Aufbau meiner Sternwarte

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Hallo,

da ich viele Kabel und herumhängende Leitungen nicht mag, werde ich mich für den Aufbau meiner
Sternwarte auf ein neues Abenteuer einlassen.

Ich habe eine LX 850 von Meade geordert, auch mit dem Hintergrund das mein Sohn Interesse zeigt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Montierung/LX850/LX850%20-%20Montierung%20-%20Abbildung%20red.jpg

Geliefert wird vielleicht noch im Dezember und ich werde auch dann über den Aufbau und Inbetriebnahme
berichten.

Bis dahin gibt es aber Experimente mit der AZ EQ6 GT.
Die ich dann später azimutal für Sonne-, Mond- und Planetenbeobachtungen nutzen möchte.

An der Kuppel stehen zum Wochenende weiter Verdrahtungsarbeiten an, die ich unter EMV-Gesichtspunkten
durchführen werde.

Eine angenehme Nacht und einen guten Tag!

Horst




 
Hallo,

Wochenende und schönes Wetter. Gut geeignet um die Kuppel Wetterfest zu machen und weiter auszubauen.

Um den inneren Verkleidungsring kreisrund zu bekommen, musste hier und da etwas korrigiert werden.

Fertigungs- und Aufbautoleranzen verlangen die Nacharbeit einiger Löcher. Auch mussten bei einigen
Halteeisen Scheiben untergelegt werden.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Aufbau%20der%20Kuppel/1-Verkleidungsring.jpg

Alles ist nun mit einer Toleranz von +/- 2mm kreisrund.

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Die Aussenfuge zwischen Kuppel und Ringverkleidung haben wir noch mit Silikon ausgespritzt.

Dazu vorher mit Abklebeband sauber abgeklebt, dann Silikon aufgebracht und mit nassem Finger mit
Seifenlauge glattgezogen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Aufbau%20der%20Kuppel/Ringabdichtung.jpg

Abklebung entfernt und noch mal mit dem Finger glatt gezogen.

Gegen 18:00 Uhr waren wir fix & fertig, mein Sohn und ich.

Gruß
Horst
 
Hallo,

nach dem arbeitsreichen Samstag folgte eine wunderbare Sternennacht.
Fast wie eine Belohnung. Was nun tun ?

Montierung auf die Säule, eingenordet und nach 3 Sternen ausgerichtet.

Das erste mal kam auch meine Neuerwerbung APO-TS90/600 mit dem Riccardi Reducer zum Einsatz.

Es muss noch viel geübt werden, aber hier mal meine ersten Ergebnisse.

Andromeda-Galaxie M31

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Astronomie/Deep%20Sky/Summe%20M31_6.jpg

Und der Flammennebel nit Pferdekopfnebel

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Astronomie/Deep%20Sky/Summe.jpg

Um 02:00 Uhr bin ich von draußen reingekommen, und um 04:00 Uhr lag ich edlich im Bett.

Aber voll zufrieden. Es mach tierisch viel Spass mit guter Ausrüstung.

Gruß
Horst



 
Es geht weiter, auch wenn das Wetter schlecht ist !

Schon 2 Tage leichter Dauernieselregen , hervorragend um Undichtigkeiten festzustellen.

An den Befestigungsschrauben der Tür habe ich leichten Wassereintritt bemerkt.

Hier mal ein Foto:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Aufbau%20der%20Kuppel/Undichtigkeit%20T%C3%BCr%20red.jpg

Die Muttern auf der Innenseite der Kuppel konnte ich noch etwas fester ziehen.
Zunächst sah alles gut aus. Jedoch nach einer Stunde war wieder Wasser festzustellen.

Also werde ich mal bei trockenem Wetter die Schrauben einzeln lösen, und von außen
unter den Schraubköpfen ( Edelstahl-Schloßschrauben ) mit Silikon abdichten.

