Augen- Dunkel- Adaptation - linear ?

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StephanPsy

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Das Auge benötigt ja ca 45 Minuten in der
Dunkelheit, um die beste Sehleistung bzw höchste Empfindlichkeit
zu erlangen, weil da irgend so ein chemischer Stoff erst gebildet werden muß
(oder so). Verläuft diese Empfindlichkeitskurve nun linear, oder bleibt die
Empfindlichkeit erst mal relativ gering und steigt dann gegen Ende der 45
Minuten steil an, oder steigt sie zu Beginn steil an und wird dann immer
flacher gegen Ende der 45 Minuten ???? Klar ist dabei, daß erst mal
die Öffnung (Weitung) der Pupille am meisten bringt. Meine Frage bezieht sich auf die
Zeit danach, wenn die Pupille (nach ca 5 Minuten) schon ganz offen ist,
steigt dann die weitere Empfindlichkeit wegen der chemischen Veränderungen im Auge linear an
oder in einer Kurve, und wenn in einer Kurve, wie ? erst steil und dann flach oder erst flach und am Ende steil ?
Mit anderen Worten, wenn ich mir die Dunkeladaptation durch den Blick beispielsweise in die Scheinwerfer eines vorbeifahrenden Autos "versaue", dauert es dann wieder volle 45 Minuten, bis ich wieder die annähernd beste Sehleistung habe (gegen Ende steil ansteigende Empfindlichkeitskurve), oder bringen die letzten Minuten gar nicht mehr so viel an Empfindlichkeitszuwachs (zu Beginn steil ansteigende Kurve) ?

Ich bitte um Antworten,

schöne Grüße




 
Hallo Stephan,

gute Frage.
Stichwort: Dunkeladaptionskurve

Gefühlsmäßig und aus der eigenen Erfahrung würde ich schätzen das nach der kurzen Blendung (<< 1min) durch einen Scheinwerfer die Empindlichkeit der Stäbchen nicht sofort vollständig Rückgängig gemacht ist (und es lange dauert bis sich die maximal Empfindlichkeit wieder einstellt hat), sondern eher eine "schnelle" Verkleinerung der Pupillen eintritt.

Grüße
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo




 
Habe vor 2 Jahren meinen LKW-Führerschein auf "EURO" umschreiben lassen, dafür mußte ich einen genau so
aufgebauten Test machen: zuerst 10min sitzen in dunklem Kämmerchen (erstaunlich, wie hell das nach so 5 min
wird - wobei der spektakulärste Effekt mindestens 5-7 Minuten benötigt hat) und dann Blendung -
die Adaptation wird gestört, aber da der Hauptteil ja auch die chemische Bereitstellung von genügend Retinol
(so hieß das glaube ich) ist und die Pupille ja blitzartig schließt, ist doch nicht gleich alles vorbei.
Nach den besagten 10 Minuten geht es nur noch ganz langsam weiter - aber selbst nach 1/2 Stunde kommt noch
ein wenig, wie man vom Beobachten ja weiß. Also auf keinen Fall linear, eher exponentiell.

Die Pupille weitet sich dagegen deutlich schneller: bereits Sekunden z.B. nach Einfahrt in einen Tunnel muß ja
das Auge angepaßt sein.

Gruß
 
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