Augenschäden bei Mondbeobachtungen ??

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Ehemaliges Mitglied

Hallo und guten Morgen, :)

ich hab eine kleine Frage zu der Mondbeobachtung.

Da letzten Samstag Vollmond und teilweise auch ein klarer Himmel war, hab ich mein GSO 6/F (150/900) auf EQ5 aufgebaut und mit meinen drei Okularen (32mm, 24-8mm und 6mm) den Vollmond betrachtet. Dabei wars mir teilweise jedoch sehr unangenehm, da der Vollmond schon ziemlich hell geleuchtet hat. Nach ein paar Sekunden ging es aber und ich konnte den Mond länger betrachten. Jetzt mach ich mir aber sorgen um meine Augen und wollt nachfragen ob da irgendwelche Schäden auftauchen könnten? In Google konnte ich keine klare Antwort finden, weil dort viele Meinungsverschiedenheiten gibt.

Ich habe zwar ein http://www.teleskop-express.de/shop...ansmission-Durchlass---keine-Einfaerbung.html Graufilter aber diesen kann ich nur für mein 6mm Plössle und SEBEN Zoomokular 8-24mm nutzen, das Übersichtsokuar hat 32mm und 2" Zoll. Aber selbst mit dem Graufilter ist es noch ein klein wenig "zu" hell. Lag aber vielleicht auch nur daran, dass wir Vollmond hatten.

Gruß,
Squall
 
Zuletzt bearbeitet:
Wäre schön, wenn man demnächst Ison unter Bedingungen beobachten könnte,
die bedingt durch die extreme Helligkeit Isons leichte Reizungen der Augen hervorrufen würde !!!

Diese würde ich dann gerne " in Kauf " nehmen ! :o)

Stay calm ...

Sascha



 
Ah Okay - dann brauch ich mir keine sorgen zu machen, danke für die Aufklärung ;)


Gruß,
Squall
 
Hallo Mike!

Hört sich korrekt an was du sagst,
aber was willst du damit sagen? ?)

Gruss
Thorsten

PS: Der Link geht bei mir nicht.

Edit: Ups, dein Post ist verschwunden... :O
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thorsten,

tut mir leid, ich hab meinen Post entzwischen gelöscht, ich muß mir die Sache erst gründlicher überlegen. Mir ist aber aufgefallen, dass bei den Grenzwerten hinsichtlich der Leuchtdichte ein Unterschied gemacht wird, wie groß sich diese dem Auge präsentieren, was ja mit meiner eigenen Beobachtung übereinstimmt. Der Vollmond blendet das bloße Auge nicht. Der Vollmond im 60cm Dobson trotz gleicher Flächenhelligkeit aber sehr, das kann ja dann nur darin liegen, dass er im ersten Fall nur 0.5 Grad Durchmesser hat im zweiten bei 100 facher Vergrößerung aber 50 Grad scheinbarer Durchmesser oder liege ich da falsch?

CS Mike
 
Hallo Mike,

Du liegst teilweise. Auch bei nur mäßiger Vergrößerung blendet der Mond. Es gibt nämlich einen großen Unterschied:

Mit bloßem Auge reguliert die Augenpupille die durchgelassene Lichtmenge, am Teleskop klappt das aber nicht, weil sie in die Austrittspupille "gequetscht" wurde. Die kann vom Auge nur teilweise abgeblendet werden.

Jetzt könnte man vermuten, daß Mondbeobachtungen bei sehr langer Brennweite und ohne Okular (Betrachtung des Luftbildes, geht gut ohne Brille bei Kurzsichtigkeit) trotz des dann großen Mondbildes keine Blendung geben sollten, weil die Augenpupille wieder zum Einsatz kommt - und das ist auch so!

Beispiel aus der Praxis: 300-mm-Cassegrain mit 6000 mm Brennweite, etwa -7 Dioptrien (143 mm "Okularbrennweite") -> 42fache Vergrößerung. Es war fast Vollmond, dennoch keinerlei Blendung.

Grüße

fquadrat
 
Moin!

> Auch bei nur mäßiger Vergrößerung blendet der Mond.

Zwischenfrage: Welcher normaldenkende Mensch guckt sich in einem Teleskop den Vollmond an?! Na ist doch nix zu sehen. :cool:

Wikipedia sagt:
1. Zapfensättigung (Blendung): ab 100.000 - 1.000.000 cd/m²
2. Oberfläche des Mondes: 2500 cd/m²

Wo ist das Problem?
 
Hallo Micha,

auf dem Vollmond sind durchaus interessante Entdeckungen zu machen. Krater an sich sind meistens langweilig (Plato ist eine der Ausnahmen), aber Strahlensysteme sehen klasse aus. Einige Formation hoher Albedo machen auch Spaß oder sind zumindest gut sichtbar. Linné ist besonders gut zu erkennen, für Reiner Gamma soll das ebenfalls gelten.

