Auf der Suche nach etwas Licht im Dunkel der Teleskop-Vielfalt.

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Asta_1

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Hallo, ich bin die Asta (mein wirklicher Name :-) ) und möchte endlich einen lang gehegten Wunsch in Erfüllung gehen lassen. Nämlich die Anschaffung eine Teleskop. Astronomie hat mich schon immer interessiert, einerseits ausgehend von Astrophysik, aber auch von einer gewissen Leidenschaft für Science-Fiction. Noch dazu sind zwei meiner Kinder mittlerweile in einem Alter, in dem sie immer mehr Interesse an Natuwissenschaften bekommen.
Beruflich mache ich Filme und Animationen, teil meines Studiums war auch Fotografie, so dass der das Interesse an Astrofotografie aber auch EAA oder Videoastronomie naheliegt. Meine beruflichen Filme haben öfter auch mit Molekularbiologie zu tun, so dass ich jetzt den Weg vom ganz kleinen zum ganz großen gehen möchte.

Ich habe bisher „Astrofotografie“ (ich würde das, was ich gemacht habe, eher als Fotografie des Nachthimmels bezeichnen) mit meinem normalen Equipment gemacht, also vom Sternenhimmel, oder dem Mond mit einem 200/2,8 das ich per 2fach Extender auf 400/5,6 verlängert habe. Auf den Geschmack kam. Ich in Neuseeland, in der Nähe Mt John University Observatory, eine Region, die mittlerweile zum Dark Sky Reserve erklärt wurde. Der Himmel war so beeindrucken, schon mit bloßem Auge, das da schon der Gedanke aufkam, ein Teleskop anzuschaffen.
Jetzt ist es dann aber so weit, dass der konkrete Beschluss gefasst wurde. Ich habe hier schon einiges gelesen und so langsam komme ich zu einer Einschäzung, was passen würde.

Zur Situation. Wir wohnen am Rande eine Ballungsraum, die Bedingungen sind also nicht optimal, aber auch nicht extrem schlecht. Zumal wir im Herbst in ein Haus mit Garten und Dachterasse ziehen, dass sich direkt am Feldrand befindet, so dass in den Garten keine Lichtquelle in der Umgebung leuchtet.
Ich würde es auch gerne transportieren können, da meine Eltern an einem wesentlich abgelegeneren Ort wohnen und wenn wir dort sind, gerne dort benutzen.

GoTo (oder ähnlich) wäre sehr wünschenswert, da ich hoffe, damit etwas „störungsunanfällliger“ zu sein, wenn Nachführung gefragt ist, mich aber gleichzeitig meine Kinder nachfragen …
Dummerweise möchte ich mich aber nicht auf eines konzentrieren, so dass Sowohl Deep Sky als auch unsere Begleiter im Sonnensystem das Motiv sein werden (auch die Sonne würde mich da reizen)… es sollte also ein Allrounder sein … (ja ich weiß, da macht man dann gewisse abstriche auf den einzelnen Gebieten.
Als Kamera für die Fotografie würde ich Anfangs eine EOS80D benutzen. Weiteres klameras klönnen dann mit der Zeit kommen.
Preislich würde ich mich gerne zwischen bis 2000 € bewegen. Für den Anfang. Ähnlich wie bei der Fotografie wird es ja wahrscheinlich nicht bei einer Anschaffung bleiben …

Bisher habe ich viel gelesen, etliche Videos geschaut, etc. und mir schwirrt etwas der Kopf Momentan tendiere ich zu einem 6 Zoll Reflektor, aber ich bin noch nicht vollständig durch die genauen unterschiede der Bauarten durchgestiegen. Also ob jetzt ein Cassegrain, Maksutov, Maksutov-Newton, Ritchey-Chretien, oder ein Schmidt-Cassegrain. - diese scheinen mir recht kompakt (korrigiert mich, falls ich falsch liege und für den Transport ganz gut geeignet).

Ich habe leider die Tendenz, Mischform Käufen extrem informieren zu wollen deswegen würde es mich freuen, wenn ihr mir vielleicht ein paar gute Informationsquellen nennen könnt, oder aber auch eine Empfehlung, was eventuell als Anstieg für mich in Frage käme.
Für jeglichen Tipp oder Empfehlung bin ich sehr dankbar.
 
Ich habe leider die Tendenz, Mischform Käufen extrem informieren zu wollen deswegen würde es mich freuen, wenn ihr mir vielleicht ein paar gute Informationsquellen nennen könnt, oder aber auch eine Empfehlung, was eventuell als Anstieg für mich in Frage käme.
Für jeglichen Tipp oder Empfehlung bin ich sehr dankbar.
Hi Asta,

Informationen einholen zu wollen ist doch schon mal ein guter Anfang :) Aus meiner Sicht wird es bei der Fotografie noch schwerer werden, einen "Allrounder" zu finden, als bei der rein visuellen Beobachtung (falls das überhaupt möglich ist). Schon allein deshalb, weil man bei den vielen Objekten, die sich im Universum fotografieren lassen, sehr verschiedene Brennweiten benötigt werden, um nur einen Punkt zu nennen. Ich bin jetzt seit anderthalb Jahren ungefähr dabei und mein erstes Teleskop (zum Fotografieren) habe ich immer noch, ein kleiner Lacerta Apo mit 72 mm Öffnung und 432 mm Brennweite. Damit kann man die ausgedehnteren Nebelgebiete aufnehmen, aber auch einige der größeren Galaxien. Das Gerät ist klein, kompakt und damit auch für den Transport gut geeignet (der kann sogar bei Flugreisen ins Handgepäck). Preislich auch im vernünftigen Rahmen und stellt keine allzu hohen Anforderungen an die Montierung.

