Ausrüstung für Planetenbeobachtung

NorinsPapa

Neues Mitglied
Hallo alle zusammen, ich heiße Andreas und bin Papa eines 5 Jährigen Weltraumbegeisterten Jungen.(Bin daran nicht ganz unschuldig)
Ich hatte früher mal ein billig Teleskop mit dem man aber nicht wirklich was erkennen konnte.
Nun suche ich für meine Familie ein Teleskop mit dem Hauptaugenmerk auf die Beobachtung unserer Planeten und Monde.
Wunsch ist das man auch Details erkennen kann( bzw nicht nur einen verschwommenen Punkt, der einfach nur etwas größer ist als sonst).
Als Beispiel wäre es schön die Oberfläche des Mars gut erkennen zu können oder die Ringe des Saturn, weiß nicht in wie weit das im Hobbybereich möglich ist.
Das Stativ sollte eine GoTo funktion haben und auch eine Nachführung.
Wenn es dann noch die Möglichkeit gibt das Teleskop an einen Monitor oder Tablet etc. anzuschließen um nicht immer durch eine kleine Linse gucken zu müssen und evt die Möglichkeit mit einem Smartphone Astrophotographie machen zu können, wäre das schon die Erfüllung meiner Astroträume.
Ich bin für Tipps zu welche Eigenschaften sind wichtig bis hin zu konkreten Kaufvorschlägen dankbar.

Das Budget sollte nicht unbedingt 1750-2000 Euro überschreiten.
Sollten meine Vorstellungen so garnicht realisiebar sein, kann man Mir auch das schonungslos sagen.

Vielen Dank schonmal im Vorraus.
 
Hallo !

für Planeten und Mond ist eine hinreichende Vergrößerung und damit Öffnung notwendig. Das beste Preis/Leistung Verhältnis haben in der Regel Newton Teleskope die Azimutal montiert werden. Das hat mal ein Herr Dobson auf einfachst mögliche weise Realisiert :) Vorteil der Azimutalen Montierung ist der einfache Einblick in allen Positionen des Teleskops. Das nachschieben ist relativ einfach und wird, nach meiner Erfahrung, auch von Kindern nach etwas Übung gut beherrscht.

Meine Empfehlung wäre also ein Dobson mit 6" bis 8". Je nach dem wieviel Platz ihr habt würde ich mir mal einen Skywatcher Heritage 150P anschauen oder eine Nummer größer den Skywatcher SkyLiner-200P. Noch größer wird ziemlich unhandlich und von der Einblick Höhe her für Kinder unpraktisch. Mit einem 6" Newton habe ich auf dem Jupiter schon Mondschatten gesehen, das geht also schon ganz gut. 8" zeigt natürlich etwas mehr. Nebenbei bemerkt lohnt mit einem solchen Teleskop auch der Blick auf den ein oder anderen Kugelsternhaufen, den Orionnebel oder M57 in der Leier.

Was die Okulare angeht würde ich bei Okularbrennweiten <30mm nicht auf Plössl Okulare setzen. Die haben dann eine sehr kurzen Augenabstand und bei meiner Tochter habe ich gesehen, dass Kinder nicht gern so nah mit dem Auge ran gehen und daher meist wenig bis nix sehen. Als Übersichts- und Aufsuchokular würde sich ein 32-30mm Plössl anbieten. Für die kürzeren Brennweiten habe ich mir dieses Set gekauft und bin damit sowohl von der Qualität der Abbildung als auch vom Augenabstand sehr Zufrieden. Meine Tochter kam damit sehr gut zurecht. Preiswerter wird es kaum. Für Okulare kann man sehr viel Geld ausgeben, aber ich finde, damit ist man schon mal gut ausgerüstet.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Andreas,

da hat dir Michael schon gute konkrete Vorschläge gemacht, kann mich da nur anschließen.

