Aufbau meiner Sternwarte

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Hallo Horst,

wäre ein Trenntrafo ( Schutztrnnung ) dafür ein Weg eine Fehlauslösung vom FI -Schalter zu verhindern?
Oder direkt ein Niedervoltantrieb?


Gruß Günter
 
Hallo zusammen,

Herwig, dir wünsche ich Montag einen guten Start.

Günter, wenn man nur die Fehlerstromproblematik sieht hast Du sicherlich recht. Doch schützt ein einfacher
Trenntrafo nicht vor gefährlicher Spannung. Erst wenn die Spannung kleiner 42 V ist wird sie als Sicherheits-
kleinspannung bezeichnet.

Jedoch sind dann bei gleicher Leistung die höheren Ströme zu beachten.

Der LKW aus Polen hat es geschaft, meine Sternwarte unbeschadet ins Weserbergland zu schafften. Die einzelnen
Teile haben wir schon mal im Garten ausgebreitet.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Aufbau%20der%20Kuppel/1-IMG_4170.JPG

Geplant ist, dass am Wochenende der mechanische Aufbau erfolgt. Wie ich schon mal grob sehen kann, ist der
Vorfertigungsgrad sehr groß. Ich hoffe es passt alles gut zusammen.

CS und kR (kein Regen)
Horst


 
Hallo,

nach dem nun die Kuppelteile da sind, habe ich mit meiner Verdrahtung vom Base-Ring begonnen. Der schon
beschriebene Ringkern ist mit einem Kabelbinder stehend befestigt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/Base-Ring%20verdrahten/5-%20Kabel%C3%B6se%20Stromleiter.JPG


Der Draht ist 1,5m2 Litze und zusammen mit dem weiterführenden Draht in eine Kabelöse eingequetscht.
Bei einer elektrischen Kontaktierung immer einen Federring verwenden. Hier natürlich auch rostfrei.
Der verdrillte Draht wird zwischen den Rollen auch mit Kabelbindern lose fixiert. Dazu rechts und links
ein 4 mm Loch bohren.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/Base-Ring%20verdrahten/7%20-%20B1%20fertig%20mit%2050%20cm%20Kabel%C3%BCberstand.JPG

Für den Anschluss an das weitere Base-Ring-Segment wird etwa 50 cm Überstand benötigt.

Morgen geht es weiter mit Base-Ring 2.

Gruß
Horst
 
Hallo Horst,
zunächst viel Erfolg bei deinem Projekt.
Im Basisring der Kuppel werden die Stromleiter N,L mit 230 V auf den drehenden Teil durch Rollen und Kontaktringe
übertragen. Dazu müssen die Rollen mit jeweils dem Neutralleiter N und der Stromphase L verbunden werden.
Immer da wo es möglich ist, sollten die beiden Drähte miteinander verdrillt werden. Ein möglicher hochfrequenter
Störstrom darf dabei keine Schleife bilden ( oder Fläche einschließen ). Die Drähte am besten Am Ende mit einem
Kabelbinder zusammenbinden, im Schraubstock festhalten, und dann von Hand ohne Spannung die Drähte umschlingen.
Statt sich jedoch Gedanken um die EMV zu machen, empfehle ich dringend die VDE Richtlinien und Schutzklassen (IP) zu beachten. Ich hoffe nicht, das Baader auf die Idee gekommen ist, die Kontaktrollen unter Netzspannung zu setzen. Die Verdrahtung ist absoluter Leichtsinn.

Du solltest beachten, das deine Drosseln zur Funkentstörung in einem möglichst breiten Frequenzspektrum eine hohe Impedanz aufweisen. Sie müssen hierzu nicht nur eine hohe Induktivität sondern auch geringe, parasitäre Eigenkapazität besitzen. Diese Anforderungen sind nicht mit einer einzigen Bauform zu erreichen, sondern nur durch die Kombination mehrerer Drosseln mit unterschiedlichen Eigenschaften. Ich denke, das deine Sorge diesbezüglich etwas überbewetet ist.
LG
Eberhard
 
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Hallo Horst,

auch ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt.
Aber was die Stromversorgung betrifft, muss ich Eberhard Recht geben: Die Kontaktrollen unter Netzspannung zu setzen ist lebensgefährlich! Als E-Ing. stehen mir im wahrsten Sinne des Wortes die Haare zu Berge. Bitte überdenken!!