Bei Betrachtung mittels halbwegs großem Teleskop blendet der Vollmond anfänglich sehr. Später gibt sich das etwas, aber wirklich angenehm wird es nicht. Die Adaption an die größere Helligkeit ist also nicht vollständig.

Grüße

fquadrat
 
Hallo.

Wikipedia sagt:
1. Zapfensättigung (Blendung): ab 100.000 - 1.000.000 cd/m²
2. Oberfläche des Mondes: 2500 cd/m²

Sicher können wir alles theoretisch berechnen, aber wenn es
praktisch blendet, sollte man eben das Licht entweder mit
einem Neutralfilter (ND 0.9 oder 0.6) oder zwei Polfilter
(oder einem doppelten Polfilter) dämpfen.

In der Beobachtung können wir nicht immer nach theoretischen
Gesichtspunkten handeln, sondern müssen individuell bleiben -
dem einen Beobachter stört die Helligkeit im Okular nicht,
dem anderen blendet die Helligkeit.


Welcher normaldenkende Mensch guckt sich in einem Teleskop den Vollmond an?! Na ist doch nix zu sehen.

Wie f² schon schrieb, gibt es auch bei Vollmond interessante Strukturen,
die sich auch "normal denkende" Leute ansehen.


Viele Grüße
*entfernt*
 
Bevor ihr diskutiert, solltet ihr euch über die
Bedeutung des Wortes "blenden" einig werden.

Natürlich "blendet" der volle Mond wenn man
ihn in einem Teleskop anschaut, aber "Augenschäden",
wie oben befürchtet, verursacht er mit Sicherheit nicht.

Grüssle
Thorsten
 
Hi, Winnie

Zwischenfrage: Welcher normaldenkende Mensch guckt sich in einem Teleskop den Vollmond an?! Na ist doch nix zu sehen.

1. Sternbedeckung Ein und Austritt
2. Planetenbedeckung Ein und Austritt
3. Beobachtung von TLPs
4. Beobachtung Meteoriteneinschläge
5. Vogelzählung
6. Beobachtung von Strahlensystemen auf der Mondoberfläche
7. Beobachtung gewisser Mondformationen die bei Vollmond besser oder anders zu sehen sind als bei Terminatornähe
8. Beginn oder Ende einer Totalen Mondfinsternis
9. Prüfung von optischen Komponenten
10.Beobachtung von randnahen Polgebieten bei interessanter Libration
usw, usw, usw

Das Problem ist, dass die gängige hier meist vertretene Theorie
nicht ganz mit der Praxis zusammenpasst.
Natürlich ist das Mondlicht nicht schädlich, aber es blendet bei großer Öffnung und niedriger Vergrößerung gewaltig. Also vermute ich mal, dass die Blendung eben nicht nur von der Leuchtdichte der Quelle sondern es auch von ihrer scheinbaren Ausdehnung abhängt wie geblendet man sich fühlt.

CS Mike

 
Hi Thorsten,

vielleicht liegt die Blendung auch daran, dass nur ein Auge davon betroffen ist und dies irritierend wirkt wenn, man dann vom Okular wegblickt und mit beiden Augen auf den Sternenhimmel sieht, da fällt dann auf wie unterschiedlich viele Sterne die beiden Augen wahrnehmen. Wenn diese Vermutung stimmt, würden Leute mit Binoansatz am Teleskop dieses Problem nicht haben?

Nebenfrage: Was passiert beim nicht geblendeten Auge mit der Dunkeladaption? Bleibt sie erhalten, wird sie teilweise abgeschwächt?
Was wäre zum Bespiel wenn man beim DeepSkyBeobachten ein Auge fürs Okular benutzt und fürs Karten/Laptop schauen ausschließlich das andere?

CS Mike
 
Hallo Mike,

du redest immer mich an mit dem Thema,
bin ich da denn Spezialist ohne es zu wissen? ;)

Meine Hypothese ist (kann falsch oder unvollständig sein),
dass die nächtliche Umgebung mit dem hellen "Mondfleck"
das Auge etwas überfordert, ähnlich wie wenn du in einem
komplett dunklen Zimmer auf ein helles Fernsehbild schaust.

Wenn du kannst, versuche mal, den Mond mit "Festbeleuchtung"
zu beobachten, soll heissen alle Lichter um dich rum so hell
wie möglich. Dann dürfte er weniger blenden. Vermutlich...

Gruss :cool:
Thorsten
 
Hallo Squall,

Graufilter aber diesen kann ich nur für mein 6mm
Wenn Du einen 2" Graufilter gekauft hättest, hättest du diesen in die 1.25" Steckhülse einschrauben können und damit deine 1.25" Okulare und (ohne 1.25" Steckhülse) dein 2" Okular verwenden können, mit dem Vorteil, dass Du bei den 1.25" Okularen dann nicht jedesmal den Filter abschrauben musst, da dieser ja in der Steckhülse steckt.