Das Stativ sollte eine GoTo funktion haben und auch eine Nachführung.
So ein Dobson wird in eine sogenannte Rockerbox eingehangen, ist super stabil, nicht vergleichbar mit den Wackelstativen von günstigen Kaufhausteleskopen.
Goto Funktion braucht es für Planeten & Mond eigentlich nicht. Ich vermisse es generell nicht und suche lieber alles selbst auf.
Hilfreich ist die Freeware Stellerium.

Eine Nachführung gibt es auch für einen Dobson: EQ-Plattform
Als Kaufversion aber günstiger ist der Selbstbau, dafür gibt es gute Anleitungen im Internet.
Damit ist dann auch Planeten & Mondfotografie gut möglich, am besten mit einer kleinen Astrokamera.
Außerdem kannst du damit auch ein schönes großes Livebild auf einem Laptop / Monitor zeigen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Andreas,

vor der Anschaffung eines eigenen Teleskops solltet ihr eine Volkssternwarte in eurer Nähe kontaktieren und herausfinden, wann ihr da mal durch ein Teleskop schauen könnt. Es kann nämlich sehr gut sein, dass ihr selbst bei einem guten und ziemlich großen Fernrohr nicht gerade überwältigt sein werdet vom Anblick. Der Mond ist immer spektakulär, selbst in der armseligsten Scherbe. Aber mit Mars z.B. ist das so eine Sache. Da braucht es auch sehr viel Erfahrung, bis man beim Durchgucken was erkennen kann. Ging mir damals auch nicht anders.
Gründe dafür sind die Entfernungen der Planeten, sie sehen ziemlich klein aus. Wenn man stark vergrößert, dann vergrößert man leider auch das Wabern der Luft mit, was zu unscharfen Bildern führt. Also sind die Gelegenheiten selten, wo man ein deutliches Bild eines kleinen Planeten wie Mars sehen kann. Jupiter ist gnädiger, aber wenn es da um Details (mehr als die beiden dunklen Äquatorbänder) geht, muss man auch Glück haben mit der Luftruhe (dem "Seeing").
Also: erst mal woanders gucken und dann entscheiden, ob euch das genug war, um selbst ein Teleskop anschaffen zu wollen. Vielleicht bietet sich schon kommenden Samstag eine Gelegenheit für euch: Lange Nacht der Astronomie
LG Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Stativ sollte eine GoTo funktion haben und auch eine Nachführung.
Da eine Montierung á la EQ5 & Co. keine guten Einblick in allen Positionen bieten (es sei denn man dreht den Tubus in den Schellen, was ich aber sehr unpraktisch finde), kann man etwas mehr Geld in den Ring werfen und sich einen Goto-Dobson wie den SKFXD8GoTo anschauen. Eine EQ Plattform geht natürlich auch.

Planeten, Mond und die üblichen Verdächtigen findet man per Leuchtpunktsucher ziemlich einfach. Als ich anfing, war das auch da einzige was ich Problemlos gefunden habe ;) Dafür ist Goto, meiner Meinung nach, sicher nicht notwendig. Für die Nachführung ist es natürlich nett. Ob es Dir den Aufpreis wert ist, kannst natürlich nur Du entscheiden. Wenn man eine Kamera nutzen möchte ist es aber notwendig, da die händische Nachführung nicht gut funktioniert. Dann geht aber natürlich auch EAA.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo @NorinsPapa,

erstmal willkommen im Forum.

Bin da im aller ersten Schritt ganz genau bei Tom @Thomas_Pfleger .
Bevor die Euros direkt über die Theke gehen oder per PayPal zum Händler wandern, nutze die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu Kollegen in Deiner Umgebung. Besuche eine Volkssternwarte, Sternentreffen oder eben die lange Astronomische Nacht. Da hast Du die Möglichkeit die verschiedensten Teleskope anzuschauen und auch durch zu schauen. Fragen stellen, Informationen sammeln, ... ... ...