Weiter ist mir aufgefallen, dass der Schließzylinder nach Innen geneigt ist. Bei Regen läuft
also auch Wasser hinein, das bei Minusgraden das Schloss einfrieren lässt.

Wie ich damit umgehe, weiß ich noch nicht !

Gruß
Horst

 
Weiter habe ich gerade mal die Teile im Schaltgehäuse für den Shutter, Beleuchtung und Wetter positioniert.

Wie ich bei der Sichtung des Inverters für den Shuttermotor festgestellt habe, wird bei mir
für gleichzeitigen Amateurfunkbetrieb eine zusätzliche Entstörung notwendig sein.

Dazu werde ich zum Motor eine Gleichtaktdrossel einfügen, sowie die 230 V Zuführung über 2 EMV-Filter führen.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/1-IMG_6159.jpg

Rechts am Gehäuse werde ich das Hygrometer fest verschrauben.

Die Antenne für die Funk-Fernbedienung ragt durch ein Loch oben aus dem Gehäuse herausführen.

Nun muss gebohrt und geschraubt werden.

Gruß
Horst
 
Hallo Horst,

empfehle Dir an Stelle von Silikon

Sikaflex zu verwenden.

Sika wird im KFZ-Bau und im Bootsbau verwendet

Gruß
wspeer
 
Hallo,

Habe noch mal recherchiert und werde zum Abdichten der Türschrauben Carloflex 410 UV verwenden.

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Weiter habe ich mir Gedanken über die Zuführung des Schutzleiters PE zur rotierenden Kuppel
gemacht.

Für die elektrische Sicherheit ist der Schutzleiter so wichtig, dass ich nur eine dauerhaft
feste und sichere Verbindung haben möchte.

Weiter ist wichtig, dass das auch bei der Rotation der Kuppel gewährleistet ist. Zudem muss es auch
bei Minustemperaturen funktionieren.

Dazu habe ich mir eine hochflexibele 2,5 mm2 Kupferlitze besorgt. Sie ist zudem silikonisoliert,
und somit auch bei Minustemperaturen einsetzbar.

Hier mal die Verbindung im Innenbereich der Kuppel:

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/1-IMG_6163.JPG

Grün/gelber Schrumpfschlauch kennzeichnet diese Leitung zum Schutzleiter. Die Schrauben der
Befestigung des Home-Sensor-Winkels nehme ich zur Durchführung nach draußen.

Dort will ich dann die Weiterführung in einer Schleife machen.

Das zeige ich, wenn ich es durchgeführt habe.

Gruß
Horst



 
Samstag der 25. Oktober,

das Wetter war gut, und es mussten noch einige Quadratmeter Verbundsteinpflaster gelegt werden.

Erst gegen Mittag war wieder die Sternwarte dran. Ich bin ja momentan dabei eine sichere und
VDE-gerechte Erdvebindung für den rotierenden Teil der Kuppel zu schaffen.

Dazu habe ich diese Winkel angefertigt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/IMG_6167.JPG

Wie es damit weitergeht, und was ich damit vorhabe werde ich morgen berichten.

Gruß
Horst
 
Hallo,

Wie ich oben gezeigt habe, verbinde ich den rotierenden Schutzleiter mit der Durchführungsschraube
des Homesensor-Winkels. An dieser Stelle wird der Schutzleiter somit nach draussen geführt.

Da dürfen dann natürlich keine Hindernisse im Wege sein. Doch die 8 äußeren Befestigungsbolzen
können hier stören.

Dazu solche Schutzwinkel.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/Schutzwinkel%20red.jpg

Um ein Eindringen von Wasser zu minimieren habe ich noch großzügig Silikon aufgebracht.

Ein Blechstreifen an der Aussenseite des Homesensorwinkels führt den Schutzleiter weiter
und sorgt dafür, dass das Kabel außerhalb der Schutzwinkel abgelegt wird.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/%C3%84ussere%20Erdverdrahtung%20red.jpg

Das ist zwar nicht der "Hit", doch was besseres ist mir nicht eingefallen.