Mit 2000 EUR Budget lässt sich schon was anfangen. Du solltest aber bedenken, dass es zu aller erst mal auf die Montierung ankommt. Ohne vernünftigen Unterbau macht keines der genannten Teleskope Spaß.

CS,
Ulrike
 
Hallo Asta,

Willkommen im Forum. Es gibt leider keine Allrounder.
Wie Ulrike gerade geschrieben hat würde ich auch einen APO vorschlagen. Öffnung und Brennweite musst du dir nach deinem Geschmack selbst auswählen. Da du auch mobil sein möchtest, spielt das Gewicht auch eine große Rolle. Auch die kleineren APO (meiner TS76EDPH) haben mit all seinem Zubehör, Kamera, Guiding Scope, Heizband, Steuersystem (in meinem Fall ASIAIR PRO) und Kabel 6kg, die auf einer sehr stabilen Montierung (in meinem Fall 23kg) zu montieren sind.
Es gibt natürlich auch vielfältige andere Möglichkeiten, aber man muss auch das Budget berücksichtigen.
 
Auch von mir willkommen im Forum!

Dein fotografischer Background ist ja schon mal eine sehr gute Basis. Inwieweit sich das dann auf das Handling mit dem Astro-Equipment und der Steuer- und Bearbeitungs-SW auswirkt, wird sich herausstellen. Ich finde den Weg ohne auch nur kurze praktische visuelle Erfahrung mit dem Equiment zu erlangen schon sportlich. GoTo Montierung heißt nicht, Objekt wählen und schwupps da ist es.

Was mir bei der Listung der Teleskope noch auffällt ist, dass kein reiner Newton benannt ist und das die benannten zum Großteil technisch komplex sind und lange Brennweiten haben. Viele DS Objekt sind so groß, dass sie nur ausschnittweise passen. Ich selbst überlege mir gerade vom 560mm APO, zukünftig mit 0,8er Reducer auf noch ein geringere Brennweite runterzugehen.
Installiere Dir mal Stellarium auf Deinem PC, definiere Dir ein Teleskop und Kamera. Dann mal schauen, was Du so siehst. Hilfreich ist auch dieses Online-Tool: astronomy.tools

Hinsichtlich der Komplexität der von Dir ausgesuchten Teleskope ist zu beachten, dass diese ggf. ab und zu eingestellt werden müssen. Mir reicht schon die Kollimation meines Newton...

Grüße
Hartmut
 
Hallo Asta,

ebenso willkommen im Forum.

Dein fotografischer Background ist ja schon mal eine sehr gute Basis. Inwieweit sich das dann auf das Handling mit dem Astro-Equipment und der Steuer- und Bearbeitungs-SW auswirkt, wird sich herausstellen. Ich finde den Weg ohne auch nur kurze praktische visuelle Erfahrung mit dem Equiment zu erlangen schon sportlich. GoTo Montierung heißt nicht, Objekt wählen und schwupps da ist es.
sehe ich auch so, Vorwissen in der Fotografie ist nicht verkehrt, aber das zusätzlich Astro-Geraffel macht es nicht leichter, eher im Gegenteil.
Wie Hartmut, sehe ich es auch als recht ambitioniert an, ohne Vorkenntnisse im Umgang mit Teleskop, Montierung, Nachthimmel etc. usw. "volle Lotte" einzusteigen.
Steile Lernkurve.

Was mir bei der Listung der Teleskope noch auffällt ist, dass kein reiner Newton benannt ist und das die benannten zum Großteil technisch komplex sind und lange Brennweiten haben.
für mich auch alles Spezialisten die fotografisch beherrscht werden wollen.

aber ich bin noch nicht vollständig durch die genauen unterschiede der Bauarten durchgestiegen.
da solltest Du dran bleiben und Dich einlesen.
Damit klarer wird was, wie warum diese
Cassegrain, Maksutov, Maksutov-Newton, Ritchey-Chretien, oder ein Schmidt-Cassegrain
Teleskope aus macht.

Hinsichtlich der Komplexität der von Dir ausgesuchten Teleskope ist zu beachten, dass diese ggf. ab und zu eingestellt werden müssen. Mir reicht schon die Kollimation meines Newton...
bei manchen ist es nur in Teilen selbst durchzuführen.
OK, bei meinem C8 (Schmidt-Cassegrain (SC)) fehlt es (bis) jetzt, nach einem Jahr, an nichts, aber ich weiß das es auf mich zukommt.

Auch gilt nach wie vor das
Ohne vernünftigen Unterbau macht keines der genannten Teleskope Spaß.
zu beherzigen.
Der Unterbau, die Montierung, ist halt das A&O.