Stelle Dir im Vorfeld auch ein paar Fragen:
- wo soll beobachtet werden, Garten, Balkon, Terrasse oder musst Du raus auf den Acker
- noch ein Wo, Stadt, Stadtrand, Ländliche, .... ... ...
- was ist man gewillt zu transportieren, wenn man auf den Acker muss. Auch daran denken, das Geraffel muss zurück nach Hause
- passen die Beobachtungszeiten, Abends/Nachts, in mein privates/berufliches Umfeld.
- eventuelle auftauchende, weiterführende Wünsche, eben Nachfolgekosten

Das ganze soll jetzt nicht abschreckend wirken.
Die beobachtende Astronomie ist ein tolles Hobby, aber leider kein ganz so einfaches.
Diejenigen, da schließe ich mich zu 100% mit ein, die schon länger dabei sind, vergessen ganz gerne mal wie meine/ihre Anfänge waren. Bei manchen Anfragen/Threads hier im Forum denke ich mir auch manchmal "...man so schwer ist das doch nicht...". Meist kann ich mich ausbremsen und lasse das innere Auge zurück blicken ... ... ...

Die grundsätzliche Idee eines Dobson ist sicherlich nicht verkehrt. Preis/Leistungsverhältnis gibt es nichts besseres, stabile Systeme, intuitiv zu bedienen (rauf/runter und links/rechts). Oder auch Alt/AZ Montierung. Alt = Altitude = Höhe = rauf/runter, AZ = Azimut(h?) = Horizontal = links/rechts.
Bei einem Standard-Dobson, 200 Öffnung/1200 Brennweite, bin ich mir nicht wirklich sicher das Dein Sohn einen vernünftigen Einblick in das Okular hat.

Nun suche ich für meine Familie ein Teleskop mit dem Hauptaugenmerk auf die Beobachtung unserer Planeten und Monde.
Planeten, Mond(e) sind interessante Beobachtungsobjekt.
Man sollte da aber einiges bei beachten:
- Nur leider nicht jedes Jahr gleich gut zu beobachten.
- Mond, aus meiner Erfahrung heraus, macht auch nur Sinn bis ca. 50%, 60% Beleuchtung. Ansonsten wird das Teil zu hell und auch mit entsprechenden Filtern sind Details recht schwierig zu erkennen. Beobachtet wird an der hell/dunkel Grenze, dem Terminator.
- Planeten braucht es Brennweite, damit sie nicht kleine Murmel bleiben. Da sind wird dann beim erwähnten Standard-Dobson.
Tisch-Dobson, gleiche Funktionsweise wie bei den großem Brüdern, sind da handlicher und können, wie der Name schon sagt, auf einen stabilen Tisch gestellt werden. Bieten aber, meiner Meinung nach, dem ungeübten Beobachter zu wenig Brennweite für Planeten.

Als Beispiel wäre es schön die Oberfläche des Mars gut erkennen zu können oder die Ringe des Saturn, weiß nicht in wie weit das im Hobbybereich möglich ist.
da hat Tom @Thomas_Pfleger schon gut was zu geschrieben.

Das Stativ sollte eine GoTo funktion haben und auch eine Nachführung.
GoTo macht das System teuer, ist aber sinnvoll, wobei es, wie auch schon erwähnt, für Planeten nicht notwendig ist.
Bitte auch nicht der Idee verfallen, dass GoTo eine Wunderwaffe für das auffinden von Objekten ist. GoTo ist kein Vollautomatismus. Es ist eine Computergestützte Auffindhilfe, mit der man sich auseinander setzen muss.
GoTo ist eine wunderbare Sache, aber nicht zwingend ein Selbstläufer.
GoTo gibt es für jede Montierung.

Wenn es dann noch die Möglichkeit gibt das Teleskop an einen Monitor oder Tablet etc. anzuschließen um nicht immer durch eine kleine Linse gucken zu müssen und evt die Möglichkeit mit einem Smartphone Astrophotographie machen zu können, wäre das schon die Erfüllung meiner Astroträume.
sowas ist alles zu realisieren.
Die einfachste Variante ist sich eine kleinere Astrokamera anzuschaffen und so weit ich weiß liefern fast alle Hersteller eine passende Software für PC/Notebook oder als App für mobile Endgeräte mit.