Viele Grüße
Egbert
 
Hallo Eberhard, Egbert und die übrigen Leser,

Die Kuppel die ich aufbaue ist von ScopeDome und meine Verdrahtung absolut fachgerecht.

Der Base-Ring ist aus GFK und etwa 5mm dick, also nicht Leitend. Wie man in der Fotoserie vom Hersteller
sehen kann, ist diese Verdrahtung letztendlich in einem Bereich verlegt, der nur mit Werkzeug zugänglich ist.
Natürlich ist er auch vor Berührung und Wettereinflüssen geschützt.

Die Rollen sind aus Aluminium, und haben am Umfang Rillen. Sie übertragen die Stromphase und den Neutralleiter
auf den darüber liegenden beweglichen Teil. Die Stromabnehmer hier sind ebenfalls aus Alu, und natürlich auch
vor Berührung geschützt.

Da wird nirgendwo ein VDE-Finger unter Spannung stehende Teile berühren können.

Für das Fetten der stromführenden Teile werde ich ein Batterie-Pol-Fett mit der Fettkennzeichnung M2C-30
nach DIN 51502 nehmen.

Hinsichtlich der Drosseln möchte ich für den Frequenzbereich von 3,5 MHz bis 7,2 MHz eine gute Wirkung erzielen.
Das ist mit dem N30-Material von Epcos gut zu erreichen. Zusätzlich werde ich in die Anschlusskästen am Eingang
und Ausgang dieser Stromübertragung noch je einen X2 - Entstörkondensator einbauen.

Die Kuppel steht im Wirkungsbereich meiner 80m/40m - Amateurfunkantenne. Siehe auch hier.

Experimentelle Messungen haben ergeben, dass grenzwertige Störaussendungen im Kurzwellenbereich in einer
Entfernung von 10m bis 20m zur Antenne mit einem Signal bis zu -60 dBm festzustellen sind. Der Grundstörpegel
( man-made-noise ) liegt in diesem Frequenzbereich bei etwa -100 dBm. Bei einer Störaussendung, die bei einer
Prüfung nach EN 55014-1 noch gerade unter dem Grenzwert liegt ist also durchaus beim Amateurfunkbetrieb mit
starken Störungen zu rechnen. Der Störempfang kann dann bis zu 40 dB über den Grundstörpegel liegen. Was
natürlich den Empfang der Amateurstation beeinträchtigen kann. Hier kommt dann wieder §4 EMVG zu tragen, wie ich
oben schon mal beschrieben habe.

Ich werde weiter berichten.

Gruß - Horst
 
Hallo Horst,

Natürlich ist er auch vor Berührung und Wettereinflüssen geschützt.
Die Rollen sind aus Aluminium, und haben am Umfang Rillen. Sie übertragen die Stromphase und den Neutralleiter
auf den darüber liegenden beweglichen Teil. Die Stromabnehmer hier sind ebenfalls aus Alu, und natürlich auch
vor Berührung geschützt.

Es tut mir leid, hier geht es nicht um den einfachen Berührungsschutz. Für mich sind GFK Kuppeln echte Feuchträume. Der Tau in einer GFK Kuppel und den Alu-Flächen ist schon erheblich und bildet regelmäßig auch Tropfwasser. Ich spreche aus eigener Erfahrung und verwende schon deshalb nur Niederspannung in den kritischen Bereichen. Bei den kleinen Kuppeln sollten DC Motoren für den Antrieb genügen. Wenn das Jemand macht oder gar Kunden so einbaut, handelt er grob fahrlässig!

Es wird auch nicht mit dem VDE Prüffinger kontrolliert, denn es gibt z.B. die IP41/42 schon vor, das gegen Werkzeuge, Drähte
und Ähnliches mit einer Dicke von > 1 mm zu prüfen ist. Die 2. Ziffer gilt dabei für senkrechtes oder schräg fallendes Tropfwasser. Ich kann diese Ansicht daher nicht teilen.

Diese Kontaktrollen machen auch keinen Sinn, weil Scopedome die Kuppel in einer definierten Home- oder Parkposition öffnet und schließt. Einfache, gekapselte Kontaktflächen machen da eher Sinn.

