Auskühlphase

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rerajung

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Hallo Sternenfreunde,

ich bin nun stolzer Besitzer eines C11 (SC) bei meiner gestrigen Beobachtung viel mir eine milchiges ziehen um den Saturn auf (nach 3h Auskühlzeit). Ist dies Tubusseeing? Wie lage braucht das C11 (280mm=) zum Auskühlen? Muss ein SC auch justiert werden und wenn ja wie? Vorab besten Dank.

Grüße und baldige Clear Skies.
 
Hallo,
nicht nur dein C11 braucht eine Auskühlphase, sondern jedes Teleskop benötigt diese. Jedoch sind die Phasen verschieden lang, dies ist von der Größe des Gerätes und dessen "Lüftbarkeit" abhängig. Bei deinem Teleskop benötigst du ohne einen eingebauten Lüfter bestimmt länger als 3 h, wenn das Teleskop beobachtungsfertig aufgebaut wird. Will meinen, wenn das Teleskop bereit zum beobachten aufgebaut wird und keine möglichkeit besteht eine Luftzirkulation zum Tubusinneren zu machen, werden die 3h nicht ausreichen, was deine Aussage deutlich belegt. Falls du keinen Lüfter hast (und ich gehe davon aus daß keiner dran ist), dann musst du zumindest den OAZ offen lassen und vielleicht mit einem Stück Karton o.Ä. wedeln, um einen Luftaustausch aus dem Tubusinneren zu beschleunigen.
Zu deiner weiteren Frage, ob ein C11 auch justiert werden muss, lautet die Antwort ebenfalls deffinitiv JA. Aber abgesehen davon, jedes Teleskop muss justiert werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß
Robert
 
Hallo Rene und Anke,

die Dauer der Auskühlphase ist von verschiedenen Parametern abhängig:

- Temperaturunterschied Teleskop/Umgebungsluft
- Masse des Teleskopes,insbesondere der Optik
- geschlosenes oder offenes Teleskop
- Wärmeleitfähigkeit der Materialien
- Unterteilung des Tubus durch Blenden
- Temperaturgang der Atmosphäre.Kühlt es in der Nacht weiter ab?
- weitere Faktoren

Bei gringen Temperaturunterschieden ist das alles kein echtes Problem.
Bei größeren Temperaturunterschioeden dagegen sehr...
Das C11 zeichnet sich durch einen großen Tubusdurchmesser aus,was die Bildung
von Konvektionsströmungen fördert.Der Spiegel ist zwar "abgemagert",er wird
zu den Ränden hin schmaler,seine Masse ist aber trotzdem nicht gering.

Die Schmidtplatte verhindert einen Luftaustausch zwischen Innenluft und Außenluft.

Die Schmidtplatte kühlt allerdings wegen ihrer exposition zum Himmel schnell
ab und an ihr entsteht innen dann Kaltluft die im Tubus herunterfällt,
während Warmluft vom Spiegel aufsteigt.Das kann sehr lange zu deutlichen
Bildbeeinträchtigungen führen.

Aus meiner Sicht solltest du überlegen einen Lüfter (oder 2 Lüfter,einer
saugt,einer pustet) und eine Lüftungsöffnung an den Tubus zu bauen.

Dann kannt du zusätzlich eine Isolation des Tubus vornehmen.Diese kann in
kalten Nächten das Tubusseeing verbessern.Sie verhindert daß die Oberseite
des Tubus kälter durch direkte Exposition zum Weltraum (Infrarotanstrahlung!)
kälter wird als die Umgebungsluft und wiederum Kaltluft im Tubus produziert.

Gruß,Karsten
 
Hallo Sternenfreunde,

danke für die Antworten. Könnte es sein das ich dort das Koma erblickt habe, oder waren die 3h Stunden Auskühlzeit einfach zu wenig? Und wie justiere ich das C11 (SC) ohne Hilfmittel?

Gruß René.
 
Hallo

es kann so aus dem "Ärmel" nicht gesagt werden, ob das Gesehene daurch entstand daß es nicht ausgekühlt war, oder ob es vom Gerät stammt.
Ein Teleskop ohne Hilfsmittel zu justieren geht nur indem man NUR den FS am Stern, versucht zentrisch zu bekommen. Dies wäre eine sache, die man machen könnte. Weitere Justage würde ich nicht empfehlen, wenn man keine Erfahrung hat, da verstellt man mehr als es einem lieb ist.

Gruß
 
Hallo,

ich hab das vor kurzem mal schon mal erklärt, ich habs einfach nochmal kopiert:

Zur Justage: Ich hab nur ein C8 (Schmidt Cassegrain). Da braucht man nur den Fangspiegel einzustellen. Hab das erst gestern gemacht, jetzt hab ich eine schöne runde Abbildung.

Wenn Du Dein Teleskop einstellen willst solltest Du einen nicht zu hellen Stern wählen. Sieh zu, dass er schön in der Mitte des Okulars ist.

Wähle zunächst ein Okular mit nicht zu hoher Vergrößerung und stelle das Bild unscharf. Jetzt siehst Du in der Mitte der Abblidung den Schatten des Fangspiegels. Dieser ist nicht in der Mitte.

Am Fangspiel selbst gibt es einige Schrauben. Diese musst Du so lange verstellen, bis das Bild des Schattens in der Mitte ist. Drehe aber nicht zu viel, höchstens immer eine achtel Umdrehung, so ein Teleskop reagiert schnell darauf.

Falls Du der Meinung bist, das Bild passt, nimm eine stärkere Vergrößerung und stelle das Bild etwas weniger unscharf. Gerade so, daß um den Fangspiegelschatten noch 2-3 Beugungsringe zu sehen sind.

Jetzt wirst Du wahrscheinlich merken, dass es immer noch nicht ganz passt. Dann musst Du noch vorsichtiger an den Schrauben drehen, bis der Schatten ganz genau in der Mitte ist. Der letzte Schritt ist besonders wichtig, denn gerade die ganz genaue Einstellung bringt meiner Meinung nach nochmal richtig viel Kontrast.


Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

Gruß
 
Dieses "milchige Ziehen" um den Saturn hört sich für mich eher an als ob das Okular beschlagen war oder sich Tau auf der Schmidtplatte gebildet hat. Könnte das sein?

Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,

Tau, das könnte schon sein. Ich erinnere mich, dass der Tubus von außen leicht feucht-kühl war. Die Taukappe hatte ich wärend der Abkühlphase aber draufgelassen. Mein Problem ist echt, dass ich bis jetzt nur mit Refraktoren gearbeitet habe. Sollten die Okulare denn auch auskühlen?

Grüße René.
 
Nein, Okulare sollten immer etwas warm sein, da sie sonst beschlagen, sobald dein Auge sich nähert. Einige bauen sich speziell beheizte Koffer für ihre Okulare, aber sie in die Hosentasche zu packen reicht auch.
 
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