aufrüsten oder neu kaufen?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Pommy13

Aktives Mitglied
hey
ich habe von Wolfi einen 114/900 mit viel Austattunf gekauft, 6 Okluare (gute, denke ich) motor, Barlow, Filter etc auf EQ-2. wie ihr wisst, und ich mittlerweile auch, ist die EQ-2 nicht der Weissheits letzter Schluss.

Sollte ich nun für diese Montierung einen Maksutov holen, eine bessere Montierung für den Newton (EQ-3 oder Astro 5) und später einen grösseren Newton, oder einen Dobson, und später eine passende z.b. EQ-6 oder vglb?

Ich möchte in jedem Fall fotografieren, denn das ist mein grosses Hobby, und sollte auch hierbei nicht aussen vor bleiben.
Über Tipps und oder Erfahrungswerte wäre ich mehr als dankbar. Ich lese schon die ganze Zeit hier so alles was meine Augen erfassen. Aber habe keinen vglb Eintrag gefunden
gruss
Pommy
 
Hi,

Ich rate dir zu einer neuen Montierung.
Habe mir zwar gestern bei Wolfi ein 114/910er newton ebenfalls mit eq2 gekauft, hätt ich ein schwerers portmonä(flasch geschrieben *g*) würd ich auch eine bessere monti kaufen.
Das Maskutov soll ja bestimmt ne nummer größer als das newton werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

DAs Newton auf der EQ2 hat noch (!) grad genug "power" das Newton zu halten, für Astrofotographie eher nicht mehr, könnte aber bis 100x vergößerung klappen.
Das alles hat auch mit dem Geldbeutel des Astronoms zu tun.

Am besten du lässt dich von einem mehrerfahrenem MItglied oder Wolfi beraten.
Denke aber das sie das gleiche antworten.

Viele GRüsse

OddBot
 
Hi Pommy,

das wichtigste ist meiner Meinung nach immer die Montierung. Da Du Fotografie nennst, nimmt die Wichtigkeit um Faktor 3 zu, meinetwegen auch um Faktor 300... :-)

Also, während für die Fotografie von Planeten schon die EQ-2 einige Möglichkeiten gibt, und zwar mit einer Webcam, würde für Aufnahmen von Sternen und Nebeln keine Montierung unterhalb einer HEQ-5 oder GP Sinn machen.
Das ist dann eine Montierungsklasse, die visuell und für Planetenfotografie bis hin zum kurzen 8-Zoll-Spiegelteleskop tragfähig ist, oder die auch einen 150mm Mak gut trägt.
Damit hat man auch als Fotografie-Einsteiger ersteinmal viel Zeit zum Üben, die man auch braucht. Man sollte ja erstmal DeepSky-Fotos mit kleinen Teleobjektiven machen. Wenn dann aber DeepSky-Fotos durch ein grosses Teleskop folgen sollen, müsste man schon an eine noch stabilere Montierung denken. Zum Beispiel eine GP-DX, oder eine umgerüstete EQ-6, oder...

Clear Skies
Sven
 
Hallo, Pommy,

Sven hat - wieder einmal - völlig recht. Für das Fotografieren sind, wenn nicht nur ein Planetenscheibchen kurz und in der Nähe der optischen Achse abgebildet werden soll, eigentlich nur drei Dinge wirklich essentiell: ein ebenes, nicht gewölbtes Bildfeld, ein "schnelles" Öffnungsverhältnis und eine bombenfeste Montierung. Das alles muss teuer eingekauft werden und hat für die visuelle Beobachtung in der Regel keine so große Bedeutung. Wenn du einmal Deep Sky durchs Teleskop fotografieren willst, solltest du eigentlich nicht unter GP, besser GP-DX planen; das Öffnungsverhältnis der Optik sollte nicht oder nicht wesentlich unter f/6 liegen, und nicht koma-korrigierte Newtons kannst du ganz vergessen.

Die Entscheidung, fotografisch etwas vorzeigbares zu produzieren, ist also eine grundsätzliche Weichenstellung, und es hängt eine ganze Menge Geld dran, sie sollte also sorgfältig vorbereitet sein.

Außerdem spielt auch eine Rolle, ob man wirklich persönlich bereit ist, wegen der Herstellung einiger weniger gelungener Fotos relativ wenig vom Himmel zu sehen und kennenzulernen, denn Transport, Aufbau, Ausrichtung und Belichtung kosten unendlich viel Zeit, die als Beobachtungszeit dann logischerweise nicht mehr zur Verfügung steht. Das war für mich beispielsweise der Grund, nicht vertieft ins Fotografieren einzusteigen.

Eigentlich wolte ich dir die Entscheidung nicht erschweren, aber später Frust mit lauen Kompromisslösungen schmerzt noch viel mehr.

Klare Nächte!

astroklaus






 
nochmal hallo pommy,

ich hab dir ja auch an anderer stelle schon
geantwortet.
das mit dem fotografieren ist eine sehr heikle
sache. wenn man das nicht einmal selbst miterlebt
hat, kann man sich nicht vorstellen was damit
alles verbunden ist.
am besten wäre, du nimmst diesbezüglich kontakt
mit einem astrofotografen in deiner umgebung
auf, der dich mal mitnimmt zu einer fotosession,
damit du eine konkrete vorstellung vom ablauf
so einer fotonacht bekommst.
wenn dir das dann wirklich gefällt, hast du dein
fachgebiet gefunden und kannst du auf ausgaben
im bereicht von mindestens 3000-5000 EUR vorbereiten.

auf jeden fall solltest du erstmal aufs
fotografieren von planeten, mond und
sonne beschränken. glaub mir, selbst da
dauert es lange zeit bis man es richtig draufhat.
versuch doch erstmal gute ergebnisse mit deinem
jetzigen gerät zu produzieren. mit dem 114er
ist auch fotografisch einiges möglich, zb. am
mond und an der sonne kann man hochaufgelöste
bilder machen, wenn man es kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

immer schritt für schritt!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Pommy,

ich kann mich den Sätzen von Tom nur voll und ganz anschließen! Seit genau einem Jahr und 8 Monaten veruche ich Bilder von Sonne, Mond und Planeten mit einem 114/900er Netwon zu machen. Es ist für mich nicht mehr nachzuvollziehen wieviel Zeit ich investiert habe um diese Bilder, die du auf meiner Homepage sehen kannst hinzubekommen. An Deep Sky würde ich mich im Moment noch gar nicht haranwagen, ich habe noch genug mit den Objekten im Sonnensystem zu tun und das ist schwierig genug. Aber es macht trotzdem einen Riesenspaß !
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben