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Stuttgarter

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Hallo liebe Forum-Mitglieder,

ich habe lange überlegt aber bin der Meinung dass dieses Thema in diese Rubrik eher hinein passt als unter IYA.

Ich habe der Kindergartengruppe meiner kleinen Tochter folgendes angeboten:
Im Rhamen des IYA veranstalte ich für die 25 Kinder (und natürlich die Eltern) einen kleinen "Beoachtungsabend". Da die Kinder im Alter von 3-5 sind, möchte ich mich voll und ganz auf Mond und Jupiter beschränken.
Das Angebot wurde sehr gerne angenommen.

Ich werde ein ETX 90 sowie einen kleinen Refraktor mitbringen um den Kindern einen kleinen ersten Einblick auf z.B. den Mond zu ermöglichen. Kleine Stühle auf die sich die Kids stellen können sind ja reichlich vorhanden.
Das die Lust der Kleinen nach ein-zweimal durchschauen gestillt sein dürfte, meine Frage an Euch:
Wer hat schon einmal Erfahrungen mit so einer Aktion gemacht?
Was kann man den Kleinen noch bieten (spielerisch die Reise der Erde um die Sonne und zusätzlich den Mond darstellen?....).

Gibt es Poster, Broschüren oder Flyer zum Thema IYA allgemein die ich mir irgendwo bestellen und für die Eltern auslegen kann?
Ich plane entweder im Oktober (22.) oder November um 17:30 Uhr anzufangen. Muß natürlich darauf achten, dass der Mond um die Uhrzeit an dem Tag auch zu sehen ist :-)

Ich mache das zum ersten Mal, die gesunde Nervosität steigt langsam.

Hoffentlich könnt ihr mir noch eine Reihe von Tipps geben.

Viele Grüße aus OWL
Michael
 
Hi!

Um Kindergartengruppen hab ich mich bislang immer gedrückt... Es ist schon als recht knifflig, bis die Kids rausfinden, wie man in ein Okular reinschaut, ich hoffe, du hast eine stabile Montierung, sonst wird das Teleskop gerne mal verstellt.

Die Mondphasen mit drei Kindern und einer Taschenlampe darzustellen, die alle umeinander kreisen, hast du ja schon angesprochen.

Ebenfalls beeindruckend könnte ein Modell des Sonnensystems sein - wie weit ist Jupiter weg, wenn die Sonne so groß wäre? Unter http://sternwarte.org/inter_sonnensystem.html hab ich mal eine Berechnungshilfe gebastelt.

Den Schattenwurf auf dem Mond bei Halb- und Volmond kann man wunderbar mit einer Taschenlampe und einer Rauhfasertapete oder einem unebenen Fußboden darstellen.

Generell gilt bei Kindergruppen: Mach nicht zu lange. 90 Minuten sind in der Regel die Obergrenze; peil lieber eine Stunde an. Meine Erfahrung mit Grundschulklassen und Unterstufe ist, dass (bei 30 Kindern und zwei Teleskopen) spätestens nach einer halben Stunde Chaos einkehrt - dann dauert das Warten auf die nächste Attraktion zu lange, ud ich bin auch immer froh, wenn dann Feierabend ist:-)

Im Klassenzimmer sind sie besser zu bändigen, aber wie gesagt: Erst ab Grundschule, mit Kindergarten hab ich keine Erfahrung. Von daher: Plan nicht zuviel.

Als Schlechtwetterprogramm benutzen wir bei öffentlichen Veranstaltungen (auch am Tag) immer gerne einen kleinen Plastik-Schlumpf in 30 bis 100 m Entfernung, der dann im Teleskop eingestellt wird.

Auch Papierraketen kommen immer gut an, wenn auch manchmal mehr bei den Vätern als bei den Kindern - ist zwar jetzt nichts wirklich astronomisches, aber Astronomie und Raumfahrt gehen in der Wahrnehmung eh ineinander über.

Vielleicht findest Du auch bei ESA/Education ein paar Anregungen.