Auf keinen Fall wollte ich eine bewegliche Erdverbindung innerhalb der Kuppel haben.

An der Stelle des Netzanschlusskastens am Basisring führe ich den Schutzleiter wieder nach innen,
und verdrahte ihn dort.

Durch diese von mir durchgeführten Maßnahmen hat nun der bewegliche Teil der Kuppel eine
dauerhaft fest angeschlossene Erdverbindung.

LG und CS
Horst


 
Hallo,

es tut sich nicht viel !

Die Tage werden kürzer, zum Glück dabei auch die Nächte länger, und Arbeiten ist auch noch angesagt.

Trotzdem habe ich mal gebohrt, geschraubt und verdrahtet.

Eine bessere elektromagnetische Verträglichkeit bekommt man, wenn Verbindungsleitungen so kurz wie
möglich gehalten werden.

Die Anordnung der Komponenten ist für eine kurze Leitungsführung wichtig.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/1-IMG_6178.JPG

Der hier gelieferte Inverter ist "made in Korea". Der Hersteller schreibt für die CE-Konformität
ein EMV-Filter vor. Doch dieses wurde leider nicht mitgeliefert.
So das ich am 230V Eingang des Inverters 2 EMV-Filter deutscher Herstellung in Reihe schalten werde.

Die Verbindungsleitungen sind dabei nur wenige cm lang.

Auch die Verbindungsleitung zum Hygrometer ist durch direktes Anflanschen an das Aufbaugehäuse auf
wenige cm reduziert.

Den Heizwiderstand habe ich für einen besseren Wärmeübergang mit Wärmeleitpaste montiert.

LG und CS
Horst

 
Hallo Andreas,

der Shutter wird mit Motor geöffnet und sitzt in der Kuppel.

Ein Inverter wandelt die 230V Spannung um in 400V Drehstrom.

Der Motor ist Schutzklasse 1, und somit geerdet.

Da muss ich dann natürlich diese Erde auch mit dem Schutzleiter
der 230V Spannungszuführung verbinden. Der Hersteller der Kuppel
hatte vorgesehen, dieses über das Getriebe und das Zahnrad des
Zahnkranzes zu machen.

Nach VDE und CE - Vorschrift muss diese Erdverbindung aber dauerhaft
fest und sicher sein ( DIN EN 60335-1 ).

Gruß
Horst







 
Hallo Horst,

für kleinere Motoren der Spannung 230V kommt ein preiswerter Frequenzumrichter mit einer einphasigen Eingangsspannung von 230 V zum Einsatz. Dieser Umrichter stellt dem Motor eine dreiphasige Spannung bis 230 V zur Verfügung. Bei Verwendung eines solchen Umrichters ist daher ein Motor mit der Spannungsangabe 230 V verwendet, der dann in Dreieck geschaltet ist. Der Sanftanlauf und die Motorbremse sind dabei nicht Sache des Motors sondern des Frequenzumrichters mit einstellbarer Rampe. Die stufenlose Drehzahlsteuerung ist natürlich auch mit drin.

Diese Frequenzumrichter mit einer einphasigen Eingangsspannung von 230 V und einer dreiphasigen Ausgangsspannung von bis zu 230 V sind für Motoren bis 2,2 kW erhältlich! Die Leistung ist vollkommen ausreichend für den kleinen Kuppelspalt.

Ansonsten hast du ja meine und Egberts bedenken inzwischen selbst festgestellt. Die Spannungsversorgung der Kuppel ist ziemlich "speziell", jetzt wird auch noch irgendwie der fehlende Schutzleiter "reingebastelt". Ich würde diese gesamte Verdrahtung nicht empfehlen, denn VDE-gerechte Verdrahtung darf so nicht sein! Das ist wirklich fahrlässig.
Nebenbei bin ich jetzt schon ganz gespannt auf deine therostatisch geregelte Tropfwasserheizung in der Kuppel. Das (Feuchtraum-) Kondensat in der Kuppel anfällt, hast du ja inzwischen festgestellt.