GoTo (oder ähnlich) wäre sehr wünschenswert,
GoTo Montierung heißt nicht, Objekt wählen und schwupps da ist es.
das ist auch so ein Thema, GoTo.
Da werden Möglichkeiten teilweise schon recht über strapaziert. Eben falsche Vorstellungen.
GoTo ist und bleibt eine Computer gestützte Auffindhilfe, mit der man sich beschäftigen muss.
Kein Vollautomatismus, eben kein "schwupps da ist es". Himmelskenntnisse sind da auch sehr von Vorteil.
Zur reinen Nachführung brauchts kein GoTo. Da reicht minimal ein Motor für die RA-Achse (Rektaszensionsachse (Stundenachse oder Polachse).

Ebenso bitte Gedanken über die Stromversorgung machen.
Manches braucht Strom aus der Steckdose, manches hat Akkus.
Powerbank ist da das Stichwort.
 
Vielen Dank für die ganzen ersten Anregungen.
JA, mein Background ist ziemlich Foto/Videolastig. Ich habe vor 25 Jahren, noch vor meinem Studium in der Film-Postproduktion angefangen. 3D-Animation, CGI und Colorgrading, so dass mein Wissen über die Digitale Bildbearbeitung sehr tief ist.
Die Auswahl an Teleskop-Typen war nur Beispielhaft, das Newton habe ich auch auf dem Schirm, aber du hast recht, das hatte ich wohl vergessen zu erwähnen.

Ich habe über einen Freund schon etwas visuelle Erfahrung. Das hatte ich oben nicht erwähnt und die Orientierung am Himmel habe ich mir schon etwas erarbeitet. Wir haben im Ort eine Sternwarte, dort war ich auch schon und habe mich mit den Vereinsmitgliedern unterhalten, leider gab es aber in Zeiten der Pandemie kaum öffentliche Veranstaltungen und da unser drittes Kind noch sehr klein war und auch ein gewisses Risiko hatte, haben wir auch die Kontakte reduziert.

Dass der Unterbau wichtig ist, kenne ich sehr gut aus der Fotografie (gerade bei Naurfotografie mit langer Brennweite, als auch in der Makrofotografie), aber auch von Filmdrehs. Deshalb dachte ich auch an ein 6 Zoll, um mehr in den Unterbau investieren zu können.
Gleiches gilt für die Stromversorgung. Dieses Problem hat man gerade bei Außendrehs öfter. Deshalb hat unser Hybrid auch eine 230V-Steckdose, was schon mal recht hilfreich war. Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.
 
Bei einem 6 Zoll Newton reden wir mindestens über eine EQ5-Klasse, wahrscheinlich eher über eine HEQ5, die wohl auch eine gute Montierung sein soll. Transportabel ist sie auch gerade noch. Der Vorteil: Man muss sich nicht so schnell vergrößern. Da bekommst du einen kleinen Apo wie auch den 6 Zoll Newton drauf. Am besten überlegst du noch mal, was du fotografieren möchtest. Wie gesagt, einen Allrounder gibt es nicht. Und dann kannst du über Linse oder Spiegel nachdenken :) An schnelle Spiegelsysteme würde ich mich nur mit sehr viel Erfahrung rantrauen, da die sehr justagekritisch sind. Linse wird ab einer gewissen Größe zu schwer und außerdem unbezahlbar.
 
Hallo Asta! @Asta_1

Du hast ja schon eine Menge Rückmeldungen bekommen. Die geschätzten AstrofreundInnen haben viele Anregungen gegeben.
teil meines Studiums war auch Fotografie, so dass der das Interesse an Astrofotografie aber auch EAA oder Videoastronomie naheliegt.
Als überzeugten EAA-ler möchte ich noch etwas EAA-Licht auf diese Beratungsplatz werfen.

Das wichtigste wurde ja schon in Vordergrund gestellt. Die Montierung. Das ist klar und einfach! Und schon scheiden sich die Geister. Ich bin überzeugt, dass in der heutigen Zeit ein Goto das A&O ist und ich muss Mathias und seiner Aussage widersprechen:
Da werden Möglichkeiten teilweise schon recht über strapaziert. Eben falsche Vorstellungen.
GoTo ist und bleibt eine Computer gestützte Auffindhilfe, mit der man sich beschäftigen muss.
Kein Vollautomatismus, eben kein "schwupps da ist es".
Ich weiß natürlich nicht welche Art von Goto Montierung Mathias welchen üblen Streich gespielt hat, aber meine Goto Montierung funktioniert genau so: GOTO M51 und schwupps ist M51 im Sensor meiner Kamera. Das ist heutzutage überhaupt kein Problem und Stand der Technik! Siehe auch Fertig-EAA-Setups wie EV-Scope, Stellina oder Vespera.

Vielleicht muss man auch noch überlegen, ob man ein fest installiertes Setup hat oder wie ich ein Setup welches ich jede Nacht neu aufbaue, also aus dem Wohnzimmer in den Garten trage. Ich fange also zu Beginn jeder Nacht quasi neu an.

Eine wichtige Frage mag sein wie groß ist der Aufwand für die Vorbereitung bis eine Montierung mit einem Befehl das gewünschte Objekt findet.