LG
Eberhard
 
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Hallo Eberhard,

natürlich ist das Problem der Betauung bekannt. Dafür bietet der Hersteller für alle Eletro- und Elektronikkomponenten
eine Beheizung an, die thermostatisch geregelt wird. Die Temperatur dieser Komponenten bleibt also immer über den Taupunkt.

Das habe ich natürlich auch mit gekauft.

Wenn ich die Kuppel aufgebaut habe, kannst Du gerne kommen und eine Tropfwasserfprüfung machen.

Viele Grüße
Horst
 
Lieber Horst,

wie genau es die Hersteller mit der Sicherheit bei Netzspannungen nehmen, sieht man an dieser Variante.

Link zur Grafik: http://www.scopedome.com/PL/IMG/Galeria/ScopeDomeUSBCard_20/Styki---3.jpg

Die Produkuthaftung, sollte etwas passieren, übernimmt der Anbieter dieser Ware. Macht man da nicht ein Schutzgehäuse drum, kann sich das jeder selbst denken, was passieren kann. Er kann es auch beim Verkauf ausgeschlossen haben, es befreit ihn jedoch nicht von Haftungsansprüchen. Zudem ist das mit Sicherheit nicht VDE/CE konform.

Ich kann aus deiner Maßnahme wirklich nicht erkennen, was du jetzt willst. Die Störfestigkeit der Netzspannung in deiner Anlage nach EN61000 verbessern; ich werde da nicht schlau raus?

Normal reicht zunächst eine geschirmte Netzleitung und/oder bei Bedarf effektiv die Ferritperle. Gerade ihre Wirkung beruht vor allem auf die Absorption von HF Störungen auf Speiseleitungen. Zudem ist die einfach anzubringen. Willst du in Bereich 3-30Mhz effektiv die gesamte Leitung richtig störfest machen, gibt es L-C Filter 1. und 2.Ordnung für Netzleitungen. Die sind z.B. in Powerline Adaptern verbaut.

LG
Eberhard
 
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Hallo Eberhard,

Zunächst muss Du wissen, das ich zu 95% Astrofotografie machen möchte.

Ich will also gleichzeitig Amateurfunk machen, während die Kamera am Teleskop Aufnahmen macht.
Wenn ich sende, werde ich im Bereich meiner Kuppel eine Feldstärke von etwa 15 V/m haben.

Das muss die Montierung und die übrige Elektronik aushalten.

Da ich nun schon 41 Jahre Amateurfunk mache, und auch beruflich mehr als 30 Jahre EMV-Messungen,
weiß ich, welche Probleme auftreten können.

Und diese möchte ich von Anfang an so gering wie möglich halten.

An meinem Standort bis April 2014, auch hier am Ort, aber mitten in der Stadt war die
Bundesnetzagentur bei mir Dauergast, weil ich in der Ausübung des Amateurfunks stark
beeinträchtigt wurde. Denn auch hier gilt der §4 vom EMVG.

Das ging soweit, das die BnetzA in meier Nachbarschaft Plasmafernseher stillgelegt hat, und auch ein
Ladenetzteil von einem Elektrorollstuhl musste zusätzlich von einer Fachwerkstatt entstört werden.

Z.B. habe ich in Süddeutschland für mein LS6 von Meade ein 12V Netzteil mit Auto-Buchen-Ausgang gekauft.

Auch dieses Netzteil musste ich zusätzlich entstören, um störungsfreien Amateurfunkempfang zu haben.
Mit diesem käuflich erworbenen Netztei war also gleichzeitiger Astronomie und Amateurfunkbetrieb nicht möglich.

Ich will die elektromagnetisch Verträglichkeit (EMV) meiner gesamten Astronomieanlage,

nach EN 55014-1 ( HF-Störaussendung ),
und EN 61000-4-3 ( gestrahlte HF-Störfestigkeit ),
und EN 61000-4-6 ( leitungsgeführte HF-Strom-Störfestigkeit ),
nach § 4 EMVG ausführen.

Es gibt also viel zu tun.

Ich werde weiter berichten.

LG - Horst



 
Hallo Horst,

die Rollen u. Stromschienen sind beheizt?
Selbst wenn - ich kann mir nicht vorstellen, dass Du diese immer über dem Taupunkt halten kannst (Ausfall der Heizung).
Wie wird eigentlich der umlaufende metallene Zahnkranz, der sich über den Netzzuleitungen befindet, mit dem Schutzleiter verbunden?
So, wie es aussieht, wird über die Stromschienen der Antrieb für den Kuppelspalt versorgt - das muss nicht mit Netzspannung erfolgen.
Diese Art der Stromversorgung ist wegen der angesprochenen Probleme (auch Isolationsfehler können entstehen) einfach zu gefährlich und trotz eines hoffentlich vorh. FI-Schutzschalters im entspr. Stromkreis nicht zu empfehlen.