In diesem Sinne :coffee: :teleskop:
Gruß
Mathias
 
Hi,
das wäre die "Eierlegendewollmilchsau" als Teleskope.
Für Tablet und App und so, da käme ein Smart Teleskope wie ein SeeStar in Frage, nur für Planeten ist dort die Brennweite zu klein.
Ein Dobson ist das einfache aber gute Einsteiger Teleskope, aber halt alles mit "Handbetrieb".
Eine Montierung mit Teleskope, ist dann zwar universal was Brennweite und "Teleskope-Art" angeht, aber auch eine Baustelle wenn Kamera dazukommt, die es zu beherrschen gilt.
Der Tipp mit dem Besuch einer Sternwarte ist erst einmal das einfache und auch, finde ich, das beste um nicht enttäuscht zu werden.
Gruß
Andreas
 
Hallo,

viele wichtige Tipps stehen schon weiter oben. Neben dem Erwartungsmanagement ist auch eine gewisse Frustrationstoleranz wichtig. Vieles funktioniert leider nicht gleich so wie man sich das vielleicht vorstellt - eben deswegen ist der Austausch mit erfahrenen Hobbykollegen vor Ort auch so wichtig.
Neben der geforderten Anwendung Planetenbeobachtung sind mit einem guten Newton auch viele andere Objekte in Reichweite, so dass später nicht nochmal neu gekauft werden muss. Das Gewicht und die Größe eines 8 Zoll ~20cm Dobsons sind noch gut handhabbar, aber nicht zu unterschätzen.

Einmal ein Vorschlag zu passenden Produkten, muss nicht genau das sein oder genau bei diesem Händler...

Zu deinen Anforderungen passt das hier ganz gut:
Dazu eine App wie Stellarium oder Redshift zur Orientierung. Das würde ich zunächst mal als Einstieg nehmen.

Wichtig für Newtons zur regelmäßig notwendigen Justierung: ein Laser


Dazu Okulare, die mitgelieferten Okulare sind ehr zum abgewöhnen.
Ein Übersichtokulare zum "Finden" der Objekte und für ausgedehnte Objekte wie z.B. die Andromedagalaxie oder den Orionnebel:

Eines für hohe Vergrößerung, insbesondere für Planeten, Sternhaufen, Planetarische Nebel und Doppelsterne.
oder auch sowas:

und eines für mittlere Vergrößerungen, wenn die Bedingungen mal nicht so gut sind am Planeten und für kleinere Nebel, Galaxien und Sternhaufen.

dann noch fürs schnelle Fotos machen:

und:

und für deinen Sohn würde ich eine leere Bierkiste mitnehmen, das ist trittsicher und stabil. Wenn er größer wird, kann man die auch in der Mitter durchsägen.
Es gibt sogar Polster extra für Bierkisten für günstig Geld.

So viel zu konkreten Produkten, damit bis du preislich noch im Rahmen. Bevor du das anschaffst, wie oben schon beschrieben am besten eine lokale Sternwarte oder einen Verein aufsuchen und nach dem Kauf dein Geraffel mitbringen und dir die Funktion erklären lassen. Es ist eine Sache ob man eine Anleitung liest und eine Andere wenn es einem Jemand praktisch zeigt.