Wenn man wie ich eine azimutale Montierung verwendet erspart man sich bauartbedingt schon jegliche Einnordung und Polarausrichtung. Damit erspart man sich nicht nur jede Menge Gewicht in der Montierung sondern auch viel Aufwand für die Polarausrichtung oder jeder Menge Umweg, wenn man z.B. von seinem Beobachtungsplatz den Polarstern nicht sehen kann.

Ich habe eine Celestron Nexstar Montierung zusammen mit einer Starsense Autoalignment Option. Deshalb kann ich mein Setup irgendwie in den Garten stellen, mein Teleskop ist so lala irgendwie waagrecht. Ich schalte ein und nach ca. zwei Minuten ist ohne weiteres Zutun von mir die Montierung bereit. Die Montierung ist per USB mit einem Windows Laptop verbunden und ich verwende als Navigation die freie Software Stellarium.

Ich betreibe mein Setup komplett remote aus dem Wohnzimmer/Schlafzimmer und sehe dann auf dem Remote Desktop Host PC im Stellarium, dass mein Teleskop mit Namen "Nerina 130 PDS" (kleines Schwarzes), rechts neben, etwas unterhalb von Capella steht. Das ist die Position die die Montierung während des Autolignement zu Letzt angefahren hat. Im Screenshot habe ich bereits den Stern ausgewählt den ich später zum automatischen Scharfstellen verwenden möchte. Darum zeigt Stellarium Links oben alle Informationen zu Shedar an.

Okay jetzt kommen ich zum "Schwupps" ;) ....

stellarium-01.jpg



Ein Klick auf den großen Knopf "SCHWENKEN" und schwupps fährt meine Montierung auf Shedar!




stellarium-02.jpg


Der zeitlich Aufwand bis hier her, nach dem ich die Montierung in den Garten gestellt habe und sie eingeschaltet habe sind ca. 2 Minuten für das initiale Autoalignement. Jedes weitere Objekt ist dann zeitlich so weit weg wie die Montierung braucht dort hinzufahren.

Der Luxus des Celestron Autoalignements heißt Starsense, besteht aus einer extra Kamera und einem neuen Handkontroller und funktioniert für viele azimutale und eingeschränkt auch für EQ Montierungen von Celestron und Skywatcher. Aber kostet extra € 400 bis € 500. Ärgerlich ist auch, dass diese Starsense Kamera für nichts anderes verwendet werden kann.

Aber! Es würde auch ohne dieses Starsense Modul gehen über Platesolving zum Beispiel mit Sharpcap PRO, die Universal EAA Waffe , Kosten für ein Jahr € 15.

Wenn das Teleskop irgendwie in den Himmel zeigt, könnte man in Sharpcap einen Plate-Solving Vorgang starten und bekommt dann binnen kurzer Zeit, Sekunden bis vielleicht auch mal einer Minute über die eigene Kamera die eben auch für das Live-Stacking und EAA verwendet wird alle größeren Objekte am Bildschirm mit Namen angezeigt:

sharcap-06.jpg


Man kann sich auch alle nahen und alle entfernten Objekte in einer Tabelle anzeigen lassen, dort eines auswählen und dann "Schwupps" von Sharpcap direkt anfahren lassen. In diesem Fenster werden einem auch zu dem ausgewählten Objekt dann noch weitere Informationen angezeigt.

sharpcap-pl-02.jpg


Ich möchte noch ein Mal betonen, das mache ich genauso in jeder Beobachtungsnacht und funktioniert sicher und immer reproduzierbar!

Klar braucht so was eine Stromversorgung. Ich habe an meinem Setup zwei Powerbanks. Ein mit 5V als Zusatz für den Laptop eine mit 12V für die Montierung und einen aktiven USB HUB über den die Kamera und der AFC (Fokusmotor) mit Strom versorgt werden. Das ganze dreht sich mit der Montierung und versorgt das EAA Setup gut 8 Stunden mit Energie. Ich habe bewusst auf Kabel die vom Setup weggehen verzichtet. Alles andere macht nur Probleme, bestenfalls verdrehten Kabelsalat, schlimmstenfalls abgerissene Kabel oder umgefallene Montierungen.

Wenn man so automatisiert arbeiten möchte, muss man natürlich auch Einschränkungen hinnehmen. Zum Einem sind bezahlbare AZ Montierungen (1k bis 2k € Budget) für so ein Setup limitiert was Länge und Gewicht des Teleskops angeht und auf Grund der bauart bedingten Bildfeldrotation bei AZ nur für Einzelbelichtungszeiten von Sekunden, manchmal Objekt-Standort bedingt aber auch von einigen Minuten geeignet aber es ist nicht vergleichbar für eine Einzelaufnahme mit einer EQ Montierung wo man auch mal 30 Minuten und länger belichten kann. Aber Gesamtstacking-Zeiten von is zu einer oder zwei Stunden sind aber auch mit AZ Montierungen kein Problem.