Trotzdem weiterhin viel Erfolg mit Deinem Projekt wünscht
Egbert
 
Hallo zusammen,

alle Komponenten, die ich für den Aufbau verwende sind von ScopeDome. Die Kuppel wird mir auch vom
Anbieter hier aus Deutschland mechanisch montiert.

Was ich lediglich selber mache ist die elektrische Verdrahtung, um sie meinen EMV-Bedingungen anzupassen.

Bisher wurden mir nur die vorgefertigten GFK-Teile geliefert.

So lagen sie vorm Haus, nach dem Abladen vom LKW:
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/1-IMG_4166%20klein.jpg


Natürlich sind die Stromschienen nicht beheizt.

Eine Betauung der Schienen sehe ich nicht. Dazu müssen sie schon unter den Taupunkt abkühlen.
Einmal liegen sie verdeckt im Innenbereich der Kuppel. Zusätzlich ist GFK nicht gerade der beste Wärmeleiter.
Weiter sind auch vom Querschnitt her gesehen Hohlräume vorhanden, die Umgebungstemperatur haben.
Und die darunter liegenden 10 cm Stahlbetonplatte hat ja auch Wärme gespeichert.

Ich werde es aber beobachten.

Eine Tauschutzkappe hilft beim Teleskop ja auch.

Natürlich werde ich die stromführenden Schienen zusätzlich, wie ich oben schon mal beschrieben habe mit einem
Kontaktfett der Kennzeichnung M2C-30 ( nach DIN 51502 ) großzügig fetten.

Wie ich sehen kann, wird der Zahnkranz geerdet.
Wie der jedoch mit dem Schutzleiter dauerhaft und sicher verbunden wird, weiß ich noch nicht.

Das Elektroinstallationsmaterial fehlt mir ja noch.

Jedoch ist ein Schleifkontakt für mich nicht akzeptabel.

Ich bleibe am Ball ( Kuppel )

Gruß
Horst


 
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Hallo Horst,
ich habe selbst schon zahlreiche Abnahmen für unsere Produkte in Absorberhallen (Siemens Augburg/Paderborn) machen lassen. Ein Prüfingenieur kennt sich mit der gesamten Bandbreite der Abnahmen aus, um die erforderlichen Prüfzeichen (CE/UL/VDE) für Produkt zu erlangen. Das wird durch Abnahmeprotokolle festgehalten. Damit verbunden sind auch Prüfabnahmen zur VDE!
Diese Verdrahtung erfüllt genau diese Kriterien für mich nicht. Wenn ich zusätzlich das Produkt am Markt verkaufe, sollte ich mir darüber im klaren sein.

Das bei allem die Bundesnetzagentur dann noch deinem Nachbarn Fernseher stilllegt, ist mir doch etwas rätselhaft?

LG
Eberhard
 
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Hallo Eberhard,

Mir war es vorher nicht möglich diese Kuppel im Orginal anzusehen.
Jedoch habe ich mir vorher zuerst die CE-Konformitätserklärung zukommen lassen.

Danach habe ich gekauft.

Aber was CE-Konformitätserklärungen mitunter bedeuten, das wissen wir ja.

Wird schon klappen.

Mit den Plasmafernsehern ist es so, dass diese nach EN 55022 gepfüft werden. Diese Norm
sieht aber die gestrahlte Störaussendung erst ab 30 MHz vor.

Tatbestand ist aber, das sie auch im Kurzwellenbereich eine so häftige Störaussendung machen, dass
diese nicht mit §4 EMVG zu vereinbaren ist.

Das nach EN 55022 geprüft werden darf sagt indirekt §5 EMVG ( Vermutungswirkung ). Jedoch gilt immer §4.

Gruß
Horst
 
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Hallo Egbert,

meine ersten Beobachtungen habe ich gemacht.

Die letzte Nacht war einigermaßen klar.

Gemessen habe heute morgen gegen 02:00 Uhr.