Grüße Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich habe auch zwei Kinder in ähnlichem Alter und hatte mit ihnen schon schöne Erlebnisse am Okular. Du schreibst ja, dass Dein Sohn sehr interessiert ist, da habt Ihr vielleicht bereits manches an Büchern. Trotzdem hier mal ein paar Tipps, was uns Freude macht:


Davon ist die ganze Reihe super:


Beim Thema Teleskop würde ich zu etwas möglichst unkompliziertem zum Einstieg raten. Für mich wäre das ein mittelgroßer Refraktor auf einer einfachen azimutalen Montierung. Da braucht man sich weder mit der Aufstellung, noch mit Justage beschäftigen. Einfach hinstellen und losbeobachten. Planeten und Mond findet Ihr auch ohne GoTo und auch sonst gibt es einiges an Objekten, die recht leicht zu finden sind. In die Orientierung am Himmel fuchst man sich rein und mir macht das auch Spaß. :)

Zum Thema Smartphone:
Ich empfinde es als sehr wohltuend, nicht auch noch am Teleskop immerfort das Ding in der Hand zu haben. Mal ein Schnappschuss durchs Okular, aber ansonsten ist es schön, die Objekte einfach „direkt“ zu sehen. Ich denke, auch für Kinder ist das ein anderes Erlebnis als der Blick auf einen Bildschirm.

Auf jeden Fall viel Freude und viel Erfolg!

Gruß,
Felix
 
Ich werfe mal ein 5" oder 6" Maksutov ins Rennen. Ideal um Planeten und Mond zu beobachten. Hat genug Brennweite, leicht und klein, weniger Hebelwirkung auf der Montierung, Einblick gemütlich von hinten, keine Verrenkungen nötig. Das kleine Gesichtsfeld spielt bei der Beobachtung von Planeten eher keine so große Rolle. Was natürlich wirklich negativ ist bei diesen Teleskopen ist die Auskühlzeit, da muss man schon bis zu einer Stunde warten, je nach Teleskopgröße.
Ich bin zwar noch Anfänger, habe aber eins schon gelernt. Ja nicht an der Montierung sparen. Sie muss wirklich stabil sein. Das gleiche gilt für Okulare. Teleskope kommen und gehen, aber den Rest kannst du immer behalten und benutzen.
 
Mit diesem Budget kann man schon sehr viel erreichen!

Goto für Planeten ist unnötig und erfordert viele Kabel und Technik und bis man damit umgehen kann, dauert es und der Sohn wendet sich frustriert ab.
Man sieht ja die helleren Planeten gut mit bloßem Auge und muss dann nur das Rohr darauf zielen.

Mein Ansatz: Damit Norin möglichst viel auf den Planeten sehen kann, braucht man maximale Öffnung und kein Goto.
Problem: große Öffnung ist teuer und die Geräte werden schwer und groß.

Der Kompromiss, der auch in den finanziellen Rahmen passt, wäre ein 12 Zoll (300mm Öffnung) Dobson, etwa hier:

oder hier eine etwas teuerere zerlegbare Version, die sicher auch in kleinere Autos passt, wenn man aufs Land fahren möchte.

Alternative: Wenn das dennoch zu teuer, zu sperrig oder zu schwer ist oder das Okular zu hoch für den Nachwuchs, kann man auf die entsprechend kleineren Modelle mit 10 Zoll (250mm) ausweichen. Günstiger wirds dann auch ;-)

Dazu noch eine Halterung fürs Smartphone, evtl. ein Justierlaser für 30 EUR.

Okulare werden wohl nicht immer mitgeliefert, da würde ich ein Baader Hyperion mit etwa 24mm zur Übersicht und ein Plössl mit etwa 10mm für Planeten vorschlagen.

Das passt gut ins Budget, und damit kann man wirklich schon sehr viel sehen.

Wenn das dann nach einiger Zeit noch Spaß macht und man mehr investieren möchte, könnte Papa sich eine Planetenkameras zulegen oder den Dobson auf eine Goto-Montierung umzurüsten. Es gibt also viel Raum für Weiterentwicklung, ohne gleich alles neu kaufen zu müssen.

Claus
 
Danke schon mal für die vielen Infos und anregungen, vor allem für den tipp erst mal durch ein teleskop zu gucken um nicht später enttäuscht zu sein.
Also klar wollen werden wir uns auch andere objekte ansehen, aber momentan sind die planeten am interessantesten.
Das mit dem verbinden auf ein smart gerät oder bildschirm war hauptsächlich wegen dem teilweise umständlichen durchs okular schauen vor allem für kinder. Ich kenne das mal muss man etwas weiter weg oder bischen zur seite weil man sonst einfach gsr nix sieht.
 
