Sirius
Aktives Mitglied
Hallo !
Hier mal ein nachträglicher Boabachtungsbericht vom 11. auf den 12.09. mit dem 12" Skywatcher Dobson.
Die Wetterverhältnisse waren ja recht gut, aber anfangs, gegen 21:00 Uhr war es besser, später gegen 0 Uhr hellte sich der Himmel doch merklich auf.
Grenzgröße im Zenit ~6.0 mag, beim Seeing bin ich etwas ungenau, da ich das immer anhand dem Flimmern der Sterne festmache. Die Wega hat kaum geflimmert, auch Arktur der schon weitaus tiefer steht, war wenig unruhig. Daher würde ich das Seeing als gut bezeichnen.
Ich habe schon gegen 19 Uhr alles hinterm Haus aufgebaut und den Newton, vom Transport ins Feld letzte Woche gebeutelt, nachjustiert, was absolut notwendig war.
Kurz vor 21 Uhr hab ich mich dann, obwohl es noch etwas hell war, in den Garten gesetzt und gewartet bis es dunkel wurde. Währenddessen klamüserte ich noch einige Objekte aus, die man suchen könnte. Allerdings stand der Abend unter dem Motto "Stephans Quintett erwischen."
Überall liest man von der Galaxiengruppe, also muss sie auch bei mir ins Okular. Da es allerdings noch nicht richtig dunkel war und ich noch warten wollte, bis die Galaxiengruppe mehr im Zenit steht, habe ich erst einmal mit einer Reihe anderer Objekte begonnen.
Los ging es im Sternbild Schlangeträger zum Kugelsternhaufen pflücken. M107 war der erste, der allerdings schon ziemlich tief steht und daher nicht viel mehr hermacht, als ein nebliges unregeläßiges Gebiet, in dem hin und wieder am Randbereich Einzelsterne aufblitzten.
Weiter ging es zu M5 in der Schlange, steht noch etwas höher und löst sich bis ins Zentrum auf.
Beim letzten mal hatte ich M10 im Visier, jedoch nicht M12. Das holte ich dieses mal nach und M12 bot bei 150x Vergrößerung einen tollen Anblick.
Nun wanderte ich etwas höher in den Herkules und nahm M92 mit, den ich schon ewig nicht mehr im Okular hatte. Steht immer im Schatten von M13, aber auch M92 ist ein wunderschöner Kugelsternhaufen, der sich mir ebenfalls bin ins Zentrum aufgelöst präsentiert.
In Sachen Kugelsternhaufen wars das nun für diesen Abend und ich wanderte in den südlichen Teil des Herkules.
Zwischen Beta Her und 51 Her befindet sich der kleine, aber helle planetarische Nebel NGC 6210. Dieser erscheint im Okular wie ein unscharf eingestellter Stern, aber auch deutlich türkis. Ich war erst mal richtig überrascht, das der PN so grün erscheint...
Kennt den PN jemand und kann das bestätigen ?
Als nächstes nahm ich mir den Großen Bären vor und wollte M81 und M82 beobachten. Auch die beiden stehen ja schon recht tief, waren aber deutlich zu sehen. Das Galaxienpaar ist schon eindrucksvoll, eine frontal, die andere auf der Kante zu sehen.
Kommen wir nun zur ersten Funzel des Abends, M101. Sicher steht die Galaxie schon sehr flach, aber was sich da im Okular bei 60x Vergrößerung präsentiert, ist ein Hauch von Nichts. Fast hätte ich sie komplett übersehen.
Lange habe ich mich also nicht bei M101 aufgehalten.
Nach einem kurzen Abstecher zum Cirrusnebel (der hat es mir angetan, den muss ich jetzt immer mitnehmen), war es nun endlich soweit, der Pegasus wanderte Richtung Zenit, dunkler wurde es auch nicht mehr, viel mehr hatte ich den Eindruck, wie oben schon geschrieben, dass die Verhältnisse schlechter wurden. Und so war jetzt Stephans Quintett an der Reihe. Die Beobachtungsbedingungen sind zwar nicht optimal, schliesslich sitze in hinterm Haus, welches mich zwar von den Straßenlaternen abschirmt, aber unerwünschtes Licht kommt trotzdem durch. Desweitern hatte einer unser Nachbarn beschlossen seine Schlossbeleuchtung im Garten einzuschalten, warum auch immer. Trotzdem wollte ich versuchen, die Galaxiengruppe zu finden.