Für mich ist bei dem Ganzen auch nicht ersichtlich, warum für den unproblematischen Kuppelspalt ein DC Motor nicht ausgereicht hätte.

LG
Eberhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

natürlich verstehe ich Eure Bedenken. Dennoch habe ich diese Kuppel im Garten, und auch alle
elektrischen Komponenten, wie sie vom Hersteller angeboten werden.

Daraus werde ich eine elektrisch sichere Anlage aufbauen. Ich habe natürlich auch das Kondensat
an der Innenwandung der Kuppel festgestellt, wie ich vor Tagen schon mal berichtet habe. Dazu
habe ich mir eine "Lösung" erdacht, die ich zeigen werde wenn ich sie realisiert habe.

Es gibt ja 2 Lösungsansätze. Entweder Kondensat vermeiden oder gezielt abführen.

Es gibt ja auch Luft-Wasser-Wärmepumpen für Aussenaufstellung, in denen Elektrik und
Elektronik vorhanden ist. Weiter fällt in diesen Geräten auch Kondensat an, und natürlich
ist alles entsprechend den Vorgaben elektrisch sicher.


Vom Hersteller der Kuppel sind Heizelemente für die Schaltkästen und die Getriebe der
Motoren vorgesehen, so dass hier eine Kondensatbildung vermieden wird. Diese Teile habe
ich mit gekauft, und werde sie auch montieren. Dazu gehören auch Thermostate als Temperaturregler.

Ich werde weiter berichten

Gruß
Horst
 
Hallo Eberhard,

kannst Du mir bitte sagen wo meine Verdrahtung denn nicht VDE-gerecht ist.
Und warum die so nicht sein darf ?

Ausserdem finde ich es schon heftig, mir an dieser Stelle Fahrlässigkeit vorzuwerfen,
wo Du ja meine Verdrahtung garnicht in Augenschein genommen hast!

Ich bin mit Sicherheit nicht lebensmüde.

Gruß
Horst

 
Hallo Horst,

die einzige Alternative , um wirklich sicher zu sein, ist die Verwendung eines Gleichstromantriebs für den Kuppelspalt (wie von Eberhard u. mir schon vorgeschlagen). Damit wärst Du auch das Problem mit dem mitzuführenden Schutzleiter los, zu dem Du Dir ja erfreulicherweise Gedanken gemacht hast, aber selbst anmerkst , dass das nicht der "Hit" ist. Beim ersten Schnee u. Frost besteht die Gefahr, dass der "abgelegte" Schutzleiter festfriert u. beim Bewegen der Kuppel abreisst. Dies würde wahrscheinlich gar nicht sofort bemerkt werden u. ist äußerst problematisch.

Weiterhin viel Erfolg, Horst
Egbert
 
Hallo Horst,

diese einfache Frage will ich Dir gern beantworten. Das die Kuppel ein Feuchtraum ist, hast du inzwischen selbst feststellen können.

Die Parallelführung des Schutzleiters zur Phase/Null ist immer zu empfehlen und weitgehend über die Zahnstangen und die Gewindebolzen zur Erde erreicht. Was ist, wenn jetzt z.B die Phase anreisst und/oder an einer feuchten Stelle mit der Kuppelwand in (kriechenden) Kontakt kommt. Was soll da bitte der Schutzleiter bewirken?

Du brauchst ein effizientes Mittel zur Vermeidung von gefährlichen Stromunfällen; insbesondere einem Erdschluss über den Körper!

Das würde z.B. der FI machen. Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen zielen ergänzend zu den richtigen Erdungsmaßnahmen im Schutzerdung und Schutzpotentialausgleich auf die zeitlich begrenzende Maßnahme ab. Solltest es zu einem Schluss über den Körper kommen, hast du momentan keinen effektiven Schutz und hängst da dran!

