachtungsgerät. Es wiegt rund 1000g und hat 6,1° Gesichtsfeld. Ein großes GF ist mir wegen der Übersichtlichkeit sehr wichtig. Ich beobachte unter gutem Landhimmel. 10fach geht freihändig gut wenn du dich wo abstützen kannst oder - so wie ich - einen bequemen Beobachtungstuhl hast. Der ist drehbar, mit verstellbarer hoher Rückenlehne und meines Erachtens ebenso wichtig wie das passende Fernglas.

Hey dr_big wir sprechen uns hier normal mit Vornamen an.
Felix, lass bitte nicht immer den Oberlehrer raushängen. Du brauchst nur den Eingangspost bis zu Ende zu lesen - steht alles in der Signatur von dr_big
VG *entfernt*
 

mettling

Mitglied
Guten Morgen Stefan,

mein Glas ist ein 8x42 Dachkant, ein DDopticS Königstein. 10x50 habe ich ausprobiert, aber 10x ist mir zu verwackelt und Gläser von 1000g und mehr kann ich nicht lange genug freihand halten, dass ich damit Spaß habe. Das 8x42 wiegt rund 700g und hat 5mm Austrittspupille. Das reicht mir für gelegentliche Streifzüge über den Himmel. Für höhere Vergrößerungen habe ich dann noch ein 20x80 auf einem stabilen Stativ.

Bis dann:
Marcus
 

Horst66

Mitglied
Bei der Auswahl des für mich optimalen Freihandglases half mir die Erfahrung mit meinen einfachen 10x50 und 7x50 besser weiter als jede andere "Erkenntnisquelle".

Mittlerweile ist mein 10x50 bei mir das überflüssigste Glas überhaupt. Für die Hand zuviel des Guten, da freihändig damit für mich Halt suchen statt beobachten die Haupttätigkeit darstellt. Und wenn ich schon Aufwand mit Stativ betreibe, nehm ich direkt mein 20x80.
Und für einen Anderen kann 10x50 so psrfekt sein, wie bei mir dax 8x42...

Gruß Horst
 

dr_big

Mitglied
Danke schonmal für die ersten Antworten. Ich war fast die ganze Nacht draussen (allerdings nicht zum Sternegucken, sondern mit der Feuerwehr) und muss erstmal ausschlafen.
Vielleicht als Ergänzung: Ich habe auch ein Teleskop, möchte aber als Ergänzung auch durch ein Fernglas gucken, z.B. im Urlaub oder wenn ich mal Startrails fotografiere einfach hinsetzen und mit Fernglas vergnügen.
 
Hallo @dr_big ,

meine Frau und ich haben erst kürzlich mit dem Sternegucken begonnen und uns dazu einen Galaxy Dobson 10" / F5 geholt. Sehr schnell war uns klar zum "groben" und "schnellen" Beobachten und Strategie entwickeln z. B. wie findet man zu einem Objekt wie Neptun, braucht es ein Fernglas. Wir haben uns dazu das Lacert 8x34 geholt. Mir fehlt leider die Sach- und Fachkenntnis ausgehend von AP und ähnlichen Fakten und Erfahrungen so ein Instrument beurteilen zu können. Aber zwei Dinge weiß ich bereits nach drei Abenden schon.
  • Mit den knapp 450g Gewicht kann man mit dem Fernglas ermüdungsfrei über seeeeehr lange Zeiträume in den Himmel schauen.
  • Ein Objekt genau betrachten, geht sicher nicht. Dazu ist man freihändig viel zu wackelig.
Also für uns beide und für das was wir wollen ist es ideal. Wir werden vermutlich in Kürze sogar ein zweites holen, da wir festgestellt haben, wenn man gemeinsam einen "Weg" zu einem Planeten, DSO oder sonst was im Himmel sucht, braucht jeder so ein Fernglas.

.... - freihändiges Beobachten (max 1500g) ....
Ich bin ja jetzt die gut 450g gewohnt und könnte mir nie und nimmer vorstellen mit einem drei Mal so schweren Gerät längere Zeit und das freiwillig in den Himmel zu schauen. Da tun mir schon beim bloßen Drandenken die Arme weh! ;)

... - ich würde mich einfach freuen, wenn ich das ein oder andere Messier-Objekt entdecken könnte ...
Entdecken geht damit sicher. Wir haben damit schon M13 und M57 gesucht, gefunden und gesehen. Ich bin freihändig aber zu zittrig, um so etwas wirklich im Detail beobachten zu können. Selbst Jupiter wackelt gewaltig ohne Stativ. Wobei das kleine Lacert sogar einen Stativanschluss hat.

Viel Erfolg bei der Auswahl - MünchenBeiNacht - Ewald
 

Antares

Mitglied
Hi
zum einsteigen und surfen für wenig Geld rate ich schon seit Jahren zu den Olympus DPS 1.
Das 7x 35 mit über 9 Grad Feld, das 8x 40 mit über 8 Grad habe ich noch, das 10x50 mangels Überbestand verkauft - war aber auch gut. Wer etwas sucht bekommt die Gläser für 50/60 EUR und das sind sie in meinen Augen mehr als Wert. Die ich auf die Empfehlung durch die Bank positive Rückmeldung auch im Privaten bekam, denke ich kann man eine gute Handhabung und guten Einblick als wahrscheinlich anssehen.
In der Mittelklsse habe ich einen Bericht mit 10x42 auf meiner HP.
Vllt ist das auch interessant für Dich
CS
 

Ehemaliger Benutzer [72616]