Ich hatte mir eine Aufsuchskarte ausgedruckt und ausgehend vom Stern Matar im Pegasus habe ich zuerst NGC 7331 aufgesucht. Diese erscheint im Okular als längliches Nebelchen mit aufgehelltem Kern. Die Galaxie hatte ich schon im 6"er beobachtet, war also nicht neu.
Nun ging es per Starhopping in die Gegend von Stephans Quintett. Anfangs war es gar nicht so einfach, sich im Okular zu orientieren. Doch dann hatte ich die Sternkonstellationen von der Karte wiedererkannt und ich konnte ziemlich sicher das Gebiet mit der Galaxiengruppe im Okular zentrieren.
Zuerst war ich mir nicht sicher, etwas zu sehen, doch irgendetwas war da. Hier wurde ich nun in meiner Beobachtung durch ein Feuerwerk unterbrochen. Es war so gegen 23 Uhr als hier im Ort zu irgendeinem Anlass ein Feuerwerk vom feinsten gezündet wurde. Das hab ich mir natürlich angesehen, nur war meine Dunkeladaption dann erst einmal dahin.
Aber schön, dass anlässlich meiner ersten Sichtung von Stephans Quintett ein Feuerwerk abgefackelt wird. :biggrin:
Zurück zum Okular...
Ich habe mir die Region bestimmt über 30 min lang angesehen und da ich jetzt nicht wusste, wie genau die Galaxien angeordnet sind, habe ich mir eine kleine Skizze gemacht und die später mit Bildern im Internet verglichen.
Zu meinem überraschen decken sich die Bilder im Netz mit meiner Skizze und somit bin ich mir sicher, zumindest drei der fünf Galaxien gesehen zu haben. Bei NGC 7318A und B sah ich hin und wieder die beiden Kerne aufblinken, NGC 7320 habe ich sicher gesehen. Zu den anderen beiden kann ich leider nichts sagen.
Hier mal die grobe Skizze von der Nacht (muss man etwas genauer hinsehen :biggrin: ) :
Link zur Grafik: http://img443.imageshack.us/img443/295/97805768.jpg
Nun hatte ich mir noch etwas vorgenommen. Vor ca. 6 Wochen hatte ich mit meinen 6"er die Galaxie NGC 6946 im Kepheus gesucht, aber nicht gefunden. Stattdessen hatte ich damals den benachbarten OH NGC 6939 im Okular.
Heute wollte ich die Galaxie endlich sichten. So suchte ich zuerst den OH wieder auf, der übrigens ein sehr schönes Objekt ist ! Bei niedriger Vergrößerung ist nur ein Nebelfleck erkennbar, steigert man die Vergrößerung lassen sich viele Einzelsterne erkennen.
NGC 6946 konnte ich zunächst wieder nicht sichten, doch halt, beim vorüberfahren huschte was nebliges durchs Okular.
Die nächste Funzel... erinnerte mich stark an M101 von vorhin.
Dennoch, gesichtet ist gesichtet.
Weiter ging es wiedereinmal zu M31 und deren Begleiter. Diesmal habe ich mir schon einige Zeit genommen und bin die Strukturen abgefahren. So wird einem erst die ganze Ausdehnung der Galaxie bewusst...
Am eindrucksvollsten ist das dunkle Staubband unterhalb des Kerns (Richtung M110). Auch oberhalb des Kerns wirkt es etwas unruhig. An der Stelle frage ich mich oft : Wie würde wohl unsere Galaxie aus Sicht von M31 aussehen...?
So, auch M33 habe ich mir noch mal vorgenommen und ein unverhofftes Highlight.
Die Dreiecksgalaxie wieder im Sucher zu erkennen und im Okular das gewohnte Bild, kleine helle Kernverdichtung, großer nebliger Halo drumrum. Einige Minuten schaute ich mir die Galaxie an und wollte schon fast wieder wegschwenken, als mir am westlichen Rand von M33 (aus Okularsicht) unterhalb eines recht hellen Sterns ein ovaler Nebelfleck auffiel.