Die Lufttemperatur war ca. 11 °C.
Infrarot zum Himmel gemessen etwa -45 °C.
Mein Hofpflaster so bei 4 bis 5 °C .
Die Kuppel wie sie im Garten liegt hatte -1 °C.

Die Kuppel war am Morgen von Außen und Innen betaut.

Wenn Alles aufgebaut ist, werde ich sehen wo das Tauwasser abfließen kann.
Den richtigen Weg dazu habe ich allerdings noch nicht gefunden.

Es bleibt spannend

Gruß
Horst
 
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Hallo zusammen,

am 03.10. wurde das erste mal meine Betonsäule mit Montierung AZ EQ6 GT und 10" f/4 Newton vereinigt.

Da herrlicher Sonnenschein war, habe ich mal die Sonne fotografiert.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Sonne%20am%202014-10-03.jpg

Richtig gut waren die Bedingungen nicht. Die Sonne schien mit etwa 76000 Lux, und die rel. Luftfeuchte war 79 %.

Da dies meine erste parallaktische Montierung ist, habe ich die Nacht mit Übungen verbracht ( einnorden,
und Ausrichten nach Sternen, Kennenlernen der Handsteuerung usw. ).

CS
Horst
 
Hallo Astrogemeinde,

das Wetter war schön, und wir haben zum Abend Richtfest begehen können.

Mit 5 Personen wurde aufgebaut, do so manches mal hätten wir erst Lesen, und dann Bauen sollen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Aufbau%20der%20Kuppel/Kuppelaufbau%20am%2011-10-2014.jpg

Nun haben wir endlich eine Kuppel über der Optik ( Dach übern kopf ).

Da kann es zumindest schon mal nicht mehr reinregnen.

In den nächsten Tagen erfolgt dann das finetuning. Doch das schaffe ich dann mit meinem Sohn sicherlich alleine.

LG und CS
Sören und Horst



 
Hallo und Achtung,

Mein Sohn ist Allergiker, aber bisher nie so stark mit GFK in Berührung gekommen.

Rote Hautstellen waren die Folge. Genaues Hinsehen zeigte uns, das die GFK-Teile mit einer
feinen Staubschicht versehen war. Die armen Arbeiter beim Hersteller. Hoffentlich kommt dort
der Arbeitsschutz nicht zu kurz.

Alles feucht abwischen wird sicherlich Abhilfe schaffen.

Heute habe ich :

Keinen Sonntag gehabt, oder doch ?

Ich habe die Rollen justiert, und damit Unebenheiten und Fertigungstoleranzen ausgeglichen.

2 Löcher im Zahnkranz musste ich neu bohren. Warum kann ich nicht sagen. Jedenfalls läuft
jetzt alles rund, und leicht. Ein bischen Luft ist allemal besser, als wenn es igendwo klemmt.

Weiter habe ich auch noch 2 Tuben Silicon verarbeitet.

Hier mal ein Foto in der Abendsonne.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/IMG_5701%20red.jpg

Bei dieser Sternwarte wird die Spannung ( Strom ) für die Kuppel über den Laufring übertragen.
Die Laufrollen sind aus Aluminium und der obere Kontaktring aus Edelstahl. Dieser trägt auch das
Gewicht der Kuppel. Etwa 250 kg für 8 Rollen.

Der seitlich zentrierende Kontaktring ist aus Aluminium. Nach gründlicher Säuberung beim
Zusammenbau habe ich diese Stromübergangsstellen mit Batterie-Polfett großzügig gefettet.

Als nächstes werde ich mal die Übergangsverluste ermittel, und dann darüber berichten.

LG und CS
Horst
 
Hallo,

Ein Heizlüfter mit einer Heizleistung von 2,4 kW bei 230 V habe ich zur Messung der
Übergansverluste benutzt.

Als erstes habe ich mit meinem Ohmmeter den Übergangswiderstand der Stromschienen
gemessen. Am Ausgang kurzgeschlossen, und in den Eingang hineingemessen. Es zeigte
einen Wert von 0,2 Ohm.

Beim Anschluss des Heizlüfters war dann an den Stromschienen ein Spannungabfall von
ca. 2 Volt. Das sind bei einem ermittelten Strom von ca. 9,5 A Übergangwiderstände von
insgesamt 210 mOhm. Also etwa 0,1 Ohm pro Leiter.