Ich habe in meinem Setup einen kleinen 5" f/5 Newton mit 650mm Brennweite, einen € 300 Skywatcher 130PDS zusammen mit einer gebrauchten Celestron AZ Nextstar Montierung für € 600 was sicher ein sehr günstiger Preis war und mit allen anderen Komponenten wird man sich schon bemühen müssen die € 2000 Grenze nicht zu reißen. Mir und meiner Frau, wir schauen gerne beide und gemeinsam in die Nacht war es es wert und wir haben es nicht bereut.

M51_ALL_Stack_356frames_2848s.jpg




Abell21_ALL_Stack_175frames_4182s_WithDisplayStretch_V2.jpg



Falls Du noch Fragen in Richtung EAA hast, dann helfe ich und die anderen EAA-KollegInnen hier sicher gerne weiter.

Mehr Bilder die ich alle sämtlich mit dem beschriebenen EAA Setup gemacht habe findest Du auf CloudyNights und im Nachbar Forum Astrotreff habe ich mein Setup kürzlich im Detail beschrieben.

Die gezeigten Bilder sind alle sämtlich unbearbeitet, also immer am Ende der Beobachtung "As-Seen" abgespeichert. Darin unterscheidet sich EAA von Astrofotografie. Meine Begeisterung für EAA kommt von der Stunde oder zwei zu zuschauen wie sich z.B. der Medusa Nebel entwickelt und dass man am Ende dann das finale Foto auch abspeichert und als Erinnerung aufhebt, ist für mich selbstverständlich. Andere EAA KollegInnen begeistern sich dafür in kurzer Zeit viele Objekt zu besuchen, ich nehme mir gerne die Zeit lange zu zuschauen. EAA egal wie betrieben hat aber nichts mit Astrofotografie zu tun, wo nach tagelangen fotografieren des EINEN Objekts überhaupt erst die Arbeit beginnt.

MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Ewald,

Ich weiß natürlich nicht welche Art von Goto Montierung Mathias welchen üblen Streich gespielt hat, aber meine Goto Montierung funktioniert genau so: GOTO M51 und schwupps ist M51 im Sensor meiner Kamera. Das ist heutzutage überhaupt kein Problem und Stand der Technik! Siehe auch Fertig-EAA-Setups wie EV-Scope, Stellina oder Vespera.
mir hat kein GoTo einen üblen Streich gespielt :D.

Das was ich gesagt/geschrieben habe ist, dass viele eine falsche Vorstellung vom reinen GoTo haben.
Wie gesagt, kein Vollautomatismus.
Wenn ich meine EQ6-R GoTo einschalte, nach vorherigem groben Einnorden, werden immer die Daten abgefragt, da ich sie auch jedes mal abbaue. Wenn sie stehen bleiben würde, was manchmal passiert, entfällt das.
Dann erfolgt das Alignment. 1-, oder 2-, oder 3- Sterne. Wenn ich da ordentlich arbeite ist natürlich schwupp M51. Wenn nicht, dann eben nicht.

Wenn ich von einem reinen GoTo ausgehe, also nichts mit Starsense, Plate-Solving (Stellina u.ä.), ausgehe, muss ich mich damit auseinandersetzen.
Parallaktisch halt das viel erwähnte grobe Einnorden für die visuelle Beobachtung, entfällt bei Alt/AZ GoTo natürlich.
Bei beiden muss ich ein Alignment durchführen. Wenn dieses nicht ordentlich durchgeführt wird, ist mit schwupps M51 nichts. Und wenn ich da die Alignmentsterne nicht kenne, kann man schon ins trudeln kommen, eben einen falschen Stern zentriere.
Wenn ich bei der Dateneingabe falsche Angaben mache, ist auch nichts mit schwupps M51.

Wenn Dateneingabe und Alignment korrekt sind, dann stimmt das mit dem schwupps M51, aber nur dann.

Du gehst den Weg über die elektronischen Helferlein, nichts gegen einzuwenden, mach ich ja auch so.
Aber wie gesagt, reines GoTo, so wie es mit einer EQ6-R oder, oder ausgeliefert wird, ist es schlicht ein elektronische Auffindhilfe.
Meine iOptron Alt/AZ GoTo geht da schon einen Schritt weiter. Hat halt GPS, nichts mit Dateneingabe etc..
Mit diesem Helferlein wird schon der Aufwand für das Alignment minimiert.

Ich denke Du solltest nicht davon ausgehen, dass sich jeder gleich das Starsense Modul für kanppe 500,-€ leisten kann oder will.
Ebenso nicht jeder gleich das Teleskop an den Rechner hängt und SharpCap o.ä. startet und Plate-Solving durchführt.
Auch wenn ich die Astrofotografie als Ziel habe und um einen Computer nicht wirklich drum herum kommen werde, bei EAA schon gar nicht, hat das mit dem grundsätzlichen GoTo nichts zu tun.

GoTo ist für mich auch Standard.
Mit ohne ;) mag ich auch nicht mehr.

EAA ist für mich auch ein Begleiter für die rein visuelle Beobachtung geworden und Plate-Solving läuft mittlerweile auch recht passabel.
Wenn ich von meinen eingesetzten Mitteln ausgehe, ist der Aufwand auch geringer als bei der "klassischen" Astrofotografie.
 
Hallo nochmal :D,

stimmt nicht ganz.
Bei manchen AltAZ GoTo's muss der Tubus vorher in eine bestimmte Position gebracht werden.