Hab ich was nicht mitgekriegt ? Hat M33 eine Begleitgalaxie ? - Quatsch.
Steht nahe M33 im Hintergrund eine andere Galaxie ? - SkyAtlas sagt, nein.
Notiz gemacht, im Internet schauen was das war.
Später stellte sich heraus, das war NGC 604, ein Sternentstehungsgebiet innerhalb M33... na von wegen M33 zeigt mir keine Details.
feif:
Wenn die Galaxie in den nächsten Monaten im Zenit steht, werde ich sie mir ganz sicher nochmal genauer vornehmen.
Langsam wurden die Bedingungen jetzt aber doch schlechter. Der Himmel war irgendwie matschgrau/braun und von Westen her zogen Cirruswolken auf. Die Grenzgröße nahm ab, aber es war längst nicht so feucht wie im August.
Im Osten waren die Plejaden schon deutlich höher gewandert und das Sternbild Perseus gewinnt langsam an Imposanz.
So nahm ich mir zum Abschluss zum ersten, aber bestimmt nicht zum letzte mal für dieses Jahr, h&chi Persei vor.
Der Doppelsternhaufen war, neben M31, das erste astronomische Objekt in meinem Bresser 2"er, den ich mir mit 11 Jahren gekauft habe. Vor allem das Zentrum von chi gefällt mir, mit den hufeisenförmig angeordneten Sternen... oder war es bei h ?
Egal beide eine Augenweide.
Jupiter hätte ich mir zwar noch gerne angesehen, der wird aber durch das Haus verdeckt. Somit hätte ich den Standort des 12ers ändern müssen, was nun nicht so einfach ist (wie früher den 6" FH auf der EQ-5 mal eben so gepackt und woanders hingestellt :biggrin: , obwohl der auch kein Leichtgewicht war).
Cirrig, wie es war, habe ich dann aber zusammengepackt und den schweren Klopper wieder in die Wohnung befördert.
Gelohnt hat es sich allemal.
Hier mal ein nachträglicher Boabachtungsbericht vom 11. auf den 12.09. mit dem 12" Skywatcher Dobson.
Die Wetterverhältnisse waren ja recht gut, aber anfangs, gegen 21:00 Uhr war es besser, später gegen 0 Uhr hellte sich der Himmel doch merklich auf.
Grenzgröße im Zenit ~6.0 mag, beim Seeing bin ich etwas ungenau, da ich das immer anhand dem Flimmern der Sterne festmache. Die Wega hat kaum geflimmert, auch Arktur der schon weitaus tiefer steht, war wenig unruhig. Daher würde ich das Seeing als gut bezeichnen.
Ich habe schon gegen 19 Uhr alles hinterm Haus aufgebaut und den Newton, vom Transport ins Feld letzte Woche gebeutelt, nachjustiert, was absolut notwendig war.
Kurz vor 21 Uhr hab ich mich dann, obwohl es noch etwas hell war, in den Garten gesetzt und gewartet bis es dunkel wurde. Währenddessen klamüserte ich noch einige Objekte aus, die man suchen könnte. Allerdings stand der Abend unter dem Motto "Stephans Quintett erwischen."
Überall liest man von der Galaxiengruppe, also muss sie auch bei mir ins Okular. Da es allerdings noch nicht richtig dunkel war und ich noch warten wollte, bis die Galaxiengruppe mehr im Zenit steht, habe ich erst einmal mit einer Reihe anderer Objekte begonnen.
Los ging es im Sternbild Schlangeträger zum Kugelsternhaufen pflücken. M107 war der erste, der allerdings schon ziemlich tief steht und daher nicht viel mehr hermacht, als ein nebliges unregeläßiges Gebiet, in dem hin und wieder am Randbereich Einzelsterne aufblitzten.
Weiter ging es zu M5 in der Schlange, steht noch etwas höher und löst sich bis ins Zentrum auf.
Beim letzten mal hatte ich M10 im Visier, jedoch nicht M12. Das holte ich dieses mal nach und M12 bot bei 150x Vergrößerung einen tollen Anblick.
