Thomas_Stelzmann
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
heute habe ich nach einem Telefonat mit einem Astrokollegen etwas Erstaunliches festgestellt.
Es geht ja die Kunde, dass das Auskleiden des Tubus mit Velour oder schwarzem Filz die Bildqualität verbessern würde.
Ich habe vor längerer Zeit meinen 8"-f5-Newton mit schwarzem Filz ausgekleidet, und war von der gesteigerten BIldqualität überzeugt.
Ein Astrokollege hat dasselbe gemacht, und war ebenfalls von einer Besserung überzeugt.
Und jetzt berichtet er mir, dass ihm ein alter Adtrohase aus Bonn erzählt hat, dass das Auskleiden des Tubus gar nichts bringen würde.
Das stünde auch in einer Astronomie-Zeitschrift.
Das Tolle: Ich habe diese Zeitung, es ist die "Astronomie heute", das deutsche Pendant zu "Sky & Telescope", Ausgabe Juli/August 2003.
Dort steht neben den Hinweisen, spiegelzellenseitig einfallendes Licht mit einem Blendenring abzuhalten, folgende Aussage auf Seite 84:
[Zitat:]
"Viele Amateurastronomen glauben, ein Anstrich der Innenseite des Fernrohrtubus mit mattschwarzer Farbe sei die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen das Streulicht. Tatsächlich aber ist es so, dass ein Großteil der Tubusfläche für das Auftreten von Streulicht gar nicht relevant ist. Teleskope in Gitterrohrbauweise ohne umhüllenden Tubus sind beispielsweise nicht anfälliger für Streulicht als solche mit Tubus. Die Hülle, die die Gitterrohrstäbe umhüllt, trägt zwar dazu bei, Staub und Tau von der Optik fernzuhalten, hat aber meistens keine andere Funktion. Solange das Streulicht den Weg zum Okular nicht findet, stellt von außen einfallendes Licht auch kein nennenswertes Problem dar."
[Zitat Ende]
Das klingt logisch.
Vielmehr sei der Bereich gegenüber des OAZ ein Problem und sollte geschwärzt oder beschichtet werden. (Zudem werden noch andere Optimierungsmaßnahmen erklärt.)
Das ganz passt nun auch mit dem zusammen, was der ältere Astrohase gesagt, und auch mit unseren Erfahrungen.
Da wir die Tubi komplett ausgekleidet haben, war auch der wichtige Bereich gegenüber des OAZ dunkel, und somit wieder alles okay, wenn auch mit dem 80 oder 90fachen des erforderlichen Materialverbrauches.
Es könnte demnach also tatsächlich sein, dass das vollständige Auskleiden des Tubus mit Filz oder Velour oder das Auspinseln mit Ofenfarbe überflüssig ist, solange nur der Bereich gegenüber des OAZ dunkel ist und von hinten kein Streulicht ankommt.
Mein Plan ist, den bald ankommenden 10"-TS-Newton nach den Regeln in der Zeitung zu optimieren. Ich werde innen spiralförmig eine Blende vom Hauptspiegel bis zum OAZ aus simplem schwarzem Moosgummi kleben, und den Bereich gegenüber des OAZ mit Filz gekleben.
Danach werde ich an dieser Stelle mal berichten, wie das Bild so aussieht..
Viele Grüße
Thomas
heute habe ich nach einem Telefonat mit einem Astrokollegen etwas Erstaunliches festgestellt.
Es geht ja die Kunde, dass das Auskleiden des Tubus mit Velour oder schwarzem Filz die Bildqualität verbessern würde.
Ich habe vor längerer Zeit meinen 8"-f5-Newton mit schwarzem Filz ausgekleidet, und war von der gesteigerten BIldqualität überzeugt.
Ein Astrokollege hat dasselbe gemacht, und war ebenfalls von einer Besserung überzeugt.
Und jetzt berichtet er mir, dass ihm ein alter Adtrohase aus Bonn erzählt hat, dass das Auskleiden des Tubus gar nichts bringen würde.
Das stünde auch in einer Astronomie-Zeitschrift.
Das Tolle: Ich habe diese Zeitung, es ist die "Astronomie heute", das deutsche Pendant zu "Sky & Telescope", Ausgabe Juli/August 2003.
Dort steht neben den Hinweisen, spiegelzellenseitig einfallendes Licht mit einem Blendenring abzuhalten, folgende Aussage auf Seite 84:
[Zitat:]
"Viele Amateurastronomen glauben, ein Anstrich der Innenseite des Fernrohrtubus mit mattschwarzer Farbe sei die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen das Streulicht. Tatsächlich aber ist es so, dass ein Großteil der Tubusfläche für das Auftreten von Streulicht gar nicht relevant ist. Teleskope in Gitterrohrbauweise ohne umhüllenden Tubus sind beispielsweise nicht anfälliger für Streulicht als solche mit Tubus. Die Hülle, die die Gitterrohrstäbe umhüllt, trägt zwar dazu bei, Staub und Tau von der Optik fernzuhalten, hat aber meistens keine andere Funktion. Solange das Streulicht den Weg zum Okular nicht findet, stellt von außen einfallendes Licht auch kein nennenswertes Problem dar."
[Zitat Ende]
Das klingt logisch.
Vielmehr sei der Bereich gegenüber des OAZ ein Problem und sollte geschwärzt oder beschichtet werden. (Zudem werden noch andere Optimierungsmaßnahmen erklärt.)
Das ganz passt nun auch mit dem zusammen, was der ältere Astrohase gesagt, und auch mit unseren Erfahrungen.
Da wir die Tubi komplett ausgekleidet haben, war auch der wichtige Bereich gegenüber des OAZ dunkel, und somit wieder alles okay, wenn auch mit dem 80 oder 90fachen des erforderlichen Materialverbrauches.
Es könnte demnach also tatsächlich sein, dass das vollständige Auskleiden des Tubus mit Filz oder Velour oder das Auspinseln mit Ofenfarbe überflüssig ist, solange nur der Bereich gegenüber des OAZ dunkel ist und von hinten kein Streulicht ankommt.
Mein Plan ist, den bald ankommenden 10"-TS-Newton nach den Regeln in der Zeitung zu optimieren. Ich werde innen spiralförmig eine Blende vom Hauptspiegel bis zum OAZ aus simplem schwarzem Moosgummi kleben, und den Bereich gegenüber des OAZ mit Filz gekleben.
Danach werde ich an dieser Stelle mal berichten, wie das Bild so aussieht..
Viele Grüße
Thomas