Auflösung vs. Vergrößerung

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Hi Stefan,
eigentlich hängen Auflösung und Vergrößerung in gewissem Rahmen miteinander zusammen.
Rein physikalisch ist AUflösung ein WInkelfunktion.
Die volle Auflösung wird bei 1mm AP erreicht, was man förderliche Vergrößerung nennt. Praktisch ist Optikgröße in mm dann die Vergrößerung.
Jede weitere Vergrößerung darüberhinaus bringt physikalisch nichts mehr.
Visuell dagegen kann sie etwas bringen, weil unser Auge ja der Rezeptor ist, was ein eigenen Auslösungsvermögen also Grenzen hat die über der reinen Mathematik liegen.
Daher wirst bis in den Bereich AP 0,7/0,6 noch einen Detailgewinn haben können.

Nun kommen aber noch in der Praxis andere Faktoren dazu.
Optikgüte ( Scope und Oku und ggf. ZS ) Seeing ( lokal und allgemein ) und alle Kontrastkiller wie schlechte Innenschwärzung etc....

Daben ist das Objekt wichtig, Stichwort Punktlichtquelle und flächiges Objekt und die Helligkeit absolut sowie die Objektkontraste selbst.

Alls das führt im Zusammenspiel zu einem Ergebnis und einer idealen Ap zur Beobachtung. VIeles davon ist hier ja angeklungen und betrachtet worden.

Mit einem 130mm Newton der optisch i.O. solltest Du bis in den Bereich 200fach z.B. am Mond oder Planeten gut gehen können, wenn die Rahmenbedingungen passen.
Ausgewählte DS Objekte gehen bis in den Bereich 150/160fach
wie z.B. der Ringnebel oder M13 z.B.

Abwägen zwischen Auflösung und Vergrößerung muß man bei Objekten die schwachkontrastisch oder lichtschwach sind.
HIer geht man lieber mit wenig V ran, verzihtet auf Auflösungsvermögen um zu verhindern, dass das bischen Licht der Objekte durch zu viel V auf eine zu große Fläsche verteilt wird. Dies würde dazu führen dass der Unterschied Objekt zu Hintergrund unter den fürs Auge erforderlichen Mindestkontrast fällt und Du nichts siehst.

Gehst Du mit der V zu hoch , allgemein, vergrößerst Du automatisch die Fehler des eigenen Systems mit, so dass Du im Zweifel auch Details verlierst weil feine Strukturen durch systemfehler aber auch durch die Lichtverteilung auf eine zu große Fläche wieder an Kotrast verlieren und ggf verschwinden.

FÜr Dich konkret heißt es dass Du das 3,2mm Oku fast nie verwenden kannst, sondern bei DS im Hochvergrößerunges bereich eher mit Brennweiten zwischen 13 und 5 vllt. noch 4 arbeiten solltest.

CS
 
Zitat von Antares:
FÜr Dich konkret heißt es dass Du das 3,2mm Oku fast nie verwenden kannst, sondern bei DS im Hochvergrößerunges bereich eher mit Brennweiten zwischen 13 und 5 vllt. noch 4 arbeiten solltest.
Ja, zu diesem Schluss bin ich mitlerweile auch gekommen. Leider.

By the way: Hab mich das eine oder andere mal durch Deine HP geklickt. Sehr schön. Kompliment. :-)

LG, Stefan.
 
Hallo Stefan,

Zu diesem Thema folgendes:
Die optimale Vergrösserung ist etwa 1 x Durchmesser von Objektiv in mm (D). Die maximale Vergrösserung eines Fernrohres ist etwa 2 x D (guter Qualität verausgesetzt).
Bei starkeren Vergrösserungen kommen keine Details mehr hinzu.

Erklährung
Dass die optimale Vergrösserung etwa 1 x pro mm Durchmesser ist und die maximale etwa 2 x ist reiner Zufall weil wir im metrischen System arbeiten.
Genau genommen ist die optimale Vergrösserung abhängig von der eigenen Trennleistung vom Auge des Beobachters und die ist bei jede Person anders.

Nach Dawes ist die Trennleistung eines Fernrhores 117”/Durchmesser vom Objektiv in mm.
Die mittlere Trennleistung des Auges des Beobachters bei konzentriertes Beobachten ist im Schnitt 1’ (1 Bogenminute). Um eine Trennung in der Abbildung eines Objektives sehen zu können braucht mann also eine Vergrösserung van 60”/117” * den Durchmesser des Objektives ist gleich ~0,5 x D.
Da aber konzentiertes Beobachten viel Energie kostet ist ein Faktor 2 schon eine wesentlich weniger ermüdend. Nun ja, ~0,5 x D x 2 = ~ 1 x D. Dann ist die Austrittspupille des Fernrohres 1 mm. Bei dieser Austrittspupille hat man noch wenig Probleme mit Unsauberheiten in der Tränenflüssigkeit. Diese Unsauberheiten sind z.B. tote Hautzellen.
Wird stärker Vergrössert dann werden die relativ immer grösser und stören immer mehr. Dazu kommt noch die Luftunruhe die auch mit vergrössert wird in immer besser sichtbar wird.

Wenn das Teleskop ein 100% Gerät ist, braucht ein Beobachter mit einer Augentrennleistung von 0,7’ nur eine Vergrösserung van 0,35 x D um dieselben Gesamttrennleistung zu haben als ein Beobachter von 1,4’ bei einer Vergrösserung von 0,7 x D.
Dass macht es auch so schwer Teleskope visuell zu Vergleichen. Eigenlich geht das nur wenn die Geräte neben ein ander Stehen, gleiche Öffnung, gleiche Brennweite, gleiches Okular (fysisch das selbe, also nicht zwe gleiche Okulare aus einer Serie) und der Beoachter gleich ist.

Der Augenoptiker benutzt den Visus und ist gleich 1'/Augentrennleistung in bogenminuten.
Ein Visus von weniger als 0,32 gilt als "Sehschwach" (Amblyop), zwischen 0,4 und 0,63 als "herabgesetzt", von 0,8 bis 1,6 als "ausreichend bis gut" und von 2 als "überdurchschnittlich".

Gruß,

Harrie
 
Hi Stefan,
danke schön.
Nun was heißt leider?
Wirst sehen es ist viel machbar auch mit kleinen Vergrößerungen und Öffnungen. Sehen kannst echt einiges
auch wenn es natürlich etwas weniger optisch spektakulär ist, als hättest Du 12 oder 16 Zoll.
Trotzdem gibts viel zu entdecken, einiges kommt auch mit der Übung.
Also ran an den Himmel
CS
 
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