Viel Erfolg,
Alex
 
Hallo Michael,

die Erfahrung mit meinen beiden Söhnen (derzeit 4 und 6 Jahre) ist folgende: Beim Durchgucken wird das Okular herangezogen. Dabei kann auch schonmal die Glasfläche des Okulars berührt werden.
Was beeindruckt sind große helle Dinge, also der Mond, denn den kann man auch so sehen und das Gesehene kann besser verarbeitet/eingeordnet werden. Nur so bleibt das Interesse an der Sache erhalten.
Die Konzentration lässt im Alter von 3 bereits nach 15 Minuten nach, mit 5 kann es einen Tick länger gehen. Ablenkung wird beim Warten bereits nach einer Minute gesucht - eine große Gruppe dürfte dir entgleiten.
Daher ein Vorschlag: Bilde kleinere Gruppen, so dass die Wartezeit am Teleskop nur kurz ist.

Grüße,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Michael,

ich denke mit Ferngläsern (8x30, 7x40, etc. recht leicht 600 Gramm) kommst du besser zurecht mit den Kleinen.

Gruß
lots
 
Euch Dreien schon einmal ein großes Dankeschön!
Eure Tips werden mir sicher helfen.

Vielleciht gibt es ja von dem ein oder anderen aus unserem Forum noch einen weiteren Hinweis.

Ich werde Euch natürlich berichten wie es dann war. Ist ja noch ein paar Wochen hin :-)

 
Hallo zusammen,

der Termin steht jetzt fest. Am 26.11.09 gehts los.
Beginn 17:30 Uhr, Ende 18:30 mit anschließendem gemeinsamen Abendessen.

Am Start habe ich dann ein Minox BV 8x42, einen billigen Refraktor 60/700 und ein ETX 90. Ich hoffe damit komme ich zurecht.
Vielleicht bitte ich die Eltern darum, auch ihre "Feldstecher" mitzubringen wenn sie welche haben - Wartezeitverkürzung...

Hat noch jemand einen Tip für mich?

Viele Grüße aus OWL!
Michael
 
Hallo Michael
Also ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass selbst eine Stunde mit Kindergartenkinder recht lang sind. Ich habe selbst eine KiGa-Gruppe auf der Sternwarte gehabt. Obwohl ich damals selbst 2 Kinder in dieser altersgruppe hatte, muss ich rückblickend sagen dass es einfach für Astronomie zu früh ist. Wenn es nur darum geht die Kids durchs Teleskop schauen zu lassen ist´s OK. Aber den Himmel (selbst in einfachster Form) nahezubringen ist schier ein Ding der Unmöglichkeit.
Punkt 1: Es sind Kinder, die altersentsprechend aufgeweckt sind und es mit der Aufmerksamkeit noch nicht so genau nehmen.
Punkt 2: In der Gruppe alles mögliche im Kopf haben (Schupsen, ärgern, usw.) nur nicht konzentriert bei der Sache bleiben.
Punkt 3: Und das ist kein Witz oder Scherz, suchen die meisten Kinder in dem alter DIE MÄUSE AUF DEM LÖCHRIGEN MONDKÄSE !!! Und du kannst mir glauben wenn ich sage, dass für die das Weltbild zusammenbricht wenn Du ihnen sagen musst das es keine Mäuse auf dem Mond gibt, wo doch in jedem Kinderbuch oder Eltern oder....sagen dass es doch welche dort gibt. Auch die Sonne ist eine Frau mit Sonnenbrille !

Deshalb würd ich Dir raten bei Bastelei und mal den Mond kurz angucken es zu belassen. Wie gesagt, alles aus eigener Erfahrung heraus.

Ich für meinen Teil mache deshalb nur noch Führungen wenn wenigstens dieses "Kindliche Weltbild" nicht mehr vorhanden ist.
Ich hoffe es wird nicht falsch verstanden. Ich hab nichts gegen Kinder (hab ja selbst welche) aber in diesem Alter ist die Astronomie noch zu früh.


Du kannst uns ja berichten wie es bei dir war.

So jetzt könnt ihr über mich herfallen :biggrin:

Gruss Hans-Peter
 
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