Wegen Augen: Wenn ich ohne Graufilter beobachte habe ich nach einer Weile Schmerzen im Auge auf Grund der Helligkeit, deshalb beobachte ich immmer mit Graufilter, da bin ich dann schmerzfrei.

Grüße
Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thorsten,

Zitat von MiMeDo:
versuche mal, den Mond mit "Festbeleuchtung"
zu beobachten, soll heissen alle Lichter um dich rum so hell
wie möglich. Dann dürfte er weniger blenden. Vermutlich...
Das ist auch so. Hatte vor kurzem den Mond beobachtet, wo sich direkt daneben Straßenlaternen befanden. Für den Mondatlas brauchten wir jedenfalls keine Taschenlampe ;) Da hat nichts geblendet. Auf dem Acker außerhalb der Stadt, wo nur extrem wenig Licht die Dunkeladaption beeinflusst, sieht es ganz anders aus.

Entweder man schafft sich genügend Umgebungslicht, muss mit Filtern dämpfen oder die Vergrößerung entsprechend hoch wählen. Aber Schaden dürften die Augen nicht davontragen.

Gruß,
Robert
 
Hallo,

man sieht den Mond auch am Taghimmel und da blendet er überhaupt nicht. Im Gegenteil, man übersieht in sogar leicht, wenn der Himmel nicht völlig klar ist.

Grüße

Kurt
 
Hallo Mike!

Nebenfrage: Was passiert beim nicht geblendeten Auge mit der Dunkeladaption? Bleibt sie erhalten, wird sie teilweise abgeschwächt?
Was wäre zum Bespiel wenn man beim DeepSkyBeobachten ein Auge fürs Okular benutzt und fürs Karten/Laptop schauen ausschließlich das andere?
Ich vermute dass das funktionieren müsste, auch wenn das Gehirn
kräftig rebelliert. Allerdings müsste man sehr konsequent das
Beobachtungsauge von anderen Lichtquellen abschirmen,
z.B. mit einer Augenklappe könnte es vielleicht gehen.
Und jedesmal bevor die abgenommen wird stets alle Lichtlein
und Laptops ausschalten...

Gruss
Thorsten
 
Hallo,

hier hat mal jemand behauptet, dass eine Kamera Schaden davon tragen kann, wenn man den Mond ohne Graufilter am Teleskop fotografiert.
Na dann sollte das Auge doch wohl noch mehr gefährdet sein :-)

Ne Ne, den Auge kann das nicht schaden, ausgenommen bei einer Sonnenfinsterniss. Wenn der Mond sich vor die Sonne schiebt, wirds arg hell im Okular :-)

Gruß Jens
 
Elegant löst man das Problem, indem man mit einem Bino am Teleskop beobachtet. Dann halbiert sich (mindestens) die Flächenhelligkeit und man sieht sogar mit beiden Augen...
 
Hi Thorsten und alle,


heute Nacht hatte ich eine gute Gelegenheit den Versuch durchzuführen: Es funktioniert tatsächlich!
Eigentlich ist die Idee so simpel, dass ich mich im nachhinein wundere es nicht schon früher ausprobiert zu haben.

Nach Aufbau des Teleskops neben dem Auto gibt es zwei Momente wo normalerweise viel Blendung Eintritt: Justieren des Teleskops und Hochfahren des Laptops, dabei schloß ich das Beobachterauge und machte es erst beim eigentlichen Beobachtungsbeginn wieder auf: Ein Blick in den Himmel, dann durch den Sucher und auch im Okular offenbarte einen Riesenunterschied! Der wurde im Verlauf der nächsten Minuten spürbar geringer, aber für extreme Sachen wie schwach kondensierte Kometen usw. ist auch nach 10-15 Minuten noch ein gewisser Unterschied merkbar.

CS Mike
 
Hallo Mike,

das geht in der Praxis noch viel entspannter mit einer Augenklappe als das Auge mit einer Hand abzudecken oder mit Muskelkraft einseitig ein Auge zu schließen.

Mein Tipp: für Vielflieger gibt es sogenannte Schlafbrillen aus einem weichen lichtundurchlässigen Stoff. Solch eine Brille fast mittig teilen und zwei Bänder annähen. Eines in Höhe der Augenbraue, eines im Bereich des Nasenflügels. Die Bänder werden mit einem Klettverschluss auf der Außenseite der hälftigen Schlafbrille fixiert.

Bei meiner ersten Variante habe ich lediglich in die Schlafbrille im Bereich des nicht Beobachterauges eine ausreichend große Öffnung geschnitten und diese umsäumt. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass es angenehmer ist, eine möglichst große Fläche, welche frei ist, zur Verfügung zu haben.

CS Paul

 
Danke für deinen Hinweis Paul,

ich habe aber echt kein Problem das Auge einfach so geschloßen zu halten das geht schon ganz gut, alles nur eine Frage der Übung.
CS Mike

PS Falls hier "Spechtlerin" mitliest: Ich weiß, das Pauls Vorschlag bei dir Gefallen finden wird :biggrin:
 
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