Aufsteigen?

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Redhorse

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Hallo Leute,

ich besitze derzeit ein Bresser 10x40, das mir insgesamt eigentlich gut gefällt. Nun stellt sich die Frage, ob ich mit einem anderen Glas "mehr" sehen kann. Lohnt sich ein Aufstieg auf ein 10x50 oder sollte es gleich was grösseres sein? Würde mich erst mal nur grundsätzlich interessieren. Welches Fernglas dann in Frage kommt, ist dann ein späteres Thema.

Da ich mittlerweile 50 Jahre alt bin, ist das wohl auch in Sachen Austrittspupille zu beachten oder habe ich da etwas in den falschen Hals bekommen?
 
Hallo Bernhard,

wenn Du einen sehr dunklen Himmel hast, dann dürfte der Wechsel von 10x40 zu 10x50 einen sichtbaren Fortschritt bringen - insbesondere, wenn es sich um ein gutes Fernglas handelt (etwa Fujinon FMT-SX, Docter Nobilem etc.), das dann noch mit 10% mehr Transmission gegenüber dem Bresser punktet.

Einen echten Leistungssprung bekommt man dann aber mit einem montierten Fernglas der 80er Klasse, am besten mit abgewinkeltem Einblick.

Austrittspupillen über 6mm sind für viele Leute in Deinem Alter nicht mehr voll nutzbar, aber die wären ohnehin nur bei perfekter Dunkelheit sinnvoll, die in Deuschland ja nur noch in wenigen Gegenden zu finden ist.

Viele Grüsse,
Holger
 
Hallo Bernhard, hallo Holger,

als Aufstieg vom 8x40, das auch noch sehr gut aus der Hand heraus funktioniert, würde ich, geht es NUR um die Astronomie, zum 16x70 von Fujinon greifen. Das wohl beste in dieser Preisklasse.
Ich selbst setzt das Miyauchi 20/30 x77 ein und bin damit absolut zufrieden. Allerdings wird es dies nicht mehr geben.

Zu Holger:
...stimmt nicht ganz, das Alter spielt nach mehreren diesbezüglichen Tests keine Rolle mehr, das hatte man anders erwartet.

Wichtiger ist ggf, durch ein solches Glas mal selbst durchzuschauen um festzustellen, ob es einem überhaupt liegt.

Ganz wichtig: das Fujimon oder jedes andere Glas größer als 10x muß unbedingt auf ein Stativ, man sieht damit das dreifache.

CS
Winfried

...auch schon Nahe der 60...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich stimme Winfried zu, das Thema AP wird m.E. oft zu pauschal abgehandelt. Ich kenne einige Sternfreunde der Generation 60+, die durchweg noch auf 6 - 6,5 mm AP kommen.

Viel problematischer ist, vor allem bei jüngeren, der Genuss von Nikotin und Alkohol, der m.E. größere Auswirkungen auf die AP und das allgemeine Wahrnehmungsvermögen des Auges hat als das Lebensalter.

Gruß
Adson
 
Pupille und Alter

Hallo Winfried und Adson,

nach neueren Erkenntnissen haben individuelle Schwankungen der Pupillengrösse einen stärkeren Einfluss auf die Statistik als früher angenommen. So gibt es durchaus einzelne 70-jährige, die noch 7mm Augenpupillen vorweisen können. Dennoch führt die Mittelung aller Messwerte zu einer mit dem Alter abnehmenden Augenpupille. Mit anderen Worten: Das Alter spielt sehr wohl eine Rolle, aber es gibt auch starke individuelle Ausreisser.

Deshalb habe ich es mit Absicht eher vorsichtig (und eben nicht pauschal) ausgedrückt:

"Austrittspupillen über 6mm sind für viele Leute in Deinem Alter (d.h. 50 Jahre) nicht mehr voll nutzbar"



Viele Grüsse,
Holger
 
Re: Pupille und Alter

Vielen Dank, diese Daten hatte ich im Gedächnis, als ich meinte, es gäbe zwar eine starke Streuung, aber dennoch eine allgemeine Tendenz nach unten. Im Grunde sollte jeder, der das ideale Fernglas für die Dunkelheit sucht, seine eigene Pupille messen lassen, dann erst weiss er genau, wo seine Grenzen liegen ...

Um aber nicht vom Thema abzukommen: Für die Himmelsbeobachtung mit Restlicht (Stadt in der Nähe) ist ja, wie wir alle wissen, davon abzuraten, möglichst grosse Austrittspupillen zu verwenden. Daher sind 4mm oft ein guter Kompromiss, um einen dunklen Hintergrund zu bekommen, und erst bei sehr dunklem Himmel sollte man sich über die 5mm hinauswagen.


Viele Grüsse,
Holger
 
Re: Pupille und Alter

Zitat von holger_merlitz:
Um aber nicht vom Thema abzukommen: Für die Himmelsbeobachtung mit Restlicht (Stadt in der Nähe) ist ja, wie wir alle wissen, davon abzuraten, möglichst grosse Austrittspupillen zu verwenden. Daher sind 4mm oft ein guter Kompromiss, um einen dunklen Hintergrund zu bekommen, und erst bei sehr dunklem Himmel sollte man sich über die 5mm hinauswagen

Woraus ich wiederum schließe, dass ich ruhig bei dem 10 x 40 vorerst bleiben kann. Über ein Großfernglas kann ich später mal nachdenken ...

Danke für die Antworten.
 
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