Aber wie gesagt, bei Niedervolt im beweglichen Elemente-Bereich wäre der ganze Aufwand nicht erforderlich gewesen. Die von ScopeDome angebotenen Kontaktrollen sind sicherheitstechnisch einfach nicht durchdacht, zumal die feste Übergabeposition mit Verwendung von Kontakten (Hochspannung oder Niederspannung) und dem Öffnen und Schließen des Kuppelspaltes in der Parkposition festgelegt ist.

Wie realisierst du z.B. jetzt das Einschalten des Teleskops über ScopeDome. Gibt es da auch wieder Kontaktrollen...? :gutefrage:

Es ist mir überhaupt nicht klar, warum der ganze Steuerkasten an die bewegliche Kuppelwand muß und nicht, wie z.B. bei mir zentral in der Kuppel untergebracht ist?

Ich habe das z.B. mit eigener Elektronik in meiner bescheidenen Kuppel gelöst.

Gruß
Eberhard
 
Hallo Horst,
ein feines Projekt hast Du da, dass ich mit Interesse verfolge.

An der Stelle:
Zitat von Horst0552:
möchte ich aber mal Bedenken anmelden.
Diese Leimholzgeschichten sind nach meiner Erfahrung nix für den Außenbereich mit wechselnden klimatischen Bedingungen.
 
Hallo zusammen,

der Hersteller meiner Kuppel hat für die Elektrik und Elektronik folgendes Konzept vorgesehen:

Und so will ich auch durchführen, zumal ich alle Komponennten dazu gekauft habe.

Der rotierende Teil der Kuppel hat für das Öffnen und Schließen des Shutters ein 230 V-Drehstrommotor,
der durch einen Inverter angesteuert wird. Dieser muss dann natürlich auch mit 230 V versorgt werden.
Die Elektronik für den Shutter mit den Endschaltern wird ebenfalls mit 230 V versorgt. Das Öffnen und
Schließen soll in jeder Kuppelstellung möglich sein. Somit muss dann auch immer eine Spannungsversorgung
vorhanden sein. Die Stromleiter werden durch Kontaktrollen auf die sich drehenden Stromschienen übertragen,
wie ich oben schon mal gezeigt habe. Die Verbindung des Schutzleiters ist dabei natürlich besonders
problematisch. Aber ich meine, meine aufgezeigte Lösung ist ein guter Kompromiss. Denn dadurch ist eine
dauerhafte und sichere Erdverbindung gewährleistet. Natürlich muss ich dafür Sorge tragen, dass die außen
liegende Erdleitung immer frei ist.

Im rotierenden Teil der Kuppel sind die Endschalter, der Motor mit dem Getriebe und der schon oben gezeigte
Schaltkasten berührbar. Diese Teile sind natürlich elektrisch absolut sicher. Die mit 230 V betriebenen
Geräte haben eine Schutzleiteranschluss, der natürlich auch angeschlossen ist. Dieser ist dann einmal über
das Getriebe mit dem Zahnkranz, aber auch zusätzlich über meinen verlegten Schutzleiter angeschlossen.
Die Sensoren haben nur Kleinspannung.

Die Elektrik für die Rotation ist gleichartig ausgeführt ( Getriebe-Motor, Inverter, Steuerelektronik mit
Home-Sensor und Encoder für die Position ).

Diese Elektronik hat dann allerdings noch einen Rechneranschluss. Und dadurch auch eine Verbindung zur
Elektronik der Montierung. Weiter kommunizieren die beiden elektronischen Steuerungen untereinander drahtlos.

Hier kann man das nachlesen.

Und es gibt auch noch eine drahtlose Fernbedienung.

Weiter eine Anleitung in englischer Sprache, womit ich aber so meine Probleme habe.
Ich hatte nie Lust englisch zu lernen und zu sprechen.

In meinem Gartenhäuschen ( Schalt- und Rechnerzentrum ) soll dann für Alles noch ein 230 V Trenntrafo installiert
werden, den ich dann auf der Sekundärseite Nulle, und die Sternwarte und übrige Elektrik und Elektronik über
ein 30 mA FI ( Fehlerstromschalter ) versorgen will.

Also ein FI, wie er auch für Feuchträume vorgeschrieben ist.

Nebenbei will ich alles etwas EMV-fester machen. Zusätzliche Filter und Gleichtaktdrosseln sind dazu erforderlich.

Das Buchen-Leimholzbrett, das hinten eine Leiste hat ( damit nicht runterfällt ) , habe ich mit OSMO Dekorwachs
gestrichen. Mal sehen ob es gut geht.

Es gibt also noch viel zu tun.

Ich berichte weiter.

Gruß
Horst
 
Hallo,

ich habe heute Abend den elektrischen Anschluss der Heizwiderstände für die Getriebe hergestellt.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/Heizwiderstand%20Getriebe.jpg

An allen Stellen ist doppelte oder dreifache Isolation mit hochwetigen Schrumpfschlauch vorhanden.

Das ist nötig, weil dieser Heizwiderstand mit 230 V betrieben wird. Auch werde ich das Zuleitungskabel
an einer Befestigungsschraube mit einer Klemmschelle fixieren.

Gruß
Horst



 
Hallo Horst,
die Scopedome 2.0 hätte dir ohne 230v Motor und Frequenzwandler (Inverter von LS Industial Systems) für den Kuppelspalt die ganze (Mehr-) Arbeit wesentlich entspannter gemacht. Ich habe z.B. für die Versorgung eine zentrale UPS mit IP-Switch (220V), der auch über eine App schaltbar ist. Würdest du es machen wollen, wäre es bei Dir auch schon wieder doppelter Aufwand.

Denn alternativ kann man bei ScopeDome auch die DC Variante konfigurieren und so bestellen. Da es nun so gekauft ist, musst du wohl den Aufwand weiter (be)treiben. Sicherheitstechnisch machst du es jetzt jedenfalls besser als Scopedome.

Weiterhin viel Erfolg!
LG
Eberhard
 
Zitat: In meinem Gartenhäuschen ( Schalt- und Rechnerzentrum ) soll dann für Alles noch ein 230 V Trenntrafo installiert
werden, den ich dann auf der Sekundärseite Nulle, und die Sternwarte und übrige Elektrik und Elektronik über
ein 30 mA FI ( Fehlerstromschalter ) versorgen will.
Also ein FI, wie er auch für Feuchträume vorgeschrieben ist.


Hallo Horst,

zunächst danke, dass Du uns an Deinem Sternwartenprojekt teilhaben lässt. Das könnte mir auch gut gefallen...

Die technische Umsetzung scheint jedoch aufwendig und nicht ganz unproblematisch. Möglicherweise ist sie herstellerseitig auch nicht richtig durchdacht bzw. ausgereift. Nebenbei angemerkt finde ich es schon fast übertrieben wie viel Technik für die Astronomie heute erforderlich ist. Kommt man da überhaupt noch zum Beobachten?

Eine Frage habe ich zu dem geplanten FI-Schutzschalter, der nach dem Trenntrafo zum Einsatz kommen soll: Der Trenntrafo koppelt das 230V Netz von der Erde ab, so dass kein Strom auf die Erde bzw. über den menschlichen Körper abfließen wird. Ein FI würde also nach dem Trenntrafo nicht ansprechen, da zur Erde kein Fehlerstrom abfließt. Jetzt willst Du den Trenntrafo sekundärseitig nullen (bedeutet erden), damit der FI wieder funktioniert? Welchen Zweck erfüllt dann der Trenntrafo?