Bei meiner kleinen AltAZ Skywatcher S kann ich die einfach hinstellen, Tubus waagerecht, einschalten, Dateneingabe, Alignment durchführen und schwupps M51 klappt ;).
Nach wie vor, es müssen Vorarbeiten geleistet werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Asta,

willkommen hier. Vor ca. 1,5 Jahren stand ich vor einer ähnlichen Situation wie Du. Seither habe ich einen (Leidens)Weg hinter mir, den viele vermutlich teilen und nachvollziehen können.

Ich teile Haralds und Ulrikes Einschätzung. Allrounder, die Planeten, Deep Sky und Sonne können, gibts nicht. Auch unterscheiden sich diese "Models" vollständig in benötigter Software und Aufnahmetechnik. Sonne und Planeten "filmt" man und stacked ganz kurze Exposures. Und man braucht unfassbar viel Brennweite.
Bei DSO´s ist es genau anders: Langzeitbelichtungen, wenig Brennweite (ja, ich weiß, es gibt auch DSO´s, wo man mehrere Meter Brennweite braucht *g*).

Harmuts Tipp mit Stellarium kann ich nur unterstreichen.

Für Deep Sky:
Fang erstmal klein an, d.h. ein kleiner, feiner ED-Doublet oder Triplet-Apo (vielleicht sogar was "photographenfreundliches" wie die Redcat) auf einer Reisemontierung (z.B. SkyGuider Pro oder StarAdventurer) mit einem guten Stativ (das Du vermutlich eh hast). Damit kann man essentielle Konzepte erlernen: Einnorden, Nachführen, Orientierung am Himmel, erste Langzeitbelichtungen, ...
Mit ein klein wenig Übung beim Einnorden gehen damit 2 Minunten Belichtungszeit locker. Die Brennweite erlaubt wunderbare Objekte großflächig auf den Chip der Kamera zu bringen: Andromeda, diverse Nebel, Milchstraßenwidefields, Dreiecksgalaxie, diverse Dunkelnebel, ....

Gleich mit Go-To auf einer parallaktischen Montierung und Brennweiten 800mm aufwärts zu beginnen, würde ich abraten. Da ist gewisses Frustpotential drin (von dem finanziellen Invest ganz zu schweigen). Guiding, Adapterschlacht, Arbeitsabstände, Reducer, Flattener, Korrektoren, Kollimation, ... das kann einem die Freude schon nehmen.

Just my two cents
Christian
 
Allrounder, die Planeten, Deep Sky und Sonne können, gibts nicht
Doch das gibts. Ein 5" Apo ist sowas wie ein Allrounder :) Visuell an Mond und Planeten top, Deepsky visuell geht schon einiges, genügend Brennweite und Lichtstärke für detailierte Deepsky Aufnahmen, mit Vollformat mehr als 3° Feld, mit Barlow schön aufgelöste Mond- und Planetenaufnahmen.

Aber halt nicht für das Budget und richtig mobil finde ich den auch nicht. Das ist schon ein ganz schönes Geschütz. Mein Setup ist permanent, mobil würde es mit allem drum und dran 50kg wiegen.

Als erstes würde ich mir überlegen, wie fit ich bin und ob ich gerne nachts um 3 schwere schwere Sachen rum hebe. Das ist nicht nur schwer sondern auch empfindlich, d.h. das will gehalten werden. Wenn man 20 Jahre am Computer gearbeitet und sich nie groß bewegt hat, dann sollte man eher kleinere Brötchen backen.

Dann ist noch das Budget. Kamera ist vorhanden, der Rest wohl nicht. Bei klassischer Astrofotografie wird man um Guiding nicht drum rum kommen. Bis du da alles hast vom Guiding, Adaptern, Flattener, Kabel, Stromversorgung usw. ist fast ein 1k weg.

Am Ende bleiben für Teleskop und Nachführung also etwas über 1,5k von den 2,5k übrig. Als Faustregel kann man das halbieren und je die Hälfte in die Optik und die Montierung stecken. Dafür kriegt du was, das 10kg oder weniger trägt.

Faustregel ist fotografisch maximal 2/3 der offiziellen Tragkraft dranzuhängen. Abziehen musst du noch die ganzen Kabel, Guider, Kamera etc. D.h. das Maximum, was geht sind z.B. ein TS 4" ED f/7 Doublett oder ein 130mm PDS Explorer oder etwas ähnliches. Fotografisch würde ich die beiden Kandidaten nicht unterschätzen. Da geht schon richtig was mit. Auch bei Mond und Planeten.

Damit bist du aber immer noch um 30kg in Summe.

Ich persönlich würde weniger ins maximale Teleskop investieren, sondern eher in den Unterbau. Wenn ich eins gelernt habe in den letzten 25 Jahren, dann kleines Teleskop auf großer Montierung = Spaß, großes Teleskop auf kleiner Montierung = Frust. Also lieber einen 70 oder 80mm ED und eine bessere Montierung, die vielleicht etwas weniger wiegt, schnell aufgebaut ist und präzise läuft. Den 72mm Lacerta Flatfield finde ich eine super Sache. Der hat den Flattener schon verbaut. Ich hatte den zwar nie selbst, aber wenn ich etwas in der Brennweite suchen würde, würde ich einen zweiten Blick drauf werfen.
 