Für den Shutter und der dafür erforderlichen Elektronik erwarte ich eine maximale
Leistungsaufnahme von 150 Watt. Etwa 700 mA werden dabei durch die Stromschienen fließen.
Der Spannungsabfall ist dann für diese Stronschienenkontakte insgesammt 147 mV.

Da brauch man sich bei dieser drehenden Kontaktierung hinsichtlich der Verluste keine Gedanken
machen. Durch die Fettung mit Batterie-Polfett wird Wasser abgewiesen und die Kontaktmaterialien
weitgehendst vor Korrosion geschützt.

Morgen will ich mal meinen Heizlüfter anschließen und die Kuppel dabei von Hand drehen.
Mit einem Mittelwelllenämpfänger mit Ferritantenne werde ich dann auf Knackstörungen achten.

Ich berichte weiter.

Gruß
Horst
 
Hallo,

einen Tag weiter. Ich habe wie oben geschrieben den Heizlüfter angeschlossen und
die Kuppel gedreht. Sie läuft übrigens so gut wie ich sie mit dem Fett geschmiert habe.

Wie hier zu sehen:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/1-IMG_5708.JPG

Der Strom war etwa 10 Ampere und ich konnte am Oszilloskop auch beim Drehen der Kuppel keinerlei
Unregelmäßigkeiten fesstellen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/IMG_5703.JPG

Auch mit meinem Mittelwellenempfänger aus dem Supermarkt waren in unmittelbarer Nähe der Stromschiene
keine Störungen festzustellen.

Weiter stellt sich für mich die Frage, wie ich die Parkposition wählen soll.

Hinsichtlich der Wettersituation möchte ich sie so einstellen wie hier gezeigt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Aufbau%20der%20Kuppel/1-Zusammenstellung.jpg

Feuchtgkeit um die Tür herum kann nach Süden immer gut trocknen, weiter läuft im Norden nicht
soviel Wasser herunter, und die Betonplatte wird dort nicht so nass.

Weiß jemand, ob man diese Position bei der ScopeDome-Software frei wählen kann ?

Gruß
Horst




 
Hallo Horst,

der Wind kommt in den meisten Teilen Deutschlands meistens von Westen oder Südwesten, also werden diese Seiten auch am stärksten von Regentropfen erwischt. Demnach wäre der der Bereich von Osten bis Nordosten die sicherste Wahl.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Horst, hallo fquadrat,
gerade wollte ich dieselbe Annahme schreiben (Wind von Westen), daraus aber den gegenteiligen Schluss ziehen: Damit die Regentropfen nicht von hinten durch die Dichtungen gedrückt werden, sollte der Kuppelspalt auf die Wetterseite gedreht werden. Damit können die Dichtungen das Wasser draußen halten, wie vom Hersteller vorgesehen.
So wurde es mir auch vom Hersteller meiner Kuppel empfohlen, auch wenn ich noch nicht über Lanzeiterfahrung berichten kann.
 
Hallo fq...
mir geht es weniger darum wo der Regen herkommt, sondern wo das Wasser hinläuft. Das ablaufende
Wasser soll im Norden möglichst wenig sein, wegen Moos und Algenbildung. Was Regen und Tropfwasser
angeht, da ist die Kuppel dicht. Um die Tür herum kann das Wasser ablaufen. Das Schlöss ist dabei
wohl am anfälligsten. Ob da alles Rostfrei ist kann ich noch nicht sagen. Aber nach Süden trocknet
es am besten.

Hallo Herwig,

kann ich ja mal testen wenn es regnet. Davon gibt es ja genug. Vielleicht finde ich ja die günstigste
Stellung.

Gruß
Horst
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Horst,

vielleicht kannst Du ja eine Schaltung für den Motor mit Regensensor Einbaubauen, die dann die Kuppel Tagsüber nach jedem Regen in ca. 4-6 Stunden einmal 360° dreht, dann trocknet alles gleichmäßig gut ab.

Gruß Günter
 
Ich würde jemanden anstellen, der die Kugel trocken reibt.
Könnt mich anbieten in der Zeit wo meine Gartensäule ausschwingt.
 
Hallo Larsen,

Nu spiel mal nicht die beleidigte Leberwurst.
Du kannst ja deine Gartensäule immer noch als
Kontrabass benutzen ;) ;)

Humorvolle Grüße, Anton.
 
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