Ich hatte beim Kauf eines neuen Fernglases immer den Anspruch das ich das Ding für einfach alles hernehmen kann . Für Naturbeobachtungen , mit einigen Reserven für die Dämmerung , für gelegentliche Himmelsbeobachtungen , wobei ich nie richtig Spass an freihändiger Beobachtung des Sternenhimmels habe , das Glas gehört bei sowas auf ein Stativ . Grösse und Gewicht im Auge behaltend bin ich eigentlich immer bei 8x42 gelandet . Im Moment habe ich ein Lacerta Elite 8x42 , wobei mich der geringe Überhub in unendlich etwas stört . Eigentlich gibt es keinen . Ist man mit der Fokussierwalze am Anschlag sind Sterne auch scharfgestellt . Ich hätte es gerne noch einen Tick weiter was das ausfokussieren etwas erleichtert . Ansonsten ist das Glas tagsüber recht brauchbar , im kürzlichen Vergleich mit einem Meopta Meostar B1 8x42 gerät es aber deutlich ins Hintertreffen , Gruss und CS *entfernt*
 

Ehemaliger Benutzer [72616]

Was zeichnet dieses spezielle Fernglas denn aus ? Ich sehe in der Beschreibung ein relativ grosses Gesichtsfeld und spottbillig ist es auch . Nun ja , aber sonst ? Wird von Antares schon jahrelang empfohlen , warum ? Besten Dank im vorraus , Gruss *entfernt*
 

Antares

Mitglied
Hi Olaf,
ich finde Preis-Leistung sehr gut und das geht offenbar vielen anderen auch so.
Kuck doch mal die Bewertungen z.b. hier

Weil dort einer es schreibt: Es hat sehr wohl einen Adapter für die Fernglashalter. Vorn an der Mitte.
CS
 

Ehemaliger Benutzer [72616]

Hallo Antares , danke für die Info , macht mich neugierig , ich denke ich werde mir das Glas auch noch zulegen ....Gruss *entfernt*
 

bernhard_kock

Mitglied
Hallo allerseits,

eines sollte man beim wirklich sehr günstigen Olympus 10x50 DPS evtl. berücksichtigen: Der Pupillenabstand beträgt laut Olympus-Datenblatt nur 12 mm, also nichts für Brillenträger! Ob das stimmt, weiß ich nicht, denn ich habe das Glas noch nicht benutzt. Vielleicht kann Antares sich dazu äußern.

Falls es brillenträgertauglich sein soll, empfehle ich als Alternative die Nikon Action EX - Reihe: mehrschichtvergütet, wasserdicht, auch mit großem Sehfeld und mit großem Pupillenabstand für Brillenträger. Neben dem 10x50er gibt´s auch 8x40, 7x35 für ein ruhigeres Bild und wohl auch ein 16x50 für´s Stativ. Das 10x50 kostet allerdings um die 200 €.
Das 7x35 kenne ich: hell und scharf mit einem sehr großen Bildfeld (zum Rand hin allerdings unschärfer). Kostet aber auch nur um die 150 €.

CS Bernhard
 

Ehemaliger Benutzer [72616]

Hallo Bernhard , ja Augenabstand ist immer ein Thema , darum zögere ich noch ein wenig mit dem Kauf . Zu 7 fach : Insgesamt finde ich es schade das das 7x42 Format so nach und nach vom Markt verschwindet . Die Vorteile einer 7 fachen Vergrösserung muss ich hier nicht aufzählen , weiss jeder . Dein Nikon EX 7x35 klingt von den Daten her aber sehr interessant , 163 m Sehfeld ist schon eine Ansage , randscharf ist es dann natürlich nicht mehr . Sicherlich das ideale Glas für unterwegs . Ich habe das Glas schon eine Weile auf dem Schirm , obwohl mir eine 7x42 etwas lieber wäre . Ist die Verarbeitung denn zufriedenstellend ? Probleme mit Kidneybeaning ? Wichtig ist für mich das die Fokussierung spielfrei läuft , vielleicht kannst Du ja noch einige Infos hinzufügen, besten Dank , Gruss *entfernt*
 

bernhard_kock

Mitglied
Hallo Olaf,

Testbericht siehe Jülich-Forum. Dieser bezieht sich allerdings auf Tageslichtbenutzung. Deshalb weise ich nochmal auf die Randunschärfe hin, die für Astro ja eigentlich kontraproduktiv ist. Also am besten mal im Dunkeln testen. Ich habe das Glas nur tagsüber ausprobiert. Die Verarbeitung und die Optik sind wirklich gut. Wegen der großen Prismen ist es allerdings recht klobig und schwer. Das hat wiederum den Vorteil, dass man das Glas, auch wegen der niedrigen Vergrößerung, sehr ruhig halten kann.

CS Bernhard
 

Antares

Mitglied
Hi
der Augenabstand ist ohne Brille für mich kein Problem. Mit Brille beobachte ich so gut wie nie.
Wer zwingend 20 mm braucht, könnte Probleme bekommen, aber wer mit ES 82 Grad Abständen beobachten kann, wird vermutlich mit den Gläsern klar kommen.
Gerade gestern hat ein neuer Mitbeobachter von mir mal das 8x40 DPS probiert. Sein Fazit: Gefällt mir gut von der Abbildung. Ist handlich und macht Spaß zum surfen. Kosten aber warscheinlich mehrere 100 oder? ...Oh so preiswert ist das? Ich glaube ich hole mir das auch. :) Und es waren nur mäßig gute Bedingungen.
CS
 
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