Aus Vogelhausobservatorium wird eine Vogelvolierensternwarte - Rollhütte statt Rolldachhütte

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GroßA'Tuin

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Hallo Zusammen,
ich habe mir immer vorgenommen, wenn das oben kryptisch beschriebene Projekt fertig ist, das ganze hier vorzustellen. Also los gehts:
Wie ich hier in einigen wenigen Threads bereits gezeigt habe, hatte ich nach dem Umzug in unsere neue Bleibe im letzten Mai, in welcher wir einen fantastischen Bortle 4 Garten mit fast 360° Rundumblick haben, eine feste Säule im Garten installiert. Auf dieser hat meine EQ6r Platz gefunden. Damit ich diese nicht immer auf und abbauen muss, hatte ich damals ziemlich schnell einen kleinen Schutzbau in Form eines Vogelhäuschens (zum Frieden mit der Frau und der Natur außenrum) drauf gebaut. So konnte die Montierung problemlos das ganze Jahr über dauerhaft eingenordet draußen bleiben. Das hat die Astrofotografie schon erheblich vereinfacht und die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft erheblich verkürzt.
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Aber es blieb irgendwie ein Ritt auf der Rasierklinge das doch inzwischen sehr teure Setup jedesmal durch das Minenfeld aus Kinderspielzeug, Treppenschutzgitter, Terassentür und Stufen im Garten zu schleppen und sicher auf die Montierung aufzusetzen. Ich war jedesmal erleichtert, wenn ich das ganze installiert hatte und dabei nirgends mit einer Kamera hängen geblieben war oder Ähnliches.
Unser Vermieter hatte beim Bau des Hauses bereits eine sehr üppige, gepflasterte Fläche errichtet, auf welcher ich bereits ein Gartenhaus für Gerätschaften aufgebaut habe. Es wurde logischerweise der Gedanke nach einer festen Hütte gebohren in welcher die Teleskope verbleiben können. Jedoch scheute ich die Errichtung einer zweiten Hütte mit Anbau und die aufwendige Konstruktion eines Rolldachs. Die Idee eines rollbaren Schutzbaus war geboren. In diesem sollten zwei Säulen platz haben, da ich gerne zur Bestehenden eine Zweite mit der Möglichkeit eines schwereren Setups und einer Montierung der EQ8-Klasse errichten wollte. Das ganze wurde folglich als Holzkonstruktion in der Freeware Freecad geplant und konstruiert.
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Nachdem ich eine Stückliste für das Material erstellt hatte und bei Sägewerken den Preis durchrechnen lassen habe war ich ein bisschen ernüchtert, da ich dachte es würde günstiger werden. Dann habe ich mich nach fertigen Lösungen umgeschaut und bin tatsächlich fündig geworden. Es gab ein Gerätehaus, dass aus Modulbausteinen bestand und mit wenigen Anpassungen quasi exakt meinen Anforderungen hinsichtlich der Maße entsprach. Für das Geld des Gerätehauses hätte ich gerade einmal das Material bekommen und so konnte ich mir einiges an Arbeit bei der Errichtung sparen, da die Wände als fertige Module geliefert wurden.
Als Tragkonstruktion wurden 90x70x2500 mm Douglasien-Balken verwendet auf welche 100 mm Durchmesser Schwerlastrollen verschraubt wurden. Als erstes wurde die fahrbare Grundplatte errichtet (hier mit den Wandmodulen aufgeschichtet):
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Am Folgetag konnte ich innerhalb von einem Tag alleine die restliche Hütte drauf stellen und die ersten Rollversuche machen. Das klappte hervorragend. Das östliche, untere Wandmodul habe ich über drei schwere Türbänder aufgehängt, so dass ich die Gesamte Wand weg klappen kann und die Hütte von den Säulen wegrollen kann. Als nächstes wurde der Boden entsprechend den Maßen ausgeschnitten und die Säulen probeweise positionier (auch das klappte super ;)).
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Weiteres wegen Foto-Limitierung im weiterfolgenden Post...
 
Außenansichten in den zwei Positionen:
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Ich hatte ein wenig Bedenken bezüglich Windanfälligkeit und Stabilität mit den Rollen. Die ersten 90 kmh Böhen hat die Schutzhütte jedoch ohne mit der Wimper zu zucken überstanden.
Vorgestern durften dann nach Verschraubung der Säulen auf den Betonplatten die Montierungen und Teleskope einziehen:
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Das Aufbauen besteht nun aus genau zwei Dingen:
Hütte weg rollen, Kabeltrommel herrollen und Säulen anstecken.
Noch zu Erledigen ist das verschließen der Löcher im Boden um die Invasion von Tieren zu verhindern. Direkt gab es ein Firstlight mit der EQ8-r und ein warm Fahren (das Guiding muss zwingend noch verbessert werden und die Montierung offensichtlich eingestellt werden)...
Ich bin jedoch super happy mit dem Ergebnis und freue mich auf nun einen risikofreien Einsatz.
Ich hoffe die Beschreibung hilft dem ein oder Anderen in der Umsetzung seiner Projektpläne als Inspiration oder Ähnlichem.
Liebe Grüße Ben

M13_GlobalCluster_20240427_Compressed.jpg

First Light der Vogelvolieren Sternwarte ;) Askar PHQ107 auf M13 - Herkuleshaufen - 40x180s L, je 15x180s RGB mit der Touptek 571 Mono im HGC Modus.
 
Hallo Ben,
Glückwunsch zur neuen Sternwarte! Sieht doch ganz gut aus und ist sicher auch schnell einsatzbereit. Das macht schon Spaß, wenn man nicht immer das ganze Gerödel schleppen und aufbauen muss. So kannst Du auch mal weniger stabiles Wetter nutzen.
CS Dietmar
 
Hallo Ben,
Glückwunsch zur neuen Sternwarte! Sieht doch ganz gut aus und ist sicher auch schnell einsatzbereit. Das macht schon Spaß, wenn man nicht immer das ganze Gerödel schleppen und aufbauen muss. So kannst Du auch mal weniger stabiles Wetter nutzen.
CS Dietmar
Hallo Dietmar, vielen Dank! Es ist sicher das Fliegengewicht unter den Sternwarten, aber sehr praktikabel und von der Umsetzung her günstig und unkompliziert. Ich bin vor allem wegen des minimierten Risikos erleichtert und klar happy wegen der schnellen Einsatzbereitschaft!
Liebe Grüße Ben
 
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