Hallo,

Das mit dem verbinden auf ein smart gerät oder bildschirm war hauptsächlich wegen dem teilweise umständlichen durchs okular schauen vor allem für kinder.

Ich habe in dieser Hinsicht andere Erfahrungen gemacht.
Ich nehme immer wieder an der Starparty teil, einer Veranstaltung für die Öffentlichkeit:


Gerade Kinder tun sich leicht durch Teleskop zu schauen. Ich habe dieses Jahr mit meinem Cassegrain teilgenommen. Es haben einige Kinder den Mond, einen Kugelsternhaufen und später auch den Saturn beobachtet. Der größte Teil der Kinder konnte auf Anhieb durch das Okular den Mond sehen, die wenigsten benötigten eine Anleitung.
Im Gegensatz dazu tat sich mancher Erwachsener deutlich schwerer, richtig durchs Okular zu blicken.

Es ist zudem ein deutlicher Unterschied zwischen einen Bild das durch eine Kamera aufgenommen wird und danach auf einem Bildschirm dargestellt wird und dem Anblick mit den freien Augen durch das Okular. Das ist nicht vergleichbar. Wir sehen mit den freien Augen deutlich mehr als es die Kamera live auf einem Bildschirm darstellen kann. Die schönen Bilder der Planeten entstehen erst durch eine umfangreiche Nachbearbeitung.

Viele Grüße
Gerd
 
Es ist zudem ein deutlicher Unterschied zwischen einen Bild das durch eine Kamera aufgenommen wird und danach auf einem Bildschirm dargestellt wird und dem Anblick mit den freien Augen durch das Okular. Das ist nicht vergleichbar. Wir sehen mit den freien Augen deutlich mehr als es die Kamera live auf einem Bildschirm darstellen kann. Die schönen Bilder der Planeten entstehen erst durch eine umfangreiche Nachbearbeitung.
Volle Zustimmung. Es kommt mE noch ein anderer Aspekt dazu: heutzutage sind es schon die Kinder gewöhnt, dass ein großer Teil des Lebens sich auf Bildschirmen abspielt. Ein eigener Sinneseindruck mit weniger Technik zwischen Objekt und Gehirn hat da eine besondere Qualität. Ich vermute auch, dass man sich daran länger (oder überhaupt...) erinnern wird als an den fünfundneunzigsten "Content" in der Stunde.

Sinnvoll wäre eine Bildschirmübertragung sicherlich bei nicht wiederholbaren Anblicken, z.B. einer Sternbedeckung oder einem Ereignis der Jupitermonde. Dann können mehr Menschen das mitverfolgen als wenn jeweils nur 1 Person durchs Rohr gucken kann.

VG Tom
 
Hallo,

für mich gehört auch das selber Aufsuchen dazu. Da macht das Finden teilweise mehr Freude als der spätere Anblick.:D

Ich verwende zur Planung Stellarium, da es mir genau den Himmel vor Ort zeigt oder auch zukünftige Ereignisse, wie z.B. Mondschattenwürfe beim Jupiter.
Mit Kindern kann doch schon das Erkennen der Sternbilder ganz ohne Teleskop als kleines Suchspiel durchgeführt werden.
In Stellarium die Sternbilder mit Linien und Namen einblenden und dann in echt am Himmel wiederfinden.

Die Orientierung am Himmel ist ja nachher am Teleskop für das Aufsuchen der Objekte wichtig.
Also nicht den Planeten einstellen und dann die Kinder herbeirufen sondern die kleinen sollen ruhig selbst versuchen den Planeten zu finden.
Dann ist es eben nicht nur ein mal eben durchschauen ;)

Gruß,
Holger
 
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