Viel Erfolg weiterhin!
Bocian
 
Hallo Bocian,

das mit dem Trenntrafo wollte ich auch nicht mehr kommentieren, weil die Diskussion dann wieder in die falsche Richtung geht. Der FI würde jedenfalls reichen.

...Z.B. darf am Trenntrafo bei vorgeschriebener Schutztrennung nur ein elektrischer Verbraucher angeschlossen werden. Sind mehrere Geräte angeschlossen, so muss zwischen den einzelnen Geräten ein erdfreier, örtlicher Potentialausgleich hergestellt werden, ...usw...usw...

Ich denke die Diskussion führt zu nichts. Das ist hier von der Ausführung schon ein sehr überfrachtetes Beispiel, denn eine Umsetzung ist wirklich viel einfacher als hier beschrieben.

Eine 3m ScopeDome Kuppel plane ich auch für ein anderes Projekt. Leider ist die Baader mir zu teuer, da suche ich noch eine Gebrauchte.

LG
Eberhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich habe mal eine Skizze gemacht, wie ich mir das vorstelle.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/Bau%20meiner%20Sternwarte/Verdrahtung%20der%20Kuppel/Netzverdrahtungsplan%201.jpg

Wenn ich keinen Trenntrafo vorsehe, dann würde der FI meiner Wohnung auslösen und alles wäre
spannungslos. Ausserdem kann ich so auf der Primärseite noch eine Notbeleuchtung vorsehen.

Ich habe von meinem Gartenhaus leider keine eigene Leitung zur Stromverteilung ( Zählertafel ).

Natürlich sollte Alles so aufgebaut und installiert sein, dass der Fehlerstromschalter (FI) niemals abschalten muss.

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Mal allgemein gesagt:

Warum habe ich mir diese Sternwarte ausgesucht ?

Mit 59 Jahren habe ich dieses Hobby begonnen. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für Experimente und für Eigenbau.

Sie lässt sich gut zur ebenen Erde aufbauen.

Es ist eine große Eingangstür vorhanden, die das Hineingehen auch für älter werdende Menschen erleichtert.

Sie ist absolut Wetterfest und lässt sich wenn gewünscht auch über den PC fernsteuern.

Sie ist ausreichen groß für Teleskope, die man in 250 m ü.NN. zum Einsatz bringen kann.

In dieser Größe ( 3 Meter ) hat sie sicherlich ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Baukasten -- Möglichst schnell fertig sein, und dann nur noch um die "Optik" hauptsächlich Astrofotografie kümmern.


LG und CS
Horst




 
Hallo Horst,

zunächst Mal ein dickes Lob für diesen Beitrag! Ein tolles Projekt und noch toller beschrieben und bebildert. Ich finde es ein wenig schade, dass hier fast nur über allerlei potenzielle (Strom-)Fehlerquellen diskutiert wird und nicht mehr über die Sternwarte an sich und die astronomischen Beobachtungen die damit möglich sein werden. Bei Deinem beruflichen Hintergrund kann man davon ausgehen, dass das Thema elektrische Sicherheit genügend Beachtung findet. Obwohl ich einen ähnlichen Beruf habe (oder muss ein Ruheständler sagen „hatte“?), werde ich zum Thema nichts beisteuern.
Mir ist beim betrachten des Fotos in der Abendsonne spontan eine Frage gekommen. Hast Du für die Errichtung von Gartenhaus und Kuppel die örtliche Baubehörde fragen müssen? Bei uns hier ist es so, dass es einen örtlichen Bebauungsplan gibt, der lediglich ein(!) Gebäude auf dem eigenen Grundstück erlaubt. Da ich schon ein Gartenhaus habe, bleibt der Wunsch einer eigenen Kuppel leider unerfüllt.
 
Hallo Ralf, und alle Leser.

Natürlich habe ich mir vorher Gedanken über eine notwendige Genehmigung gemacht.