Nun wanderte ich etwas höher in den Herkules und nahm M92 mit, den ich schon ewig nicht mehr im Okular hatte. Steht immer im Schatten von M13, aber auch M92 ist ein wunderschöner Kugelsternhaufen, der sich mir ebenfalls bin ins Zentrum aufgelöst präsentiert.
In Sachen Kugelsternhaufen wars das nun für diesen Abend und ich wanderte in den südlichen Teil des Herkules.
Zwischen Beta Her und 51 Her befindet sich der kleine, aber helle planetarische Nebel NGC 6210. Dieser erscheint im Okular wie ein unscharf eingestellter Stern, aber auch deutlich türkis. Ich war erst mal richtig überrascht, das der PN so grün erscheint...
Kennt den PN jemand und kann das bestätigen ?
Als nächstes nahm ich mir den Großen Bären vor und wollte M81 und M82 beobachten. Auch die beiden stehen ja schon recht tief, waren aber deutlich zu sehen. Das Galaxienpaar ist schon eindrucksvoll, eine frontal, die andere auf der Kante zu sehen.
Kommen wir nun zur ersten Funzel des Abends, M101. Sicher steht die Galaxie schon sehr flach, aber was sich da im Okular bei 60x Vergrößerung präsentiert, ist ein Hauch von Nichts. Fast hätte ich sie komplett übersehen.
Lange habe ich mich also nicht bei M101 aufgehalten.
Nach einem kurzen Abstecher zum Cirrusnebel (der hat es mir angetan, den muss ich jetzt immer mitnehmen), war es nun endlich soweit, der Pegasus wanderte Richtung Zenit, dunkler wurde es auch nicht mehr, viel mehr hatte ich den Eindruck, wie oben schon geschrieben, dass die Verhältnisse schlechter wurden. Und so war jetzt Stephans Quintett an der Reihe. Die Beobachtungsbedingungen sind zwar nicht optimal, schliesslich sitze in hinterm Haus, welches mich zwar von den Straßenlaternen abschirmt, aber unerwünschtes Licht kommt trotzdem durch. Desweitern hatte einer unser Nachbarn beschlossen seine Schlossbeleuchtung im Garten einzuschalten, warum auch immer. Trotzdem wollte ich versuchen, die Galaxiengruppe zu finden.
Ich hatte mir eine Aufsuchskarte ausgedruckt und ausgehend vom Stern Matar im Pegasus habe ich zuerst NGC 7331 aufgesucht. Diese erscheint im Okular als längliches Nebelchen mit aufgehelltem Kern. Die Galaxie hatte ich schon im 6"er beobachtet, war also nicht neu.
Nun ging es per Starhopping in die Gegend von Stephans Quintett. Anfangs war es gar nicht so einfach, sich im Okular zu orientieren. Doch dann hatte ich die Sternkonstellationen von der Karte wiedererkannt und ich konnte ziemlich sicher das Gebiet mit der Galaxiengruppe im Okular zentrieren.
Zuerst war ich mir nicht sicher, etwas zu sehen, doch irgendetwas war da. Hier wurde ich nun in meiner Beobachtung durch ein Feuerwerk unterbrochen. Es war so gegen 23 Uhr als hier im Ort zu irgendeinem Anlass ein Feuerwerk vom feinsten gezündet wurde. Das hab ich mir natürlich angesehen, nur war meine Dunkeladaption dann erst einmal dahin.
Aber schön, dass anlässlich meiner ersten Sichtung von Stephans Quintett ein Feuerwerk abgefackelt wird. :biggrin:
Zurück zum Okular...
Ich habe mir die Region bestimmt über 30 min lang angesehen und da ich jetzt nicht wusste, wie genau die Galaxien angeordnet sind, habe ich mir eine kleine Skizze gemacht und die später mit Bildern im Internet verglichen.
Zu meinem überraschen decken sich die Bilder im Netz mit meiner Skizze und somit bin ich mir sicher, zumindest drei der fünf Galaxien gesehen zu haben. Bei NGC 7318A und B sah ich hin und wieder die beiden Kerne aufblinken, NGC 7320 habe ich sicher gesehen. Zu den anderen beiden kann ich leider nichts sagen.