Vielen Dank für die ganzen weiteren Infos.
Ich habe die letzten zwei Tage mal etwas weiter dem Thema nachgehangen und würde erstemal den Wert auf Deep Sky legen. Für Solar System kann es dann noch weitere Anschaffungen geben. Das es keine Eierlegende Wollmilchsau gibt, dachte ich mir eigentlich schon, ist ja in der Fotografie nicht anders …

@MünchenBeiNacht Vielen Dank, für die ausführliche Beschreibung, damit wurde mit sehr gut deutlich, wo die Reise hingehen könnte.
Mein Plan wäre auch, das Material möglichst aufgebaut zu lassen, da es direkt neben der Tür zur Dachterasse stehe könnte. Deshalb würde ich auch zu einem separaten Stativ für das Teleskop tendieren.
Ich habe zwar schon unterschiedliche, (schwerer, leichter, Einbein, unterschiedliche Köpfe) doch sind diese Teil meiner Fotoausrüstung, die ich immer wieder Nutze. Meine Kamera mit einem 200er ist auch immer auf dem Stativ, da bei uns im Garten ziemlich viele Vögel sind, (oder Spinnen, Insekten, etc), damit ich schnell reagieren kann, wenn ich etwas interessantes sehe. d.h. meine Stative sind oft im Einsatz. Beispielsweise für so etwas:

0FEA6AD1-734F-46D1-ADF2-38093436798A.jpeg


Und dass man nie ohne Vorarbeiten/Vorbereitung auskommt, ist mir klar. Davon gehe ich auch hier aus. Deshalb habe ich eine meiner Kameras auch immer bereit.

Gewicht ist nur bedingt ein Problem. Wenn wir drehen, sind 50 kg nichts. Oft genug haben wir 300 bis 400kg Material im Transporter (Beleuchtung, Stative, Kabel, Grip, Dolly, Slider …),, und ich bin mir nicht zu schade, da mitanzupacken, auch wenn ich mit einem Team unterwegs bin.

Im Bezug auf den Lcerta 72mm frage, wie groß der Unterschied zwischen bspw. dem erwähnten Lacerta 72/432mm und meinem 72/200mm, das über den Konverter zu einem 72/400mm ist. Rein im Bezug auf die Fotografie gesehen, denn an mein Objektiv, bekomme ich kein Okular für rein visuelle Beobachtung. Natürlich könnte ich an dem Teleskop eine Barlowlinse verwenden, doch das würde die Blende sehr hochtreiben, was bei Deep Sky wieder kontraproduktiv wäre. Mir ergibt sich im Bezug auf die Fotografie kein wirklicher Vorteil eines 72/432 Refraktor gegen über meiner jetztigen 72/400 Variante, die ich für meine Kamera schon habe. Korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege. Aber deshalb kam in mir der Gedanke, mich etwas davon zu unterscheiden.

Wie gesagt, ich würde mich jetzt auf Deep Sky fokussieren, das kann ich schon mal sagen.
 
Hallo Asta
Beim 72/200 nehme ich an mit 72 ist das Filtergewinde gemeint. Das ist aber nicht unbedingt die Nennöffnung. Welche F/ zahl hat das Objektiv? Normalerweise ist es selten (aber kommt vor ) daß man mit Offenblende saubere Abbildung der Sterne bekommt .
Meist wird eine Stufe abgeblendet empfohlen. Aber die Brennweite muss man nicht unbedingt verlängern - mit 200 mm bekommt man schon eine Menge Objekte drauf und die hohe Lichtstärke ist dann fast wichtiger.
Ich würde sowieso erstmal die vorhandenen Objektive (auch kürzerbrennweitig) verwenden aber mit Nachführung. Die meisten Einsteiger unterschätzen das Potential kurzer Brennweiten.
Meine eigenen sehr Laienhaften Versuche: Das erste die Schütze Region mit 50 mm und das zweite Lagunennebel und Trifidnebel mit 135 mm (Ausschnitt) Das ganze nicht einmal Raw sondern Einzelbild jpeg rudimentär bearbeitet am Canon Zoombrowser (Photoshop für Arme) . Das wirst Du sehr viel besser hinkriegen. Standort war Niederbayern. Objektive ein altes Pentax 1,4 /50 auf Blende 2,8 und eine uraltes 135 mm Tele mit M42 Anschluss bei Blende 5,6
Gruß
Felix
 

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Im Bezug auf den Lcerta 72mm frage, wie groß der Unterschied zwischen bspw. dem erwähnten Lacerta 72/432mm und meinem 72/200mm, das über den Konverter zu einem 72/400mm ist.
Bei Deepsky Fotografie hängt die Auflösung hauptsächlich mit dem Seeing zusammen. Das liegt daran, dass die Öffnung selbst ab ca. 70-80mm Objektivdurchmesser höhere Auflösungen erlaubt, als das Seeing hergibt. Daher hängt die Auflösung deiner Bilder hauptsächlich von der Brennweite und der Pixelgröße ab. Die Öffnung spielt auch eine Rolle, aber diese ist untergeordnet.