Nun gilt für jedes Bundesland eine entsprechende Bauordnung, und natürlich noch örtliche Bestimmungen.

Ich wohne hier am Stadtrand in einem "Industriegebiet", naja -- ein Ort mit 4500 Einwohner, und den einen
oder anderen Betrieb mit 3 bis 15 Beschäftigten.

Von besonderen Auflagen ist mir, und durch Überlieferung von meinem 2005 verstorbenen Vater, seit 1936
nichts bekannt.


Somit gilt die für Niedersachsen zuständige Bauordnung vom 10.Februar 2003.

Und da steht unter genehmigungsfreie bauliche Anlagen u.A.

1. Gebäude
1.1 Gebäude und Vorbauten ohne Aufenthaltsräume, Toiletten und Feuerstätten, wenn die Gebäude
und Vorbauten nicht mehr als 40 cbm - im Außenbereich nicht mehr als 20 cbm - Brutto-
Rauminhalt haben und weder Verkaufs- noch Ausstellungszwecken dienen; Garagen mit notwendigen
Einstellplätzen jedoch nur, wenn die Einstellplätze genehmigt oder nach § 69a genehmigungsfrei
sind,


Stellt sich für mich zunächst die Frage, ist eine Sternwarte eine Antennenanlage für sehr kurze Wellenlängen
im sichtbaren Lichtbereich kleiner 10m Höhe, oder ein Gebäude.

Für Antennen gilt:

4. Masten, Antennen und ähnliche bauliche Anlagen
4.1 Masten und Unterstützungen für Freileitungen und für Fernsprechleitungen,
4.2 Antennenanlagen, die als solche nicht höher als 10 m sind,


Wenn die Sternwarte ein Gebäude ist, so hat sie ein Volumen von etwa 13cbm. Das Schalt-, Steuer- und
Aufbewahrungsgebäude ( Gartenhaus) ein Volumen von etwa 24 cbm.

Zusammen sind das 37 cbm.

Ein weiteres Gebäude darf dann nicht größer als 3 cbm :smiley47: sein.

Gruß
Horst
 
Hallo Horst,

ich möchte mich den Ansichten von Ralf anschließen. Tolles Projekt, sehr gute Dokumentation in Wort und Bild und im Grunde genommen für jeden von uns nachahmenswert, denn eine feste überdachte Aufstellung ist sehr wertvoll. Außerdem ist es erwähnenswert, dass Du Dir die Mühe machst, die einzelnen Bauabschnitte hier zu veröffentlichen. Danke!

Ich denke, du wirst die Probleme der Elektroinstallation meistern. Werte es bitte als gut gemeinten Denkanstoß, nicht als Kritik:
Wenn Du den Trenntrafo mit PE oder N sekundärseitig verbindest, ist der eigentliche Sinn der Schutztrennung aufgehoben, denn die Sekundärwicklung hat dann wie die Primärwicklung Potenzial zur Erde. Und das wolltest Du ja eigentlich nicht. Der Trenntafo wäre dann überflüssig.

Ich freue mich über weitere Bilder und Berichte der kommenden Bauvorhaben.

Viele Grüße!
Bocian
 
Hallo Bocian,
potenzialfrei arbeiten sollte man nur dann, wenn es für den Moment nicht anders geht. Der Arbeitsbereich
muss dabei für den unbefugten Zugang und zufälliges Berühren durch andere Personen abgesichert sein.
Ausserdem darf das nur eine ausgebildete Elektrofachkraft machen. Also eine abgeschlossene „Lehre“
oder eine Studienrichtung, die mit Elektrik zu tun hat.

Bei einer Sternwarte eine Schutzvorrichtung aufzuheben ist nicht sinnvoll, weil ich sie ja auch anderen
Personen zugänglich machen möchte. Der Trenntrafo ist aber nötig, damit die Sternwarte hinsichtlich des
Schutzkreises von meiner übrigen Wohnung getrennt ist.

Gruß
Horst
 
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