Hier mal die grobe Skizze von der Nacht (muss man etwas genauer hinsehen :biggrin: ) :
Link zur Grafik: http://img443.imageshack.us/img443/295/97805768.jpg
Nun hatte ich mir noch etwas vorgenommen. Vor ca. 6 Wochen hatte ich mit meinen 6"er die Galaxie NGC 6946 im Kepheus gesucht, aber nicht gefunden. Stattdessen hatte ich damals den benachbarten OH NGC 6939 im Okular.
Heute wollte ich die Galaxie endlich sichten. So suchte ich zuerst den OH wieder auf, der übrigens ein sehr schönes Objekt ist ! Bei niedriger Vergrößerung ist nur ein Nebelfleck erkennbar, steigert man die Vergrößerung lassen sich viele Einzelsterne erkennen.
NGC 6946 konnte ich zunächst wieder nicht sichten, doch halt, beim vorüberfahren huschte was nebliges durchs Okular.
Die nächste Funzel... erinnerte mich stark an M101 von vorhin.
Dennoch, gesichtet ist gesichtet.
Weiter ging es wiedereinmal zu M31 und deren Begleiter. Diesmal habe ich mir schon einige Zeit genommen und bin die Strukturen abgefahren. So wird einem erst die ganze Ausdehnung der Galaxie bewusst...
Am eindrucksvollsten ist das dunkle Staubband unterhalb des Kerns (Richtung M110). Auch oberhalb des Kerns wirkt es etwas unruhig. An der Stelle frage ich mich oft : Wie würde wohl unsere Galaxie aus Sicht von M31 aussehen...?
So, auch M33 habe ich mir noch mal vorgenommen und ein unverhofftes Highlight.
Die Dreiecksgalaxie wieder im Sucher zu erkennen und im Okular das gewohnte Bild, kleine helle Kernverdichtung, großer nebliger Halo drumrum. Einige Minuten schaute ich mir die Galaxie an und wollte schon fast wieder wegschwenken, als mir am westlichen Rand von M33 (aus Okularsicht) unterhalb eines recht hellen Sterns ein ovaler Nebelfleck auffiel.
Hab ich was nicht mitgekriegt ? Hat M33 eine Begleitgalaxie ? - Quatsch.
Steht nahe M33 im Hintergrund eine andere Galaxie ? - SkyAtlas sagt, nein.
Notiz gemacht, im Internet schauen was das war.
Später stellte sich heraus, das war NGC 604, ein Sternentstehungsgebiet innerhalb M33... na von wegen M33 zeigt mir keine Details.
Wenn die Galaxie in den nächsten Monaten im Zenit steht, werde ich sie mir ganz sicher nochmal genauer vornehmen.
Langsam wurden die Bedingungen jetzt aber doch schlechter. Der Himmel war irgendwie matschgrau/braun und von Westen her zogen Cirruswolken auf. Die Grenzgröße nahm ab, aber es war längst nicht so feucht wie im August.
Im Osten waren die Plejaden schon deutlich höher gewandert und das Sternbild Perseus gewinnt langsam an Imposanz.
So nahm ich mir zum Abschluss zum ersten, aber bestimmt nicht zum letzte mal für dieses Jahr, h&chi Persei vor.
Der Doppelsternhaufen war, neben M31, das erste astronomische Objekt in meinem Bresser 2"er, den ich mir mit 11 Jahren gekauft habe. Vor allem das Zentrum von chi gefällt mir, mit den hufeisenförmig angeordneten Sternen... oder war es bei h ?
Egal beide eine Augenweide.
Jupiter hätte ich mir zwar noch gerne angesehen, der wird aber durch das Haus verdeckt. Somit hätte ich den Standort des 12ers ändern müssen, was nun nicht so einfach ist (wie früher den 6" FH auf der EQ-5 mal eben so gepackt und woanders hingestellt :biggrin: , obwohl der auch kein Leichtgewicht war).
Cirrig, wie es war, habe ich dann aber zusammengepackt und den schweren Klopper wieder in die Wohnung befördert.
Gelohnt hat es sich allemal.