Deine Kamera hat mit 3,72µ relativ kleine Pixel. Das ist heute so mit das gängigste Format. Damit kommt man bei 800mm Brennweite auf ein Sampling von ca. 1"/px, bei 400mm auf 2"/px und bei 200mm auf 4"/px. Bei uns ist das Seeing meistens um die 3" für Deepskyaufnahmen, weniger als 2" hatte ich bei mir in Summe noch nie, höchstens mal ein Einzelbild. Um diese 2-3" auflösen zu können, sollte dein Sampling 2-3x keiner sein als das Seeing. Bei 3" Seeing wäre das etwa 1-1,5" pro Px oder in Brennweiten 800 bzw. 530mm für deine Kamera.

Aus meiner Erfahrung kann man ein Sampling von <1"/px so gut wie nie ausreizen. Optimal empfinde ich irgendwo um die 1,5"/px. Das löst schon sehr gut auf, ist aber noch relativ gutmütig und verzeiht schlechtere Bedingungen und mäßiges Guiding. Das wären bei dir so 530mm Brennweite. Der TS 4" ED Apo bringt dich z.B. mit Reducer auf 560mm Brennweite bei f/5,6. Damit kann man etwas anfangen. Ein großes Teleskop lohnt sich für Deepskyfotografie nur, wenn man auch große Pixel hat. Den 4" würde ich aber nicht auf eine EQ5 sondern eher auf die Nummer größer stellen. Dann reicht aber dein Budget nicht ganz.

Und nun zu der Frage, was der Unteschied ist: der Hauptunterschied zwischen dem 72/432 und deinem 70/200 + 2xKonverter wird die Abbildungsqualität sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Objektiv mit Konverter noch eine vernünftige Farb- und Feldkorrektur hat um das Sampling auszureizen, der ED Apo schon.

Wenn du mehr Auflösung willst, dann brauchst du mehr Brennweite. Da muss dann aber alles passen, das Seeing und das Handwerkliche. Leider ist das alles kein Selbstläufer, irgendwas ist immer, selbst man wenn die Erfahrung hat und allzu oft hat man nicht Gelegenheit aufzunehmen. Das kann schon frustrierend sein.

Hier ist mal zwei Beispiele, damit du siehst, was du beim jeweiligen Sampling erwarten kannst. Man muss aber dazu sagen, dass das bei mir schon ein paar Jahre gedauert hat, bis ich das so hinbekommen habe.

Ein Bild mit einem 80mm Triplett Apo, 380mm Brennweite und ca. 2"/px. Da geht schon einiges. Bei der Aufnahme hat der Reducer nicht zum Teleskop gepasst, trotzdem ist die Auflösung ordentlich. Die blauen Bereiche am Rand sind in einzelsterne aufgelöst.
andromeda_mini_version2a.jpg


Dann noch das selbe Motiv mit einem 125mm ED Apo bei 800mm Brennweite, bei gutem Seeing und 1"/px. Das ist natürlich eine Augenweide...wenn's mal mit dem Seeing klappt.
NGC206_versuch1c.jpg
 
Hallo Asta,
Deshalb würde ich auch zu einem separaten Stativ für das Teleskop tendieren.
nimm ein Berlebach Uni oder besser noch ein Planet. Das ist aber nur die halbe Miete. Was richtig ins Geld geht, ist die sogenannte Montierung, Preis nach oben offen, deshalb keine Empfehlung von mir.
denn an mein Objektiv, bekomme ich kein Okular für rein visuelle Beobachtung.
doch:
Im Bezug auf den Lcerta 72mm frage, wie groß der Unterschied zwischen bspw. dem erwähnten Lacerta 72/432mm und meinem 72/200mm, das über den Konverter zu einem 72/400mm ist.
Eine Teleskop-optik ist in der Regel beugungsbegrenzt, das ist in der Fotografie normalerweise nicht nötig. Das Teleskop ist deshalb auch nur auf unendlich korrigiert. Ich hatte vor Jahrzehnten mal eine fotografische Ausbildung und dachte, mir kann keiner was über Optik erzählen. Weit gefehlt:)o_O:giggle:

Gruß Uwe
 
Hallo Zusammen.

Evtl. wäre dann auch (rein fotografisch betrachtet) ein Apo-Super-Zoom interessant?
Ich meine ein 150-600mm von Tamron (G2) oder von Sigma.
Würde dann aber wohl den Preisrahmen sprengen zusammen mit Montierung und Intercon Objektivansatz fürs Visuelle.
Aber wäre eine variable Brennweite, justierstabil, Tagesfotografie tauglich.
Wobei hier wieder die Montierung kleiner gewählt werden könnte.

Habe da schon ein paar tolle Aufnahmen auf Astrobin gesehen.
Scheinen recht gut korrigiert zu sein, auch was Farbfehler angeht.

Soll nur ein Denkansatz sein, da Asta ja eh schon fotografisch tätig ist.

Das "richtige" Erstsetup ist immer eine schwere Kiste.

Die Hauptfrage bleibt, wo die Priorität liegt, die sich oft erst später entwickelt.

Gruß
Markus
 
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